Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Little Tokyo in Fulda

30.10.08

Es kann gut sein, dass sich meine Lieblingslokation bald von der Chi Chi Bar an den Gemüsemarkt verlagert. Denn in den Räumlichkeiten, welche vorher Icontro und Moccacino beherbergte entsteht momentan ein japanisches Restaurant, welches den klangvollen Namen Little Toyko tragen wird. So kann Fulda endlich lernen, dass die japanische Küche viel mehr zu bieten hat als nur Sushi. Bleibt zu hoffen, dass sich das Geschäft auch lohnt und nicht etwa wegen Kundenmangel wieder zu machen muss. Denn ich kann da ja leider nur am Wochenende essen. ^_^

Verstaubt wie eh und je

03.11.07

Nachdem ich meine erste Anfrage bekommen habe, ob ich nicht über ein bestimmtes Thema bloggen könnte (danke Resi), will ich meinen geneigten Lesern diesen Gefallen hiermit gerne tun.

Fulda ist schwarz. So schwarz, dass selbst SPD Politiker (die ich an dieser Stelle nicht namendlich nennen werde) unter der Hand zugeben, dass sich an der Übermacht der CDU wohl nie etwas ändern wird. Dementsprechend verwurzelt sind viele Menschen auch mit der Kirche. Doch auch dies nimmt mitunter sehr merkwürdige Formen an. Ich persönlich bin ja froh, dass ich als Evangelischer noch nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, aber das nur am Rande.
In der Vergangenheit gelangte Fulda schon des öfteren deutschlandweit zu Berühmtheit. Egal, ob nun durch provokante Werbung (Sixt), Leichenschändung, reaktionäre Äußerungen Bischof Johannes Dybas order irgendwelchen irren Talkshowgästen (Hulda aus Fulda), die Reaktion vieler Einwohner auf die Frage ihrer Herkunft waren stets ausweichend: “Aus der Nähe von Frankfurt”.

Seit dem Tod Bischof Dybas schien es jedoch ruhig um Fulda geworden zu sein. Zumindest so lange, bis sich die Gemeinde Künzell dazu erdreitet hatte das Musical “Nase, Bauch und Po” aufführen zu wollen. Dabei handelt es sich um ein Stück, welches Kindern spielerisch das Tabuthema Sexualität näher bringen soll. Außerdem sei erwähnt, dass dieses Stück der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits seit 4 Jahren durch Deutschland tourt und nur positive Kritiken bekommen hat.
Um so rätselhafter erscheint es da, dass Bischof Algermissen etwas gegen dieses auszusetzen hat. Aber nicht nur, dass er angesichts immer früherer sexueller Aktivitäten von Kindern gegen eine frühe Aufklärung zu sein scheint. Nein, er hat auch noch zum Boykott aufgerufen. Dies hat natürlich dazu geführt, dass einige Katholische Kindergärten ihren geplanten Besuch umgehend abgesagt haben. Und ich bin mir sicher, dass es auch die ein oder anderen verstörten Eltern gegeben hat, die diesem Beispiel gefolgt sind.

Im Endeffekt wurde dadurch wiedereinmal die erschreckende Erkenntnis untermauert, welche Macht die Kirche in Fulda immernoch ausüben kann und dass es auch Bischof Algermissen versteht anzuecken. Aber bis er es das Format eines Johannes Dyba erreicht, muss er noch viel üben.

Namensänderung

09.11.06

Angeblich zum Wohle der Hochschule und im Interesse der Studierenden wurde eine Namensänderung von Fachhochschule Fulda in Hochschule Fulda beschlossen. Diese Änderung und die Veränderung des Grüntons hat zur Folge gehabt, dass sämtliche Broschüren, Schilder, Briefköpfe, Texte, Fahnen und sonstige öffentliche Präsentationen geändert bzw. ersetzt werden mussten. Das ganze hat Kosten im fünfstelligen Bereich verursacht.

Logo FH FuldaNatürlich liegt es in der Logik der öffentlichen Bürokratie, Gelder, welche noch nicht ausgegeben wurden, noch in irgendeiner Form zu verwenden, um zu verhindern, dass diese beim nächsten Etat gekürzt werden. Aber auch, wenn wir - die Studierenden - uns grundsätzlich nicht über die Ausstattung an unserer Hochschule beklagen können, kann mie niemand erzählen, dass diese Gelder nicht hätten sinnvoller angelegt werden können. So hätte unsere Bibliothek sicherlich von neuen Büchern und das ein oder andere Gebäude von einem neuen Anstrich profitiert.

Logo HS FuldaDas Interessanteste ist allerdings, dass sich der AStA in keiner Weise zu dieser Namensänderung geäußert hat. Ganz im Gegenteil: So habe ich nun erfahren, dass der AStA sogar aktiv an dieser Namensänderung mitgewirkt hat. Auf der anderen Seite wird aber kräftig gestreikt und gegen die bevorstehenden Studiengebühren protestiert. Diese sollen ja - zumindest laut offizieller Aussage - den Hochschulen zu Gute kommen. Das damit zu rechnen ist, dass entsprechende Zuschüsse vom Land gekürzt werden ist, ist wieder eine ganz andere Sache. Wie kann es also sein, dass diese Allgemeine Verschwendung kommentarlos gebilligt wird? Wahrscheinlich ist der eigene Geldbeutel doch näher als das Interesse aller Studierenden.

Offender Streik

01.11.06

Zum Glück hat der Teilstreik endlich ein Ende gefunden und wurde nicht verlängert. Statt dessen wird es nun nächste Woche, von Dienstag bis Donnerstag, einen “Offenen Streik” geben. Was im Endeffekt nur bedeutet, dass die Gebäude normal geöffnet bleiben und es einige Studenten gibt, welche nicht zu ihren Lehrveranstaltungen gehen werden um sich an irgendwelchen Aktionsgruppen zu beteiligen. Weshalb man für soetwas eine “Vollversammlung” braucht ist mir zwar schleierhaft. Aber solange dadurch niemand mehr gestört wird können die Streikbefürworter von mir aus gerne machen, was sie wollen. Jedem sein eigenes Defizit.

Nachtrag: Wie mir nun von einem Anwesenden berichtet wurde, war diese “Vollversammlung” eine ziemliche Blamage für den AStA. Nachdem Wortmeldungen von Studenten, welche sich gegen den Streik aussprechen und diesen gesamten Aktionismus in Frage stellen wollten vom AStA unterbunden worden wurden, habe es Pfiffe und Buhrufe gehagelt. Dementsprechend scheint dieser “Offener Streik” nichts weiter als verblendete Schönrederei zu sein, da die überwältigende Mehrheit der Studenten gegen weitere Streiks ist.