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Akihabara

Zu meiner Überraschung und meiner Erheiterung hatte meine Aussage “Heute habe ich Akiba beim Aufwachen zugesehen.” bei einigen Leuten unerwartete Assoziationen hervorgerufen und die Frage, wer denn nun diese “Akiba” sei wurde mir ein paar mal gestellt. *lol*
Um das Missverständnis aufzuklären: Akiba (アキバ) ist nichts weiter als die verkürzte Form von Akihabara (秋葉原), einem der berühmtesten Stadtviertel Tokyos, welches auch als Akihabara Electric Town bzw. Akihabara Denki Gai (秋葉原電気街) bekannt ist.
Zuerst einmal trägt Akihabara diesen Beinamen zu Recht. In dem berühmten Elektronikviertel bekommt man alles, was mit Strom betrieben wird. Vom hochmodernen LCD Bildschirm bis zu einzelnen Transistoren. Besonders erwähnenswert ist hierbei Yodobashi-Akiba, welches zur Yodobashi Camera Co.,Ltd. (ヨドバシカメラ) gehört und im Frühling 2005 eröffnet wurde. Japans größter Elektronikmarkt ist einfach nur als GIGANTISCH zu bezeichnen. In 9 Stockwerken und auf insgesamt 23.800 Quadratmetern Verkaufsfläche findet man wirklich alles an elektronischen Gerätschaften, was man sich vorstellen kann.

Yodobashi-AkibaYodobashi-AkibaYodobashi-Akiba

Yodobashi-AkibaYodobashi-AkibaYodobashi-Akiba

1997 begann sich das Aussehen Akihabaras allerdings zu ändern. Immer mehr Manga- und Anime-Shops eröffneten und so ist Akihabara heute nicht nur ein Elektronikviertel sondern auch ein Mekka der Otaku- und Nerdkultur. Diese Entwicklung beruht wahrscheinlich hauptsächlich darauf, dass Otaku - aus offensichtlichen Gründen - in der Regel nicht mit Frauen zu Recht kommen. Und da Frauen traditionell wenig Interesse an technische Spielereien haben, lag die Idee nahe, ausgerechnet in Akihabara solche Geschäfte zu eröffnen. Inzwischen ist alles, was in der Szene Rang und Namen hat (Toranoana, Mandarake, Gamers, etc.) auch in Akihabara vertreten und andere Auswüchse dieser Subkultur haben in Akiba ihren Anfang genommen.
Zum Beispiel eröffnete 2001 das erste permanente Maid Cafe (メイドカフェ), d. h. ein Cafe, in dem man von Frauen bedient wird, welche wie französische Dienstmädchen angezogen sind. So, dass Otaku wenigstens ein bisschen Kontakt zum weiblichen Geschlecht haben. Man sei allerdings gewarnt. Zum einen ist der Spaß nicht gerade billig und alles kostet extra (z. B. pro Photo 500 円). Zum anderen stehen die wirklich hübschen Mädels in ihrem Kostüm auf der Straße um für das jeweilige Cafe zu werben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Photos mit den wenigen Menschen und Autos sind morgens entstanden, als Akiba gerade aufgewacht ist. ^_^

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Raving Rabbids @ TGS 2009

Bevor die Frage gestellt wird: Es geht um die Tokyo Game Show. :)

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Japanerinnen

Dieser Blogbeitrag wird sicherlich viele meine Leser interessieren. Aber ich werde an dieser Stelle keine Namen nennen. ;) Denn zu den Dingen, die ich definitiv vermissen werde, gehoeren die Japanerinnen.

Alles beginnt mit den Schulmaedchen. Denn diese sieht man in ihren Schuluniformen jeden Tag - auch am Wochenende - und zu jeder Zeit. Anfangs sind Japanerinnen klein und zierlich. Doch sobald die Pubertaet einsetzt werden viele unfoermig und pummelig. In der Regel gleicht sich das jedoch mit der Zeit aus und es bildet sich genau das Fahrgestell heraus, welches westliche Maenner begeistert und westliche Frauen vor Neid erblassen laesst. So manche Oberschuelerin, welche mit ihrem hochgekraempelten (kuerzeren) Rock, den langen schwarzen Haaren bis zum Arsch und dem Handy in der Hand an einem vorbeistolziert, koennte direkt aus einem Werbeplakat oder einem Manga entsprungen sein.

