Wie kann eine Weltreligion so weinerlich sein?

Wiedereinmal geht ein Aufschrei der Entrüstung durch die islamische Welt. Dabei sind die Parallelen zum Karikaturen-Streit kaum zu übersehen. Genausowenig, wie damals darauf geachtet wurde, dass die Empörung der Menschen mit Bildern angestachelt wurde, welche garnicht aus dänischen Quellen stammten, wird sich auch diesmal nur auf ein Zitat vom byzantinischen Kaiser Manuel II Palaeologus, welches vom Papst verwendet wurde, fokusiert.

“Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.”

Das dieses vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde findet kein Gehör und die Grundaussage, dass Gewalt zur Verbreitung oder Förderung einer Religion nie ein Mittel sein darf, geht dabei komplett verloren.

Mir persönlich stellt sich die Frage, wie eine Religion, welche sich selber als eine der Weltreligionen betrachtet, bei jeder Kleinigkeit beginnt, ihre Grundfeste erschüttert zu sehen und in haltlosen Protest ausarten kann. Der Verdacht, dass dies immer nur dann geschieht wenn es bestimmten Gruppierungen sehr gelegen kommt und auch nur dann, damit man dem Westen vorwerfen kann die Religion, die Kultur und die Menschen nicht zu respektieren, drängt sich dabei geradezu auf.

Denn wo ist der Protest, wenn Herr Mahmud Ahmadinedschad, seines Zeichen Iranischer Präsident, seine Bestrebungen untermauert, dass “Israel von der Landkarte getilgt werden” müsse? Wo ist der Protest, wenn im Namen Allahs und des Islams Terroranschläge auf unschuldige Menschen in London oder Madrid verübt werden? Und warum regt sich niemand auf, wenn sich mal wieder ein palestinensicher Selbstmordattentäter in Israel in die Luft gesprengt hat, mit dem verkorksten Gedankengut, ein Märtyrer zu sein?

Statt penibel darauf zu achten, nicht in irgendeiner kleinlichen Art und Weise von irgendjemandem beleidigt zu werden sollten die islamischen Geistlichen endlich anfangen, sich mit den Gewaltstrukturen ihrer Religion, wie Märtyrertum und Dschihad auseinanderzusetzen und diesen abzuschwören, damit diese nicht weiter verherrlicht und so von radikalen Elementen ausgenutzt werden können.

Kommentare (2)

celedyr.net » Fitnaam 30.03.08 um 19:53

[...] Er ist ohne frage populistisch und kontrovers, und die islamische Welt fühlt sich durch diesen mal wieder beleidigt. Trotzdem ist Meinungsfreiheit eines unserer größten und wichtigsten Rechte. Da ist es [...]

[...] wird die ewige Heulerei wegen der Religion zunehmend lächerlicher. Dabei kann es nicht sein, dass die Religion zunehmend [...]

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