Einträge mit dem Tag: tv

TrickReich

Diese Woche lief auf 3Sat die Animationsfilmreihe TrickReich an. Und mit der deutschen Erstausstrahlung von Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (時をかける少女 (Toki o kakeru shōjo)) von Hosoda Mamoru (細田 守) hatte dieses Event einen fulminanten Start. Also schön die Augen aufhalten, was da noch so kommen wird. Morgen um 15:10 Uhr steht z. B. Das wandelnde Schloss (ハウルの動く城 (hauru no ugoku shiro)) von Miyazaki Hayao (宮崎駿) auf dem Programm. :)

Monty Python

Am 5. Oktober 1969 - heute vor 40 Jahren - hatte die legendäre und begnadete britische Comedy-Truppe Monty Python mit dem Ministry of Silly Walks und dem Dead Parrot Sketch ihr TV Debüt im britischen Fernsehen. Ihre Sketche sind auch heute noch unerreicht und unglaublich gut!

Ministry of Silly Walks
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The Parrot Sketch
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Das große Kipp-Roll-Fall Debakel

Das hat sich Pro7 schön ausgemalt. Man nehmen einen Haufen Amateure, lasse diese irgendwelche wilden Domino-Parcours bauen - allerdings ohne Domino-Steine, denn den Domino Day gibt es ja schon auf RTL - packe die altbekannten, drittklassigen Moderatoren und C-Prominente, die man schon aus diversen Stefan Raab Shows kennt, dazu und übertrage das ganze dann im TV.
Ergebnis: Eine furchbar billige Produktion und gähnende Langeweile für die Zuschauer. Man konnte diese Sendung einschalten, wann man wollte. Neben den durchs Bild huschenden Assistenten, welche verzweifelt versuchten diese immer wieder stoppende Kettenreaktion wieder in Gang zu setzten sah man sich dem unaufhörlichen und furchbar nervenden Kommentatorengeschwafel ausgesetzt, welches regelmäßig in den Satz “Die Uhr wurde wieder auf 0 zurückgesetzt” gipfelte.

Mascerade

Ich habe diese Werbung zu Mascerade gesehen und das kalte Kotzen bekommen. Man vergleiche die kurze Tischtennis-Szene am Anfang mit dem unten stehenden Video aus Japan.
Kupfern unsere TV-Sender nun nicht nur vom US- sondern auch vom japanischen Fernsehen ab? Es scheint leider so. Grundsätzlich kann man dies zwar als Horizonterweiterung betrachten. Jedoch ist es auch wieder der Beweis, dass eigene, innovative Formate weiterhin Mangelware bleiben.
Im Endeffekt wieder eine Sendung im deutschen Fernsehen, welche ich mir nicht anschauen werde. Da bleibe ich lieber direkt beim Original.

table tennis
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Der Tod als letztes Tabu im TV

Nach der in England ausgestrahlten Dokumentation über das Sterben von Craig Ewert ist in Großbritannien eine hitzige Debatte zur Sterbehilfe entbrannt. Ein Thema, welches auch immer wieder in Deutschland heftig debattiert wird. Zuerst einmal zu meiner persönlichen Meinung zum Thema Sterbehilfe.

Persönlich betrachte ich die Sache pragmatisch und stehe damit definitiv auf der Seite der Sterbehilfe-Befürworter. Zwar betrachte ich den Selbstmord eines gesunden Menschen als Flucht vor dem Leben und seiner Probleme. Und halte eine Solche Flucht für dämlich. Aber trotzdem spricht in meinen Augen nichts dagegen jemanden den Wunsch des Ablebens zu erfüllen, wenn sich dieser im vollem Besitzt seiner geistigen Kräfte befindet. Schließlich sind sich alle Beteiligten der endgültigen Konsequenz bewusst.
Inbesondere bei schwer kranken Menschen, welche statt Heilung nur noch einen schmerzhaften Tod vor Augen haben halte ich es für inhuman, diesen den letzten Wunsch eines schmerzlosen Todes zu verwähren. Dabei akzeptiere ich es durchaus, wenn ein Arzt aus eigener ethischer Überzeugung gegen die Sterbehilfe ist und diese daher nicht durchführen möchte. Schließlich muss man auch auf die ausführenden Menschen Rücksicht nehmen. Aber das mindeste wäre, dass die Ärzte, welche sich dazu entschließen auf Wunsch des Patienten sein Leben zu beenden, sich dadurch nicht strafbar machen würden. Daher halte ich den Weg der totalen Ablehnung von Sterbehilfe, den unsere Bundesregierung bei diesem Thema einschlägt, leider für falsch.
Es ist erschreckend, welches Tabuthema der Tod und insbesondere der Suizid in unserer ansonsten so aufgeklärten und weltoffenen Gesellschaft darstellt. Ob dies auf der Jahrhunderte andauernde christlichen Indoktrination beruht, welche den Menschen seit jeher einredet, Selbstmord sei eine Sünde oder andere - aufgrund natürliche Urängste gegenüber dem Ableben - Gründe hat, ist heute kaum noch nachvollziehbar.
Problemlos wäre das ganze, wenn jeder für sich und situationsabhängig über das Thema entscheiden könnte. Aber leider ist es - wie so oft - so, dass es Menschen gibt, die der Meinung sind ihre eigene Meinung anderen aufdrängen zu müssen. Was meines Erachtens ein enormer Eingriff in das Persönlichkeitsrecht anderer Menschen ist. Denn niemand außer man selbst hat das ultimative Recht über sein eigenes Leben und dessen Ende zu entscheiden. Und machen wir uns nichts vor: Wer wirklich Selbstmord begehen möchte und nicht nur nach Aufmerksamkeit lechzt, der wird sein Ziel, sofern er körperlich dazu in der Lage ist, auch erreichen. Die Frage ist also, ob es die Gesellschaft zulässt, ob dies einsam im Keller oder unter menschenwürdigen Bedingungen geschehen kann.

