Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Grace is Gone

23.08.08

Stanley Philipps (John Cusack) lebt mit seinen zwei Töchtern in einem US-Stützpunkt. Während er sich um die Kinder kümmert und in einem Supermarkt arbeitet ist seine Frau als Soldatin im Irak.
Als er eines Tages die Nachricht überbracht bekommt, dass seine Frau bei der Ausübung ihrer Pflicht im Feld gefallen sei, ist er wie gelähmt. Er weiß nicht, wie er es seinen Kindern beibringen soll und beschließt aus der Not der Hilflosigkeit heraus, mit ihnen einen Ausflug in einen Freizeitpark zu unternehmen. So beginnt die mehrere Tage andauernde Fahrt…

Amerika hatte schon immer Probleme damit, Verluste zu akzeptieren. Das war in Vietnam so und das ist auch wieder im Irak so. Grace is Gone ist allerdings eine andere herangehensweise an das Kiregsthema, als man es sonst gewohnt ist. Der Mann, der zu Hause geblieben ist und es nicht übers Herz bringt seinen Töchtern die Hoffnung zu nehmen, dass sie ihre Mutter bald wieder in die Arme schließen können. Allerdings handelt es sich nicht um einen Antikriegsfilm wie beispielsweise Apocalypse Now. Dafür fehlt einfach das passende Statement. Auch ist der Film teilweise einfach zu langatmig und zu klischeebehaftet. Trotzdem würde ich den Film nicht als “schlecht” bezeichnen. Man sollte allerdings im Vorfeld wissen, worauf man sich einläßt, da man sonst nicht viel Freude daran hat. Nämlich ein ernstes Familiendrama um Hoffnung, Lügen und Enttäuschung.

Grace is Gone

Hancock

06.07.08

John Hancock (Will Smith) ist kein Superheld, wie man ihn sich vorstellen würde. Er ist ungepflegt, ungehobelt, trinkt, flucht viel, grabscht Frauen an den Arsch und hat auch nicht wirklich Lust seinen Mitmenschen zu helfen. Wenn er sich doch einmal dazu hinreißen lässt sind ihm die Auswirkungen seines Handelns egal und so legt er auch gut und gerne mal einen ganzen Straßenzug in Schutt und Asche. Da verwundert es nicht, dass die Bürger von Los Angeles keine gute Meinung über “ihren” Superhelden haben.

Hancock

Hancocks Leben ändert sich jedoch, als er Ray Embrey (Jason Bateman), einem angesehenen PR-Berater das Leben rettet. Entgegen den Ratschlägen seiner Frau (Charlize Theron) will dieser Hancock dabei Helfen, sein Image aufzubessern. Der Plan, den er dafür entwicklet ist so einfach, wie genial. Neben dem Training Hancocks Umgangsformen und seines Auftretens soll der Superheld freiwillig ins Gefängnis gehen, um der Öffentlichkeit seinen Willen zur Besserung zu beweisen. Gleichzeitig sollen die Leute merken, was sie von Hancock haben und was passiert, sollte er nicht mehr da sein.

Hancock ist zwar, wie der Trailer bereits sugeriert, sehr lustig. Aber ich würde den Film nicht als reine Komödie bezeichnen. Und schon garnicht mit Filmen wie Superhero Movie vergleichen, welche nur auf Klamauk setzen. Vielmehr bietet Hancock eine realistische Darstellung wie es einem mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestatteten, aber auch einzigartigen und daher einsamen Individuum, in unserer Welt ergehen würde. Zwar bleiben am Ende des Films einige offene Fragen. Aber das stört nicht wirklich.
Hancock ist genau das, was das Kino angesichts der anhaltenden Comic-Superhelden-Schwemme gebraucht hat: Nämlich Abwechslung! Fernab der üblichen “Normaler Typ bekommt irgendwie Superkräfte, kämpft gegen Superschurken und rettet damit die Welt”-Story bietet der Film ein interessantes und spannendes Kinoerlebnis, bei dem es viel zu lachen gibt und das ich sehr empfehlen kann.

