Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Die Simpsons sind böse

09.04.08

Ich habe es schon immer gewußt! Die Simpsons sind schlecht für Kinder. Daher wurden sie in Venezuela auch aus dem morgentlichen TV-Programm genommen und durch eine “anspruchsvollere” Sendung ersetzt: Baywatch…

Man merke sich also für die Zukunft:
Titten Knapp bekleidete Fleischbeschau Lebensretterinnen = gut
Satirisch, humoristisch und gesellschaftskritische Cartoonfiguren = böse

The next Uri Geller

26.02.08

Schon seit langem ist der Trend zur billigen Eigenproduktion in Deutschland erkennbar. Hauptsache das Produkt kostet in der Herstellung so wenig wie möglich. Der Konsument bzw. Fernsehzuschauer wird es schon akzeptieren.
Auf Pro7 war der letzte Auswuchs dieser Art The next Uri Geller. Was mich an dieser Show jedoch wirklich stört und weshalb ich sie als stumpfsinnig und langweilig empfinde ist dieser verzweifelte Versuch dem ganzen Spektakel, welches teilweise aus billigen Taschenspielertricks besteht, einen Hauch von Mystizismus und Übernatürlichkeit anzuhängen. Das ganze sollte lieber als das präsentiert werden, was es wirklich ist. Nämlich eine Zaubershow bei der mehr oder weniger tallentierte Künstler auftreten. Leider in der Regel weniger tallentiert.

Next Uri Geller - Nicolai Friedrich - entlarvt
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Plasma TV

14.11.07

Mallek war neulich im Media Markt und so freundlich, mir von dort dieses Bild zu schicken. Wie kann man bei dem Mitnahmepreis nur widerstehen? ^_^

Plasma TV

Gute Nacht

14.07.07

So, nach diesem Eintrag werde ich ins Bett gehen. Ich wollte nurnoch darauf hinweisen, dass im Moment Uzumaki (渦巻) auf VOX läuft. Ein Film, den ich jedem Fan des (japanischen) Horror-Kinos nur ans Herz legen kann.

Majo no takkyûbin

06.04.07

Mit 13 Jahren ist es für jede junge Hexe an der Zeit ihr Zuhause zu verlassen und auf eigenen Beinen zu stehe; so will es die Tradition. Also bricht auch Kiki - zusammen mit ihrem schwarzen Kater Jiji - auf, um einen Ort zu suchen, an dem sie sich niederlassen und arbeiten kann.
So findet Kiki Koriko, eine Stadt am Meer und beschließt dort zu bleiben. Zu ihrem Glück begegnet sie Osono und ihrem Mann, welche zusammen ein Backwarengeschäft betreiben. Dort hilft sie etwas im Geschäft aus und kann im Gegenzug bei ihnen wohnen, bis sie alleine zurecht kommt. Es gilt also, selber Geld zu verdienen.
Kiki kann zwar fliegen aber da sie sich noch in der Ausbildung befindet ist Kiki auf dem Gebiet der Zauberei noch nicht sonderlich bewandert. Daher beschließt sie einen Lieferservice zu eröffnen. Trotz der Hilfe und Unterstützung von Osono und ihrem Mann wird Kiki in dieser großen, fremden Stadt doch von Einsamkeit und Heimweh geplagt. Dies ändert sich erst als sie anfängt sich mit Tombo, einem Jungen aus der Nachbarschaft, anzufreunden. Doch plötzlich muss sie feststellen, dass ihre magischen Kräfte zu schwinden beginnen.

