Zur Zeit überschlagen sich die Gerüchte zum 6. Teil der Sakura Taisen Reihe. Angeblich soll dieser auf der Wii erscheinen. Was erst einmal eine sehr gute Nachricht wäre und mich persönlich hoffen lässt, dass das Spiel auch in Europa erscheint. Denn nachdem mich サクラ大戦V 〜さらば愛しき人よ〜 total begeistert hatte, würde ich mich sehr freuen die Fortsetzung zu spielen.
Am verblüffendsten finde ich allerdings, dass Teil 6 - wenn man den Gerüchten glaubt - in Deutschland (Berlin) spielen soll. Ich bin auf alle Fälle gespannt und drücke die Daumen, dass sich am Ende nicht alles als Hoax herausstellt.
Bit.Trip ist eine von Gaijin Games entwickelte und von Aksys Games vertriebene Spieleserie für die Nintendo Wii. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre minimalistische Graphik, das einfache Spielprinzip und die Musik aus, welche (wie der Rest des Spiels auch) an alte 8-Bit Spiele erinnert.
Runner ist das neuste Spiel der Serie und mein erster Kontakt mit dieser. Grundsätzlich ist das Spiel sehr einfach. Man läuft und läuft und läuft. So lange, bis man am Ziel angekommen ist und möglichst ohne an Hindernissen hängen zu bleiben oder in Abgründe zu fallen. Andernfalls muss man das Level nämlich wieder von Anfang an spielen.
Dabei wird man sehr behutsam an die Steuerung gewöhnt. Am Anfang kann man nur springen. Später kommen Sliden, Kick, etc. hinzu. Insgesamt gibt es 3 Welten mit jeweils 12 Level und einem Endboss pro Welt zu bewältigen. Wobei der Schwierigkeitsgrad ziemlich schnell ansteigt.
Vom Zeitumfang und Wiederspielwert lohnt sich das Spiel meiner Meinung nach. Wer dann noch - so wie ich - die Musik mag, wird mit dem Titel glücklich werden. :)
Mit Monster Hunter Tri führt Capcom seine berühmte Monster Hunter Serie weiter und bringt diese auf die Wii. Den Anfang nahm die Serie 2004 auf der Playstation 2 und wurde seitdem immer weiter ausgebaut. Ursprünglich sollte モンスターハンタートライ für die Playstation 3 erscheinen, wurde dann allerdings - aufgrund zu hoher Entwicklungskosten - für die Wii entwickelt.
Grafik
Da es die Wii ist, gibt es leider keine HD Graphik. Sie ist allerdings trotzdem sehr gut und die Monster wirken aufgrund ihrer Animationen lebendig und die Umgebung ist beeindruckend. Einzig die Dialogboxen sind auf unserem 46″ Full HD Fernseher wirklich schlecht zu lesen. Und auch der Einsatz des Wii Component Cable und die Umstellung auf 480p hat nicht wirklich eine Verbesserung gebracht.
Steuerung
Bei mir hat sich schnell herauskristallisiert, dass für mich die Mischung aus Wiimote (zum Eintragen von Monsterinformationen in das Bestiarium) und Classic Controller (1. Steuerung) genau mein Ding ist. Alternativ steht noch eine 2. Steuerungsoption für den Classic Controller zur Verfügung oder man kann auch nur mit Wiimote und Nunchuck spielen. Den Classic Controller Pro braucht man nicht unbedingt. Alles in allem ist die Steuerung sehr gut, einfach und intuitiv.
Story
Im Singleplayermodus gibt es in den einzelnen Abschnitten zwar eine rudimentäre Story. Doch dient diese im Grunde nur dazu, die Verkettung an unterschiedlichen Quests zusammen zu halten.
Sound
Die Soundeffekte sind passend und zahlreich, während die musikalische Untermalung erstklassig und “episch” ist.