Grundsaetzlich wird in Japan jeder nur erdenliche Stil zelebriert und in vielen Faellen auch kreiert. Die Lebensdauer solcher Modeerscheinungen kann jedoch sehr stark variieren. Fuer den Fall von Tokyo kann man unter anderem 2 grosse Gruppen ausmachen: Das Shibuya Girl und das Ginza Girl.
Das Shibuya Girl ist oft bunt und flippig gekleidet. Mir persoenlich gefaellt das Outfit. Im Gegensatz zu westlichen Frauen, welche oft das Wort “Nuttig” zur assoziation heranziehen. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Spektakel im 109 nicht entgehen lassen. Dem beruehmten Maedchen Kaufhaus. Als einzelner Mann fuehlt man sich zwar schnell deplaziert. Aber interessant ist es allemal.
Dagegen ist das Ginza Girl gesetzter, eleganter und vor allem teurer gekleidet. Aber keinesfalls weniger sexy. Wer uebrigens wissens moechte wo das Geld, welches auf der Ginza ausgegeben wird verdient wird, der soll einfach mal bei Tokyo Station aussteigen. Dort sitzt das Geld und man fuehlt sich wie an der Wall Street.

Die japanischen Frauen haben ihren westlichen Kolleginen etwas voraus: Sie tragen gerne und oft (kurze) Roecke. Es mag vielleicht damit zusammen haengen, dass die Schuluniformen mit Roecken sind. Aber was auch immer der Grund ist, ich unterstuetze diesen Trend, der die Weiblichkeit betont.
Des weiteren muss ich sagen, dass der Anteil huebscher Japanerinnen, vergleichen mit Frauen aus Europa, hoeher ist. Der Grund dafuer ist wahrscheinlich wechselseitig. So tragen japanische Frauen gerne knappe, sexy Outfits. Und wahrscheinlich fuehrt das wesentlich gesuendere Essen dazu, dass Japanerinnen in der Regel schlank sind. Dieses wiederum beguenstigt das Tragen weiblicher und aufreizender Kleidung, da diese dann einfach besser passt und das gesamtbild perfekt ist.
Dies darf durchaus als Warnung an die ganzen haesslichen, meist dicken und unbeliebsten westlichen Frauen angesehen werden, welche Anime moegen und daher versuchen japanische Outfits zu tragen. Lasst es einfach, es hat keinen Zweck!

Ihre Groesse und die ihrer Brueste sind das, was die japanischen Frauen selbst als Defizit betrachten. Weshalb natuerlich mit allen Tricks gearbeitet wird und das gezeigte Bein laenger und das Dekolte ueppiger erscheinen zu lassen. Vorallem die hohen Schuhe haben mich zu so manchem Schmunzler veranlasst. Denn als wenn es nicht ohnehin schon irgendwie witzig anmuten wuerde, wenn Japanerinnen “rennen”. So verwandelt sich das ganze in eine Hopserei, welche Proportional zur Hoehe der getragenen Absaetze ist. Ein Kaengere ist nichts dagegen. ;)

Etwas merkwuerdig ist auch das mit den Beinen. Oft moechte man meinen, dass halb Japan unter einer kollektiven Beinfehlstellung leidet. Jedoch scheinen die X-Beine in der Regel gewollt zu sein. Ich weiss nicht warum, habe aber eine Theorie: Japanerinnen versuchen immer kawaii (suess) zu sein. Und vielleicht soll dies genau dadurch unterstrichen werden. Aehnlich verhaelt es sich mit der Augen OP um grosse (westliche) Augen zu bekommen. Diese zaehlen in Japan auch als suess, wie man unschwer an Anime und Manga erkennen kann.

