Bereits mit der 3D Version mit Super Stardust HD haben mich die Entwickler von Housemarque überzeugt. Daher lag es nahe auch einmal ihr neustes Werk genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ein Namenloser Mann wird von Träumen aus der Vergangenheit gequält. Als einzigen Ausweg sucht er schließlich einen Schamanen auf. Dieser klärt ihn darüber auf, was seine Visionen zu bedeuten haben: Er erzählt ihm von der alten Sage über den Kampf eines Helden gegen die beiden Schwestern des Chaos - Licht und Dunkelheit - vor 30.000 Jahren. Zwar wurde der Held bei diesem Kampf getötet, doch gelang es ihm vorher die beiden Schwestern einzusperren. Der Schamane berichtet ihm, dass er die Reinkarnation dieses alten Helden sei und es an ihm sei die beiden Schwestern, welche aus ihrem Gefängnis entkommen konnten, aufzuhalten.
Outland überzeugt als actionreicher 2D Platformer mit interessanten Bosskämpfen und einem Grafikstil, der mir sehr gut gefällt. Irgendwie minimalistisch erinnern der Held und die Gegner an Tron. Auch die Spielemechanik, d. h. der ständige Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit ist sehr schön umgesetzt.
Einziger Kritikpunkt ist, dass es keinen lokalen sondern nur einen online Kooperativmodus gibt.
Alles in allem erinnert das Spiel irgendwie an die Metroid-Reihe, da die Welt grundsätzlich offen ist und man im laufe des Spiels immer neue Fähigkeiten erhält, welche einem weitere Spielbereiche eröffnen.
Metroid Other M ist chronologisch zwischen Super Metroid (スーパーメトロイド) und Metroid Fusion (メトロイドフュージョン) angesiedelt. Das Intro umreißt die grobe Rahmenhandlung und zeigt eindrucksvoll, wie Samus Aran am Ende von Super Metroid vom letzten, verbliebenen Metroid gerettet wird um anschließend Mother Brain den Garaus zu machen.
Jahre später fängt sie einen Notruf aus den Weiten des Alls auf. Sie begibt sich zu der Quelle des Signals: Einem riesigen Raumschiff. Dort trifft Sie auf eine Gruppe Soldaten der Galaktischen Föderation inklusive alter Bekannter. Sie beschließen gemeinsam das Raumschiff zu erkunden um herauszubekommen, was passiert ist und um Überlebende zu suchen und zu retten.
Die meiste Zeit ist Samus alleine unterwegs. Die Gruppe trägt allerdings maßgeblich zur Atmosphäre und zur lebhaften und spannenden Story bei. Deswegen bin ich auch mit der - von manchen Leuten kritisch betrachteten - Designentscheidung, dass Samus eine Stimme bekommen hat, mehr als einverstanden.
Das Spiel gibt interessante Einblicke in Samus’ Vergangenheit, bevor sie eine Kopfgeldjägerin wurde, was dem ganzen zusätzliche Tiefe verleiht.
Metroid Other M hatte auf mich - im Gegensatz zu Metroid Prime - nicht diesen “WOAH!”-Effekt. Statt dessen hatte ich sofort das Gefühl, mich auf gewohntem Terrain zu bewegen. So, als wenn ich wieder Super Metroid spielen würde. Und ich finde es klasse!
Graphisch zeigt das Spiel mal wieder, was in der Wii steckt und wo normalerweise die Unterschiede zwischen Spielen von Nintendo und dem ganzen Rest liegen. Darüber hinaus zählen die Videosequenzen zu den Besten, die man in den letzten Jahren zu sehen bekam.
Die Musik ist spitze und untermauert die Nostalgie, die der ganze Titel versprüht.
Trotzdem hat es Team Ninja geschafft, dass Other M nicht nur alte Hasen anspricht sondern auch Neueinsteiger begeistern kann. Genauso verbinden sie die 2D und 3D Elemente auf innovative und bisher einmalige Weise. Insbesondere die Umsetzung der Kamera ist dabei erstklassig und sie zeigt immer genau das, was sie soll. Die gute Steuerung rundet das positive Bild schließlich ab.
Definitiv ein Absolutes Pflichtspiel, welches in keiner Wii-Spielesammlung fehlen darf!
Wir alle kennen und lieben die Videospiele-Helden unserer Kindheit. Egal ob Mario, Link oder Mega Man. Doch was ist mit all den Gegnern? Wer denkt an die?