Gameplay
Das Gameplay ist ziemlich simpel. In erster Linie erfüllt man Quests, bei denen man Gegenstände sammeln und Monster erlegen oder einfangen muss. Für die Quests erhält man Punkte, durch die mit der Zeit neue, schwerere Quests freigeschaltet werden. Da es keine Erfahrungspunkte und Charakterlevel im eigentlichen Sinne gibt, kann man sich nur durch neue Gegenstände verbessern. Für die verschiedenen Waffen und Rüstungen gibt es ein ausgefeiltes Craftingsystem. Es werden also wieder Items benötigt.
Das Leveldesign ist schön und abwechslungsreich. Es ist jedoch schade (und wahrscheinlich der limitierten Hardware der Wii zu verdanken), dass es zwischen den einzelnen Abgeschnitten eines Gebiets Ladepausen gibt.
Multiplayer
モンスターハンタートライ bietet entweder lokalen Splitscreen Co-op für 2 Spieler oder (im Gegensatz zu Japan kostenlosen) Online-Multiplayer für bis zu 4 Spieler. Insgesamt liegt in beiden Varianten die eigentliche Stärke des Spiels, da es viel mehr Spaß macht, in der Gruppe auf die Jagd zu gehen. Außerdem wird Wii Speak unterstützt, was die Kommunikation enorm vereinfacht.
Fazit
Insgesamt bin ich von モンスターハンタートライ enttäuscht. Mir persönlich ist die Story zu dünn und bessere Gegenstände im Spiel als Motivation zu wenig. Zwar sind die Monster abwechslungsreich und werden im Laufe des Spiels nicht nur größer, sondern auch anspruchsvoller. Unterm Strich ist man jedoch die meiste Zeit am Grinden (wobei die Taschen bei der Fülle an Materialien und Gegenständen grundsätzlich zu klein sind). Wem das nichts aus macht, der bekommt mit dem Spiel eines der besten Online-Spiele für die Wii. Wer damit nichts anfangen kann (so, wie ich), der sollte besser die Finger davon lassen.
Machen wir uns nichts vor: Der erste Teil von Red Steel war eher bescheiden. Die Steuerung war mittelmäßig und es bedurfte erst Spielen wie Metroid Prime 3 - Corruption und The Legend of Zelda: Twilight Princess um zu zeigen, was tatsächlich in der Wii steckt. Aber so ist das nun einmal bei Launch-Titeln. Und spätestens seit The Conduit sollte klar sein, dass die Wii für Ego-Shooter geradezu prädestiniert ist. Auch technisch hat sich inzwischen einiges getan und die Steuerung der Wii ist - dank der Erweiterung Wii Motion Plus - wesentlich präziser geworden. Außerdem hat Ubisoft seine Hausaufgaben gemacht und aus seinen Fehlern gelernt. Dementsprechend hat Red Steel 2 nicht mehr viel mit dem 1. Teil der Serie zu tun.
Es beginnt schon beim Setting. So wurde die Handlung vom Japan des 21. Jahrhundert auf einen namenlosen Planeten in unbekannte Zukunft verlagert. In eine Welt, welche ein Mix aus japanischer Kultur und dem Wilden Westen ist. Klingt nicht nur originell, sondern ist es tatsächlich auch. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass es eine derartige Mischung schon einmal gab. Wobei dem Spieler die entstehende Atmosphäre sehr gut vermittelt wird.
Der Namenlose Held ist Mitglied des Kusagari-Clans. Er wurde von den Jackals (eine Bande von Straßenräubern, Mördern und Dieben) gefangen genommen und Payne (der brutale Anführer der Gesetzlosen) ist drauf und dran, ihn in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Doch es gelingt ihm, seinem Peiniger zu entkommen und seinen alten Meister - Jian - zu retten.