KikiBei Majo no Takkyūbin (魔女の宅急便) handelt es sich um das fünfte Anime, welches von Studio Ghibli produziert wurde. Der Film ist kindlicher und verspielter als die neueren Produktionen. Doch wie bei Miyazaki Hayao (宮崎 駿) nicht anders zu erwarten ist er sehr gut.
Der Soundtrack ist schön, kann aber meines Erachtens mit dem von Mononoke Hime (もののけ姫) nicht mithalten.
Auch, wenn es Thematisch um eine junge Hexe geht ist der film weniger “fantastisch” als andere Filme Miyazakis (z. B. Tenkū no Shiro Rapyuta). Kiki hat hauptsächlich mit alltäglichen Problemen zu kämpfen und die Welt um sie herum ist in keiner Weise magisch. Trotzdem wird eine wunderschöne Geschichte erzählt, welche Jung und Alt begeistern kann.

American Beauty auf Kabel1

05.02.07

Ich ärgere mich schon das ganze Wochenende darüber, dass Kabel1 anscheinend einen vollkommen inkompetenten Programmdirektor besitzt, der offensichtlich seinen Beruf verfehlt hat. Immerhin wäre seine Aufgabe, möglichst viele Menschen vor den Fernseher zu locken. Doch dies wird ihm nicht gelingen, wenn wirklich gute Filme - wie American Beauty - mitten unter der Woche, an einem Dienstag gezeigt werden.
Warum denn bitte an einem Dienstag? Würde sich das Wochenende, wo die Leute auch einmal Zeit haben, abends TV zu sehen, nicht besser anbieten? Wahrscheinlich nicht, wenn Samstags so ein Mist wie “Life on Mars” läuft und daher kein Sendetermin mehr frei ist.
Ich persönlich würde gerne etwas meiner, im Moment knappen, Freizeit für dieses filmische Meisterwerk opfern. Da ich am nächsten Tag aber Klausur habe, werde ich wohl meinen alten Videorekorder programmieren müssen.

American Beauty

Comedy Central

22.01.07

Seit dem 15. Januar 2007 ist Deutschland um ein neues Senderkonzept reicher. Dem vorran ging allerdings ein Zusammenschmelzen zum Einheits-Musiksender-Brei. Nachdem Deutschland in der Vergangenheit mit MTV, MTV2POP, VIVA und VIVA Plus über 4 Musiksender verfügte, änderte sich dies nach dem Kauf von VIVA durch MTV. Zuerst wurde MTV2POP aufgelöst, da es ja keine Konkurrenz mehr gab, welche es zu bekämpfen galt. Nun wurde der Sendekanal von VIVA Plus vom MTV Tochtersender Comedy Central übernommen.

Comdedy CentralGanz Klar: 4 Sender waren mehr als genug. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde man auf allen Sendern mit dem selben Einheitsbrei an Musik, Telefon-Gewinnspielen, Klingeltonwerbung und irgendwelchen US-MTV Produktionen zugemüllt.
Der Einzige Lichtblick, VIVA Zwei, ist dagegen schon vor langer Zeit sang und klanglos untergegangen. Daher ist es als positiv zu bewerten, dass wir diesen zusätlichen Ballast der deutschen TV-Landschaft endlich los sind.

Nun ist es an Comedy Central zu zeigen, ob und wie sich ein reiner Comedysender in Deutschland durchsetzen kann oder nicht. Das gute an (allen) neuen Sendern ist immer, dass deren Werbeplätze noch nicht / kaum belegt sind.
Aber leider muss ich sagen, dass meine Erwartungen bisher noch nicht erfüllt wurden. Während Comedy Central in den USA mit Serien wie Souhpark und Drawn Together glänzt, welche bei uns bereits auf MTV laufen, haut mich das momentane deutsche Programm nicht wirklich vom Hocker. Viele Sendungen, wie “Dharma & Greg” oder “Auf schlimmer und ewig” liefen bereits auf anderen TV Sendern. Und die meisten neuen US-Sendungen wie “Reno 911!”, aber auch deutsche Produktionen wie “Night Wash”, finde ich nicht witzig sondern bestenfalls affig.

Es ist also abzuwarten, in welche Richtung sich Comedy Central entwickeln wird. Zumindest für mich wäre es im Moment kein Verlust, würde Comedy Central den Betrieb wieder einstellen. Aber vielleicht ändert sich ja noch einiges am Konzept und der Programmstruktur.