Zum Wesen der Japanerinnen: Diese sind oft scheu und die Kontaktaufnahme gestalltet sich insbesondere in der U-Bahn, wie oft geschlafen oder der Blick nicht vom Handy abweicht, als schwierig. Aber auch hier bestaetigt die Ausnahme die Regel. Und westliche, schlanke Maenner haben oft bessere Chancen als Japaner selbst. Zumindest, wenn man den Erstkontakt ueberwunden hat. Ein paar Brocken Japanisch sind dabei oft hilfreich.

Klock klock, klock klock, klock klock

Dieses Geraeusch der Geta, welches meine Gastmutter mit “Good Sound” umschreibt habe ich heute den ganzen Tag gehoert. Dementspraechend tun mir meine Fuesse im Moment weh. Aber das war es trotz allem wert. So meinten vorallem die Japanerinnen, dass mir der Yukata stehen wuerde. Und selbst Touristen haben mich auf der Ginza photographiert. ^_^ Aber von Anfang an…

Kame und ich haben uns am Kaminari-mon. Da das Samba Festival bereits im follen gange war, war es natuerlich dementsprechend voll und tausende von Leuten saeumten den Weg der Parade. Irgendwann haben wir uns dann in den Asahi Tower - von dem man uebrigens einen hervorragenden Blick auf die Baustelle des Tokyo Sky Tree hat - abgesetzt und ein kuehles Bier getrunken.

Spaeter fuehrte uns unser Weg ueber die Ginza - welche am Wochenende eine grosse Fussgaengerzone ist - und anschliessend nach Toyosou. Dort haben wir unter anderem ein Feuerwerk angeschaut und gut zu Abend gegessen.

Morgen treffe ich mich mit Kame in Roppongi. Aber wahrscheinlich ohne Geta und Yukata, damit sich meine Fuesse erstmal erholen koennen. ;)

Bilder und Videos folgen wie immer bei Gelegenheit.

Mori Tower

Heute war ich ein wenig dekadent. Ich bin zu Roppongi Hills gefahren um mir das Sky Aquarium im 52. Stockwerk des Mori Towers anzuschauen. Daraus wurde zusaetlich ein Ausflug auf die offene Aussichtsplattform auf dem Dach und ein Rundgang durch das Mori Art Museum. Abschliessend habe ich mich in der Mado Lounge (ebenfalls 52F) niedergelassen und bei einem heissen Tee mit Honig und einem Stueck Mandeltorte fuer eine Stunde die fabelhaste Aussicht genossen. Der Service war erstklassig. Und was es gekosstet hat, daruber schweige ich mich aus… :)

Im Anschluss hats mich dann mal wieder nach Shibuya verschlagen.

Morgen gehts erstmal mit Kame auf das Samba Festival in Asakusa. Selbstverstaendlich in Yukata und auf Geta! :)

M-Bag

Dank Yvonne weiss ich nun, dass “M-Bag” die guenstigste Methode ist, um Dokumente, Zeitschriften oder Buecher von Japan aus zu versenden. Das Papier kommt dabei in eine Box und die Box wiederrum ein einen Postsack (”M-Bag”). Doof nur, dass nicht jede Poststelle diese Art Sendung akzeptiert.

Zu meinem Unglueck ist Tokyo Station im Moment eine einzige Baustelle und auch einige umliegende Gebaude sind davon betroffen. Unter anderem die zentrale Poststelle, welche sich irgendwie verteilt hat. Leider konnte mir niemand sagen, wo genau ich diese nun finden kann. Was dazu fuehrte, dass ich dutzende Leute gefragt habe - und jedesmal erklaeren musste, dass ich keinen Bankautomaten suche und auch kein Geld wechseln moechte - und kreuz und quer durch das Viertel und bis nach Otemachi gefuehrt hat. Und als ich dann endlich eine Poststelle gefunden hatte, war diese selbstverstaendlich zu klein. Also habe ich nach 1 Stunde vergeblicher Suche aufgegeben und mich in den Zug nach Higashi-Ginza gesetzt. Dort - so wurde mir gesagt - solle es naemlich eine groessere Poststelle geben. Ich habe sie auch gefunden. Nur war sie doch zu klein und das Wort “M-Bag” vollkommen unbekannt. Also ging meine Odissey zu Fuss weiter, bis nach Ginza. Etliche Poststationen, viele Hilfreiche Personen und unzaehliche Kilometer spaeter habe ich dann tatsaechlich das Hauptpostzentrum Ginza gefunden und dort kennt man sogar “M-Bag” als Befoerderungsmoeglichkeit. Und mit der Haltestelle Shiodome ganz in der Naehe, wird auch der Transport des Pakets nicht all zu schwer. Der Heimtransport ist also gesichert. Hat nur etwas ueber 3 Std. gedauert und nun tuen mir die Fuesse weh. ^_^

