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Shogun / Samurai Swords / Ikusa

Das Spiel erschien 1986 zum ersten mal unter dem Namen Shogun bei Milton Bradley (MB). Aufgrund von Lizenzproblemen mit dem Namen wurde das Spiel 1995 umbenannt und neu veröffentlicht. Diesmal unter dem Namen Samurai Swords. Die neuste Reinkarnation des Spiels (diesmal von Avalon Hill) aus dem Jahre 2011 hat (warum auch immer) schon wieder einen neuen Namen bekommen: Ikusa.

Das Strategiespiel ist im feudalen Japan angesiedelt. Jeder Spieler verkörpert einen Kriegsherren, der versucht die Macht im Land an sich zu reißen und Shogun (将軍) zu werden, indem er seine Widersacher militärisch bezwingt.
Die Spielmechanik ist simple, aber ausgeklügelt und verbindet bekannte Elemente aus Risiko mit neuen, interessanten Aspekten. So hat jeder Spieler, neben den Figuren auf dem Spielbrett, noch bis zu 3 Armeen, welche von Daimyōs (大名) angeführt werden. Diese können im Laufe des Spiels durch Siege Erfahrung gewinnen und sind dadurch mobiler und können öfter angreifen.
Im Vorfeld jeder Runde platzieren die Spieler verdeckt rote Münzen. Diese werden im Spiel Koku (石) genannt. Wobei Koku im Feudalen Japan eine Volumeneinheit war, welche der Menge an trockenem Reis spezifiziert, die ein Erwachsener in einem Jahr verzehrt (180,39 Liter). Mit diesen Münzen bestimmen die Spieler ihre Strategie und man kann sie ausgeben um…

  • die Zugreihenfolge festzulegen.
  • eine Burg zu bauen oder zur Festung auszubauen.
  • truppen (Samurai (侍) mit Bogen oder Schwert bzw. Ashigaru (足軽) mit Akebuse oder Speer) auszuheben.
  • rōnin (浪人) anzuheuern.
  • einen Ninja (忍者) zu bezahlen um ein Attentat auf einen Daimyō auszuüben.

Vor einigen Jahren hatte ich das Glück eine vollständige, deutsche Ausgabe von Shogun bei eBay zu einem ziemlich günstigen Preis zu ergattern. Ansonsten wurde das Spiel deutlich teurer verkauft. Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass das Spiel 4 Plastikschwerter enthält (daher auch der 2. Name Samurai Swords), welche essenziell sind, da mit ihnen die Zugreihenfolge festgelegt wird, sollte es bei der Anzahl der abgelegten Koku zu Gleichständen kommen.
Hierfür nimmt ein Spieler die Schwerter bis zum Tsuba (鍔) in die Hand und umfasst sie so, dass die Spieler am Griff ziehen können. Die Hand bedeckt dabei 1 bis 4 Diamanten auf der Klinge, welche die Zugreihenfolge festlegen.
Der Verlust eines Schwertes ist äußerst ärgerlich, weshalb ich auch schon eBay Auktionen von über 100 US$ für ein einzelnes Schwert gesehen habe.

Leider wurden genau diese Schwerter bei Ikusa durch unscheinbare Plättchen ersetzt, was ich sehr schade finde, da das Schwerter-Ziehen doch sehr zur Atmosphäre beiträgt. Außerdem wurde für die Figuren weiches Plastik verwendet. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Ansonsten ist aber alles beim alten Geblieben.

Ikusa

Die letzten Tage

Da kommt man mal ein paar Tage nicht zum Bloggen und schon wird man gefragt, ob man keine Lust mehr hat. Unglaublich…
Aber im Grunde kann ich ja froh sein, dass ich Stammleser habe, welche den Blog regelmäßig lesen und daher auch kontinuierlich mit neuem Material versorgt werden wollen. Daher ein kurzer Rundumschlag der Vergangenen Tage. Gehaltvolleren Beiträgen haben sich in letzter Zeit leider nicht ergeben. ^^

Da wäre meine Vorfreude auf die nächsten, sehr coolen Computerspiele: Dawn of War 2, Alarmstufe Rot 3, Starcraft 2 und Battlefield Heroes.

