ファイナルファンタジー XIII
Die Welt Gran Pulse wird von einer künstlichen Sphäre namens Cocoon umkreist. Die beiden Welten werden von den fal’Cie - mächtigen Maschinen, welche bestimmte Aufgaben erfüllen (z. B. Cocoons künstliche Sonne) - beherrscht. Die fal’Cie können die Menschen zu ihren direkten Dienern machen, indem sie diese in l’Cie verwandeln und ihnen eine Aufgabe (Focus) erteilen. Erfüllt ein l’Cie seinen Focus rechtzeitig verwandelt er sich in einen Kristall und erlangt, der Legende nach, ewiges Leben. Scheitert er jedoch, verwandelt er sich in einen Cie’th, ein hirnloses Monster. Die l’Cie haben Visionen, die sich interpretieren müssen um herauszufinden, was ihr Focus ist.
Vor hunderten von Jahren tobte ein Krieg zwischen Gran Pulse und Cocoon, der sogar dazu führte, dass Cocoons Hülle beschädigt wurde. Die Schäden wurden zwar schon lange beseitigt, doch seit dieser Zeit leben die Menschen in Cocoon in Angst und Schrecken vor Gran Pulse.

Durch die Verstrickung verschiedener Umstände (die in vielen Rückblenden erzählt werden) werden die Charaktere in l’Cie verwandelt. Sie werden zu gejagten ihrer eigenen Regierung und müssen schnell feststellen, dass in ihrer Welt nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die fal’Cie, welche sich immer als Beschützer der Menschen präsentiert hatten, wollen die l’Cie dazu zu nutzen Cocoon zu zerstören. Sie erhoffen sich dadurch die Rückkehr ihres eigenen Schöpfers. Die Charaktere setzen nun alles daran, diesen Plan zu vereiteln.
Ich bin alles andere als ein Fan der Final Fantasy Reihe und jedem sollte inzwischen klar sein, dass das Spiel dem Hype, der darum gemacht wurde nicht einmal ansatzweise gerecht wurde. Es ist sicherlich kein schlechtes Spiel. Aber auch nicht der große Wurf, als der es verkauft wurde. Zugegeben, die Videosequenzen sind umwerfend und auch die Spielegrafik sieht bombastisch aus. Dazu kommt ein erstklassiger Soundtrack, der einfach ins Ohr gehen muss. Aber in viel wichtigeren Bereichen kann Final Fantasy XIII leider nicht punkten, da entweder schwere Design-Fehler gemacht wurden oder andere Spiele einfach zeigen, wie es besser geht.

Nehmen wir zum Beispiel das Kampfsystem: Furchtbar trifft es nur ansatzweise.
Jeder Charakter bekommt ein Paradigma, das bestimmt, welche Rolle er oder sie im Kampf übernimmt und welches jederzeit gewechselt werden kann. Man steuert dann jedoch nur noch den Gruppenanführer während der Rest autark kämpft. Wobei steuern im Grunde zu viel gesagt ist, da man nichts weiter macht als die vorgeschlagenen Aktionen zu bestätigen.
Das ganze soll mehr Action bringen… von der ich allerdings nichts viel merke. Klar, auf dem Bildschirm kracht es ununterbrochen und man weiß gar nicht, wohin mal vor lauter Farben, Effekte und Schadenszahlen schauen soll. Aber für den Spieler verkommt ein Kampf zum monotonen Drücken der X-Taste und dem gelegentlichen Wechseln von Paradigmen. Resonance of Fate macht da einiges besser und ist sowohl innovativer als auch taktischer.
Das Craftingsystem ist unglaublich dämlich. Es fängt schon damit an, dass man grundsätzlich nur Waffen findet, die schlechter sind, als die, die man bereits hat. Nun hat man die Möglichkeit jede Menge gefundene Items (die sich aber nur durch den Wert an EP, den sie einer Waffe geben, unterscheiden) zu nutzen um ihr Level zu erhöhen. Höhere Level bedeutet höhere Werte und vielleicht auch andere Boni. Und genau hier liegt das Problem: Beim “vielleicht”. Ich finde eine Waffe, die - wenn ich genügend Item rein butter VIELLEICHT besser ist als die, die ich gerade habe. VIELLEICHT auch nicht, wenn ich die Gegenstände weiter in die Waffe packe, welche gerade verwendet wird. Doch VIELLEICHT ist sowieso beides Schwachsinn, wenn ich später noch eine andere Waffe finde, die VIELLEICHT noch besser sein könnte.
Muss man sich erst das verdammte Lösungsbuch kaufen, damit man weiß, was die Waffen, die man findet, überhaupt können? Hier zeigt Star Ocean: The Last Hope auf eindrucksvolle Weise, wie ein gutes Craftingsystem auszusehen hat.

Und zu guter Letzt: Die Story. Wenn ich an die mitreißenste und beste Story eines JRPG in den letzten Jahren denke, dann denke ich an Fragile Dreams: Farewell Ruins of the Moon; aber nicht an Final Fantasy XIII.
Die ganzen Final Fantasy Fanboys erzählen einem immer und immer wieder, dass das Spiel besser werden würde, wenn man sich endlich frei bewegen könne. Ist nur leider nicht so. Man rennt die meiste Zeit durch schlauchartige Levelgebilde. Es kommt dann zwar ein kurzer Abschnitt, in dem man sich frei bewegen kann und von einer Quest zur nächsten hetzt, aber danach geht es wie gewohnt weiter. Ich habe nichts gegen das Leveldesign und auch, dass die Geschichte linear ist stört mich nicht. Aber ich bin kein Fan von interaktiven Filmen und genau so kommt mir das Spiel leider vor. Statt an der Geschichte zu partizipieren und sie mit zu gestalten hetzt man von einer zur nächsten aufgeblasenen Videosequenz, in der alles abgehandelt wird.
Da ein wirklich gutes Spiel mehr enthalten muss als gute Graphik und Musik ist Final Fantasy XIII keins. Klar gibt es schlechtere JRPGs; aber eben auch genug, die besser sind. Vor allem meine Kritik an der Story gibt mir zu denken. Denn es kommt mir fast so vor, als hätte Square Enix verlernt, wie man eine gute Geschichte erzählt. Final Fantasy XIII-2 wird zeigen, ob aus den Fehlern gelernt wurde oder nicht. Wobei ich allerdings leider glaube, dass die Zeiten von Square - ohne Enix - als sie noch echte Meisterwerke wie Chrono Trigger oder Secret of Mana produziert haben, endgültig vorbei sind.
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