Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Dead & Breakfast

11.01.08

Sechs Freunde sind auf dem Weg zur Hochzeit einer Freundin. Unterwegs machen sie Halt in der verschlafenen Kleinstadt Lovelock um zu übernachten und lassen sich in der Privatpension von Mr. Wise (David Carradine) nieder. In der Nacht müssen sie entsetzt feststellen, dass der französische Koch ermordet wurde. Außerdem erleidet Mr. Wise kurz darauf einen Herzinfarkt und stirbt. Unverzüglich alarmieren sie den ortsansässigen Sheriff (Jeffrey Dean Morgan), welcher mit den Ermittlungen beginnt und die Gruppe an einer baldigen Weiterreise hindert.
Dead & BreakfastSara (Ever Carradine) und Christian (Jeremy Sisto) begeben sich ins Stadtarchiv um mehr über Mr. Wise und sein Gasthaus in Erfahrung zu bringen. Dabei stellt sich heraus, dass Mr. Wise die Leiche seines eigenes Sohnes exhumiert und ein dunkles ritual durchgeführt hat um den Geist seines Sohnes in eine kleine Holzschatulle zu sperren.
Währenddessen muss Johnny (Oz Perkins) feststellen, dass er von seinen Freunden aus dem Haus ausgesperrt wurde und versucht mit einer Leiter durch ein Fenster im ersten Stock zu klettern. Dabei stößt er unbeabsichtigt die Schatulle um und wird von dem bösartigen Geist besessen, welcher nun mordend durch die Stadt zieht. Zu allem Übel ist dieser mit Hilfe der Schatulle auch noch dazu in der Lage weitere besessene Menschen zu erschaffen, welche ihm bedingungslos folgen.

Der Film ist sehr witzig und qualitativ hochwertiger als der Durchschnitt des Genre. Dabei ist die musikalische Untermalung wie der gesamte OST erstklassig und stimmig (Country passt einfach zu Zombiefilmen!). Insbesonders die drei Lieder, welche von Zachariah Selwyn, dem Lead Singer von Zachariah and the Lobos Riders beigesteuert wurden sind sehr gut. Dabei wird die Handlung sehr schön durch Szenen eines singenden Cowboys (Zachariah) zusammengehalten, was den Comedyanspruch unterstreicht und der Stimmung zuträglich ist. Selbstverständlich fließt auch literweise Blut und Dead & Breakfast geizt nicht mit brutalen Szenen. Weggeschossene oder mit einer Kettensäge abgetrennte Köpfe sind eine Selbstverständlichkeit. Was ich jedoch seltsam finde ist, dass es der Film bei all der Gewalt irgendwie geschafft hat, als FSK 16 eingestuft zu werden.
Die deutsche DVD glänzt mit vielen Extras. Darunter ein alternativer Abspann, Outtakes und Audiokommentare der Darsteller.
Dead & Breakfast bietet eine solide B-Movie-Horror-Comedy. Diese kann zwar nicht an das Format eines Planet Terror heranreichen ist meines Erachtens aber besser als Shaun of the Dead.

Dead & Breakfast

Zombie Nation

20.12.07

Der durch seine Kindheit psychisch gestörte Polizist Joe Singer (Günther Ziegler) hält während seines Streifendienstes ahnungslose Frauen an, verschleppt sie in ein Lagerhaus (in dem er zufällig auch noch wohnt), bringt sie um und beseitigt anschließend die Leichen, indem er sie vergräbt oder versucht im Meer zu versenken. Sein junger Partner Vitalio (Brandon Dean) muss während eines Mordes immer vor dem Lagerhaus warten. Er ahnt zwar etwas (dank dem Verschwinden der Frauen und der schweren Sporttaschen, die sein Partner anschließend immer in den Kofferraum des Wagens legt), traut sich aber nicht seinem Vorgesetzten darüber zu berichten, da er keinen Kollegen anschwärzen will (Zur Erinnerung: Wir reden hier von Mord).