Anscheinend gibt es eine Verschwörung der Online-Händler gegen mich: Nachdem ich beim Jörg den neuen bzw. nun aktuellen YuJing Starterpack bestellt hatte, musste ich leider feststellen, dass dieser keine Vallejo-Pinsel mehr hat. Was sehr tragisch ist, da ich mich inzwischen so sehr an die Pinsel der Stärke 10/0 bzw. 5/0 gewöhnt habe, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Diese habe ich also kurzerhand bei Microconstruct (welche nach der Geschäftsaufgabe nun einen neuen Besitzer haben) bestellt und da es sich gerade ergeben hat (und Bestellungen min. 30 Euro Wahrenwert haben müssen) die YuJing REM und Miyamoto Musashi als zusätzliche Modelle bestellt. Leider wurde mir anschließend mitgeteilt, dass einige Artikel nicht lieferbar seien und sich das ganze wohl 14 Tage verzögern würde.
Als wäre das nicht genug, erhielt ich anschließend auch noch eine E-Mail von buecher.de, da sich auch meine dortige Bestellung zweier Manga auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Letztes mal musste ich in einem solchen Fall 4 Wochen warten…
Wenigstens gabs bei Lunar Legend keine Probleme. Aber dazu blogge ich später - genauso wie du meiner neuen Wii Ware und anderem - mehr.

Ich bin gespannt, was bei meinen ganzen Bewerbungen für das Berufspraktische Semester heraus kommt. Mein Wunschziel wäre ja das englischsprachige Ausland gewesen. Aber angesichts der Tatsachen, dass die Bewerbungen in manchen Unternehmen wohl einen sehr langen Weg zurück zu legen haben, in denen man überhaupt nichts hört (ausgenommen Siemens, von denen kam zwischendurch sogar noch eine nette E-Mail, dass ich mich noch etwas gedulden solle) und das BPS schon am 01.09.2008 beginnen sollte, bin ich froh, heute mein erstes Vorstellungsgespräch bei der Firma Pan Dacom Direkt GmbH geführt zu haben. Schließlich kommen - außer im Falle der EDAG - noch die Wohnungssuche und ein Umzug auf mich zu. Bin mal gespannt, was da am Ende raus kommt. Zumindest das angedachte Thema von IP-TV on demand fände ich sehr interessant.

Ansonsten habe ich letzte Woche in der Spielwut gearbeitet. Anfang dieser Woche hat Nico wieder das Vergnügen und durfte am Dienstan auch gleich gegen Manuel, Simon und mich in Shōgun (将軍) antreten (Bodo, wo warst du? War die Runde Dark Heresy am Vorabend doch zu spät für dich?). Während sich die Truppen von Nico und Manuel gegenseitig zerfleischten begann Simon seine seine Domäne energisch auszubauen und mich immer weiter zurück zu drängen. Der Wendepunkt trat ein, als er eine sichergeglaubte Schlacht verlor (mein Daimyō (大名) war wohl einfach der bessere Taktiker *g*) und es mir anschließend die letzte Armeegruppe Nicos aufzureiben. Neu erstarkt gelang es mir auch Simons verbliebene Armeen zu besiegen, was mir am Ende den Titel des Seii Taishōgun (征夷大将軍) einbrachte. :)

Heute Abend gehts dann erstmal ins Kino: CineSneak.

Wie bringt der Shogun die Nachtigall zum Singen?

In Japan gibt es eine alte Geschichte, welche sich um die drei wohl bekanntesten und für Japans Entwicklung wichtigsten Shogune dreht. Jeder der drei, deren Charaktäre kaum unterschiedlicher sein können, versucht dabei, eine Nachtigall zum Singen zu bringen.

  • Der aufbrausende Oda Nobunaga (織田 信長) tötet die Nachtigall.
  • Der ehrgeizige Toyotomi Hideyoshi (豊臣秀吉) versucht sie zum Singen zu zwingen.
  • Der geduldige Tokugawa Ieyasu (徳川 家康) wartet, bis die Nachtigall von alleine anfängt zu singen.

Eine meiner großen Schwächen ist meine Ungeduld, weshalb ich versuche, mir ein Beispiel an Tokugawa Ieyasu zu nehmen.
Wahrscheinlich befand sich jeder schon einmal in einer Situation, welche ihm viel Beharrlichkeit und Ausdauer abverlangt hat. Dies ist mitunter schwerer als gedacht. Mit jedem Tag, manchmal mit jeder Stunde, schwinden die Hoffnungen, die Nachtigall könnte anfangen zu singen. Oder es entstehen Zweifel, ob man das richtige tut. Ob sich die ganze Mühe am Ende eh als sinnlos erweisen wird. Und ob die Nachtigall nach kurzem, vielleicht sogar intensiven Spiel bald wieder, und diesmal für immer, verstummt.
Den Zweifeln gegenüber stehen die Erwartung des Erfolges, an die man sich klammert. Denn sollte die Nachtigall dauerhaft singen wäre dies ein Preis, der für sämtliche Mühen und Entbehrungen entschädigen würde und den man um nichts in der Welt missen möchten würde.
Allerdings wird immer nur die Zeit zeigen, was letztenendes dabei heraus kommt.