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Japanerinnen

Dieser Blogbeitrag wird sicherlich viele meine Leser interessieren. Aber ich werde an dieser Stelle keine Namen nennen. ;) Denn zu den Dingen, die ich definitiv vermissen werde, gehoeren die Japanerinnen.

Alles beginnt mit den Schulmaedchen. Denn diese sieht man in ihren Schuluniformen jeden Tag - auch am Wochenende - und zu jeder Zeit. Anfangs sind Japanerinnen klein und zierlich. Doch sobald die Pubertaet einsetzt werden viele unfoermig und pummelig. In der Regel gleicht sich das jedoch mit der Zeit aus und es bildet sich genau das Fahrgestell heraus, welches westliche Maenner begeistert und westliche Frauen vor Neid erblassen laesst. So manche Oberschuelerin, welche mit ihrem hochgekraempelten (kuerzeren) Rock, den langen schwarzen Haaren bis zum Arsch und dem Handy in der Hand an einem vorbeistolziert, koennte direkt aus einem Werbeplakat oder einem Manga entsprungen sein.

Grundsaetzlich wird in Japan jeder nur erdenliche Stil zelebriert und in vielen Faellen auch kreiert. Die Lebensdauer solcher Modeerscheinungen kann jedoch sehr stark variieren. Fuer den Fall von Tokyo kann man unter anderem 2 grosse Gruppen ausmachen: Das Shibuya Girl und das Ginza Girl.
Das Shibuya Girl ist oft bunt und flippig gekleidet. Mir persoenlich gefaellt das Outfit. Im Gegensatz zu westlichen Frauen, welche oft das Wort “Nuttig” zur assoziation heranziehen. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Spektakel im 109 nicht entgehen lassen. Dem beruehmten Maedchen Kaufhaus. Als einzelner Mann fuehlt man sich zwar schnell deplaziert. Aber interessant ist es allemal.
Dagegen ist das Ginza Girl gesetzter, eleganter und vor allem teurer gekleidet. Aber keinesfalls weniger sexy. Wer uebrigens wissens moechte wo das Geld, welches auf der Ginza ausgegeben wird verdient wird, der soll einfach mal bei Tokyo Station aussteigen. Dort sitzt das Geld und man fuehlt sich wie an der Wall Street.

Die japanischen Frauen haben ihren westlichen Kolleginen etwas voraus: Sie tragen gerne und oft (kurze) Roecke. Es mag vielleicht damit zusammen haengen, dass die Schuluniformen mit Roecken sind. Aber was auch immer der Grund ist, ich unterstuetze diesen Trend, der die Weiblichkeit betont.
Des weiteren muss ich sagen, dass der Anteil huebscher Japanerinnen, vergleichen mit Frauen aus Europa, hoeher ist. Der Grund dafuer ist wahrscheinlich wechselseitig. So tragen japanische Frauen gerne knappe, sexy Outfits. Und wahrscheinlich fuehrt das wesentlich gesuendere Essen dazu, dass Japanerinnen in der Regel schlank sind. Dieses wiederum beguenstigt das Tragen weiblicher und aufreizender Kleidung, da diese dann einfach besser passt und das gesamtbild perfekt ist.
Dies darf durchaus als Warnung an die ganzen haesslichen, meist dicken und unbeliebsten westlichen Frauen angesehen werden, welche Anime moegen und daher versuchen japanische Outfits zu tragen. Lasst es einfach, es hat keinen Zweck!

Ihre Groesse und die ihrer Brueste sind das, was die japanischen Frauen selbst als Defizit betrachten. Weshalb natuerlich mit allen Tricks gearbeitet wird und das gezeigte Bein laenger und das Dekolte ueppiger erscheinen zu lassen. Vorallem die hohen Schuhe haben mich zu so manchem Schmunzler veranlasst. Denn als wenn es nicht ohnehin schon irgendwie witzig anmuten wuerde, wenn Japanerinnen “rennen”. So verwandelt sich das ganze in eine Hopserei, welche Proportional zur Hoehe der getragenen Absaetze ist. Ein Kaengere ist nichts dagegen. ;)

Etwas merkwuerdig ist auch das mit den Beinen. Oft moechte man meinen, dass halb Japan unter einer kollektiven Beinfehlstellung leidet. Jedoch scheinen die X-Beine in der Regel gewollt zu sein. Ich weiss nicht warum, habe aber eine Theorie: Japanerinnen versuchen immer kawaii (suess) zu sein. Und vielleicht soll dies genau dadurch unterstrichen werden. Aehnlich verhaelt es sich mit der Augen OP um grosse (westliche) Augen zu bekommen. Diese zaehlen in Japan auch als suess, wie man unschwer an Anime und Manga erkennen kann.

