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20 Jahre Mauerfall

Obwohl man mit dem Thema förmlich bombardiert wird, will sich keine Feierstimmung einstellen. Die einzigen, die diesen Anlass zum Feiern und Verdrängen der gemachten und weiterhin begangenen Fehler nutzen, sind unsere Politiker in Berlin.
Den meisten Bürgern scheint die Feierlaune bereits vor einiger Zeit vergangen zu sein. Aber das ist ja auch kein Wunder, angesichts von 1,3 Billionen (1.300.000.000.000) Euro Transferleistungen, der anhaltenden Ostalgie und der damit verbundenen “so schlimm war es doch gar nicht”-Einstellung, der Unterwanderung demokratischer Organe wie Polizei, Landtag und sogar der Birthler-Behörde (zur Überprüfung der Stasi-Unterlagen) durch ehemalige Stasi-Spitzel und den letzten Wahlergebnissen der SED Linkspartei (was von der offensichtlichen Dummheit und dem Unvermögen vieler Leute, aus der Vergangenheit zu lernen, zeugt).

Harald Schmidt - Ostalgie
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Die Linke

“Eine normale Partei ist sie schon deshalb nicht, weil sie die einzige Partei im Bundestag ist, die mal eine Diktatur installiert hat. Die Linke steht in der juristischen Kontinuität der SED. Gregor Gysi und seine Genossen haben sich vor 20 Jahren eben nicht wie andere kommunistische Parteien in Osteuropa für Selbstauflösung und Neugründungen entschieden, weil dann das milliardenschwere Parteivermögen verloren gegangen wäre. Über diesen Geburtsmakel können Sozialdemokraten, die vom SED-Regime verfolgt wurden, nicht einfach hinwegsehen - auch künftig nicht.”

– Richard Schröder (SPIEGEL-ONLINE-Interview)

Die Linke

“Wo kommend die Linken her, was sind die Linken eigentlich? Das sind also Ostlinke, das sind Westfundamentalisten, das sind enttäuschte Sozialdemokraten, Trotzkisten, Kommunisten, Erben von Honecker. [...] Man darf keine Glorifizierung der DDR machen. Die DDR war ein Unrechtsstaat und daher haben die ihre Wurzeln. Das müssen wir schon mal deutlich sagen. [...] Der Todfeind der SPD waren immer die Kommunisten. Gucken Sie sich die Weimarer Republik an, gucken Sie sich an, wie viele Sozialdemokraten in der DDR im Gefängnis gesessen haben. Man darf nicht vergessen, dass das eben ein Unrechtsstaat war. Es gibt jetzt Umfragen, da sagen Einwohner der DDR: Ja, 41% wären der Meinung, das wäre kein Unrechtsstaat gewesen. Und wenn sich ein Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern hinsetzt, im Interview und sagt: Ja, ja, das Stimmt. 41% ne, da haben sie recht. Ich finde, was ungerechteres gibt es doch überhaupt nicht. [...] Das höchste Ideelle Gut ist meiner Meinung nach die persönliche Freiheit. Und die finde ich nun bei Herrn Gysi nicht gut aufgehoben, muss ich ganz ehrlich sagen. Gysi hat noch 1988/89 ein großes Loblied auf Hilde Benjamin gesungen, die diese Schauprozesse gemacht hat und so weiter. Ich finde, die Tatsache, dass die SPD durch Tolerierungsmodelle wie in Sachsen-Anhalt, später auch in Mecklenburg-Vorpommern und dann hier in Berlin ja auch. Das die Partei, die mal für den Bau der Mauer grundsätzlich verantwortlich war jetzt diese Stadt mit regiert. Das ist für mich unbegreiflich.”

– Dieter Hallervorden (Hart aber Fair vom 28.09.2009)

Los statt Leistung

Die Koalition des Berliner Senat aus SPD und SED Linkspartei haben beschlossen, dass in Zukunft für 30% der Schüler das Los darüber entscheiden soll, wer einen Platz in einem Gymnasium bekommt und wer nicht.
Das ganze soll für mehr Gerechtigkeit sorgen und zeigt damit wunderbar auf, welches eines der größten Probleme dieses Landes ist. Nämlich, dass Leistung nicht honoriert wird. Der einzige faire und gerechte Indikator zur Vergabe der Plätze an den Gymnasien sind nämlich die Noten und deren Durchschnitt. Dies durch ein Glück basiertes System zu ersetzen ist pure Willkür um den Menschen soziale Gerechtigkeit vorzugaukeln.

DDR 2.0 in Hessen?

Aus einer klaren Absage wurde eine Duldung. Und aus der Duldung wurde ganz heimlich eine Koalition. Zumindest, wenn es nach dem Willen von Frau Ypsilanti geht, die eben dies, gestern im Gespräch bei Beckmann, nicht mehr ausschließen wollte.

Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hält eine Koalition mit der Linkspartei innerhalb der nächsten ein oder zwei Jahre für möglich. “Das kann schon sein, das schließe ich nicht aus”, sagte sie am Montagabend in in der ARD-Talksendung “Beckmann”.

Quelle: GMX

Interessant liest sich auch der Beitrag zu dem Interview auf Welt Online.

Wie war das damals nochmal, nach der Wahl?

Nachdem Frau Ypsilanti, inzwischen auch durch die volle Unterstüzung ihrer Partei gestärkt, mit großen Schritten dabei ist, eine der größten Wahllügen in der Geschichte des Bundesland Hessen zu begehen, ist es mal wieder an der Zeit, sich an das den Wählern gegebene Versprechen zu erinnern:

Helmut Markwort: “Wie verhalten Sie sich, wenn es so kommt? Ist Ihnen lieber der Roland Koch in der Staatskanzlei oder eine Tolerierung durch Die Linke?”

Andrea Ypsilanti: “Wie oft soll ich es denn noch sagen, Herr Markwort? Sie kriegen von mir heute Abend keine andere Antwort mehr, als ich die letzten Wochen und Monate immer gesagt habe: Es gibt keine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit den Linken.”

Quelle: Focus

Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürger diesen Vertrauensbruch bis zur nächsten Wahl nicht wieder vergessen haben.