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StarCraft II: Wings of Liberty

Seit einiger Zeit stauben meine Konsolen ungenutzt ein. Denn nach 12 langen Jahren ist endlich der zweite Teil von Starcraft erschienen. In Anbetracht des immer noch anhaltenden Erfolges (die Koreaner sind einfach verrückt nach dem Spiel) würde ich den 1. Teil als das bisher erfolgreichste Echtzeitstrategie aller Zeiten bezeichnen. Und ich bin gespannt, ob der 2. Teil diesen Erfolg wiederholen kann.

Die unangenehmen Dinge vorweg: Um Starcraft II spielen zu können benötigt man eine Internetverbindung und einen Battle.net Account. Wem diese Art des Kopierschutzes nicht gefällt, der lässt besser die Finger von dem Spiel. Ich bin zwar auch kein Fan davon, dass die Industrie versucht uns klar zu machen, dass wir kein Spiel sondern nur noch das Recht ein Spiel zu spielen kaufen, aber im Gegensatz zu Die Siedler 7 ist die Fortsetzung der Starcraft-Reihe ein Ereignis, welches ich auf keinen Fall verpassen wollte.

Graphisch gibt es an dem Spiel in meinen Augen nichts zu beanstanden. Ich finde den leichten Comic-Look sehr passend und vor allem auf schlechteren Rechnern läuft das Spiel ebenfalls problemlos.

Starcraft II

StarCraft II: Wings of Liberty ist nur der erste Teil einer Trilogie. Als dies bekannt wurde war ich eher skeptisch. Nachdem ich die Kampagne inzwischen durchgespielt habe, muss ich allerdings sagen, dass dies gar nicht so schlimm ist. Der Preis von ca. 40 Euro ist angemessen für das, was einem geboten wird. Die Story ist abwechslungsreich, spannend und voller Wendungen. Ein würdiger Nachfolger für Starcraft und dessen Add-on Brood War. Dabei wird besonders viel Wert auf die Atmosphäre und die Charaktere gelegt. Nicht nur in wunderbaren Animationen sondern auch in unglaublich vielen Dialogen und kleinen Details. Wer darauf allerdings keine Lust hast kann den Teil auch getrost überspringen. ;-)
Ich freue mich schon darauf die beiden anderen Teile der Kampagne zu spielen und bin gespannt, was als nächstes passiert.

Der eigentliche Reiz liegt allerdings in den Multiplayer-Spielen. Denn diese sind es auch, die den 1. Teil weiterhin am Leben halten und ihm so viele Fans eingebracht haben. Wie gewohnt kann man alle 3 Rassen spielen und in meinen ersten Spielen schien alles sehr ausgeglichen zu sein. Terraner und Protoss spielen sich meiner Meinung nach wie gewohnt. Nur bei den Zerg kommt es noch mehr auf Micromanagement an.
Allerdings ist die Diskrepanz zwischen Einheiten in der Kampagne / dem 1. Teil und den Multiplayerspielen, ziemlich gewöhnungsbedürftig. Denn Wehmut vermisse ich einige Einheiten: Nämlich den Terror (gibt es nur in der Kampagne als Gegner), Lurker und Wächter der Zerg (ich mag den Brütling nicht), sowie den dunklen Archon und Räuber der Protoss.
Der Feuerfresser, Goliath, Medic und das Forschungsschiff der Terraner stehen leider auch nur in der Kampagne zur Verfügung. :(
Ich hoffe allerdings, dass die kommenden zwei Teile nicht nur die Kampagnen für Zerg und Protoss beinhalten sondern auch neue bzw. alte Einheiten für die Multiplayer Schlachten bringen.

Die letzten Tage

Da kommt man mal ein paar Tage nicht zum Bloggen und schon wird man gefragt, ob man keine Lust mehr hat. Unglaublich…
Aber im Grunde kann ich ja froh sein, dass ich Stammleser habe, welche den Blog regelmäßig lesen und daher auch kontinuierlich mit neuem Material versorgt werden wollen. Daher ein kurzer Rundumschlag der Vergangenen Tage. Gehaltvolleren Beiträgen haben sich in letzter Zeit leider nicht ergeben. ^^

Da wäre meine Vorfreude auf die nächsten, sehr coolen Computerspiele: Dawn of War 2, Alarmstufe Rot 3, Starcraft 2 und Battlefield Heroes.

