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Ich war noch nie wirklich für Rocky zu begeistern. Weshalb ich auch nicht dazu zu bewegen war mir Rocky Balboa im Kino anzuschauen. Anders jedoch bei der Rambo-Reihe. Daher habe ich es mir nicht nehmen lassen den 4. Teil direkt zum Deutschlandstart anzuschauen. Und ich kann sagen, dass es Sylvester Stallone mit über 60 Jahren immernoch voll drauf hat und das Musterbeispiel eines Actionhelden abgibt.
John Rambo (Sylvester Stallone) lebt in Thailand als Schlangenfänger und Bootskapitän. Eines Tages kommt eine kleine Gruppe (weltverbessernder) Missionare auf ihn zu und bittet ihn, sie mit seinem Boot in das Nachbarland Birma zu bringen. Sie wollen Lebensmittel und Medikamente in das seit Jahren durch einen Bürgerkrieg zerrüttete Land bringen. Nach anfänglich ablehnender Haltung wird er schließlich doch noch von Sarah Miller (Julie Benz) dazu überredet, die Gruppe zu transprotieren. Auf ihrem Weg werden sie von Piraten überfallen, welchen Rambo schnell und effizient den Gar ausmacht.
Einige Zeit nach dem Absetzen der Missionare und seiner Rückehr nach Thailand wird Rambo von einem Pastor darüber informiert, dass der Kontakt zu den Missionaren, welche bereits längst zurück sein sollten, abgebrochen ist. Denn diese wurden zwischenzeitlich von der birmesischen Armee gefangen genommen als diese das Dorf, in dem die Missionare tätig waren, bis auf die Grundmauern niedergebrannt und ein Massaker unter der Bevölkerung angerichtet hat. John Rambo wird also erneut mit der Aufgabe betraut nach Birma zu reisen. Diesmal jedoch um eine Gruppe Söldner welche die Missionare retten sollen dort abzuliefern. Schnell müssen diese Söldner - welche ihr Handwerk verstehen aber nicht an das Format eines John Rambo heranreichen - feststellen, dass Rambo mehr als nur ein einfacher Bootsmann ist. So beschließen sie heimlich und gemeinsam in das Militärlager einzudringen und die Geiseln zu retten. Die Rettung gelingt und es beginnt die Flucht vor der Armee durch den Jungle Birmas.
Bei manch einem mag der Film vielleicht die Frage aufwerfen ob so viel Gewalt in einem Film denn wirklich nötig ist. Keine Frage, es handelt sich um eine 90 minütige Orgie der Gewalt in der fast ununterbrochen reichlich Blut fließt und diverse Körperteile in Großaufnahme abgetrennt werden. Menschen, egal ob Männer, Frauen oder Kinder werden auf die brutalste Weise vergewaltigt, verstümmelt und abgeschlachtet. Wobei allerhand an Waffen und Kriegsgerät zum Einsatz kommt: Macheten, Bajonette, Mörser, Schußwaffen aller Art und jedes Kaliebers, Minen und noch einiges mehr. Selbst Schweine steuern ihren Beitrag zur Erhöhung der Brutalität, des Schreckens und des Ekels bei. Ich würde jedoch sagen, dass dieser Film gerade durch all seine unverblümte Gewalt zeigt, was Krieg bedeutet. Denn auch wenn wir uns heutzutage gerne einzureden versuchen, dass Kriege humaner geworden wären möchte ich dies bestreiten.
Übrigens ist die deutsche Kinoversion trotz aller Brutalität geschnitten. Auf Anhieb sind mir 4 Szenen aus dem ungeschnittenen US-Trailer aufgefallen, welche in der deutschen Fassung fehlten oder so (gewaltvoll) nicht vorgekommen sind.

Sechs Freunde sind auf dem Weg zur Hochzeit einer Freundin. Unterwegs machen sie Halt in der verschlafenen Kleinstadt Lovelock um zu übernachten und lassen sich in der Privatpension von Mr. Wise (David Carradine) nieder. In der Nacht müssen sie entsetzt feststellen, dass der französische Koch ermordet wurde. Außerdem erleidet Mr. Wise kurz darauf einen Herzinfarkt und stirbt. Unverzüglich alarmieren sie den ortsansässigen Sheriff (Jeffrey Dean Morgan), welcher mit den Ermittlungen beginnt und die Gruppe an einer baldigen Weiterreise hindert.