Hancock

No Country for Old Men

24.05.08

Llewelyn Moss (Josh Brolin) kommt zufälligerweise an den Ort einer wilden Schießerei. Offensichtlich ist der Drogendeal zwischen irgendwelchen Gangstern gründlich in die Hose gegangen. Er findet nur einen schwerverletzten Überlebenen, läßt diesen jedoch zurück und bringt einen Koffer voller Geld in seinem Besitz. In der Nacht plagt ihn dann sein schlechtes Gewissen, was ihn dazu veranlaßt zurück zu fahren um ihm etwas Wasser zu bringen. Jedoch tauchen mexikanische Verbrecher auf, welche kurzerhand Jagd auf ihn machen. Er kann entkommen, weiß jedoch das nicht nur sein Leben sondern auch das seiner Frau in Gefahr ist. So schickt er sie zu ihrer Mutter und versucht selbst mit dem Geld zu entkommen.
No Country for Old Men Neben den Mexikanern hat Moss jedoch die Rechnung ohne die eigentlichen Besitzer des Koffers gemacht. Diese setzen den wahnsinnigen Auftragsmörder Anton Chigurh (Javier Bardem) auf ihn an und statten ihn sogar mit einem Peilgerät aus, mit dem er den Koffer aufspühren kann. So Beginnt die skrupellose Jagd auf Llewelyn Moss.
Schließlich wird auch noch die Polizei in Form von Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) auf das Ganze Aufmerksam. Der Sheriff ahnt, dass sich Llewelyn Moss in ernsten Schwierigkeiten befindet und versucht ihm zu helfen. Da jedoch niemand weiß, wo sich dieser aufhält bleibt ihm nichts anderes übrig als der blutigen Spur Anton Chigurhs zu folgen.

Wie paranoid kann man sein, wenn man mit einem Koffer voller Geld vor einem Haufen Verbrecher, allen vorran einem wahnsinnigen Killer, flüchtet? Wahrscheinlich nicht paranoid genug! Das ist nur eine der vielen Schlussfolgerungen und Überlegungen, denen das Publikum am Ende des Films ausgesetzt wird. Teils irritieren und verstörend ist es am Ende jedoch jedem selbst überlassen, über No Country for Old Men nachzudenken und dessen Botschaft(en) zu interpretieren.
Bei diesem Film stimmt einfach alles. Er ist voller Spannung, schwarzem Humor, Action und charismatischen Charakteren. Die Kameraführung und der Soundtrack sind erstklassig und ein Kinobesuch sehr empfehlenswert um die Atmosphäre des Films zu übertragen.
Mit No Country for Old Men haben Ethan und Joel Coen wieder ein filmisches Meisterwerk abgeliefert welches ihrem Film The Big Lebowski in nichts nachsteht.

Iron Man

06.05.08

Tony Stark (Robert Downey Jr.), Multimiliadär und Kopf des Rüstungskonzerns Stark Industries liebt das Leben und genießt dieses in vollen Zügen. Er ist zielstrebig, intelligent und weiß genau, was er will. Dies ändert sich erst, als er nach dem Test eines neuen Waffensystems in Afghanistan von Terroristen gefangen genommen wird. Angesichts der aussichtslosen Situation voller Verzweiflung schöpft er schließlich durch seinen Mitgefangen Dr. Yinsen (Shaun Toub) neue Hoffnung, als er von den Terroristen dazu gezwungen wird, sein neustes, verheerendes Waffensystem nachzubauen.
Er wird damit konfrontiert, von welchen Menschen und zu welchem Zweck die von Stark Industries produzierten Waffen verwendet werden und der Prozess des Umdenkens und der Verantwortung dafür beginnt. Zusammen mit Dr. Yinsen arbeitet Tony Stark nicht, wie von den Terroristen erhofft, an der Waffe sondern an einem gepanzerten Anzug, der beiden die Flucht ermöglichen soll.
Wieder in den USA verkündet Tony Stark, dass seine Firma in Zukunft keine Waffen mehr produzieren werde. Privat beginnt er seinen frühen Prototypen aus Afghanistan zu verbessern und zu perfektionieren um die durch Stark Industries produzierten Waffen, welche in die falschen Hände geraten sind, zu vernichten. Doch er sieht sich mit einer Verschwörung konfrontiert, welche ihn nicht nur innerhalb der Firma entmachten sondern auch seine Erfindung stehlen und missbrauchen will.