Gundam

Gestern haben Arne, Yvonne und ich den ganzen Nachmittag zusammen in Tokyo verbracht und unter anderem den lebensgroßen Gundam in Odaiba bewundert. Heute haben Arne und ich noch einen drauf gesetzt und sind zur Live-Lasershow mit Musik (OST) und Gundamvideos auf einer großen Leinwand und natürlich jeder Menge Merchandising gegangen. Schließlich muss der 30. Geburtstag der Space-Opera gebührend gefeiert werden. Und Tokyo feiert kräftig mit.
Als Fazit ist zu sagen, dass sich der Besuch auf alle Fälle gelohnt hat und - auch, wenn mir nun die Füße höllisch weh tun - unter “man muss dabei gewesen sein” verbucht werden kann. Denn viele der Lieder habe ich gekannt und war dementsprechend genauso begeistert, wie die umstehenden Japaner. Außerdem ist bewiesen, dass es um die - sonst so abgeklärten und nüchternen - Tokyoter zu begeistern nicht viel mehr braucht als einen lebensgroßen Kampfroboter aus einem der erfolgreichsten Animes aller Zeiten, der den Kopf bewegen kann.

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Giant Gundam Odaiba
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Tokyo Subway

Jeden Tag transportiert das Tokyoter Verkehrssystem milliarden von Menschen. Und seit gestern auch mich. Ich bin ja wirklich niemand, der Angst vor vielen Menschen hat. Aber stressig ist das ganze schon. Heute war es besser, wahrscheinlich gewöhne ich mich bereits daran. Aber Menschen, welche Angst vor Menschenmassen oder engen Räumen haben sollten es besser meiden. Dabei ist die Rushhour etwas ganz anderes, als wenn man als Tourist einfach nur von A nach B gondelt.

Mein Weg führt mich übrigens mit JR Line von Matsudo über Ayase (Chitoda Line) nach Otemachi. Von dort aus geht es dann mit der Tozai Line nach Kudanshita zu Sprachschule. Und alles in allem dauert das ganze ca. 1 Stunde.

Was mich allerdings wirklich wundert ist, dass innerhalb der U-Bahn das Telefonieren nicht gestattet ist. Weshalb die ganzen Japaner zwar nicht auf ihr Handy verzichten, aber statt zu telefonieren eben SMS tippen, Filme schauen oder spielen. Aber warum sind Handygespräche nicht erwünscht? Um die anderen Fahrgäste nicht zu stören? Aber es wird doch sowieso in der U-Bahn geredet… was auch immer der Grund sein mag, er bleibt mir wahrscheinlich für immer verschlossen.

EDIT: Okaasan hat mir versichert, dass es tatsächlich nur dazu dient, die anderen Fahrgäste nicht durch laute Gespräche zu stören.

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Comiket 76

Die Comiket ist der Ort, an dem Träume platzen und neue Talente entdeckt werden. So manch ein bekannter Zeichner hat seinen Anfang über selbst gezeichnete und auf der Comiket verkaufte Doujinshis begonnen. Und nicht selten werden diese Doujinshis später zum zehnfachen des Preises im Internet gehandelt. Auf der anderen Seite muss es furchtbar deprimierend sein nach 3 anstrengenden Tagen Comik Market nicht eines seiner Werke verkauft zu haben (was durchaus passieren kann).