Anschließend muss er feststellen, dass die gesamte Stadt von den Jackals besetzt wurde. Doch etwas scheint nicht zu stimmen. Denn sie ziehen nicht raubend und plündernd durch die Straßen, wie man es von ihnen erwarten würde. Aber bevor es dieses Rätsel zu lösen gilt, will unser Held erst einmal sein Katana wieder beschaffen, welches sich Payne unter den Nagel gerissen hat.
Im Kampf hat man die Auswahl zwischen vier verschiedenen Feuerwaffen, welche man mit der Zeit verbessern kann, und dem Katana. Allerdings liegt der Schwerpunkt ganz klar auf den Schwertkämpfen. Denn genau hier kommen auch die Vorzüge von Wii Motion Plus zum tragen. Es werden also nicht nur Knöpfe gedrückt und so hatte ich nach der ersten Runde auch gleich mal Muskelkater. ;-) Im Verlauf des Spiels lernt man eine Vielzahl verschiedene Schwerkampftechniken, welche einem helfen die Angriffe der Gegner zu überstehen. Dabei ist jeder Kampf in sich abgeschlossen und man ist danach wieder vollkommen geheilt.
Ein spitzen Spiel, dem ich meine Kaufempfehlung ausspreche und welches mir die Vorzüge von Wii Motion Plus mehr als verdeutlicht hat.
[+] Spannend und Actionreich
[+] Erstklassige Steuerung
[-] Lineare Level
[-] Schlechte deutsche Synchronisation
Zu Sakura Wars gibt es übrigens jede Menge Codes, welche zusätzliche Grimmigs freischalten. Im Internet findet man dazu einige Listen. Unter anderem auch direkt auf der Homepage zum Spiel.
Sakura Taisen Faibu ~Saraba, Itoshiki Hito yo~ (Sakura Wars V ~Farewell, My Love~) ist ein von Red Entertainment entwickeltes Taktik-RPG für die Wii und die PS2. Im Westen ist es unter dem Titel Sakura Wars: So Long, My Love erschienen und ist damit 14 Jahre nach dem Start der Serie der erste Sakura Taisen Titel, der offiziell im Westen veröffentlicht wurde.
Ich weiß nicht genau, wie das Spiel zu der Kategorisierung Taktik-RPG kommt. Denke jedoch, dass es ihr nicht wirklich gerecht wird. Denn bei Rollenspiel denkt man oft an Items, Charakterlevel und Erfahrungspunkte. All dies wird man in diesem Spiel nicht finden. Genauso enthält es zwar taktische Kämpfe, jedoch stehen diese, im Gegensatz zu anderen Titeln dieses Genres - etwa Luminous Arc 2 oder Final Fantasy Tactics - nicht im Vordergrund. Sie finden nur gegen Ende eines Kapitels statt und ihr Anspruch hält sich in Grenzen.
Die genannten Lücken werden aber ausreichend durch mehr oder weniger romantische Charakterinteraktionen aufgefüllt. So hat man schnell das Gefühl, es mit einem Bishōjo Game (美少女ゲーム) zu tun zu haben. Denn der Großteil des Spiels besteht hauptsächlich aus Dialogen zwischen dem männlichen Protagonisten und seinen weiblichen Mitstreiterinnen und ist somit nichts für Lesemuffel.
Aber auch, wenn es nicht unbedingt das ist, was man erwartet, bin ich trotzdem über alle Maße begeistert. Nicht umsonst zählt die Sakura Taisen Serie zu den erfolgreichsten Rollenspielserien Japans und wird in einem Atemzug mit anderen Klassikern wie Final Fantasy und Dragon Quest genannt.
Das Setting des Spiels ist in den späten 20er Jahren einer alternativen Steampunk-Welt angesiedelt. Handlungsort ist New York City. Wobei der Spieler die Rolle des 19 Jahre alten Lt. Shinjiro Taiga, welche gerade seine Ausbildung in der Kaiserliche Japanischen Marine abgeschlossen hat, übernimmt. Dieser wird von Tokyo nach New York geschickt um dort die lokalen Verteidigungsstreitkräfte - die New York Combat Revue - zu unterstützen. Dieses Team verteidigt nicht nur die Stadt und das Umland mit Hilfe von mechanischen Kampfanzügen, welche mit der spirituellen Energie der Piloten angetrieben wird, sondern tarnen sich außerdem als lokale Musical Truppe, welche regelmäßig im Little Lip Theater auftritt.