Anscheinend gibt es eine Verschwörung der Online-Händler gegen mich: Nachdem ich beim Jörg den neuen bzw. nun aktuellen YuJing Starterpack bestellt hatte, musste ich leider feststellen, dass dieser keine Vallejo-Pinsel mehr hat. Was sehr tragisch ist, da ich mich inzwischen so sehr an die Pinsel der Stärke 10/0 bzw. 5/0 gewöhnt habe, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Diese habe ich also kurzerhand bei Microconstruct (welche nach der Geschäftsaufgabe nun einen neuen Besitzer haben) bestellt und da es sich gerade ergeben hat (und Bestellungen min. 30 Euro Wahrenwert haben müssen) die YuJing REM und Miyamoto Musashi als zusätzliche Modelle bestellt. Leider wurde mir anschließend mitgeteilt, dass einige Artikel nicht lieferbar seien und sich das ganze wohl 14 Tage verzögern würde.
Als wäre das nicht genug, erhielt ich anschließend auch noch eine E-Mail von buecher.de, da sich auch meine dortige Bestellung zweier Manga auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Letztes mal musste ich in einem solchen Fall 4 Wochen warten…
Wenigstens gabs bei Lunar Legend keine Probleme. Aber dazu blogge ich später - genauso wie du meiner neuen Wii Ware und anderem - mehr.

Ich bin gespannt, was bei meinen ganzen Bewerbungen für das Berufspraktische Semester heraus kommt. Mein Wunschziel wäre ja das englischsprachige Ausland gewesen. Aber angesichts der Tatsachen, dass die Bewerbungen in manchen Unternehmen wohl einen sehr langen Weg zurück zu legen haben, in denen man überhaupt nichts hört (ausgenommen Siemens, von denen kam zwischendurch sogar noch eine nette E-Mail, dass ich mich noch etwas gedulden solle) und das BPS schon am 01.09.2008 beginnen sollte, bin ich froh, heute mein erstes Vorstellungsgespräch bei der Firma Pan Dacom Direkt GmbH geführt zu haben. Schließlich kommen - außer im Falle der EDAG - noch die Wohnungssuche und ein Umzug auf mich zu. Bin mal gespannt, was da am Ende raus kommt. Zumindest das angedachte Thema von IP-TV on demand fände ich sehr interessant.

Ansonsten habe ich letzte Woche in der Spielwut gearbeitet. Anfang dieser Woche hat Nico wieder das Vergnügen und durfte am Dienstan auch gleich gegen Manuel, Simon und mich in Shōgun (将軍) antreten (Bodo, wo warst du? War die Runde Dark Heresy am Vorabend doch zu spät für dich?). Während sich die Truppen von Nico und Manuel gegenseitig zerfleischten begann Simon seine seine Domäne energisch auszubauen und mich immer weiter zurück zu drängen. Der Wendepunkt trat ein, als er eine sichergeglaubte Schlacht verlor (mein Daimyō (大名) war wohl einfach der bessere Taktiker *g*) und es mir anschließend die letzte Armeegruppe Nicos aufzureiben. Neu erstarkt gelang es mir auch Simons verbliebene Armeen zu besiegen, was mir am Ende den Titel des Seii Taishōgun (征夷大将軍) einbrachte. :)

Heute Abend gehts dann erstmal ins Kino: CineSneak.

Starcraft

Mit Starcraft hat wieder einmal eine große Computerspielereihe ihre Brettspiel-Umsetzung bekommen. In diesem Spiel kämpfen 2-6 Spieler (2x Zerg, 2x Terraner, 2x Protoss) um die Vorherrschaft über verschiedene Planeten. Dabei wird die Größe des Spielfeldes der Größe der Spielgruppe angepasst (2 Planeten pro Spieler). Dadurch wird auch mit wenigen Spielern sichergestellt wird, dass noch um die vorhandenen Ressourcen gekämpft werden muss. Allerdings wird der Platzbedarf des Spielfeldes bei 6 Spielern extrem groß.
Die Planeten sind über Navigationsrouten und Z-Achsen-Navigationsrouten (zur Repräsentation der 3. Dimension) direkt miteinander verbunden. Dabei ist es nicht möglich, sich auf einem lohnenswerten Planeten mit nur einer verbindung einzuigeln. Im Gegensatz zu z. B. Australien bei Risiko.
Neben den 3 Fraktionen wird auch noch zwischen den verschiedenen Anführern (Zerg: Overmind & Queen of Blades, Terraner: Jim Raynor & Arcturus Mengsk, Protoss: Tassadar & Aldaris) unterschieden, welche jeweils spezielle Vorteile (z. B. ein erhöhtes Handkartenlimit) und Siegbedingungen (z. B. Sieg durch die Kontrolle von 6 Mineralien- und / oder Vespingasfeldern) besitzen. Neben diesen besonderen Siegbedingen gibt es auch noch eine allgemeine Siegmöglichkeit, nämlich als erste 15 Siegpunkte zu erhalten. Diese erhält man am Ende jeder Runde, wenn man die entsprechenden Planetenfelder kontrolliert.
Die einzelnen Aktionen erfolgren reihum. Wobei der jeweilige Startspieler jede Runde wechselt. Dabei teilt sich eine Runde in 3 Phasen auf: Planungs-, Durchführungs- und Regruppierungsphase.