Zombie NationAls Joe die junge Rumänen Romy (Martina Bottesch) als sein nächstes Opfer auswählt, ahnt dieser nicht, dass sie von einem Voodoo-Zauber “beschützt” wird. Als Ergebnis erwacht sie (und merkwürdigerweise auch die anderen Opfer) nach ihrem Tod als Untote wieder zu neuem Leben. Die erwachten und nicht einmal ansatzweise verschmutzen oder verfaulten (Zur Erinnerung: Sie wurden vergraben) Frauen bringen (äußerst unspektakulär) zwei ahnungslose Männer um, um an ihre Autos zu kommen und mit diesen zurück in die Stadt zu fahren. Es dauert anschließend noch eine Weile, bis sie schließlich auf die Idee kommen an Joe Singer Rache zu nehmen.

Selten habe ich so einen schlechten Film gesehen. Die Story ist haarstreubend schlecht und langweilig. Das Cover des Films hat rein garnichts mit diesem gemein. Bei 81 Minuten längen tauchen die Zombies erst zur 50. Minute auf und sind alles andere als das, was das Cover verspricht oder was man erwartet. Sprechende, autofahrende Frauen mit Lidschatten im Gesicht, der wohl mit einer Spachtel aufgetragen wurde, sind nunmal keine Zombies. Aber nicht nur an der Maske wurde offenbar gespart. Oder wäre es zu viel verlangt, dass die Polizei in Uniform auch in Polizeiautos durch die Gegend fährt? Das Autos Kopfstützen besitzen? Oder das man als Polizeistation nicht irgendeinen schäbiger Keller ohne Fenster, aber dafür mit ausreichend Gas- und Wasserrohren, vorgesetzt bekommt?
Nicht mal als Komödie taugt dieser Film. Die Dialoge sollen wohl witzig sein, sind aber eher brechreizerregend schlecht (vor allem, wenn man erfährt wie dieser Film zu seinem Titel kommt). Genauso, wie die schauspielerische Leistung und die deutsche Synchronisation, welche an manchen Stellen sehr an Sinnlos im Weltraum erinnert.

Es handelt sich also um einen langweiligen möchtegern-Zombiefilm ohne Spannung, Witz und - was das schlimmste ist - ohne Zombies. Wer kann sollte einen großen Bogen um dieses Trauerspiel eines Films machen.

Planet Terror

31.10.07

Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.

Planet TerrorIrgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.

Planet TerrorDie Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.

Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.

Scheiße Zombies OST

17.02.07

The Deadheadz - Scheiße Zombies OST
Medium: www.youtube.com
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Scheiße Zombies Trailer

08.02.07

Scheiße Zombies Trailer
Medium: www.youtube.com
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Horror

03.12.06

“Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.”

– Alfred Hitchcock

Uzumaki

24.06.06

Uzumaki (うずまき), was übersetzt “Spirale” bedeutet, basiert auf dem gleichnamigen Manga von Junji Ito.
Wie man es vom japanischen Horror-Kino gewohnt ist, wird weniger mit schockierenden Bildern, als mit der Angst an sich gespielt. Auch, wenn Uzumaki mit ab und an recht ekligen Bildern nicht gerade geizt. So, z. B. wenn eine Person in den Radkasten eines Autos zu einer Spirale gerollt wird. Und genau darum - um Spiralen - geht es in dem gesamten Film.

Uzumaki FrontDie junge Schülerin Kirie Goshima (Eriko Hatsune) bemerkt das Merkwürdige Verhalten des Vaters, ihres besten Freundes, Shuichi Saito (Fhi Fan). Dieser scheint von Spiralen und allem, welches diese Form besitzt, besessen zu sein. So weit, dass dieser sich, bei dem Versuch, mit Hilfe einer Waschmaschine, ebenfalls eine Spirale zu werden, das Leben nimmt. Als dieser dann verbrannt wird, bildet sich aus dem Rauch ebenfalls eine Spirale und Shuichis Mutter wird mit einem Nervernzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Shuichi ist davon überzeugt, dass die gesamte Stadt dem “Fluch der Spirale” anheimgefallen ist und drängt Kirie immer wieder, mit ihm die Stadt zu verlassen. Doch der Zustand Shuichis Mutter ist noch zu instabiel. Diese beginnt immer mehr, genauso wie Kiries Vater und andere Bewohner der Stadt, dem Fluch zu verfallen. So beginnt sie z. B. alles an (oder in) ihrem Körper, welches die Form einer Spirale hat, zu entfernen.