Die Dialoge, welche wie gesagt den Hauptanteil des Spielgeschehens ausmachen, funktionieren nach dem so genannten Live Interactive Picture System (LIPS). Wobei man sich - abhängig von den eigenen Aktionen - durch einen vordefinierten Dialogbaum bewegt. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungen der Interaktionen. In seiner einfachsten Form muss man innerhalb eines bestimmten Zeitlimit zwischen verschiedenen Antwortmöglichkeiten auswählen. In anderen Fällen man muss bestimmte Bewegungen mit dem Analogstick des Nunchuck und des Steuerkreuz der Wiimote (alternativ der beiden Analogsticks des Classic Controller, was wesentlich einfacher ist) ausführen, welche bestimmte Aktionen darstellen. Oder man bestimmt die “Kraft” seiner Antwort, d. h. ob man lieber schreit oder besser leise flüstert.
Je nach Ausgang der Interaktion erhält oder verliert man Vertrauenspunkte. Dies wird einem mit einem unverkennbarem Soundeffekt mitgeteilt. Diese Punkte repräsentieren das Verhältnis der Charaktere zu einander und wirken sich im besten Fall positiv auf die Kämpfe aus und können im schlechtesten Fall zum Spielende führen.
Das Kampfsystem basiert auf Aktionspunkten und läuft rundenweise ab. Es trägt den Titel Active Real-time Machine System (ARMS).
Eine willkommene Abwechslung ist die “Freizeit” zwischen den vordefinierten Handlungsabläufen. In dieser kann man sich durch die Stadt bewegen und die verschiedensten Orte aufsuchen. Diese sollte man sich allerdings gut einteilen, da die Zeit weiter läuft (das Besuchen eines Ortes “kostet” 5 Min. Zeit) und man muss für manche Ereignisse zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten sein.
Zusammen gehalten wird alles durch die schön gezeichneten Anime Zwischensequenzen (wobei alle Mecha-Szenen Computergraphiken sind) und die teilweise Synchronisation der Dialoge, welche helfen den verschiedenen Figuren mehr Charakter zu verleihen. Wobei wir direkt beim größten Kritikpunkt sind: Im Gegensatz zur PS2 Version, welche man auf Wunsch auf japanische stellen kann, verfügt der Wii Titel nur über englische Sprachausgabe und Texte. :(
Calling: Kuroki Chakushin (Calling: Black Message) ist ein von Hudson Soft veröffentlichtes Survival-Horror Spiel für die Wii.
“Die schwarze Seite - eine Quelle vieler Gerüchte. Die Webseite ist leer und hat nur einen Besucherzähler. Aber manche sagen, darüber bekomme man Verbindung zu einem Chatroom. Die, die von der Dunkelheit geführt werden, können in den Chat gelangen und erhalten angeblich einen Ruf aus den Tiefen. Sie treten in den Mnemonischen Abgrund und wandeln für immer zwischen Leben und Tod.
Jeden Tag zieht die Neugier weitere Besucher auf Die schwarze Seite. …
Als ich zu mir kam befand ich mich in einem seltsamen Raum.
Ich weiß nicht, wo ich bin oder warum ich hier bin.
Wo… bin ich…?”