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Durch die Comiket habe ich neben der Erkenntnis, dass man auch ohne Wasser baden kann, wenn man genügend schwitzt (ich konnte gar nicht so schnell trinken, wie ich dehydriert bin), vor allem das geduldige Warten in einer Reihe gelernt. Aber von Anfang an…

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Der Tag begann etwas verschlafen, da ich unerwarteterweise schlecht geschlafen habe. Und dementsprechend spät aufgestanden bin. Der Vorteil bestand allerdings darin, dass ich so Mittagessen und Frühstück kombinieren konnte. Ganz untypisch für mich habe ich das Klischee des doofen Touristen erfüllt und habe bei Kentucky Fried Chicken gegessen. Aber angesichts der Tatsache, dass ich in den kommenden Wochen wohl genug japanisches Essen bekomme und ich sonst nie da esse, war es vertretbar. Dafür ist das Abendessen mit Tempura wieder typisch japanisch ausgefallen.
Leider macht mir das Wetter noch etwas zu schaffen. Schuld ist die hohe Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius und die enorm hohe Luftfeuchtigkeit (bei einer Regenwahrscheinlichkeit von annähernd 0 Prozent). Gemerkt habe ich das, als ich von meinem Hotel zur Bank gegangen bin und anschließend essen. Der schnelle Wechsel kalt-warm-kalt-warm-kalt ist mir direkt auf den Kreislauf geschlagen, weshalb ich erst mal eine Weile bei KFC rumgesessen habe, bis es mir wieder besser ging.

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Danach habe ich mich um ca. 11.00 auf den Weg nach Odaiba gemacht. Bis nach Shimbachi vollkommen Ereignislos. Doch ab da galt es die Yurikamome Linie eines privaten Anbieters zu nutzen. Normalerweise kein Problem. Wäre nicht alles vollkommen überfüllt gewesen. So ging es also unter totaler Disziplin aller Beteiligten und dem wachen Augen der Sicherheitskräfte Stop-and-Go durch diesen Bahnhof. Durch Barrikaden wurde der Menschenwurm im Schneckentempo kreuz und quer durch das Gebäude geführt. Aber anders hätte die Menschenmasse gar nicht hinein gepasst und wahrscheinlich bis in den angrenzenden U-Bahnhof gestanden.
Ein Gutes hatte die Warterei allerdings. So habe ich Lilly, eine Australierin aus Sydney kennen gelernt. Wir Ausländer in Japan müssen schließlich zusammen halten. ^_^
Als wir dann endlich in der Bahn waren, war diese nicht minder beengend als der Bahnhof zuvor. Lilly ist schon an der Haltestelle Odaiba ausgestiegen um sich die große Gundam Statue anzuschauen (sie kannte die Comiket nicht und wunderte sich nur über die vielen Menschen *g*). Ich bin weiter bis zum Tokyo Big Sight Messegelände gefahren.

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Dort tummelten sich ebenfalls tausende von Menschen. Neben Ausstellern, Personal und Wachleuten, alle Arten (d. h. jeglichen Alters und Geschlechts) von Besuchern. Mal mehr, mal weniger ausgeflippt, doch allesamt so gesittet (niemand drängelt) und freundlich, wie man es von Japanern gewohnt ist. Leider waren Photos innerhalb des Messegeländes grundsätzlich nicht erlaubt. Dementsprechend habe ich eben mehr in der Cosplay Area gemacht.

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Gleich zu Beginn habe ich mir den Comiket Guide gekauft. Eine Art Almanach, in dem alles wissenswerte, bis hin zu jedem einzelnen Standort eines Standes verzeichnet ist. Bei mangelnden Japanischkenntnissen zwar so hilfreich wie ein Kropf. Aber immerhin der totale Beweis, dass ich da war. :) Schnell wurde mir das kiloschwere Ding zur Last und ich habe mir noch eine Comiket-Tüte zum Transport gekauft. Am Anfang dachte ich, ich mache irgendwas falsch. Da ich nichts gefunden habe, was mich wirklich interessiert hat. Aber bei 8 riesige Hallen (4 im Westen, 4 im Osten) war es wohl nur eine Frage der Zeit… so, dass ich Schlussendlich doch fette Beute und sogar richtige Schnäppchen gemacht habe, was mich zum Kauf einer weiteren Tüte (diesmal aus Stoff) veranlasste. Die Preise waren dabei relativ human. Zumindest, wenn man überlegt, was alles in Europa gekostet hätte. :-/