Sara (Ever Carradine) und Christian (Jeremy Sisto) begeben sich ins Stadtarchiv um mehr über Mr. Wise und sein Gasthaus in Erfahrung zu bringen. Dabei stellt sich heraus, dass Mr. Wise die Leiche seines eigenes Sohnes exhumiert und ein dunkles ritual durchgeführt hat um den Geist seines Sohnes in eine kleine Holzschatulle zu sperren.
Währenddessen muss Johnny (Oz Perkins) feststellen, dass er von seinen Freunden aus dem Haus ausgesperrt wurde und versucht mit einer Leiter durch ein Fenster im ersten Stock zu klettern. Dabei stößt er unbeabsichtigt die Schatulle um und wird von dem bösartigen Geist besessen, welcher nun mordend durch die Stadt zieht. Zu allem Übel ist dieser mit Hilfe der Schatulle auch noch dazu in der Lage weitere besessene Menschen zu erschaffen, welche ihm bedingungslos folgen.
Der Film ist sehr witzig und qualitativ hochwertiger als der Durchschnitt des Genre. Dabei ist die musikalische Untermalung wie der gesamte OST erstklassig und stimmig (Country passt einfach zu Zombiefilmen!). Insbesonders die drei Lieder, welche von Zachariah Selwyn, dem Lead Singer von Zachariah and the Lobos Riders beigesteuert wurden sind sehr gut. Dabei wird die Handlung sehr schön durch Szenen eines singenden Cowboys (Zachariah) zusammengehalten, was den Comedyanspruch unterstreicht und der Stimmung zuträglich ist. Selbstverständlich fließt auch literweise Blut und Dead & Breakfast geizt nicht mit brutalen Szenen. Weggeschossene oder mit einer Kettensäge abgetrennte Köpfe sind eine Selbstverständlichkeit. Was ich jedoch seltsam finde ist, dass es der Film bei all der Gewalt irgendwie geschafft hat, als FSK 16 eingestuft zu werden.
Die deutsche DVD glänzt mit vielen Extras. Darunter ein alternativer Abspann, Outtakes und Audiokommentare der Darsteller.
Dead & Breakfast bietet eine solide B-Movie-Horror-Comedy. Diese kann zwar nicht an das Format eines Planet Terror heranreichen ist meines Erachtens aber besser als Shaun of the Dead.

Geschrieben am 11.01.08 um 2:05 Uhr in
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Anna Khitrova (Naomi Watts) arbeitet als Krankenschwester in einem Londoner Krankenhaus. Eines Tages wird ein blutüberströmtes, schwangeres, junges Mädchen eingeliefert. Zwar gelingt es den Ärzten das Kind zu retten. Doch die Mutter stirbt bei der Geburt. Einziger Anhaltspunkt auf die Identität der Mutter ist ein kleines Tagebuch. Mit diesem versucht Anna, in der Hoffnung mögliche Verwandte ausfindig zu machen, Nachforschungen anzustellen. Da dieses jedoch in russisch verfasst ist, ist Anna nicht in der Lage es zu lesen. Sie findet jedoch die Visitenkarte eines russischen Restaurants und beschließt, dieses aufzusuchen.
Der Besitzer ist ein älterer Herr namens Semyon (Armin Mueller-Stahl), der sich bereiterklärt das Tagebuch zu übersetzen, weshlab er von ihr Kopien der Tagebuchseiten erhält. Anschließend wendet er sich an Anna und bittet sie, ihm das Tagebuch auszuhändigen, da dieses seinen Sohn Kirill (Vincent Cassel) belasten würde. Inzwischen hat jedoch auch Annas russischer Onkel Stepan (Jerzy Skolimowski) angefangen, dieses zu lesen und ist dabei auf schreckliches gestoßen.
Wie sich nämlich herausstellt war die junge Mutter gerade einmal 14 Jahre alt und in der Gewalt der russischen Maffia, dessen Oberhaupt Semyon selbst ist. So gerät Anna in einen Strudel der Gewalt und der verworrenen Machtverhältnisse innerhalb der Mafia…
Für alle - wahrscheinlich hauptsächlich weiblichen - Fans von Viggo Mortensen aka Aragorn aus Herr der Ringe sei erwähnt, dass der Film über eine ausgedehnte Sauna-Kampfszene verfügt, in der man wirklich alles sieht.