– Aus der Spielanleitung
Mehr will ich zur Hintergrundgeschichte auch gar nicht verraten. Je weniger man weiß, desto besser. Denn dann man man sich auch am besten in die Lage der Person versetzen, welche alleine in einem unbekannten Haus aufwacht und keine Ahnung hat, was eigentlich los ist. Bis plötzlich ein Telefon klingelt…
Der Einstieg in das Spiel ist einfach und man bekommt im Laufe der Zeit alle Grundlagen der Steuerung beigebracht. Wobei vieles originell umgesetzt wurde. Insbesondere die Verwendung der Wiimote als Handy - ähnlich wie in Silent Hill: Shattered Memories - hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Orte, welche man im Spiel aufsucht sind zwar abwechslungsreich. Jedoch ähneln sie zu sehr. So sehen z. B. die meisten Klassenzimmer in einer Schule irgendwie gleich aus und unterscheiden sich nur in geringen Details. Aber immerhin lässt sich das anhand der Geschichte erklären.
Wie von einem japanischen Horrospiel zu erwarten wird man nicht viel Blut oder ähnliches zu Gesicht bekommen. Statt dessen sind die Schreckmomente subtiler und feiner gestreut. Eben da, wo man sie nicht unbedingt erwartet.
Man trifft allerdings auf Geister. In der oberen, klinken Ecke erscheint dann eine Art Angst- oder Panikanzeige. Sollte diese in den roten Bereich steigen kann es das Ableben des Charakters bedeuten. Da man die Geister nicht bekämpfen kann muss man versuchen ihnen aus dem Weg zu gehen und sie ggf. abschütteln und das Weite suchen. Das ganze ist allerdings recht gut umgesetzt und weniger deprimierend als in Shattered Memories. Was hauptsächlich daran liegt, dass der Levelaufbau nicht so verwirrend ist und das Spiel pausiert, wenn man die Karte betrachtet.
Ein wichtiger Tipp für alle Ungeduldigen: Schaut euch den Abspann bis zum Ende an. Es sei denn natürlich, ihr wollt das Extrakapitel, welches danach freigeschaltet wird, nicht mehr spielen. :)
Im übrigen hat das Spiel nichts mit den japanischen Chakushin ari (着信アリ) bzw. One Missed Call Horrorfilmen gemein, welche bei uns unter dem Titel “The Call” veröffentlicht wurden. Auch, wenn Telefone ein zentraler Bestandteil des Spiels sind. Nicht umsonst sehen die Buchstaben LLI im Namen CALLING aus wie Empfangsbalken eines Handys.
Calling ist im Grunde das genaue Gegenteil zu Ju-On, welches mich schwer enttäuscht hat und über das ich mich dementsprechend negativ geäußert habe. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und entwickelt sich im Laufe des Spiels immer weiter. Die Steuerung ist sehr gut und enthält einige nützliche Funktionen (z. B. 2x ‘Z’ drücken = 180° Drehung). Die Horrorelemente sind exzellent und abwechslungsreich umgesetzt und Ereignisse werden teilweise zufällig ausgelöst. So bekommt man endlich wieder ein japanisches Horrorspiel par excellence, welches einen fesselt und begeistert!
Kyōfu Taikan: Juon (Sensation of Fear: Curse Grudge) ist in Europa von Rising Star Games unter dem Titel Ju-On: The Grudge - A Fright Simulator veröffentlicht worden. Das Horrorspiel orientiert sich dabei Thematisch an der japanischen Filmvorlage, welche ab 2004 als The Grudge vom amerikanischen Kino verwurstet wurde. Die Filme zu kennen hilft zwar die Story besser zu verstehen. Hat im eigentlichen Spiel aber keine Bedeutung.
Es wird gesagt, dass wenn jemand mit einem tiefen, brennenden Groll stirbt, ein Fluch geboren wird. Als eine Hausfrau in Nerima (練馬区) auf grausige Weise ermordet wurde, entstand ein sehr mächtiger Fluch, der unglaublich schnell tötete. Wer das Haus betritt oder Umgang mit jemanden hat, der bereits vom Fluch heimgesucht wird, wird ebenfalls “infiziert”.