Tenkû no shiro Rapyuta

18.01.07

Pazu ist ein junger Bergarbeiter, der in einer Minenstadt arbeitet. Seit sein Vater gestorben ist, ist er ein Vollweise und hat nur einen Traum: Die Sagenumwogene, fliegende Stadt Laputa zu finden, von der sein Vater immer behauptet hat, er hätte sie gesehen.
An einem späten Abend sieht er, während der Arbeit, etwas leuchtendes vom Himmel fallen. Als er näher kommt erkennt er, dass es sich um ein bewusstloses Mädchen handelt, welche langsam zu Boden schwebt. Pazu fängt sie auf und bringt sie später zu sich nach Hause. Am nächsten Morgen stellt sich ihm das Mädchen als Sheeta vor und die beiden Kinder freunden sich miteinander an. Doch schon bald tauchen die Schergen von Doras Luftpiraten auf, welche hinter Sheeta her sind. Die beiden versuchen zu flüchten und zur nächsten Polizeistation zu gelangen. Doch auf dem Weg dorthin begegnen sie dem Militär. Denn auch dieses, angeführt von Muska, einem Agenten der Regierung, ist hinter Sheeta her.

Castle in the SkyNach einer rasanten Verfolgungsjagd gelingt es Muska, Sheeta in seine Gewalt zu bringen. Wie sich herausstellt kennt er Sheetas wahren Namen (“Lusheeta Toel Ul Laputa”), der sie als direkte Nachfahrin der Königsfamilie von Laputa auszeichnet. Mit Sheetas Hilfe will Muskat nun versuchen, Laputa zu finden.
Da Pazu keinen anderen Ausweg sieht, um Sheeta zu retten, hat er sich unterdessen den Luftpiraten angeschlossen. Diese sind immernoch fest entschlossen, Laputa vor dem Militär zu finden um an die Schätze zu gelangen. In einer halsbrecherischen Aktion gelingt es der Gruppe schließlich, Sheeta zu befreien und sie begeben sich auf die Suche nach Laputa. Jedoch ist ihnen das Militär bereits dicht auf den Fersen, während Muska seine eigenen, finsteren Pläne schmiedet.

Wie bei Miyazaki Hayao (宮崎 駿) nicht anders zu erwarten bekommt man mit Tenkū no Shiro Rapyuta (天空の城ラピュタ) ein wunderschönes, modernes Märchen für die ganze Familie. Mit fantastischen Bildern und einem, Joe Hisaishi sei dank, geradezu unglaublich guten Soundtrack.

Mickey Blue Eyes

13.12.06

Mickey Blue Eyes Cover Als Michael Felgate (Hugh Grant), Angestellter eines New Yorker Auktionshauses, um die Hand seiner Freundin anhält, gesteht ihm diese, dass ihr Vater Mitglied der ortsansässigen Mafia ist. Anfangs will Gina (Jeanne Tripplehorn) die Beziehung beenden. Läßt sich aber, unter der Bedingung, dass Michael keine Geschäfte mit ihrem Vater oder anderen Teilen “der Familie” macht, davon überzeugen, die Beziehung aufrecht zu erhalten. Natürlich kommt es anders und Michael hilft “der Familie”, Geld zu waschen, indem er beginnt, für diese Bilder zu versteigern. Als Gina dann aus Versehen den Sohn des Mafiabosses erschießt, will dieser blutige Rache.

Es gibt einige Filme mit Hugh Grant, welche ich nicht wirklich mag. Zum Beispiel Four Weddings and a Funeral (Vier Hochzeiten und ein Todesfall), den den ich sehr langweilig fand. Bei Mickey Blue Eyes handelt es sich jedoch - meiner Meinung nach - um einen seiner besten Filme.
Leider geht bei der deutschen Synchronisation sehr viel Komik verloren, da der Wortwitz zwischen britischem Englisch und dem amerikanischen Mafia-Slang, den Hugh Grant versucht zu imitieren, wenn er als Mickey Blue Eyes “der Familie” vorgestellt wird, kaum bzw. nicht zu vermitteln ist.

