Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Olympische Spiele 2008

13.09.08

Die Olympischen Sommerspiele 2008 sind nun bereits seit einiger Zeit beendet und waren ein riesen Erfolg. China konnte sich der Welt präsentieren, das IOC war mit Ablauf und Organisation voll zufrieden und der DOSB freute sich über die zahlreichen Medaillen. Ist doch alles wunderbar, oder? Zumindest, wenn man es vermeidet an die Zeit vor- und während der Spiele zu denken.

Erst wurde die Vergabe der Spiele damit gerechtfertig, dass diese zu einer Besserung der Menschenrechtslage in China beitragen könne. Als dann das Wort “Boykott” in den Mund genommen wurde, wurde jedoch sofort darauf hingewiesen, dass die Spiele nicht für politische Ziele instrumentalisiert werden düften. Schade nur, dass dies Wunschdenken war und ist. Die Spiele waren schon immer politisch. Egal, ob es sich um die Propagandaspiele 1936 in Berlin, die Boykottspiele während des kalten Krieges oder eben um die olypmischen Spiele 2008 in China handelt. Neu war allerdings, dass es diesmal nicht hieß West gegen Ost, sondern China gegen den Rest der Welt.
Und an der Menschenrechtslage hat sich selbstverständlich überhaupt nichts verändert.
Was die versprochene Pressefreiheit anbelangt, so haben die vielen Quärelen und Einschränkungen denen sich westliche Reporter aussetzen mussten gezeigt, dass man es mit dieser, je nach Bedarf, mal mehr und mal weniger genau genommen hat.
Von Tibet ganz zu schweigen…

Aber wie schon der ehemalige IOC-Präsident Avery Brundage sagte: “The games must go on.”
Denn bei all dem Geld, was hinter den Spielen steckt wird niemand auch nur im Traum daran denken, diese weiter zu hinterfragen. Und ihre Propagandawirkung unumstritten. Ich bin mal gespannt, wann sie an Nordkorea vergeben werden.

Netter Versuch

25.06.08

Ich schaue gerade das - immer wieder durch Störungen unterbrochene - Trauerspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Türkei (ja, wir haben gewonnen. Aber spielerisch war es furchbar und ganz sicher kein Grund für Autokorsos oder zum Böllern -.-), da bekomme ich eine E-Mail von O2, in der mir freundlich mitgeteilt wird, dass meine aktuelle Rechnung nun online verfügbar wäre. Ein Blick in mein Online-Kundenkonto beweist, dass dem wirklich so ist.
Das Problem ist nur, dass ich nie auf Online-Rechnung umgestellt habe. Dazu fühle ich mich dem Papier einfach zu sehr verbunden und bin außerdem der Meinung, dass ein Unternehmen dieser Größe durchaus die paar Cent für Tonerfarbe, Papier und Briefmarke investieren kann, um mir die Rechnung per Post zuzuschicken.
Ein Anruf bei O2 offenbart, dass ich angeblich angeschrieben und darauf hingewiesen wurde, dass O2 meine Rechnung gerne auf Online-Rechnung umstellen würde und ich mich melden solle, wenn ich dies nicht wünsche. Zum einen habe ich eine solche Mitteilung nie erhalten und zum anderen finde ich es ziemlich dreist, dass man als Kunde nun dazu gezwungen wird sich zu melden, wenn man etwas nicht haben möchte. Als wenn Schweigen automatisch Zustimmung bedeuten würde.
Bei dem Telefonat wurde mir versichert, dass die Rechnung wieder auf Papierrechnung umgestellt wird und mir die letzte Rechnung nachträglich zugesandt wird. Bleibt zu hoffen, dass das nun auch passiert. Wirklich netter Versuch, O2…

Deutschland. Ein Herbstmärchen

30.09.07

2002 reichte es für die deutsche Fußballnationalmannschaft nur zum Titel des Vizeweltmeisters. 2006 bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land wurde es sogar nur der dritte Platz.

Doch sowohl 2003 als auch heute wurde Deutschland trotzdem Weltmeister. Dank seiner deutsche Fußballnationalmannfrauschaft. Wenn man sich die Ergebnisse ansieht fragt man sich jedoch, warum Frauenfußball im Vergleich zu seinem ihrem männlichen Gegenstück immernoch weniger Beachtung und Anerkennung erhält. Dabei sind unsere Damen offensichtlich erfolgreicher.

Wir sind Weltmeister!

04.02.07

Ich hätte nicht gedacht zu erleben, dass in Deutschland eine anderen Sportart Fußball den Rang ablaufen kann. Doch genau dies ist Handball in den letzten Tagen durch die Weltmeisterschaft im eigenen Land gelungen. Auch ich wurde mitgerissen, wo mich bisher rein garnichts mit diesem Sport verbunden hatte.

Das Endspiel gegen Polen war anders, als ich es erwartet hatte. Nachdem Deutschland gleich zu Beginn einen Vorsprung herausgearbeitet hatte und auch bis zum Ende der ersten Halbzeit verteidigte (17:13) schmolz dieser in der zweiten Halbzeit, nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Torwart Henning Fritz, fast auf ein Unentschieden zusammen. Bis sich die Mannschaft wieder aufrappelte um am Ende mit 29:24 zu gewinnen und damit den dritten Weltmeistertitel für Deutschland zu holen.\r\nDas Spiel der Polnischen Mannschaft war gut. Aber nicht so gut, wie ich es nach der Leistung, wie sie sie im Verlauf des Turniers gezeigt hatten, erwartet hätte. Deshalb denke ich, dass man durchaus von einem verdienten Sieg sprechen kann.

So sind wir also doch noch Weltmeister geworden. Auch ohne Fußball!
Und ich weiss auch endlich, was das Maskottchen - Hanniball - darstellen soll. Es ist ein “Hörnchen” und kein Biber. ;-)

Hanniball