Spätestens seit der Hommage an das Grindhouse Kino durch Robert Rodriguez und Quentin Tarantino in Form von Planet Terror und Death Proof (wobei mir Rodriguez’ Planet Terror wesentlich besser gefallen hat als Tarantinos Death Proof) dürfte das trashige Splatterkino wieder in Mode gekommen sein.
Und nun gibt es Nachschub! In Form eines Film, der mich als Freund des japanischen-Kinos und auch von Zombiefilmen, mehr als begeistert.
Präsentiert von Regisseur Nakano Takao (中野貴雄), der bereits für “bekannte Meisterwerke” wie
Sexual Parasite: Killer Pussy (寄生蟲 キラープッシー (Kiseichū: kirā pusshī)) oder
The Glamorous Life of Sachiko Hanai (花井さちこの華麗な生涯 (Hanai Sachiko no karei na shōgai))
verantwortlich war.
Kann man das noch besser machen?! Stripperinnen, die gegen Zombies kämpfen (wobei es das auch schon in Strippers vs. Zombies gab). Aoi Sora (蒼井そら), bewaffnet mit einer Kettensäge. Und dann auch noch in 3D… Ich denke, den Film muss man sich geben! xD
Übrigens wasche ich meine Hände in Unschuld. Schließlich hat mich Diruku-san (unter Freunden auch Fanservice Dirk genannt) auf den Streifen gebracht. :P
Calling: Kuroki Chakushin (Calling: Black Message) ist ein von Hudson Soft veröffentlichtes Survival-Horror Spiel für die Wii.
“Die schwarze Seite - eine Quelle vieler Gerüchte. Die Webseite ist leer und hat nur einen Besucherzähler. Aber manche sagen, darüber bekomme man Verbindung zu einem Chatroom. Die, die von der Dunkelheit geführt werden, können in den Chat gelangen und erhalten angeblich einen Ruf aus den Tiefen. Sie treten in den Mnemonischen Abgrund und wandeln für immer zwischen Leben und Tod.
Jeden Tag zieht die Neugier weitere Besucher auf Die schwarze Seite. …
Als ich zu mir kam befand ich mich in einem seltsamen Raum.
Ich weiß nicht, wo ich bin oder warum ich hier bin.
Wo… bin ich…?”
– Aus der Spielanleitung
Mehr will ich zur Hintergrundgeschichte auch gar nicht verraten. Je weniger man weiß, desto besser. Denn dann man man sich auch am besten in die Lage der Person versetzen, welche alleine in einem unbekannten Haus aufwacht und keine Ahnung hat, was eigentlich los ist. Bis plötzlich ein Telefon klingelt…
Der Einstieg in das Spiel ist einfach und man bekommt im Laufe der Zeit alle Grundlagen der Steuerung beigebracht. Wobei vieles originell umgesetzt wurde. Insbesondere die Verwendung der Wiimote als Handy - ähnlich wie in Silent Hill: Shattered Memories - hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Orte, welche man im Spiel aufsucht sind zwar abwechslungsreich. Jedoch ähneln sie zu sehr. So sehen z. B. die meisten Klassenzimmer in einer Schule irgendwie gleich aus und unterscheiden sich nur in geringen Details. Aber immerhin lässt sich das anhand der Geschichte erklären.
Wie von einem japanischen Horrospiel zu erwarten wird man nicht viel Blut oder ähnliches zu Gesicht bekommen. Statt dessen sind die Schreckmomente subtiler und feiner gestreut. Eben da, wo man sie nicht unbedingt erwartet.
Man trifft allerdings auf Geister. In der oberen, klinken Ecke erscheint dann eine Art Angst- oder Panikanzeige. Sollte diese in den roten Bereich steigen kann es das Ableben des Charakters bedeuten. Da man die Geister nicht bekämpfen kann muss man versuchen ihnen aus dem Weg zu gehen und sie ggf. abschütteln und das Weite suchen. Das ganze ist allerdings recht gut umgesetzt und weniger deprimierend als in Shattered Memories. Was hauptsächlich daran liegt, dass der Levelaufbau nicht so verwirrend ist und das Spiel pausiert, wenn man die Karte betrachtet.
Ein wichtiger Tipp für alle Ungeduldigen: Schaut euch den Abspann bis zum Ende an. Es sei denn natürlich, ihr wollt das Extrakapitel, welches danach freigeschaltet wird, nicht mehr spielen. :)
Im übrigen hat das Spiel nichts mit den japanischen Chakushin ari (着信アリ) bzw. One Missed Call Horrorfilmen gemein, welche bei uns unter dem Titel “The Call” veröffentlicht wurden. Auch, wenn Telefone ein zentraler Bestandteil des Spiels sind. Nicht umsonst sehen die Buchstaben LLI im Namen CALLING aus wie Empfangsbalken eines Handys.