Ich fand den Film sehr gut. Die actionreiche Handlung wird spannend, interessant und teilweise humorvoll erzählt und bietet auch einen sehr guten Einstieg für Leute, die das Comic nicht kennen. Dabei orientiert sich der Film trotzdem stark an der Comicvorlage und gibt dadurch das ein oder andere mal Anlass zum Schmunzeln. Auch, wenn das S.H.I.E.L.D.-Wortspiel im deutschen leider nicht zur Geltung kommt. Als Tipp sei aber gesagt, dass Kenner des Comic besser bis nach dem Abspann sitzen bleiben sollten um eine kleine Nebenrolle nicht zu verpassen.
Der rockige Soundtrack passt hervorragend zum Film und der Prozess des Nach- und Umdenken Tony Starks, was dessen Rolle und die seines Konzerns in der Welt und seine Verantwortung für beides anbelangt, ist gut und nicht zu langatmig umgesetzt. Alles in allem handelt es sich - meines Erachtens - bei Iron Man um die beste Superhelden-Comicverfilmung seit der X-Men Reihe!

IronMan

Rambo

15.02.08

Ich war noch nie wirklich für Rocky zu begeistern. Weshalb ich auch nicht dazu zu bewegen war mir Rocky Balboa im Kino anzuschauen. Anders jedoch bei der Rambo-Reihe. Daher habe ich es mir nicht nehmen lassen den 4. Teil direkt zum Deutschlandstart anzuschauen. Und ich kann sagen, dass es Sylvester Stallone mit über 60 Jahren immernoch voll drauf hat und das Musterbeispiel eines Actionhelden abgibt.

John Rambo (Sylvester Stallone) lebt in Thailand als Schlangenfänger und Bootskapitän. Eines Tages kommt eine kleine Gruppe (weltverbessernder) Missionare auf ihn zu und bittet ihn, sie mit seinem Boot in das Nachbarland Birma zu bringen. Sie wollen Lebensmittel und Medikamente in das seit Jahren durch einen Bürgerkrieg zerrüttete Land bringen. Nach anfänglich ablehnender Haltung wird er schließlich doch noch von Sarah Miller (Julie Benz) dazu überredet, die Gruppe zu transprotieren. Auf ihrem Weg werden sie von Piraten überfallen, welchen Rambo schnell und effizient den Gar ausmacht.
Einige Zeit nach dem Absetzen der Missionare und seiner Rückehr nach Thailand wird Rambo von einem Pastor darüber informiert, dass der Kontakt zu den Missionaren, welche bereits längst zurück sein sollten, abgebrochen ist. Denn diese wurden zwischenzeitlich von der birmesischen Armee gefangen genommen als diese das Dorf, in dem die Missionare tätig waren, bis auf die Grundmauern niedergebrannt und ein Massaker unter der Bevölkerung angerichtet hat. John Rambo wird also erneut mit der Aufgabe betraut nach Birma zu reisen. Diesmal jedoch um eine Gruppe Söldner welche die Missionare retten sollen dort abzuliefern. Schnell müssen diese Söldner - welche ihr Handwerk verstehen aber nicht an das Format eines John Rambo heranreichen - feststellen, dass Rambo mehr als nur ein einfacher Bootsmann ist. So beschließen sie heimlich und gemeinsam in das Militärlager einzudringen und die Geiseln zu retten. Die Rettung gelingt und es beginnt die Flucht vor der Armee durch den Jungle Birmas.