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Irgendwann merkt man bei seinem ersten Besuch des Comik Market, dass man einen großen Fehler gemacht hat, ohne ausreichende Ausrüstung gekommen zu sein. So erkennt man den erfahren Comiket Besucher sehr gut an seinen ganzen Hilfsmitteln und beginnt ihn zu beneiden. So hat er z. B. ein Handtuch umhängen, einen Rucksack oder Rollkoffer zum Transport seiner Einkäufe, einen detaillierten Plan wann er welchen Stand besucht, Cooling Gel Pads, etc.
Aber wo zur Hölle hatten die ganzen Leute ihre Fächer her? Während ich dem Hitzetod nahe und immer erschöpfter war?

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Beim Cosplay ist erlaubt, was gefällt. Dachte ich mir anfangs noch, dass die dritte Hatsune Miku mit Adamsapfel oder der 5. Kerl in Schulmädchenuniform doch zu viel des Guten sind, habe ich mich irgendwann daran gewöhnt. Aber trotzdem von Photos Abstand genommen. Die Photos, die ich gemacht habe sind selbstverständlich unter Einhaltung der Regeln entstanden, d. h. immer mit Einverständnis der abgebildeten Personen entstanden und ich habe mich auch jedes mal brav dafür bedankt. So irre die ganzen Cosplayer auch waren. Sie waren alle sehr nett und zuvorkommend.
So, wie eigentlich alle da. In Japan ist man nie wirklich alleine. Damit meine ich weniger die ganzen Menschen. Sondern, dass sich immer schnell Leute finden, welche sich bemühen und versuchen einem zu helfen. Auch, wenn es manchmal an der Verständigung hapert. Der gute Wille ist immer da und etwas, was in Deutschland doch sehr zu wünschen übrig lässt.

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Ich konnte einige interessante Beobachtungen machen. So schienen sich z. B. aus dem Nichts irgendwelche Warteschlangen zu bilden, ohne ersichtlichen Grund oder Ziel. Wie sehr das Schlange stehen - bei den vielen Menschen sicherlich ein notwendiges Übel - zur Natur der Japaner gehört kann man alleine darin sehen, dass immer jemand mit einem Schild oder eine Flagge bereit steht um das Ende einer Schlange zu markieren. Und Schlange gestanden wird oft. An begehrten Ständen darf sich immer nur die erste Reihe (2-4 Personen) Doujinshis durchblättern und ggf. kaufen. Der Rest muss geduldig warten.

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Ich war auch überrascht, wie viel Yaoi es gab. Im Doujinshi Bereich unzweifelhaft die am stärksten vertretene Gruppe, was sich dementsprechend auch in einem hohen Frauenanteil unter den Besuchern niederschlägt. Ich hätte eher auf einen anderen Bereich getippt, doch anscheinend wurde dieser bereits größtenteils kommerzialisiert.