Die Yamada Familie zieht in das Saeki-Haus aus den Ju-On und The Grudge Filmen. Dadurch geraten alle in Lebensgefahr und jeder muss sich seiner individuellen Herausforderung stellen um dem Fluch zu entgehen.
Das Spiel besteht aus 4 Episoden. Wobei jede Episode die Erlebnisse eines der Familienmitglieder repräsentiert. Eine 5. Episode kann durch das Einsammeln von Gegenständen in den anderen freigeschaltet werden kann:
1. Verfallene Fabrik: Erkias folgt ihrem davongelaufenen Hund auf das Gelände einer alten Fabrik um ihn wieder einzufangen.
2. Verlassenes Krankenhaus: Michio - Erikas Mutter - liegt seit einigen Monaten im Krankenhaus und wird dort regelmäßig von ihrer Familie besucht. Eines Tages wacht sie auf und bemerkt einen kleinen Jungen (Toshio Saeki) herumlaufen. Das Telefon klingelt und sie scheint weit und breit der einzige Mensch zu sein…
3. Heruntergekommenes Apartment: Kenji, Lieferjunge und der Bruder von Erika soll ein Paket zu einem alten Apartment-Komplex liefern.
4. Bürogebäude: Der Vater der Familie - Hiroshi - ist Wachmann. In der Nachtschicht bemerkt er erst eine Person an einer Sicherheitskamera vorbei gehen. Anschließend fällt der Strom aus.
5. Das verfluchte Haus (muss frei gespielt werden): Erika hat es bis nach Hause geschafft. Sie will zu ihrer Familie. Doch statt dessen erwartet sie nur das Grauen.
Ju-On ist kein herkömmliches Survival-Horror Spiel. Das Projekt war von Anfang an als Horror-Simulation ausgelegt. Leider verfehlt das Spiel auch diesen Ansatz. Die Events sind fest gescripted, was dazu führt, dass das Spiel quasi keinen Wiederspielwert hat. Zwar bietet die Möglichkeit, dass ein 2. Spieler zufällige “Schockmomente” auslösen kann etwas Abwechslung. Jedoch verdienen diese ihren Namen kaum, da es zu wenige sind und man sich so schnell daran gewöhnt, dass man sie nur noch als störend und nicht als erschreckend empfindet. Hinzu kommt eine extrem kurze Spielzeit und eine Furchtbare Steuerung:
Die Wiimote als Taschenlampe zu benutzen hat sich schon oft bewährt. Aber warum muss man sich umständlich mit dem B-Knopf nach vorne und dem Steuerkreuz nach hinten bewegen? Der Nunchuck wäre wesentlich komfortabler gewesen. Sowieso ist das Laufen irgendwie eine Qual. Man kann nur durch die Gegend schleichen und fragt sich, warum in dem Spiel kein Mensch normal laufen oder rennen kann. Zumal man ständig unter Zeitdruck steht, da man immer neue Batterien für seine Taschenlampe suchen muss.
Der größte und ausschlaggebende Kritikpunkt sind die Schockeffekte. Ich bin wirklich ein Fan von japanischem Horror. Aber was die Entwickler hier abgeliefert haben ist echt nicht berauschend. Ich verlange keine Blutorgien wie in amerikanischen Filmen und Spielen. Aber die Atmosphäre muss einfach stimmen. Und das ist bei Ju-On leider nicht der Fall. Die langweiligsten stellen sind, wenn man dem Fluch (d. h. Kayako und Toshio) direkt begegnet und beginnt die Wiimote wild zu schütteln. Die dezenten, einen erschreckenden Momente, für die der japanische Horror bekannt ist, gibt es zwar auch. Aber leider zu selten.
Alles in allem bin ich von Ju-On sehr enttäuscht und hätte wesentlich mehr von diesem ambitionierten Projekt erwartet. Wer es ausprobieren will kann es sich ja für einen Abend aus einer Videothek ausleihen. Einen Kauf ist es jedoch nicht wert.
