Patrick W. Galbraith gehört zu den wenigen Menschen, die sich objektiv, intensiv und offen mit dem Phänomen Cool Japan bzw. der japanischen Popkultur und ihrer Ausprägungen wie Anime, Manga, JPop, etc. auseinandersetzt hat.
Das Buch ist genau das, was es sein sollte. Nämlich eine ausführliche (ich war angenehm überrascht wie umfassend) Enzyklopädie von A wie Aho (アホ) über F wie Fan Service (ファンサービス) und M wie Moe (萌え) bis zu Z wie Zettai Ryouiki (絶対領域).
Wie bereits gesagt ist es äußert umfangreich und beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Begriffen, Orten, Veranstaltungen oder auch bekannten Personen (z. B. dem Blogger Danny Choo).
Darüber hinaus enthält das Buch einige kurze aber interessante Interviews mit Personen, welche in der Szene zu Hause sind. Unter anderem von:
Yamamoto Yutaka (山本 寛), dem Regisseur von The Melancholy of Haruhi Suzumiya (涼宮ハルヒの憂鬱 (Suzumiya Haruhi no Yūutsu)) oder Lucky Star (らき☆すた (Raki☆Suta)),
Okada Toshio (岡田斗司夫) Mitgebgründer des Animationsstudios GAINAX oder
der Sängerin, Tarento (タレント), Bloggerin, Idol (アイドル) und Zeichnerin Nakagawa Shōko (中川 翔子)
Meiner Einschätzung nach ist die im Kodansha Verlag erschienene Enzyklopädie ein literarisches MUSS für jeden, der sich für das Thema Otaku-Subkultur in Japan und seine Zusammenhänge ernsthaft interessiert.
Übrigens habe ich mein Exemplar für 2.100 円 (inkl. Steuer) in Roppongi (六本木) gekauft. ^_^
Spätestens seit der Hommage an das Grindhouse Kino durch Robert Rodriguez und Quentin Tarantino in Form von Planet Terror und Death Proof (wobei mir Rodriguez’ Planet Terror wesentlich besser gefallen hat als Tarantinos Death Proof) dürfte das trashige Splatterkino wieder in Mode gekommen sein.
Und nun gibt es Nachschub! In Form eines Film, der mich als Freund des japanischen-Kinos und auch von Zombiefilmen, mehr als begeistert.
Präsentiert von Regisseur Nakano Takao (中野貴雄), der bereits für “bekannte Meisterwerke” wie
Sexual Parasite: Killer Pussy (寄生蟲 キラープッシー (Kiseichū: kirā pusshī)) oder
The Glamorous Life of Sachiko Hanai (花井さちこの華麗な生涯 (Hanai Sachiko no karei na shōgai))
verantwortlich war.
Kann man das noch besser machen?! Stripperinnen, die gegen Zombies kämpfen (wobei es das auch schon in Strippers vs. Zombies gab). Aoi Sora (蒼井そら), bewaffnet mit einer Kettensäge. Und dann auch noch in 3D… Ich denke, den Film muss man sich geben! xD
Übrigens wasche ich meine Hände in Unschuld. Schließlich hat mich Diruku-san (unter Freunden auch Fanservice Dirk genannt) auf den Streifen gebracht. :P
Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie es war als Kind an den Toilettengang gewöhnt zu werden. Dafür bin ich schon zu lange ein “Pantsu Man”. Aber so abgedreht wie in Japan war es sicherlich nicht. Wobei vielleicht noch zu erwähnen wäre, dass die Toiletten dort zwar keine Gesichter haben es aber durchaus sein kann, dass sie mit einem reden. Höfliche (und hochtechnisierte) Toiletten bedanken sich eben für den “Besuch”. Da haben uns die Japaner mal wieder viel voraus.