Calling ist im Grunde das genaue Gegenteil zu Ju-On, welches mich schwer enttäuscht hat und über das ich mich dementsprechend negativ geäußert habe. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und entwickelt sich im Laufe des Spiels immer weiter. Die Steuerung ist sehr gut und enthält einige nützliche Funktionen (z. B. 2x ‘Z’ drücken = 180° Drehung). Die Horrorelemente sind exzellent und abwechslungsreich umgesetzt und Ereignisse werden teilweise zufällig ausgelöst. So bekommt man endlich wieder ein japanisches Horrorspiel par excellence, welches einen fesselt und begeistert!
Kyōfu Taikan: Juon (Sensation of Fear: Curse Grudge) ist in Europa von Rising Star Games unter dem Titel Ju-On: The Grudge - A Fright Simulator veröffentlicht worden. Das Horrorspiel orientiert sich dabei Thematisch an der japanischen Filmvorlage, welche ab 2004 als The Grudge vom amerikanischen Kino verwurstet wurde. Die Filme zu kennen hilft zwar die Story besser zu verstehen. Hat im eigentlichen Spiel aber keine Bedeutung.
Es wird gesagt, dass wenn jemand mit einem tiefen, brennenden Groll stirbt, ein Fluch geboren wird. Als eine Hausfrau in Nerima (練馬区) auf grausige Weise ermordet wurde, entstand ein sehr mächtiger Fluch, der unglaublich schnell tötete. Wer das Haus betritt oder Umgang mit jemanden hat, der bereits vom Fluch heimgesucht wird, wird ebenfalls “infiziert”.
Die Yamada Familie zieht in das Saeki-Haus aus den Ju-On und The Grudge Filmen. Dadurch geraten alle in Lebensgefahr und jeder muss sich seiner individuellen Herausforderung stellen um dem Fluch zu entgehen.
Das Spiel besteht aus 4 Episoden. Wobei jede Episode die Erlebnisse eines der Familienmitglieder repräsentiert. Eine 5. Episode kann durch das Einsammeln von Gegenständen in den anderen freigeschaltet werden kann:
1. Verfallene Fabrik: Erkias folgt ihrem davongelaufenen Hund auf das Gelände einer alten Fabrik um ihn wieder einzufangen.
2. Verlassenes Krankenhaus: Michio - Erikas Mutter - liegt seit einigen Monaten im Krankenhaus und wird dort regelmäßig von ihrer Familie besucht. Eines Tages wacht sie auf und bemerkt einen kleinen Jungen (Toshio Saeki) herumlaufen. Das Telefon klingelt und sie scheint weit und breit der einzige Mensch zu sein…
3. Heruntergekommenes Apartment: Kenji, Lieferjunge und der Bruder von Erika soll ein Paket zu einem alten Apartment-Komplex liefern.
4. Bürogebäude: Der Vater der Familie - Hiroshi - ist Wachmann. In der Nachtschicht bemerkt er erst eine Person an einer Sicherheitskamera vorbei gehen. Anschließend fällt der Strom aus.
5. Das verfluchte Haus (muss frei gespielt werden): Erika hat es bis nach Hause geschafft. Sie will zu ihrer Familie. Doch statt dessen erwartet sie nur das Grauen.
Ju-On ist kein herkömmliches Survival-Horror Spiel. Das Projekt war von Anfang an als Horror-Simulation ausgelegt. Leider verfehlt das Spiel auch diesen Ansatz. Die Events sind fest gescripted, was dazu führt, dass das Spiel quasi keinen Wiederspielwert hat. Zwar bietet die Möglichkeit, dass ein 2. Spieler zufällige “Schockmomente” auslösen kann etwas Abwechslung. Jedoch verdienen diese ihren Namen kaum, da es zu wenige sind und man sich so schnell daran gewöhnt, dass man sie nur noch als störend und nicht als erschreckend empfindet. Hinzu kommt eine extrem kurze Spielzeit und eine Furchtbare Steuerung:
Die Wiimote als Taschenlampe zu benutzen hat sich schon oft bewährt. Aber warum muss man sich umständlich mit dem B-Knopf nach vorne und dem Steuerkreuz nach hinten bewegen? Der Nunchuck wäre wesentlich komfortabler gewesen. Sowieso ist das Laufen irgendwie eine Qual. Man kann nur durch die Gegend schleichen und fragt sich, warum in dem Spiel kein Mensch normal laufen oder rennen kann. Zumal man ständig unter Zeitdruck steht, da man immer neue Batterien für seine Taschenlampe suchen muss.