Aber nun zurück zum TV. Hat dieses in den letzten Jahren mit einer Menge Tabuthemen gebrochen und sich besonders in den Bereichen Gewalt + Sex enorm gesteigert, so ist der Tod doch immer noch etwas, welches als nicht gesellschaftsfähig angesehen wird. Das hat die aktuelle Debatte in Großbritannien gezeigt. Wobei ich vor allem den Vorwurf der Geschmacklosigkeit dieser Dokumentation nicht nachvollziehen kann. Zum einen wurde niemand gezwungen, sie sich anzuschauen. Zum anderen ist der Tod sicherlich eine der natürlichsten Sachen der Welt. Denn niemand kann ihm entgehen und früher oder später wird jeder das Zeitliche segnen. Dabei muss sich jeder selbst fragen, welche Einstellung zum Tod man persönlich hat. Nur sollte man sich überlegen, dass die Angst davor auch nichts daran ändert.
Was an der TV Ausstrahlung vielleicht wirklich Geschmacklos ist, war die Resonanz. Denn leider habe ich die Befürchtung, dass sich die Mehrheit der Zuschauer die Dokumentation nicht angesehen hat um sich mit dem eigentlichen Thema auseinanderzusetzen, sondern aufgrund der aufbauschenden Debatte, welche im Vorfeld um diese geführt wurde. Getrieben, von einer - wie ich finde verachtungswürdigen - Sensationslust. Die selbe, welche manche Menschen dazu bewegt auf der Autobahn langsamer zu fahren um Unfälle auf der gegenüberliegenden Fahrbahn zu beobachten und so im schlechtesten Fall selbst einen Unfall zu provozieren.
Interessant ist, dass in Großbritannien durch den Broadcasting Code die Darstellung von Selbstmord und Selbstverletzung untersagt ist, solange sie nicht “redaktionell und durch den Kontext gerechtfertigt ist”. Weshalb sich nach Beschwerden inzwischen die britische Rundfunkaufsichtsbehörde Ofcom mit der Dokumentation beschäftigt.
Im Grunde kann man sagen, dass eine solche Einschränkung nichts anderes als Zensur ist. Eine Zensur, welche jedoch nicht nur vom Staat verordnet sondern auch von den Medienunternehmen mit verantwortet wird, welche dies mit dem Wohle des Zuschauers begründen.

Die Kriegsberichterstattung ist hierfür das beste Beispiel. In den Archiven der Sender existieren unzählige Datenträger mit Bildern von Kriegsopfern. Egal von welcher Seite oder ob Zivilisten. Aber sie werden einfach nicht gezeigt. Das geht teilweise so weit, dass sich Reporter gegenüber ihren Vorgesetzten dazu äußern müssen, ob eine verletzte Person zu dem Zeitpunkt der Aufnahme bereits tot war oder erst im Nachhinein gestorben ist. Denn nur im zweiten Fall wäre der Sender bereit, die Bilder auch zu senden. Aber wenn aus der Aufnahme alleine die “tot oder nicht tot”-Frage nicht zu beantworten ist, welche Rolle spielt es dann?
Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass unsere Gesellschaft solche Bilder nicht sehen möchte. Immerhin würden sie den Menschen zu Hause zeigen, was Krieg wirklich bedeutet. Etwas, was mit jeder neuen Generation weiter in Vergessenheit zu geraten scheint. Manche Leute entwickeln sogar eine Art Begeisterung für den Krieg, ähnlich der zu Beginn des Ersten Weltkriegs in Mitteleuropa. Was leider die Vermutung nahe legt, dass die Menschheit tatsächlich nicht aus den Fehlern ihrer Vergangenheit lernen kann. Bilder von den toten Freunden, Ehemännern und Söhnen, welche man vor wenigen Monaten noch am Bahnhof verabschiedet hat wären einer solchen Begeisterung natürlich nicht förderlich. Statt dessen ist die Allgemeinheit - und die Propaganda sowieso - darauf Bedacht die Auswirkungen von Kriegen zu verdrängen und zu ignorieren. Dabei wäre das Gegenteil wahrscheinlich das beste, was der Menschheit passieren könnte. Denn nur, wenn die Menschen vor Augen geführt bekommen, was Krieg wirklich bedeutet, begreifen sie den Wahnsinn, der damit verbunden ist und haben auch keine Lust mehr auf diesen.