Die Spannungskurve wird kontinuierlich gehaltan und weiter ausgebaut. Nur der letzte Akt kann leider nicht mithalten und ist somit auch der schlechteste. Wurde bis dahin noch mit dem psychischen Wahnsinn gespielt, wirkt dieser leider etwas aufgesetzt und zu abgedreht. So verwandeln sich manche Menschen, welche Spiralen auf dem Rücken haben, zu Schnecken und der “Fluch der Spirale” zeigt sich ganz offen (so, z. B. beim Tod Shuichis), was allerdings nicht wirklich spannend ist.

Auch das eigentliche Rätsel des gesamten Films bleibt bis zum Schluß ungelöst. Wie bei vielen japanischen Filmen endet auch dieser, mit einem für Europäer unbefriedigenden Ende. Der Grund für den “Fluch der Spirale” wird in keiner Weise aufgeklärt. Das Thema des Films - die Spirale - ist allerdings allgegenwertig. Und oft entdeckt man sie nur beim zweiten hinsehen. Obwohl der Film gegen Ende etwas an Spannung verliert bin ich der Meinung, dass er äußerst sehenswert ist und sicherlich zu den Top-Filmen des japanischen Horror-Genres gehört.

Doom

18.06.06

Doom ist genau das Richtige, wenn man nach einem geistig anspruchvollen Tag, nichts weiter sucht, als Zerstreuung und sinnlose Berieselung. Allerdings sollte man darauf achten, ohne irgendwelche Erwartungen an diesen Film heran zu gehen. Denn dann läuft man auch nicht Gefahr, in irgendeiner Form enttäuscht zu werden.

Doom - Der FilmDie Handlung ist alles andere, als Anspruchsvoll und auch Gruselstimmung kommt nicht wirklich auf. Mit dem Spiel vertraut zu sein, läßt bei der Umgebung und den Monstern zumindest ab und an humorvolle Wiedererkennungsmomente aufkommen. Allein bei der BFG, im Film liebevoll “Big Fuckung Gun” genannt, haben sich die Filmemacher, meiner Meinung nach, zu sehr am Spiel orientiert. Das hätte man sich auch sparen können.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Story vom Film definitiv besser ist als vom Spiel. So ist es eben nicht so, dass sich einfach nur die Hölle aufgetan hat und unsere Helden nichts besseres zu tun haben, als den diabolischen Schergen den Garaus zu machen.

Der eigentliche Hintergrund ist, dass die Forscher, auf dem Mars, Überreste einer untergegangenen, humanoiden Alienkultur gefunden haben. Dabei wurde festgestellt, dass die Aliens 1 Chromosom mehr besaßen, als die Menschen. Was sie zu einer art “Supermensch” werden ließ. Allerdings auch die Umstände ihres Untergangs weiter mystifiziert. Wie sich schließlich herausstellt, ist es den Wissenschaftlern gelungen, dieses eine “Superchromosom” zu extrahieren. Als dieses an, zum tode verurteilten Massenmörder getestet wurde, nahm das Unheil seinen Lauf. Denn aus Infizierten werden nicht nur “Supermenschen”, sondern all zu oft auch “Supermonster”.
Selbstverständlich kommt der eigentliche Held des Films in die unabwindbare Situation, sich dieses Chromosom zu injizieren. Und wie es der Zufall so will erzielt es auch noch die erwünschte Wirkung und er beginnt, den Monsterhorden einzuheizen. Erwähnenswert ist, dass dies dann vollkommen in der Egopersbektive geschieht (ja, das Spiel läßt grüßen), bis es zum Endkampf kommt.

Kurzum: Wenn man das Spiel kennt und nicht wirklich Wert auf Tiefgang legt (das Gehirn abschalten will) ist Doom genau der richtige Film!