Als Fan der ersten Stunde konnte ich es kaum erwarten mit Golden Sun: Die dunkle Dämmerung endlich den 3. Teil der Golden-Sun Reihe in den Händen zu halten. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. :)
30 Jahre nach den Geschehnissen der ersten beiden Spiele haben die Krieger von Vale selbst Kinder bekommen. Diese schlittern, mehr oder weniger freiwillig, in ein Abenteuer, welches sie auf den Pfaden ihrer Eltern wandern und in ihre Fußstapfen treten lässt. Dabei begegnen sie vielen alten Bekannten und besuchen Orte, welche man bereits aus den alten Teilen kennt.
Interessanterweise wird diese Retrospektive nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Neulinge finden sich dank einem sehr guten Enzyklopädie-System sehr schnell zurecht und werden behutsam in die Geschichte eingeführt. So dass sie sehr schnell eine interessante und offene Welt voller Rätsel und Geheimnisse erkunden können. Während sich bei alten Hasen direkt nostalgische Gefühle einstellen, die eindeutig Lust auf mehr machen. Ich persönlich werde wohl meinen alten Gameboy Advance wieder raus kramen um Teil 1 und 2 noch einmal zu spielen. :)
Golden Sun - und da stellt auch Die dunkle Dämmerung keine Ausnahme dar - ist der eindeutige Beweis, dass Nintendo erstklassige JRPGs machen kann, wenn sie wollen. Und niemand sollte sich das entgehen lassen.
Da mein Einstieg in die Serie erst mit Grandia II begonnen hat, war ich um so erfreuter, als ich erfahren habe, dass der erste Teil - der ursprünglich 1997 für den Saturn (und 1999 auch für die Playstation) erschienen ist - nun noch einmal im Playstation Network veröffentlicht wird. Dementsprechend wurde er auch sofort runter geladen und gespielt.
Justin und seine Freundin Sue träumen davon fremde Kontinente zu erforschen, Schätze zu suchen und wilde Abenteuer zu erleben. Justin eifert dabei seinem verschollenen Vater nach, der selbst ein großer Abenteurer war.
Die beiden begeben sich zu den Ruinen der alten Angelou-Zivilisation, für die sich seit kurzem auch die Streitkräfte der Garlyle-Truppen zu interessieren scheinen. In den Ruinen erscheint ihnen das Hologramm eines jungen Mädchens namens Liete. Sie offenbart ihnen, dass sie sich - wenn sie den Spuren der Angelou folgen wollen - nach Osten, zur Stadt Alent begeben müssen.
So beginnt ein fantastisches Abenteuer voller Gefahren, Geheimnisse, unerwarteter Wendungen und trauriger Abschiede…
Die Graphik der Videosequenzen wie auch die im Spiel entspricht dem Standard der damaligen Zeit. Wobei es aber auch heute noch, bei eingeschaltetem Kantenglätten, sehr ansehnlich ist. Die Musik von 岩垂徳行 (Iwadare Noriyuki) ist durchgehend gut und untermalt die Atmosphäre maßgeblich.
Die Sprachausgabe ist in Englisch und die Texte in Deutsch, was ich okay finde. Einziges Manko ist, dass die Videosequenzen furchtbar billig und lustlos Deutsch nachsynchronisiert wurden und die Stimmen irgendwie überhaupt nicht zu den Charakteren passen wollen. Untertitel wären hier die bessere Wahl gewesen.
Alles in allem war es nach Final Fantasy XIII eine echte Wohltat wieder ein ordentliches und solides japanisches Rollenspiel zu spielen! Das Zeitleistenbasierte Kampfsystem ist einfach nur genial, die sympathischen Charaktere schließt man unweigerlich ins Herz und die abwechslungsreiche und interessante Story begeistert mit Spannung und viel Witz.