Der größte und ausschlaggebende Kritikpunkt sind die Schockeffekte. Ich bin wirklich ein Fan von japanischem Horror. Aber was die Entwickler hier abgeliefert haben ist echt nicht berauschend. Ich verlange keine Blutorgien wie in amerikanischen Filmen und Spielen. Aber die Atmosphäre muss einfach stimmen. Und das ist bei Ju-On leider nicht der Fall. Die langweiligsten stellen sind, wenn man dem Fluch (d. h. Kayako und Toshio) direkt begegnet und beginnt die Wiimote wild zu schütteln. Die dezenten, einen erschreckenden Momente, für die der japanische Horror bekannt ist, gibt es zwar auch. Aber leider zu selten.
Alles in allem bin ich von Ju-On sehr enttäuscht und hätte wesentlich mehr von diesem ambitionierten Projekt erwartet. Wer es ausprobieren will kann es sich ja für einen Abend aus einer Videothek ausleihen. Einen Kauf ist es jedoch nicht wert.
Dank Dead Space Extraction bin ich wieder Feuer und Flamme für Science-Fiction Horror. Weshalb die Sichtung von Pandorum direkt am deutschen Kinostart quasi ein Muss war. Die Amerikanisch-Deutsche Co-Produktion wurde in den Babelsberg Studios in Berlin gedreht und kann sich - entgegen aller Vorurteile gegenüber deutschen Filmen - wirklich sehen lassen.
In der Zukunft des Jahres 2173 sieht sich die Menschheit mit unlösbaren Problemen konfrontiert. Die immense Überbevölkerung und der Mangel an Ressourcen verschlechtern die Lebensbedingungen zunehmend. Doch es gibt Hoffnung in Form des erdähnlichen Planeten Talis. Aus diesem Grund wird ein gigantisches Raumschiff - die Elysium - gebaut um 60.000 Passagiere und unzählige Pflanzen- und Tierarten in einem 120 Jahre andauernden Kälteschlaf auf den weit entfernten Planeten zu bringen. Doch irgendetwas geht während des Fluges schief…
Corporal Bower (Ben Foster) erwacht aus dem Kälteschlaf. Bedingt durch den damit verbundenen Gedächtnisverlust muss er sich erst einmal orientieren und herausfinden, wer er eigentlich ist, wo er sich im Moment befindet und was er dort zu suchen hat. Kurze Zeit später wacht auch sein kommandierender Offizier Lt. Payton (Dennis Quaid) auf und beiden ist klar, dass etwas nicht stimmt. Zum einen vermissen sie die letzte Schicht, welche sie eigentlich wecken sollte. Zum anderen gibt es Probleme mit dem Reaktor, wodurch die Stromversorgung größtenteils unterbrochen ist. Da sie so allerdings nicht in der Lage sind die Brücke zu betreten beschließt Bower über Lüftungsschächte zum Generator zu gelangen um das Problem zu beheben, während Payton ihm über Funk den Weg weist. Schnell muss Bower jedoch feststellen, dass er nicht alleine auf dem Schiff ist und, dass das was sich noch an Bord befindet, ihn als Beute betrachtet…
Pandorum hat mich tatsächlich begeistert und kommt aufgrund der spannenden Atmosphäre, welche den Film vom Anfang bis zum Ende beherrscht, nahe an einen Klassiker wie Event Horizon heran. Vergleicht man die beiden endgültige Storys miteinander, bin ich sogar der Meinung, dass die von Pandorum besser ist. Also ab in die Kinos und gruseln! :)
Zweifelsohne bin ich ein Fan von trashigen Filmen. Dazu zählt selbstverständlich auch das Genre des Zombiefilms. Und was gibt es cooleres als Horden von Zombies? Ganz klar… eine Horde Nazi-Zombies! Und in naher Zukunft gibt in diesem Bereich Nachschub in Form des skandinavischen Films Dead Snow.
Eher schlecht sieht es hingegen mit dem Film Worst Case Scenario von Gorehound aus, da das Projekt aus Geldmangel für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wurde.