Bei manch einem mag der Film vielleicht die Frage aufwerfen ob so viel Gewalt in einem Film denn wirklich nötig ist. Keine Frage, es handelt sich um eine 90 minütige Orgie der Gewalt in der fast ununterbrochen reichlich Blut fließt und diverse Körperteile in Großaufnahme abgetrennt werden. Menschen, egal ob Männer, Frauen oder Kinder werden auf die brutalste Weise vergewaltigt, verstümmelt und abgeschlachtet. Wobei allerhand an Waffen und Kriegsgerät zum Einsatz kommt: Macheten, Bajonette, Mörser, Schußwaffen aller Art und jedes Kaliebers, Minen und noch einiges mehr. Selbst Schweine steuern ihren Beitrag zur Erhöhung der Brutalität, des Schreckens und des Ekels bei. Ich würde jedoch sagen, dass dieser Film gerade durch all seine unverblümte Gewalt zeigt, was Krieg bedeutet. Denn auch wenn wir uns heutzutage gerne einzureden versuchen, dass Kriege humaner geworden wären möchte ich dies bestreiten.
Übrigens ist die deutsche Kinoversion trotz aller Brutalität geschnitten. Auf Anhieb sind mir 4 Szenen aus dem ungeschnittenen US-Trailer aufgefallen, welche in der deutschen Fassung fehlten oder so (gewaltvoll) nicht vorgekommen sind.

Rambo

Eastern Promises

31.12.07

Anna Khitrova (Naomi Watts) arbeitet als Krankenschwester in einem Londoner Krankenhaus. Eines Tages wird ein blutüberströmtes, schwangeres, junges Mädchen eingeliefert. Zwar gelingt es den Ärzten das Kind zu retten. Doch die Mutter stirbt bei der Geburt. Einziger Anhaltspunkt auf die Identität der Mutter ist ein kleines Tagebuch. Mit diesem versucht Anna, in der Hoffnung mögliche Verwandte ausfindig zu machen, Nachforschungen anzustellen. Da dieses jedoch in russisch verfasst ist, ist Anna nicht in der Lage es zu lesen. Sie findet jedoch die Visitenkarte eines russischen Restaurants und beschließt, dieses aufzusuchen.
Der Besitzer ist ein älterer Herr namens Semyon (Armin Mueller-Stahl), der sich bereiterklärt das Tagebuch zu übersetzen, weshlab er von ihr Kopien der Tagebuchseiten erhält. Anschließend wendet er sich an Anna und bittet sie, ihm das Tagebuch auszuhändigen, da dieses seinen Sohn Kirill (Vincent Cassel) belasten würde. Inzwischen hat jedoch auch Annas russischer Onkel Stepan (Jerzy Skolimowski) angefangen, dieses zu lesen und ist dabei auf schreckliches gestoßen.
Wie sich nämlich herausstellt war die junge Mutter gerade einmal 14 Jahre alt und in der Gewalt der russischen Maffia, dessen Oberhaupt Semyon selbst ist. So gerät Anna in einen Strudel der Gewalt und der verworrenen Machtverhältnisse innerhalb der Mafia…

Für alle - wahrscheinlich hauptsächlich weiblichen - Fans von Viggo Mortensen aka Aragorn aus Herr der Ringe sei erwähnt, dass der Film über eine ausgedehnte Sauna-Kampfszene verfügt, in der man wirklich alles sieht.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass Tödliche Versprechen gut ist. Er hat einige sehr gute Höhepunkte und kann die Spannung kontinuierlich halten. Leider schwächt er am Ende sehr stark ab und man erwartet einfach mehr. Dabei wird mit Blut und brutalen Bildern nicht gegeizt.
Die Besetzung ist sehr gut. Neben Armin Mueller-Stahl glänzen vorallem Vincent Cassel und Viggo Mortensen in ihren Rollen als russische Gangster. Lediglich der Charaktär der Anna wirkt irgendwie hohl und es mutet sehr unrealistisch an, wenn diese vor Semyon Restaurant, auf offener Straße, gegen den Mafiaboss persönlich wettert.
Mein fazit: Tödliche Versprechen ist durchaus sehenswert ist. Aber nicht unbedingt auf der Kinoleinwand.