Das Spiel von Nippon Ichi Software, Inc. (日本一ソフトウェア (Nippon Ichi Sofutowea)) erschien zum ersten mal am 17. Dezember 1998 für die Playstation One in Japan mit dem Titel The Puppet Princess of Marl Kingdom (マール王国の人形姫 (Māru-ōkoku no Ningyō-hime)) und stellte damit den Auftakt der Marl Kingdom Rollenspiel-Reihe dar. Die beiden anderen Teile der Serie, welche nie außerhalb Japans veröffentlicht wurden, sind Little Princess: Marl Ōkoku no Ningyō Hime 2 (リトルプリンセス マール王国の人形姫2 (Ritoru Purinsesu Māru Ōkoku no Ningyō Hime Tsū)) und Angel Present: A Marl Kingdom Story (天使のプレゼント マール王国物語 (Tenshi no Purezento Māru-ōkoku Monogatari)). Nach zwei Reinkarnationen des Spiels für die Playstation im Jahre 1999 (The Adventure of Puppet Princess + 1) und 2001 (The Adventure of Puppet Princess (PSOne Books)) folgte die Umsetzung für den Nintendo DS am 6. Juni 2008, welche grundlegend überarbeitet wurde. So änderte sich das Kampfsystem von einer taktischen, isometrischen Ansicht auf den klassischen, runden basierten 2D Kampf und Kururu wurde von einem NSC zu einem spielbaren Charakter.
Cornet lebt als Waisenkind bei ihrem Großvater. Sie kann sich nicht an ihre Eltern erinnern und träumt wie viele Mädchen davon irgendwann ihren Traumprinzen zu treffen. Allerdings ist sie kein normales Mädchen. Sie hat die Gabe mit Puppen zu reden. Daher wird sie auch immer von der fliegenden Puppe und ihrer besten Freundin Kururu begleitet.
Eines Tages begeben sich Cornet und Kururu in den Wald, um etwas Inotium (die gängige Währung) zu suchen. Dort treffen sie auf Myao, ein merkwürdiges Mädchen, welches von einer Schaar Katzen begleitet wird. Sie fordert von Cornet, dass diese ihr umgehend all ihr Inotium aushändigt. Da Cornet sich weigert beschwört sie einen Drachen um es sich gewaltsam anzueignen. Doch Cornet und Kururu werden unerwartet von Ferdinand, dem Prinzen von Marle und zukünftigen König gerettet. Cornet ist vollkommen sprachlos verliebt sich hals über Kopf. Doch genauso schnell, wie der Prinz aufgetaucht ist, verschwindet er auch wieder.
Kururu überredet Cornet am königlichen Schönheitswettbewerb teil zu nehmen. Da die Gewinnerin einen Tanz mit dem Prinzen gewinnt. Trotz allerhand Widrigkeiten gelingt es Cornet am Ende tatsächlich, den Wettbewerb zu gewinnen. Doch gerade als sie und der Prinz alleine auf einem Balkon des Palastes stehen passiert etwas vollkommen unerwartetes.
Myao kracht - nach Rache sinnend - mit einem Drachen und in Begleitung ihrer Anführerin Marjoly und weiterer Schergen in den Palast. Marjoly, eine bösartige aber eitle und ziemlich schusselige Hexe ist hin und weg, als sie den Prinzen sieht. Sie wählt jedoch den falschen Zauber aus und verwandelt ihn in Stein. Nichts desto trotz entführen sie den Prinzen um sich später in aller Ruhe zu überlegen, wie sie ihn zurückverwandeln kann.
Cornet beschließt, den Prinzen zu retten. Dafür sucht sie den alten, weisen Polansky in seinem Turm auf. Dieser erzählt Cornet, sie müsse um den Fluch zu brechen fünf magische Steine finden. Also begibt sich Cornet zusammen mit Kururu auf den Weg und das eigentliche Abenteuer beginnt. Dabei wird sie viele Freunde gewinnen, Puppen finden, welche sie begleiten und Entscheidungen treffen, welche weitreichende Folgen haben. Außerdem umgibt Kururu auch noch ein Geheimnis, welches es zu lüften gilt.
Wem die musikalischen Zwischensequenzen zu lange dauern oder wer keine japanische Musik mag, kann diese kurzerhand abbrechen. Das Spiel ist also nur so viel Musical, wie man es selber möchte.
Auf den ersten Blick wirkt Rhapsody: A Musical Adventure sehr verspielt, kindisch und zuckersüß. Was wahrscheinlich der Grund ist, weshalb es vielen Leuten nicht gefällt. Jedoch verbirgt sich hinter dieser kunterbunten Fassade ein erstklassiges Rollenspiel, mit einer mitreißenden Story, liebevoll in Scene gesetzten Charakteren und vielen witzigen und ironischen Dialogen. Ich empfehle also jedem über den knuddelig-süßen Look mit fliegende Kuchenstücke und Pfannkuchen als Spezialattacken hinwegzusehen und dem Spiel eine Chance zu geben.