Laut mehrerer Quellen handelt es sich bei Martyrs um einen Horrorfilm. Ich habe also einen guten, europäischen Horrorfilm im Stil von [Rec] erwartet. Was auch äußerst viel versprechend anfängt entpuppt sich ab der Mitte des Films allerdings nicht als Horrorfilm sondern als Psycho-Thriller, der sich vor allem zu einem Martyrium für die Psyche der Zuschauer entwickelt. So werden die Folterszenen immer brutaler und abstoßender. Mit dem Ergebnis, dass man sich am Ende fragt, warum man sich diesen Film eigentlich angetan hat. Im Nachhinein betrachtet hätte ich auch sehr gut darauf verzichten können.
Ein junges, völlig verstörtes Mädchen wird von der Polizei aufgegriffen. Sie ist vollkommen verdreckt, halb verhungert, dehydriert und war offensichtlich körperlicher Gewalt ausgesetzt. Wie sich herausstellt wurde dieses in einem alten Schlachthof gefangen gehalten. Die Gründe bleiben allerdings im Dunkeln und auch die Drahtzieher können nicht ausfindig gemacht werden. Das Mädchen (Lucie) wird in ein Waisenhaus gebracht, wo sie sich mit Anna anfreundet. Sie erzählt Anna, dass sie von einer merkwürdigen Kreatur verfolgt und verletzt wird.
15 Jahre später. Eine vierköpfige Familie sitzt gemütlich beim Frühstück. Doch Lucie (Mylène Jampanoï) stört die Idylle. Sie töten erst die beiden Elternteile und anschließend die beiden Kindern mit einer doppelläufigen Schrotflinte. Danach ruft sie Anna (Morjana Alaoui) an und berichtet ihr, dass sie “SIE” gefunden hätte und was sie getan hat. Anschließend wird sie von einer merkwürdigen, nackten, deformierten Kreatur angegriffen.
Im Laufe des Films stellt sich heraus, dass diese Kreatur nur eine Einbildung Lucies ist, welche aus dem traumatischen Ereignissen ihrer Flucht resultiert. Nachdem sich Lucien das Leben genommen hat findet Anna in dem Haus zufällig den Zugang zu einem versteckten Folterkeller. Dort findet sie die Kreatur aus Luciens Vergangenheit, welche all die Jahre eingesperrt war und gequält wurde. Früher ebenfalls ein Mädchen ist dieses körperlich wie seelisch gebrochen und degeneriert. Anna befreit sie und versucht sie medizinisch zu versorgen.
Da sich Anna immer noch in dem Haus der Familie aufhält wird sie von einer Gruppe Bewaffneter überrascht und gefangen genommen. Eine alte Dame erscheint und klärt Anna über den Zweck dieser Experimente auf. Nämlich zu erfahren, was die Menschen nach dem Tod erwartet. Aus diesem Grund werden seit Jahren Menschen gequält um sie dem Märtyrertod auszusetzen.
So wird Anna ihr nächstes Opfer, welches unbeschreibliche Qualen erdulden muss. Wird ihr die Flucht gelingen oder werden ihre Foltermeister gar ihr Ziel erreichen?
Sechs Freunde sind auf dem Weg zur Hochzeit einer Freundin. Unterwegs machen sie Halt in der verschlafenen Kleinstadt Lovelock um zu übernachten und lassen sich in der Privatpension von Mr. Wise (David Carradine) nieder. In der Nacht müssen sie entsetzt feststellen, dass der französische Koch ermordet wurde. Außerdem erleidet Mr. Wise kurz darauf einen Herzinfarkt und stirbt. Unverzüglich alarmieren sie den ortsansässigen Sheriff (Jeffrey Dean Morgan), welcher mit den Ermittlungen beginnt und die Gruppe an einer baldigen Weiterreise hindert. Sara (Ever Carradine) und Christian (Jeremy Sisto) begeben sich ins Stadtarchiv um mehr über Mr. Wise und sein Gasthaus in Erfahrung zu bringen. Dabei stellt sich heraus, dass Mr. Wise die Leiche seines eigenes Sohnes exhumiert und ein dunkles ritual durchgeführt hat um den Geist seines Sohnes in eine kleine Holzschatulle zu sperren.
Währenddessen muss Johnny (Oz Perkins) feststellen, dass er von seinen Freunden aus dem Haus ausgesperrt wurde und versucht mit einer Leiter durch ein Fenster im ersten Stock zu klettern. Dabei stößt er unbeabsichtigt die Schatulle um und wird von dem bösartigen Geist besessen, welcher nun mordend durch die Stadt zieht. Zu allem Übel ist dieser mit Hilfe der Schatulle auch noch dazu in der Lage weitere besessene Menschen zu erschaffen, welche ihm bedingungslos folgen.