Planungsphase: Die folgenden Aktionen werden festgelegt. Dafür vergibt jeder Spieler 4 Befehle (bewegung, bauen oder forschen), welche auf die Planeten gesetzt werden. Dadurch bilden sich dann Befehlsstacks, welche später von oben nach unten abgearbeitet werden (wodurch der beginnende Spieler immer einen gewissen Nachteil hat).

Durchführungsphase: Die vorher platzierten Befehle werden aufgedeckt und abgehandelt. Wenn ein Spieler keinen Befehl aufdecken kann (weil alle durch gegnerische Befehle blockiert sind) erhält er stattdessen eine Eventkarte.
Bewegen: Truppen werden auf Planeten umgruppiert oder zusammengezogen. Die Bewegung auf ein von einem Gegner kontrolliertes Feld führt zum Kampf (dazu später mehr).
Bauen: Durch das Verteilen der Arbeiter auf die vorhandenen Ressourcen können weitere Arbeiter, Transporter und Einheiten gekauft werden. Beschränkt durch das Einheitenlimit pro Feld und das Produktionslimit (Zerg: 2 Einheiten pro Gebäude, Terraner & Protoss: 2 Einheiten + 1 Einheit pro Versorgungsmodul). Außerdem können die Gebäude der Basis (das Fraktions-Sheet ist repräsentativ für alle Basen und funktioniert wie beim Warcraft-Brettspiel) ausgebaut und weitere Module (Versorgungs, - Forschungs- oder Luftunterstützungsmodul) gekauft werden. Der Ausbaustand der Basisbauten bestimmt, welche Einheiten gebaut werden können.
Forschen: Nach dem ziehen einer Eventkarte und dreier Kampfkarten kann, ebenfalls durch das verteilen von Arbeitern auf Ressourcen, eine Technologie erworben werden, welche entweder ausgespielt oder in das Kampfdeck gemischt wird.

Regruppierungsphase: Nachdem alle Befehle ausgeführt wurden beginnt die letzte Phase vor einer neuen Runde. In dieser werden Transporter und eroberte Basen zerstört, Ressourcenkarten getauscht, Arbeiter wieder verfügbar, Siegpunkte vergeben, die spezielle und die allgmeine Siegbedingung geprüft, Eventkarten gespielt und das Startspieler-Token weitergegeben.

StarCraft

Starcraft hat einige Elemente, welche mir durchaus gefallen. Zum Beispiel, dass alle Einheiten aus dem Computerspiel (ohne das Add-on BroodWar) vorhanden sind oder das Prinzip der Befehlsstacks. Diese erschweren (besonders bei vielen Spielern) eine gezielte Planung und ermöglichen interessante Konter- und Blockademöglichkeiten.
Leider finde ich jedoch, dass die Nachteile überwiegen. Zum einen ist die Anzahl der verfügbaren Einheiten sehr stark beschränkt und um anderen läßt die Qualität der Platikfiguren doch sehr zu wünschen übrig. So ist es ist zwar eine gute Idee, die Lufteinheiten mit einem Flugbase zu versehen. Aber auch nicht sonderlich verwunderlich, dass einige beim Transport kaputt gehen, wenn man alle Figuren einfach in eine Tüte stopft.
Außerdem kann ich mich mit dem Kampfsystem nicht wirklich anfreunden. Die Grundsätzliche Idee, dass es ein Deck mit Kampfkarten gibt, in welches neue Technologien gemischt werden um anschließend als Handkarten gezogen zu werden finde ich zwar gut. Aber leider wird das Spiel dadurch nicht taktischer sondern eher langsamer. Denn statt Würfelglück kommt es eben auf das Glück an, welche Karten man zieht. Denn sollten die Karten nicht mit den kämpfenden Einheiten übereinstimmen ist ein Kampf so gut wie verloren.
Ich persönlich werde also davon absehen Starcraft zu kaufen.

Anstehende Spiele-Releases

Obwohl die Add-ons für Company of Heroes, Supreme Commander und Heroes of Might and Magic 5 locken (und denen ich ganz sicher nicht wiederstehen kann) freue ich mich doch am meisten auf Starcraft II. Meiner Meinung nach die beste aller Blizzard-Serien.
Ich persönlich halte einen Release im Februar nächten Jahres immer noch für wahrscheinlich. Idealerweise zum zehnjährigen Jubiläum des ersten Teils. Aber wir werden sehen. Bis dahin lebe ich mit der Genugtuung, dass das nächste Spiel von Blizzard Starcraft II sein wird. Schließlich haben wir auch lange genug darauf gewartet. Wer braucht schon ein Diablo III? :-p

Starcraft2