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Bis 15.00 habe ich mich im Cosplay Area herumgetrieben und war entsetzt, als dann die ersten Stände bereits wieder zu gemacht haben. Schnell habe ich begonnen die mir noch fehlenden Hallen abzuklappern und hätte fast 3+4 auf der Westseite vergessen. Denn um 16.00 wurde geklatscht (wahrscheinlich aus Freude, dass man es überlebt hat) und die meisten Stände waren eingepackt.
Nun bildeten sich neue Schlangen. Diesmal an Ausstellern, welche darauf warteten, dass sie ihre nicht verkaufte Ware wieder mit nach Hause nehmen durften. Aber in Japan muss auch solch ein Ausrücken geplant und koordiniert und somit im Pulk geschehen.
In dem glauben alles sei vorbei schlenderte ich gen Ausgang, bis mir einfiel, dass ich 2 Hallen noch nicht gesehen habe. Und das war gut so. Denn in diesen steppte noch bis 17.00 der Bär (dann wurde auch dort geklatscht und alles war eingepackt). Und sie erwiesen sich - im Gegensatz mit den ganzen hallen voller Doujinshis - als absolutes Mekka eines jeden Otaku. Dort wurde alles (in der Regel weiblich und sehr knapp bis gar nicht bekleidet), von Bilder-CDs, Soundtracks und DVDs, über Schlüsselanhaenger, Videospiele und Plüschfiguren, bis hin zu Mauspads mit Brüsten, Kissen und Bettbezügen (ja, mit Mädels drauf) verkauft.
Als auch dort die Segel gestrichen wurden habe ich mich mit vollem Gepäck (4 Tüten) Richtung Bahnhof begeben. Doch nach kaum 10 Metern hat die Anfangs gekaufte Comiket Tüte den Geist aufgegeben, weshalb ich alles (neben jeder Menge Doujinshis auch ein T-Shirt und eine Kaffeetasse) in die anderen Tüten umpacken musste. Schwer beladen schleppte ich mich also zur Bahn.

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Und was folgte? Wer hätte es gedacht… Schlange stehen. Das Nahverkehrsnetz war total überlastet und so endete alles, wie es angefangen hatte. Nur, dass der Zug diesmal noch voller wurde. Eigentlich wollte ich ja bei Odaiba aussteigen um mir den großen Gundam anzuschauen. Aber als ich erlebt habe, wie sich immer mehr Menschen in den Zug quetschten, bis an den Folgenden Stationen niemand mehr zusteigen konnte (Zugquetscher wie in Shinjuku gab es nicht), habe ich es mir anders überlegt. Ohnehin taten mir die Füße weh und ich hatte Hunger. Also bin ich bis zur Endstation gefahren. Beim Aussteigen spürte ich allerdings jeden einzelnen Muskel… Klimaanlagen… Segen und Fluch zu gleich. -.-
Nach der U-Bahnfahrt nach Asakusa bin ich zurück ins Hotel, habe mich erst einmal eine Stunde hin gelegt, geduscht, umgezogen und bin gemütlich essen gegangen: Tempura, wie bereits geschrieben.

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Mein Fazit: Muss man erlebt haben! Klar ist es anstrengend. Aber man muss einfach einmal da gewesen sein um mitreden zu können. Ist so ähnlich wie mit dem Oktoberfest in München und ich kann es jedem, der die Gelegenheit dazu hat, nur empfehlen.

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Das war es mal wieder fürs erste. Ich gehe jetzt (22:53 Ortszeit Tokyo) ins Bett, denn morgen checke ich um 10.00 aus dem Hotel aus und treffe mich anschließend mit meiner Gastfamilie. Gute Nacht miteinander :)

Tokyo hat mich wieder

Und das ist endgeil! xD

Flug habe ich gut überstanden und die meiste Zeit entweder geschlafen oder Film (Porco Rosso, Wolverine, Zurück in die Zukunft II) geschaut.
@ Manuel: Es gab neben 20 anderen Filmen auch den neuen Star Trek zur Auswahl, aber ich habe darauf verzichtet. ;)
Im Moment sitze ich im selben Internet Cafe, in Asakusa, dem ich auch schon vor 3 Jahren gesessen habe um meine E-Mails zu beantworten. Davor waren Kame und ich Sushi essen in Ueno und ich habe mal wieder 2 Lektionen gelernt: Erstens bin ich auf den Geschmack von Uni Sushi (Seeigel) gekommen und zweitens wurde mir wieder bewusst, wie schlecht das Sushi in Deutschland dagegen schmeckt!
Bevor einer Fragt: Bilder habe ich noch keine gemacht. Bin irgendwie nicht dazu gekommen. Denke aber, dass das bei den kommenden 4 Wochen noch folgen wird. :)
So, jetzt mache ich mich auf und schaue, ob der Asahi Tower noch offen hat um die Aussicht zu genießen. Ich wünsche allen Lesern eine gute Nacht (21:11 Ortszeit Tokyo).