Ich hatte ja bereits 2 Videos zu Muscle March geblogged, aber anscheinend hat nicht jeder verstanden, worum es dabei eigentlich geht. ;-) Massuru Kōshinkyoku ist ein von Bandai Namco entwickeltes Spiel für WiiWare.
Einer Gruppe knapp bekleideter, eingeölter Macho-Bodybuilder wurde ihr Proteinpulver von dreisten Dieben gestohlen. Also ist es an den wackeren Recken, diese zu fangen.
Es entwickelt sich eine wilde Jagd durch 3 verschiedene Gefilde (Großstadt, feudales Japan, Raumstation), bei welcher der Gejagte durch Mauern bricht und die Truppe hinterher eilt. Um nicht aus dem Rennen abzuscheiden muss man eine von vier möglichen Mucki-Pose rechtzeitig ausführen. Ansonsten klatscht man gegen die Wand.
Es ist laut, schrill, bunt und japanisch. Also das ideale Partyspiel für zwischendurch und bis zu 4 Spielern! :)
In einer postapokalyptischen Zukunft leben ein alter Mann und ein 15 jähriger Junge - Seto - zusammen in einem ehemaligen Observatorium. Dies ändert sich, als der Mann eines Tages stirbt. Von Einsamkeit getrieben und durch den Abschiedsbrief des alten Mannes bestärkt macht sich Seto auf die Suche nach anderen Überlebenden. So begegnet er zufällig einem scheuen, weißhaarigen Mädchen, welche jedoch schnell wieder verschwindet. Mit der Gewissheit nicht der letzte Mensch auf Erden zu sein begibt er sich auf die Suche nach ihr. Von dem Glauben und der Hoffnung beseelt, seiner Isolation so zu entkommen.
So beginnt ein Abenteuer voller Schmerz, Einsamkeit und Tod, welches den Spieler in seinen Bann zieht. Furajīru ~Sayonara Tsuki no Haikyo~ bzw. Fragile Dreams: Farewell Ruins of the Moon ist dabei eines dieser Spiele, die man nicht mehr vergisst. Nicht nur das es graphisch und musikalisch besticht. Vor allem durch die Atmosphäre und die Geschichte wird dieses Spiel zu einem einmaligen Erlebnis.
Grundsätzlich handelt es sich bei Fragile Dreams um ein Mix aus Survival Horror und einem Rollenspiel. Allerdings in keiner Weise, wie man es erwartet. Die Rollenspielelemente sind eher rudimentär. So ist das Kampfsystem äußert Simpel gehalten und es fehlt z. B. an Möglichkeiten Angriffe zu blocken oder per Knopfdruck auszuweichen. Wer also auf viele Levelstufen, Gegenstände und Kämpfe hofft, wird schwer enttäuscht.
Ähnlich ergeht es Spielern, die bei “Survival Horror” nur an Silent Hill oder Resident Evil denken. Blut wird man keines zu sehen bekommen und der Schrecken, der von dem ganzen Szenario ausgeht ist mehr psychologischer Natur. Insbesondere die ureigene Angst des Menschen vor Einsamkeit steht dabei im Mittelpunkt.
Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt zart besaitet bin und auch nicht zu den Menschen gehöre, die immer noch nicht den (virtuellen) Tod von Aeris in Final Fantasy VII überwunden habe… Leute, werdet endlich erwachsen und kommt darüber hinweg!
Trotzdem ist mir Fragile Dreams im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gegangen und hat mir somit mehr als eine Gänsehaut beschert. Videospiele sind in erster Linie Psychologie. Und die Entwickler von Namco Bandai wissen dies exzellent auszunutzen und haben so eines der besten Wii Spiele aller Zeiten geschaffen.
Zusätzlich sei noch erwähnt, dass mir insbesondere der kluge und praktische Einsatz des Lautsprechers in der Wii Remote und die komplett japanische Sprachausgabe (auf Wunsch ist auch englisch möglich) sehr gut gefallen haben.