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Zombies (und mehr) in 3D

Spätestens seit der Hommage an das Grindhouse Kino durch Robert Rodriguez und Quentin Tarantino in Form von Planet Terror und Death Proof (wobei mir Rodriguez’ Planet Terror wesentlich besser gefallen hat als Tarantinos Death Proof) dürfte das trashige Splatterkino wieder in Mode gekommen sein.
Und nun gibt es Nachschub! In Form eines Film, der mich als Freund des japanischen-Kinos und auch von Zombiefilmen, mehr als begeistert.

BIG TITS ZOMBIE aka KYONYU DRAGON
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Präsentiert von Regisseur Nakano Takao (中野貴雄), der bereits für “bekannte Meisterwerke” wie

  • Sexual Parasite: Killer Pussy (寄生蟲 キラープッシー (Kiseichū: kirā pusshī)) oder
  • The Glamorous Life of Sachiko Hanai (花井さちこの華麗な生涯 (Hanai Sachiko no karei na shōgai))

verantwortlich war.

Kann man das noch besser machen?! Stripperinnen, die gegen Zombies kämpfen (wobei es das auch schon in Strippers vs. Zombies gab). Aoi Sora (蒼井そら), bewaffnet mit einer Kettensäge. Und dann auch noch in 3D… Ich denke, den Film muss man sich geben! xD

Offizielle Homepage: kyonyu-dragon.com

Übrigens wasche ich meine Hände in Unschuld. Schließlich hat mich Diruku-san (unter Freunden auch Fanservice Dirk genannt) auf den Streifen gebracht. :P

Big Tits Zombie

Planet Terror

Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.

Planet TerrorIrgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.

Planet TerrorDie Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.

Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs ist der erste Film von Quentin Tarantino, der es auf die Kinoleinwand geschafft hat. Schon öfter habe ich gehört, dass er auch sein Bester sein soll. Nun kam ich endlich in den Genuss, den Film zu sehen und diese Behauptung zu prüfen.

Reservoir Dogs Joe Cabot (Lawrence Tierney) hat sich eine Gruppe von sechs Gangstern zusammengesucht, welche sich gegenseitig nicht kennen und für ihn einen Juwelenraub durchführen sollen. Bei diesem geht jedoch so einiges Schief. Als die Überlebenden beim vereinbarten Treffpunkt ankommen liegen die Nerven blank und jeder verdächtigt die anderen, potenzielle Verräter zu sein.
Während Mr. White (Harvey Keitel) und Mr. Pink (Steve Buscemi) sich streiten droht Mr. Orange (Tim Roth), welcher angeschossen wurde, zu verbluten. Unerwartet taucht Mr. Blonde (Michael Madsen) auf, welcher einen Polizisten als Geisel genommen hat und erhofft von ihm die nötige Antwort auf die Frage, wer sie bei der Polizei verpfiffen hat, zu bekommen. Doch auch Joe Cabot und sein Sohn “Nice Guy” Eddie Cabot (Chris Penn), welche mit dem Verlauf der gesamten Operation alles andere als zufrieden sind, sind bereits auf dem Weg in das Versteck.

Wie man es von Tarantino gewohnt ist überzeugt der Film mit einer rasanten Kameraführung, guten Schnittsequenzen und einer unortodoxen Zeitlinie. So wird die Planung und die Flucht der Gangsterbande ausschließlich in Rückblenden behandelt während dauernd wieder in die Gegenwart zurückgesprungen wird. Der eigentliche Überfall wird dagegen überhaupt nicht gezeigt.

Reservoir Dogs Der Soundtrack fügt sich bei seiner teilweisen Gegensätzlichkeit der 70er Jahre Klängen zu den gezeigten Bildern unglaublich gut in den Film ein und untermahlt die Stimmung ungemein. Dabei unterstützt er, die zum Teil sehr witzigen Dialoge.

Reservoir Dogs ist sicherlich ein sehr guter Film. Trotzdem bin ich persönlich einfach der Meinung, dass Pulp Fiction sowohl stilistisch als auch vom Handlungsbogen her besser ist und würde daher das Prädikat “Beser Film von Quentin Tarantino” nicht vergeben.