Zum Wesen der Japanerinnen: Diese sind oft scheu und die Kontaktaufnahme gestalltet sich insbesondere in der U-Bahn, wie oft geschlafen oder der Blick nicht vom Handy abweicht, als schwierig. Aber auch hier bestaetigt die Ausnahme die Regel. Und westliche, schlanke Maenner haben oft bessere Chancen als Japaner selbst. Zumindest, wenn man den Erstkontakt ueberwunden hat. Ein paar Brocken Japanisch sind dabei oft hilfreich.

Klock klock, klock klock, klock klock

Dieses Geraeusch der Geta, welches meine Gastmutter mit “Good Sound” umschreibt habe ich heute den ganzen Tag gehoert. Dementspraechend tun mir meine Fuesse im Moment weh. Aber das war es trotz allem wert. So meinten vorallem die Japanerinnen, dass mir der Yukata stehen wuerde. Und selbst Touristen haben mich auf der Ginza photographiert. ^_^ Aber von Anfang an…

Kame und ich haben uns am Kaminari-mon. Da das Samba Festival bereits im follen gange war, war es natuerlich dementsprechend voll und tausende von Leuten saeumten den Weg der Parade. Irgendwann haben wir uns dann in den Asahi Tower - von dem man uebrigens einen hervorragenden Blick auf die Baustelle des Tokyo Sky Tree hat - abgesetzt und ein kuehles Bier getrunken.

Spaeter fuehrte uns unser Weg ueber die Ginza - welche am Wochenende eine grosse Fussgaengerzone ist - und anschliessend nach Toyosou. Dort haben wir unter anderem ein Feuerwerk angeschaut und gut zu Abend gegessen.

Morgen treffe ich mich mit Kame in Roppongi. Aber wahrscheinlich ohne Geta und Yukata, damit sich meine Fuesse erstmal erholen koennen. ;)

Bilder und Videos folgen wie immer bei Gelegenheit.

M-Bag

Dank Yvonne weiss ich nun, dass “M-Bag” die guenstigste Methode ist, um Dokumente, Zeitschriften oder Buecher von Japan aus zu versenden. Das Papier kommt dabei in eine Box und die Box wiederrum ein einen Postsack (”M-Bag”). Doof nur, dass nicht jede Poststelle diese Art Sendung akzeptiert.

Zu meinem Unglueck ist Tokyo Station im Moment eine einzige Baustelle und auch einige umliegende Gebaude sind davon betroffen. Unter anderem die zentrale Poststelle, welche sich irgendwie verteilt hat. Leider konnte mir niemand sagen, wo genau ich diese nun finden kann. Was dazu fuehrte, dass ich dutzende Leute gefragt habe - und jedesmal erklaeren musste, dass ich keinen Bankautomaten suche und auch kein Geld wechseln moechte - und kreuz und quer durch das Viertel und bis nach Otemachi gefuehrt hat. Und als ich dann endlich eine Poststelle gefunden hatte, war diese selbstverstaendlich zu klein. Also habe ich nach 1 Stunde vergeblicher Suche aufgegeben und mich in den Zug nach Higashi-Ginza gesetzt. Dort - so wurde mir gesagt - solle es naemlich eine groessere Poststelle geben. Ich habe sie auch gefunden. Nur war sie doch zu klein und das Wort “M-Bag” vollkommen unbekannt. Also ging meine Odissey zu Fuss weiter, bis nach Ginza. Etliche Poststationen, viele Hilfreiche Personen und unzaehliche Kilometer spaeter habe ich dann tatsaechlich das Hauptpostzentrum Ginza gefunden und dort kennt man sogar “M-Bag” als Befoerderungsmoeglichkeit. Und mit der Haltestelle Shiodome ganz in der Naehe, wird auch der Transport des Pakets nicht all zu schwer. Der Heimtransport ist also gesichert. Hat nur etwas ueber 3 Std. gedauert und nun tuen mir die Fuesse weh. ^_^

Tokyo bei Nacht

Als wenn Tokyo (東京) - falls es noch nicht jeder bemerkt hat: Ich ziehe die englische der deutschen Schreibweise vor - an sich nicht schon ein einziges Lichtermeer wäre, sticht Ginza (銀座) noch einmal besonders hervor.

Tokyo

Danke für das Foto, Herbert!