Meines Erachtens hat nicht nur das Fernsehen sondern auch unsere Gesellschaft noch viel Nachholbedarf und muss sich mit dem Thema Tod und auch dem Freitod weiter auseinandersetzen. Denn wie bereits gesagt handelt es sich um eine der natürlichsten Sachen der Welt. Was übrigens auch für Sex gilt. Ebenfalls lange Zeit ein Tabuthema und doch seit Menschengedenken praktiziert. Und genau hierin liegt meine Hoffnung. Es hat zwar lange gedauert, doch inzwischen ist auch dieses Thema größtenteils Gesellschaftsfähig und man kann sich normal damit auseinandersetzen. Bleibt zu hoffe, dass es dem Ableben und der Sterbehilfe irgendwann ähnlich ergeht.

Die Simpsons sind böse

Ich habe es schon immer gewußt! Die Simpsons sind schlecht für Kinder. Daher wurden sie in Venezuela auch aus dem morgentlichen TV-Programm genommen und durch eine “anspruchsvollere” Sendung ersetzt: Baywatch…

Man merke sich also für die Zukunft:
Titten Knapp bekleidete Fleischbeschau Lebensretterinnen = gut
Satirisch, humoristisch und gesellschaftskritische Cartoonfiguren = böse

The next Uri Geller

Schon seit langem ist der Trend zur billigen Eigenproduktion in Deutschland erkennbar. Hauptsache das Produkt kostet in der Herstellung so wenig wie möglich. Der Konsument bzw. Fernsehzuschauer wird es schon akzeptieren.
Auf Pro7 war der letzte Auswuchs dieser Art The next Uri Geller. Was mich an dieser Show jedoch wirklich stört und weshalb ich sie als stumpfsinnig und langweilig empfinde ist dieser verzweifelte Versuch dem ganzen Spektakel, welches teilweise aus billigen Taschenspielertricks besteht, einen Hauch von Mystizismus und Übernatürlichkeit anzuhängen. Das ganze sollte lieber als das präsentiert werden, was es wirklich ist. Nämlich eine Zaubershow bei der mehr oder weniger tallentierte Künstler auftreten. Leider in der Regel weniger tallentiert.

Next Uri Geller - Nicolai Friedrich - entlarvt
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Plasma TV

Mallek war neulich im Media Markt und so freundlich, mir von dort dieses Bild zu schicken. Wie kann man bei dem Mitnahmepreis nur widerstehen? ^_^

Plasma TV

Gute Nacht

So, nach diesem Eintrag werde ich ins Bett gehen. Ich wollte nurnoch darauf hinweisen, dass im Moment Uzumaki (渦巻) auf VOX läuft. Ein Film, den ich jedem Fan des (japanischen) Horror-Kinos nur ans Herz legen kann.

American Beauty auf Kabel1

Ich ärgere mich schon das ganze Wochenende darüber, dass Kabel1 anscheinend einen vollkommen inkompetenten Programmdirektor besitzt, der offensichtlich seinen Beruf verfehlt hat. Immerhin wäre seine Aufgabe, möglichst viele Menschen vor den Fernseher zu locken. Doch dies wird ihm nicht gelingen, wenn wirklich gute Filme - wie American Beauty - mitten unter der Woche, an einem Dienstag gezeigt werden.
Warum denn bitte an einem Dienstag? Würde sich das Wochenende, wo die Leute auch einmal Zeit haben, abends TV zu sehen, nicht besser anbieten? Wahrscheinlich nicht, wenn Samstags so ein Mist wie “Life on Mars” läuft und daher kein Sendetermin mehr frei ist.
Ich persönlich würde gerne etwas meiner, im Moment knappen, Freizeit für dieses filmische Meisterwerk opfern. Da ich am nächsten Tag aber Klausur habe, werde ich wohl meinen alten Videorekorder programmieren müssen.

American Beauty