Joe ViterelliMit dabei ist auch Joe Viterelli (hier als Vinnie D”Agostino), dem die Rolle des Italo-Mafioso geradezu auf den Leib geschneidert zu sein scheint und den wir bereits aus vielen anderen Filmen dieser Art kennen. Kann es sein, dass es in Hollywood ein ungeschriebenes Gesetz gibt, dass dazu verpflichtet Joe Viterelli eine Rolle anbieten zu müssen, wenn man einen Mafia-Film drehen will? ;-)

Unterm Strich handelt es sich also um eine sehr gelungene Mafia-Komödie, welche den Vergleich zu Filmen wie Analyze This (Reine Nervensache) nicht zu scheuen braucht.

Uzumaki

24.06.06

Uzumaki (うずまき), was übersetzt “Spirale” bedeutet, basiert auf dem gleichnamigen Manga von Junji Ito.
Wie man es vom japanischen Horror-Kino gewohnt ist, wird weniger mit schockierenden Bildern, als mit der Angst an sich gespielt. Auch, wenn Uzumaki mit ab und an recht ekligen Bildern nicht gerade geizt. So, z. B. wenn eine Person in den Radkasten eines Autos zu einer Spirale gerollt wird. Und genau darum - um Spiralen - geht es in dem gesamten Film.

Uzumaki FrontDie junge Schülerin Kirie Goshima (Eriko Hatsune) bemerkt das Merkwürdige Verhalten des Vaters, ihres besten Freundes, Shuichi Saito (Fhi Fan). Dieser scheint von Spiralen und allem, welches diese Form besitzt, besessen zu sein. So weit, dass dieser sich, bei dem Versuch, mit Hilfe einer Waschmaschine, ebenfalls eine Spirale zu werden, das Leben nimmt. Als dieser dann verbrannt wird, bildet sich aus dem Rauch ebenfalls eine Spirale und Shuichis Mutter wird mit einem Nervernzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Shuichi ist davon überzeugt, dass die gesamte Stadt dem “Fluch der Spirale” anheimgefallen ist und drängt Kirie immer wieder, mit ihm die Stadt zu verlassen. Doch der Zustand Shuichis Mutter ist noch zu instabiel. Diese beginnt immer mehr, genauso wie Kiries Vater und andere Bewohner der Stadt, dem Fluch zu verfallen. So beginnt sie z. B. alles an (oder in) ihrem Körper, welches die Form einer Spirale hat, zu entfernen.

Die Spannungskurve wird kontinuierlich gehaltan und weiter ausgebaut. Nur der letzte Akt kann leider nicht mithalten und ist somit auch der schlechteste. Wurde bis dahin noch mit dem psychischen Wahnsinn gespielt, wirkt dieser leider etwas aufgesetzt und zu abgedreht. So verwandeln sich manche Menschen, welche Spiralen auf dem Rücken haben, zu Schnecken und der “Fluch der Spirale” zeigt sich ganz offen (so, z. B. beim Tod Shuichis), was allerdings nicht wirklich spannend ist.

Auch das eigentliche Rätsel des gesamten Films bleibt bis zum Schluß ungelöst. Wie bei vielen japanischen Filmen endet auch dieser, mit einem für Europäer unbefriedigenden Ende. Der Grund für den “Fluch der Spirale” wird in keiner Weise aufgeklärt. Das Thema des Films - die Spirale - ist allerdings allgegenwertig. Und oft entdeckt man sie nur beim zweiten hinsehen. Obwohl der Film gegen Ende etwas an Spannung verliert bin ich der Meinung, dass er äußerst sehenswert ist und sicherlich zu den Top-Filmen des japanischen Horror-Genres gehört.