Ich hatte mich ja bereits äußert positiv über die Nintendo DS Version von Might & Magic: Clash of Heroes geäußert. Seit kurzem kann man das Spiel aber auch auf der XBox360 und PS3 in HD genießen.
Grundsätzlich ist alles, wie gehabt. Das Spielprinzip ist bekannt und auch der Verlauf der Kampagne ist gleich geblieben. Was sich jedoch verändert hat ist die Bewältigung bestimmter Aufgaben (nicht Puzzle) und das Ressourcenmanagement. Insgesamt sammelt man mehr Ressourcen und muss keine mehr abgeben, wenn man einen Kampf verliert. Die Kampagne ist also etwas einfacher geworden.
Sehr positiv ist, dass am Balancing gefeilt wurde und damit die einzelnen Fähigkeiten der Einheiten, Helden und Artefakte überarbeitet wurden, damit der Multiplayer-Modus ausgeglichener ist. Dieser kann wahlweise lokal oder online in einer 1vs1 oder 2vs2 Partie bestritten werden. Letzteres erweist sich als interessant, aber auch schwierig, da man nur seine eigenen Einheiten bewegen kann und die Kommunikationsmöglichkeiten doch sehr rudimentär sind.
Wer das Spiel noch nicht kennt, dem kann ich es nur empfehlen. Aber auch für alte Hasen, die das Spiel bereits auf dem Nintendo DS haben, gilt: Der Kauf lohnt sich. Alleine, wegen des verbesserten Multiplayermodus.
Da mein Einstieg in die Serie erst mit Grandia II begonnen hat, war ich um so erfreuter, als ich erfahren habe, dass der erste Teil - der ursprünglich 1997 für den Saturn (und 1999 auch für die Playstation) erschienen ist - nun noch einmal im Playstation Network veröffentlicht wird. Dementsprechend wurde er auch sofort runter geladen und gespielt.
Justin und seine Freundin Sue träumen davon fremde Kontinente zu erforschen, Schätze zu suchen und wilde Abenteuer zu erleben. Justin eifert dabei seinem verschollenen Vater nach, der selbst ein großer Abenteurer war.
Die beiden begeben sich zu den Ruinen der alten Angelou-Zivilisation, für die sich seit kurzem auch die Streitkräfte der Garlyle-Truppen zu interessieren scheinen. In den Ruinen erscheint ihnen das Hologramm eines jungen Mädchens namens Liete. Sie offenbart ihnen, dass sie sich - wenn sie den Spuren der Angelou folgen wollen - nach Osten, zur Stadt Alent begeben müssen.
So beginnt ein fantastisches Abenteuer voller Gefahren, Geheimnisse, unerwarteter Wendungen und trauriger Abschiede…
Die Graphik der Videosequenzen wie auch die im Spiel entspricht dem Standard der damaligen Zeit. Wobei es aber auch heute noch, bei eingeschaltetem Kantenglätten, sehr ansehnlich ist. Die Musik von 岩垂徳行 (Iwadare Noriyuki) ist durchgehend gut und untermalt die Atmosphäre maßgeblich.
Die Sprachausgabe ist in Englisch und die Texte in Deutsch, was ich okay finde. Einziges Manko ist, dass die Videosequenzen furchtbar billig und lustlos Deutsch nachsynchronisiert wurden und die Stimmen irgendwie überhaupt nicht zu den Charakteren passen wollen. Untertitel wären hier die bessere Wahl gewesen.
Alles in allem war es nach Final Fantasy XIII eine echte Wohltat wieder ein ordentliches und solides japanisches Rollenspiel zu spielen! Das Zeitleistenbasierte Kampfsystem ist einfach nur genial, die sympathischen Charaktere schließt man unweigerlich ins Herz und die abwechslungsreiche und interessante Story begeistert mit Spannung und viel Witz.
Das rundenbasierte Strategiespiel für PC, Playstation 3 und Xbox 360 lebt hauptsächlich von seiner Landzerstörungsmechanik. Man bekommt dadurch Ressourcen, dass man die bestehende Landmasse ausbeutet, so dass diese unwiederbringlich in sich zusammen stürzt und damit verloren ist.
Meinem persönlichem Geschmack entspricht dies allerdings nicht. Denn dadurch ist die Dauer einer Runden sehr begrenzt (ca. 20-30 Min.) und taktische Fehler zu beginn des Spiels können fatale Auswirkungen haben, wie man aber erst am Ende feststellt. Darüber hinaus sind die taktischen Möglichkeiten an sich sehr begrenzt und zu rudimentär. Mit einem ordentlichen Battle Island ist man wesentlich besser bedient, weshalb ich von Greed Corp. abrate.