Der Film ist sehr witzig und qualitativ hochwertiger als der Durchschnitt des Genre. Dabei ist die musikalische Untermalung wie der gesamte OST erstklassig und stimmig (Country passt einfach zu Zombiefilmen!). Insbesonders die drei Lieder, welche von Zachariah Selwyn, dem Lead Singer von Zachariah and the Lobos Riders beigesteuert wurden sind sehr gut. Dabei wird die Handlung sehr schön durch Szenen eines singenden Cowboys (Zachariah) zusammengehalten, was den Comedyanspruch unterstreicht und der Stimmung zuträglich ist. Selbstverständlich fließt auch literweise Blut und Dead & Breakfast geizt nicht mit brutalen Szenen. Weggeschossene oder mit einer Kettensäge abgetrennte Köpfe sind eine Selbstverständlichkeit. Was ich jedoch seltsam finde ist, dass es der Film bei all der Gewalt irgendwie geschafft hat, als FSK 16 eingestuft zu werden.
Die deutsche DVD glänzt mit vielen Extras. Darunter ein alternativer Abspann, Outtakes und Audiokommentare der Darsteller.
Dead & Breakfast bietet eine solide B-Movie-Horror-Comedy. Diese kann zwar nicht an das Format eines Planet Terror heranreichen ist meines Erachtens aber besser als Shaun of the Dead.
Der durch seine Kindheit psychisch gestörte Polizist Joe Singer (Günther Ziegler) hält während seines Streifendienstes ahnungslose Frauen an, verschleppt sie in ein Lagerhaus (in dem er zufällig auch noch wohnt), bringt sie um und beseitigt anschließend die Leichen, indem er sie vergräbt oder versucht im Meer zu versenken. Sein junger Partner Vitalio (Brandon Dean) muss während eines Mordes immer vor dem Lagerhaus warten. Er ahnt zwar etwas (dank dem Verschwinden der Frauen und der schweren Sporttaschen, die sein Partner anschließend immer in den Kofferraum des Wagens legt), traut sich aber nicht seinem Vorgesetzten darüber zu berichten, da er keinen Kollegen anschwärzen will (Zur Erinnerung: Wir reden hier von Mord).
Als Joe die junge Rumänen Romy (Martina Bottesch) als sein nächstes Opfer auswählt, ahnt dieser nicht, dass sie von einem Voodoo-Zauber “beschützt” wird. Als Ergebnis erwacht sie (und merkwürdigerweise auch die anderen Opfer) nach ihrem Tod als Untote wieder zu neuem Leben. Die erwachten und nicht einmal ansatzweise verschmutzen oder verfaulten (Zur Erinnerung: Sie wurden vergraben) Frauen bringen (äußerst unspektakulär) zwei ahnungslose Männer um, um an ihre Autos zu kommen und mit diesen zurück in die Stadt zu fahren. Es dauert anschließend noch eine Weile, bis sie schließlich auf die Idee kommen an Joe Singer Rache zu nehmen.
Selten habe ich so einen schlechten Film gesehen. Die Story ist haarstreubend schlecht und langweilig. Das Cover des Films hat rein garnichts mit diesem gemein. Bei 81 Minuten längen tauchen die Zombies erst zur 50. Minute auf und sind alles andere als das, was das Cover verspricht oder was man erwartet. Sprechende, autofahrende Frauen mit Lidschatten im Gesicht, der wohl mit einer Spachtel aufgetragen wurde, sind nunmal keine Zombies. Aber nicht nur an der Maske wurde offenbar gespart. Oder wäre es zu viel verlangt, dass die Polizei in Uniform auch in Polizeiautos durch die Gegend fährt? Das Autos Kopfstützen besitzen? Oder das man als Polizeistation nicht irgendeinen schäbiger Keller ohne Fenster, aber dafür mit ausreichend Gas- und Wasserrohren, vorgesetzt bekommt?
Nicht mal als Komödie taugt dieser Film. Die Dialoge sollen wohl witzig sein, sind aber eher brechreizerregend schlecht (vor allem, wenn man erfährt wie dieser Film zu seinem Titel kommt). Genauso, wie die schauspielerische Leistung und die deutsche Synchronisation, welche an manchen Stellen sehr an Sinnlos im Weltraum erinnert.
Es handelt sich also um einen langweiligen möchtegern-Zombiefilm ohne Spannung, Witz und - was das schlimmste ist - ohne Zombies. Wer kann sollte einen großen Bogen um dieses Trauerspiel eines Films machen.
Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.
Irgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.
Die Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.
Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.