“Pa Pa Pantsu Man!” Wecke den Tiger in dir, oder so…
Japanese Toilet Training For Kids English Subtitled - VideoDart.com
Den Valentinstag in Japan habe ich bereits vor einem Monat erklärt. Nun kommen wir zu dessen Gegenstück für Männer. Denn heute - am 14. März - ist White Day. Der Tag, an dem die Männer den Frauen, von denen Sie vorher Schokolade bekommen haben, etwas zurück schenken. Auch hier reicht die Palette vom obligatorischen Gegengeschenk, bis zu romantischen Gefühlen. Wobei nicht nur weiße Schokolade (daher der Name) sondern auch Schmuck und ähnliches verschenkt werden. Man(n) sollte allerdings darauf achten, dass sein Gegengeschenk den Wert dessen, was er am Valentinstag erhalten hat, entsprechend überstiegt. Ansonsten könnte es nächstes Jahr nur noch giri-choco (義理チョコ) für ihn geben. ^^
Übrigens versucht bereits 1977 eine in Fukuoka (福岡市) ansässige Firma den 14. März als Marshmallow Day (マシュマロデー) zu etablieren. Allerdings beschloss 1978 die National Confectionery Industry Association (全国飴菓子工業協同組合) diesen Tag als “Antworttag” für den 14. Februar zu deklarieren. So, dass die Männer den Frauen, von denen sie etwas am Valentinstag erhalten haben, zurück geben können.
Es ist Valentinstag. Bei uns als “Produkt der Blumenindustrie” verschrieen, gehört er in Japan der Schokoladenindustrie. Denn es ist brauch, dass an diesem Tag die Männer von den Frauen (und nicht anders herum) braune Schokolade bekommen.
Dies reicht von der obligatorischen Schokolade (giri-choco (義理チョコ)) für den Chef bis zur “Schokolade der Liebe” (honmei-choco (本命チョコ)), die man an seinen Liebsten verschenkt. Letzteres ist besonders bei jugendlichen weit verbreitet und bietet einen guten Anhaltspunkt, wie sehr man von jemand anderem gemocht wird.
Warum nur die Frauen und warum braune Schokolade? Das erkläre ich am 14. März. ^_^
Japaner stehen mit der englischen Sprache oft auf Kriegsfuß. Das Video übertreibt also nicht und zeigt tatsächlich, was ein Sprachlehrer in Japan so alles erleben kann. ^_^
A Day In The Life - English Conversation School In Japan
In Japan wird Neujahr seit 1873 nach dem Gregorianischen- und (im Gegensatz zu China) nicht mehr nach dem lunisolar-Kalender begangen.
Obwohl es in jede Menge (amerikanischen) Weihnachtskitsch gibt, hat das Neujahrsfest (お正月 (o-shōgatsu)) in Japan eine sehr viel größere Bedeutung als Weihnachten. Und so trifft sich die Familie um dieses Fest gemeinsam und mit traditionellem Essen zu begehen.
お父さん und お母さん haben mir einige Bilder davon geschickt. :)
Unter anderem von…
Der Dekoration.
Dem sehr leckeren Essen. *yum yum*
Den Plätzen, die meine Weihnachtsgeschenke an sie gefunden haben.
Wobei der Bär inzwischen auf den Namen Marc-kun getauft wurde. ^_^
Wie ich drauf komme? Ganz einfach: Laut dem Eto (えと) bzw. Kanshi (干支) - dem Tierkreiszeichen-Kalender - ist 2010 das Jahr des Tigers (虎) . Dementsprechend sind auch die Pakete ausgefallen, die ich aus Japan bekommen habe. :)
Der buddhistische Patron ist übrigens Kokūzō Bosatsu (虚空蔵菩薩), der Bodhisattva für Weisheit und Erinnerung und generell gelten Kinder, die in Tiger-Jahren geboren werden als mutig und konkurrenzfähig, aber auch als unberechenbar und risikobereit.
お父さん (Otou-san) und お母さん (Okaa-san) haben mir z. B. einen japanischen Tiger-Kalender für 2010, Einweg-Essstäbchen (für Neujahr) und japanischen Tee geschickt.
Außerdem enthielt das Paket eine kleine Aufmerksamkeit von Umino-san; der freundlichen Dame, bei der ich meinen Jukata gekauft habe.
Kame hat mir jede Menge Schokolade und verschiedene, japanische Süßigkeiten geschickt. Unter anderem…
Einen japanischen Nikolaus-Stiefel! ^_^
Yōkan (羊羹): Eine Geleeartige Süßspeise aus roten Azuki Bohnen, Kanten (Agar-Agar) und Zucker. Diese sehr populäre, japanische Süßigkeit entstand in der Edo Periode (1603-1867).
Higashi (干菓子): Eine klebrige Mischung aus Reis-Mehl, Zucker und Stärke (oder Wasambonto) wird in Formen gegossen und trocknet anschließend aus.
Senbei (煎餅): Traditionelle, japanische Reisecracker. SEHR lecker!
Das coolste Geschenk von allen ist jedoch der mitgeschickte Tiger! ^_^ *rrooooaaarrrr*