Tödliche Versprechen

The Golden Compass

15.12.07

In der Welt des Goldenen Kompass ist nicht der menschliche Körper der Sitz der Seele sondern ein Tierwesen (Dämon genannt), welches jeden Menschen begleitet. Diese Welt wird jedoch von dem Magisterium kontrolliert, welches als autoritäres Machtorgan abweichende Ideen und Erfindungen unterdrückt.

Mrs. CoulterLyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ist ein zwölfjähriges Mädchen, welches im Jordan College in Oxford lebt und dort großgezogen wird, da ihr einziger noch lebender Verwandter - Lord Asriel (Daniel Craig) - oft auf langen, wissenschaftlichen Entdeckungsreisen ist. Als sich dieser, gegen den Willen des Magisteriums, erneut auf eine Reise in den hohen Norden begibt taucht die mysteriöse Mrs. Coulter (Nicole Kidman) auf, welche ebenfalls in Richtung Norden aufbrechen und von Lyra begleitet werden möchte.
Kurz vor ihrer Abreise erhält Lyra vom Direktor der Schule noch einen Alethiometer. Der letzte Goldene Kompass, welcher nicht in die Hände des Magisteriums gefallen ist und mit dem man in der Lage ist die Wahrheit dort zu sehen, wo sie andere verschleiern wollen.

Schon länger verschwinden überall im Land Kinder. Als Lyra herausfindet, dass auch ihr bester Freund Roger Parslow entführt wurde und Mrs. Coulter irgendetwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat, versucht Lyra zu fliehen. Sie wird schließlich von der Volksgruppe der Gypter gerettet und bricht mit diesen Richtung Norden auf, um ihren Freund und die anderen Kinder zu retten. Unterwegs treffen sie auf den Luftschiffer Lee Scoresby (Sam Elliott) und seinen Freund, den Panzerbären Iorek Byrnison. Nachdem Lyra Iorek geholfen hat, seinen Panzer wieder zu erlangen schließen sich beide der Gruppe an.
Im hohen Norden lauern jedoch viele Gefahren. Bösartige Banditen, riesige Eisbärenkrieger und die Soldaten des Magisteriums, welche darauf bedacht sind, dass das Geheimnis der verschwundenen Kinder und was mit diesen geschehen soll, auch ein Geheimnis bleibt.

Der Goldene KompassIch muss zugeben, dass ich die Bücher nicht gelesen habe aber trotzdem mit niedrigen Erwartungen ins Kino gegangen bin. Zum einen wurden mir bereits im Vorfeld zwei Kritikpunkte berichtet. Nämlich, dass das Buch kein Kinderbuch, der Film jedoch ein Kinderfilm sei. Und das die Kirchenkritik, welches ein Essenzieller Bestandteil der Bücher sei, im Film viel zu kurz komme. Zum anderen hatte ich meine Befürchtungen, dass der Film genauso langweilig und uninteressant wie der erste Teil von Narnia wird, den ich seinerzeit im Kino gesehen und nicht gemocht habe. Um so überraschter war ich am Ende, dass man beim Goldenen Kompass ordentliche Kinokost vorgesetzt bekommt. Die Story ist spannend und interessant erzählt. Die Charaktere gut ausgearbeitet und mit Nicole Kidman, Daniel Craig und Sam Elliott sehr gut besetzt. Einziger Wermutstropfen ist, dass Christopher Lee nur einen sehr kurzen Auftritt hat. Außerdem hat man in der Deutschen Fassung nicht viel davon, dass Ian McKellen die Synchronstimme für Iorek Byrnison ist.

Ich spreche also meine Empfehlung für den Film aus und werde mir auch den zweiten und dritten Teil ansehen. Auch, wenn die Eisbären nicht so süß sind wie Knut. ;-)