Die Metroid (メトロイド) Reihe nahm ihren Anfang 1986, als der erste Teil unter der Leitung von Yokoi Gunpei (横井軍平) für das Nintendo Entertainment System entwickelt wurde. Inzwischen umfasst die Serie 10 Teile, welche auf den unterschiedlichsten Systemen erschienen sind:
Metroid (NES, 1986)
Metroid II – Return of Samus (Game Boy, 1991)
Super Metroid (Super NES, 1994)
Metroid Fusion (Game Boy Advance, 2002)
Metroid Prime (GameCube, 2002)
Metroid: Zero Mission (Game Boy Advance, 2004)
Metroid Prime 2: Echoes (GameCube, 2004)
Metroid Prime Hunters: First Hunt (Nintendo DS, 2005)
Metroid Prime Pinball (Nintendo DS, 2006)
Metroid Prime Hunters (Nintendo DS, 2006)
Metroid Prime 3: Corruption (Wii, 2007)
Anfangs noch ein 2D-Action-Adventure, hat sich das Spiel inzwischen in die 3. Dimension und zu seinem soliden Shooter weiterentwickelt. Dabei ist es aber seinen Grundprinzipien treu geblieben und es gibt viele Items einzusammeln und noch mehr Rätsel zu lösen. Metroid Prime 3 folgt chronologisch Metroid Prime 2 und beendet damit diese Trilogie.
Eine Station der Föderation auf dem Planeten Norion wird von Weltraumpiraten angegriffen. Samus Aran und drei andere Kopfgeldjäger müssen erst im Orbit helfen die Invasion abzuwehren und werden schließlich auf den Planeten geschickt, um die Piraten aufzuhalten. Als wäre dies nicht genug rast auch noch ein riesiger Asteroid auf den Planeten zu, welcher nur durch die Aktivierung eines orbitalesn Geschützes aufgehalten werden kann. Trotz der Intervention durch Dark Samus gelingt es Samus Aran mit letzter Kraft, den Einschlag des Meteoriten auf dem Planeten zu verhindern.
Als sie nach Monaten aus dem Koma erwacht muss sie feststellen, dass sie vom Phazon (eine radioaktive, stark mutagene Substanz, durch die Dark Samus entstanden ist) korrumpiert wurde. Dies ermöglicht ihr zwar in den “Hyper Modus” zu wechseln und so unglaubliche Kräfte zu entwickeln. Birgt aber auch die Gefahr in sich, immer mehr wie Dark Samus zu werden.
Leider bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Denn auch andere Planeten wurden angegriffen und von Meteoriten (die inzwischen Leviathane getauft wurden) getroffen, welche nun Phazon absondern und somit die Umwelt kontaminieren. Die anderen Kopfgeldjäger, welche bereits früher erwacht sind, wurden zu diesen Planeten geschickt. Allerdings ist inzwischen jeder Kontakt zu ihnen abgebrochen. So liegt es an Samus herauszufinden, was ihnen zugestoßen ist und zu versuchen, die Leviathan zu zerstören.
Auch, wenn meine kurze Einführung in die Story (ca. 8%) auf den ersten Blick verwirrend scheinen mag, ist Metroid Prime 3 sehr Anfängertauglich und auch für Leute, welche bisher noch keinen Teil der Serie gespielt haben, geeignet.
Shooter auf einer Konsole zu spielen war für mich immer ein Graus. Was einfach an der Steuerung mit dem Gamepad lag. Doch nun hat sich dies geändert. Metroid Prime 3 ist eines der besten Spiele für die Wii und der Beweis, wie gut die Steuerung mit Wii Remote und Nunchuck tatsächlich umgesetzt werden kann und das die Qualitätssicherung von Nintendo funktioniert. Denn wie die ersten beiden Metroid Prime Teile wurde auch dieser wieder von dem US-Amerikanischen Entwicklungsstudio (aber vollwertigen Nintendo Tochtergesellschaft) Retro Studios entwickelt. Während Red Steel einfach nur nicht mithalten kann ist Call of Duty 3 das beste Gegenbeispiel für eine verkorkste Steuerung. Außerdem zeigt das Spiel, dass grafisch eben doch sehr viel mehr in der Wii steckt als Wii Sports.
Alles in allem ein absoluter Pflichtkauf, nicht nur für Liebhaber der Serie.