Beowulf

19.11.07

König Hrodgars Königreich wird von dem Troll Grendel heimgesucht. Unfähig, dem Ungetüm Einhalt zu bieten verspricht Hrodgar demjenigen, der sein Königreich von Grendel befreien kann die Hälfte seiner Goldschätze. Diese Belohnung und die Aussicht auf Ruhm und Ehre führen Beowulf und seine Gefährten an die dänische Küste um das Monster zu erlegen. Nachdem sie es mit Gesagt anlocken konnten kommt es zu einem erbitterten Kampf zwischen Grendel und (einem nackten) Beowulf. Beowulf gelingt es, das Monster zu bezwingen und ihm einen Arm abzureißen. Am Morgen nach dem anschließenden Fest muss Beowulf jedoch feststellen, dass ein Großteil seiner Männer von Grendels Mutter, einem rachsüchtigen Dämon, auf bestialische Weise ermordet wurde. So begibt er sich zu ihrer Höhle um sich dem Monster zu stellen. Doch von den Reizen der Dämonen verführt, schließen beide einen dunklen Packt, welcher Beowulf Jahre später wieder heimsuchen soll.

BeowulfVorlage für den Film ist das zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert entstandenen angelsächsischen Heldengedicht, welches vom Krieger Beowulf berichtet. Dieser bezwingt den Troll Grendel, seine rachsüchtige Mutter und jahre später sogar einen Drachen um dabei heldenhaft zu sterben.
Die Legende von Beowulf ist ein komplett animierter Film, welcher mit Hilfe der Motion Capture Technik entstanden ist. Wobei Filmgrößen wie Anthony Hopkins (Hrothgar), John Malkovich (Unferth) oder Angelina Jolie (Grendels Mutter) den Figuren Leben und Aussehen verleihen. Leider wirken die Animationen der Figuren trotzdem ab und an hölzern und unrealistisch. Selbst ältere Filme wie Final Fantasy wirken im Vergleich realistischer. Hinzu kommt, dass die Leistungen der Schauspieler durch die Animationen nicht zur Geltung kommen können. Denn was nützt es, Anthony Hopkins für einen Film zu verpflichten, wenn dieser dann nicht sein schauspielerisches Können zum Einsatz bringen kann, da es von Animationen überlagert wird?
Die Handlung des Films orientiert sich im Großen und Ganzen am Original. Aber obwohl noch einiges hinzugedichtet wurde ist die Handlung sehr dünn und schleppt sich schwerfällig, teilweise langatmig von einem Kampf zum nächsten.

Fazit: Man kann sich den Film durchaus anschauen um sich die Zeit zu vertreiben. Einen Kinobesuch ist er jedoch nicht wert.

Beowulf

Planet Terror

31.10.07

Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.

Planet TerrorIrgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.

Planet TerrorDie Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.

Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.

The Simpsons Movie

28.08.07

Nachdem Homer (wer auch sonst?) die Verschmutzung des Lake Springfield auf ein unerträgliches Maß angehoben hat beschließt die Umweltschutzbehörde der USA, den Rest des Landes vor den Schadstoffen Springfields zu schützen. Daher wird die gesamte Stadt mit einer riesigen Glaskuppel überzogen. Verständlicherweise sind die Bewohner überhaupt nicht erfreut über diesen Zustand der Isolation und machen Jagd auf Homer und seine Familie, nachdem der Urheber der Verschmutzung von Lake Springfield ausfindig gemacht wurde. Es gelingt den Simspons zwar, dem marodierenden Mob und sogar aus der Glaskuppel zu entkommen. Doch diese Flucht nimmt der Leiter der Umweltbehörde nur als Anlass, eine Endgültige Lösung für das Problem Springfield anzustreben. So liegt es an der Familie Simpson die ganze Stadt vor dem drohenden Untergang zu retten.

Die Welt war schon längst reif für einen Simpsons Kinofilm. Die Handlung wirkt zwar etwas mager. Aber es entspricht meines Erachtens der durchschnittlichen Handlung einer Simpsons Episode. Sowieso kann man im Großen und ganzen Sagen, dass der Film im Grunde wie drei Episoden direkt hintereinander ist. Aber was will man mehr? Schließlich sind es die Simpsons und damit einfach nur Kult und voll dem teilweise bitterbösen Humor, den wir schon von der Serie kenne und lieben.
Der Film ist gut und unglaublich komisch. Aber nichts, was man sich in kurzer Zeit mehr als einmal oder unbedingt im Kino anschauen muss.

Simpsons der Film