Grundsätzlich würde ich sagen, dass Tödliche Versprechen gut ist. Er hat einige sehr gute Höhepunkte und kann die Spannung kontinuierlich halten. Leider schwächt er am Ende sehr stark ab und man erwartet einfach mehr. Dabei wird mit Blut und brutalen Bildern nicht gegeizt.
Die Besetzung ist sehr gut. Neben Armin Mueller-Stahl glänzen vorallem Vincent Cassel und Viggo Mortensen in ihren Rollen als russische Gangster. Lediglich der Charaktär der Anna wirkt irgendwie hohl und es mutet sehr unrealistisch an, wenn diese vor Semyon Restaurant, auf offener Straße, gegen den Mafiaboss persönlich wettert.
Mein fazit: Tödliche Versprechen ist durchaus sehenswert ist. Aber nicht unbedingt auf der Kinoleinwand.

Der durch seine Kindheit psychisch gestörte Polizist Joe Singer (Günther Ziegler) hält während seines Streifendienstes ahnungslose Frauen an, verschleppt sie in ein Lagerhaus (in dem er zufällig auch noch wohnt), bringt sie um und beseitigt anschließend die Leichen, indem er sie vergräbt oder versucht im Meer zu versenken. Sein junger Partner Vitalio (Brandon Dean) muss während eines Mordes immer vor dem Lagerhaus warten. Er ahnt zwar etwas (dank dem Verschwinden der Frauen und der schweren Sporttaschen, die sein Partner anschließend immer in den Kofferraum des Wagens legt), traut sich aber nicht seinem Vorgesetzten darüber zu berichten, da er keinen Kollegen anschwärzen will (Zur Erinnerung: Wir reden hier von Mord).
Als Joe die junge Rumänen Romy (Martina Bottesch) als sein nächstes Opfer auswählt, ahnt dieser nicht, dass sie von einem Voodoo-Zauber “beschützt” wird. Als Ergebnis erwacht sie (und merkwürdigerweise auch die anderen Opfer) nach ihrem Tod als Untote wieder zu neuem Leben. Die erwachten und nicht einmal ansatzweise verschmutzen oder verfaulten (Zur Erinnerung: Sie wurden vergraben) Frauen bringen (äußerst unspektakulär) zwei ahnungslose Männer um, um an ihre Autos zu kommen und mit diesen zurück in die Stadt zu fahren. Es dauert anschließend noch eine Weile, bis sie schließlich auf die Idee kommen an Joe Singer Rache zu nehmen.
Selten habe ich so einen schlechten Film gesehen. Die Story ist haarstreubend schlecht und langweilig. Das Cover des Films hat rein garnichts mit diesem gemein. Bei 81 Minuten längen tauchen die Zombies erst zur 50. Minute auf und sind alles andere als das, was das Cover verspricht oder was man erwartet. Sprechende, autofahrende Frauen mit Lidschatten im Gesicht, der wohl mit einer Spachtel aufgetragen wurde, sind nunmal keine Zombies. Aber nicht nur an der Maske wurde offenbar gespart. Oder wäre es zu viel verlangt, dass die Polizei in Uniform auch in Polizeiautos durch die Gegend fährt? Das Autos Kopfstützen besitzen? Oder das man als Polizeistation nicht irgendeinen schäbiger Keller ohne Fenster, aber dafür mit ausreichend Gas- und Wasserrohren, vorgesetzt bekommt?
Nicht mal als Komödie taugt dieser Film. Die Dialoge sollen wohl witzig sein, sind aber eher brechreizerregend schlecht (vor allem, wenn man erfährt wie dieser Film zu seinem Titel kommt). Genauso, wie die schauspielerische Leistung und die deutsche Synchronisation, welche an manchen Stellen sehr an Sinnlos im Weltraum erinnert.
Es handelt sich also um einen langweiligen möchtegern-Zombiefilm ohne Spannung, Witz und - was das schlimmste ist - ohne Zombies. Wer kann sollte einen großen Bogen um dieses Trauerspiel eines Films machen.
Geschrieben am 20.12.07 um 0:21 Uhr in
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In der Welt des Goldenen Kompass ist nicht der menschliche Körper der Sitz der Seele sondern ein Tierwesen (Dämon genannt), welches jeden Menschen begleitet. Diese Welt wird jedoch von dem Magisterium kontrolliert, welches als autoritäres Machtorgan abweichende Ideen und Erfindungen unterdrückt.
Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ist ein zwölfjähriges Mädchen, welches im Jordan College in Oxford lebt und dort großgezogen wird, da ihr einziger noch lebender Verwandter - Lord Asriel (Daniel Craig) - oft auf langen, wissenschaftlichen Entdeckungsreisen ist. Als sich dieser, gegen den Willen des Magisteriums, erneut auf eine Reise in den hohen Norden begibt taucht die mysteriöse Mrs. Coulter (Nicole Kidman) auf, welche ebenfalls in Richtung Norden aufbrechen und von Lyra begleitet werden möchte.
Kurz vor ihrer Abreise erhält Lyra vom Direktor der Schule noch einen Alethiometer. Der letzte Goldene Kompass, welcher nicht in die Hände des Magisteriums gefallen ist und mit dem man in der Lage ist die Wahrheit dort zu sehen, wo sie andere verschleiern wollen.
Schon länger verschwinden überall im Land Kinder. Als Lyra herausfindet, dass auch ihr bester Freund Roger Parslow entführt wurde und Mrs. Coulter irgendetwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat, versucht Lyra zu fliehen. Sie wird schließlich von der Volksgruppe der Gypter gerettet und bricht mit diesen Richtung Norden auf, um ihren Freund und die anderen Kinder zu retten. Unterwegs treffen sie auf den Luftschiffer Lee Scoresby (Sam Elliott) und seinen Freund, den Panzerbären Iorek Byrnison. Nachdem Lyra Iorek geholfen hat, seinen Panzer wieder zu erlangen schließen sich beide der Gruppe an.
Im hohen Norden lauern jedoch viele Gefahren. Bösartige Banditen, riesige Eisbärenkrieger und die Soldaten des Magisteriums, welche darauf bedacht sind, dass das Geheimnis der verschwundenen Kinder und was mit diesen geschehen soll, auch ein Geheimnis bleibt.
Ich muss zugeben, dass ich die Bücher nicht gelesen habe aber trotzdem mit niedrigen Erwartungen ins Kino gegangen bin. Zum einen wurden mir bereits im Vorfeld zwei Kritikpunkte berichtet. Nämlich, dass das Buch kein Kinderbuch, der Film jedoch ein Kinderfilm sei. Und das die Kirchenkritik, welches ein Essenzieller Bestandteil der Bücher sei, im Film viel zu kurz komme. Zum anderen hatte ich meine Befürchtungen, dass der Film genauso langweilig und uninteressant wie der erste Teil von Narnia wird, den ich seinerzeit im Kino gesehen und nicht gemocht habe. Um so überraschter war ich am Ende, dass man beim Goldenen Kompass ordentliche Kinokost vorgesetzt bekommt. Die Story ist spannend und interessant erzählt. Die Charaktere gut ausgearbeitet und mit Nicole Kidman, Daniel Craig und Sam Elliott sehr gut besetzt. Einziger Wermutstropfen ist, dass Christopher Lee nur einen sehr kurzen Auftritt hat. Außerdem hat man in der Deutschen Fassung nicht viel davon, dass Ian McKellen die Synchronstimme für Iorek Byrnison ist.
Ich spreche also meine Empfehlung für den Film aus und werde mir auch den zweiten und dritten Teil ansehen. Auch, wenn die Eisbären nicht so süß sind wie Knut. ;-)
Der Junge Banji Suke (Asami) wird von seinem merkwürdigen Vater aufgrund seines femininen Äußeren dazu gezwungen als Mädchen verkleidet auf eine reine Mädchenschule zu gehen. Dort muss er feststellen, welche Gefahren der alltägliche Schulbesuch mit sich bringen kann. Denn diverse Gangs treiben an dieser Schule ihr Unwesen. Als dann die Anführerin der “Strumpfhosen-Gang” von der “Super-nackt-Gang” angegriffen wird fällt der Verdacht auf Banji Suke, welcher von da an gejagt wird. Unter anderem von der “Oben-ohne-Gang” (nur, um noch eine zu nennen *g*).
Oira sukeban (おいら女蛮) bzw. Sukeban Boy basiert auf dem gleichnamigen Manga von Nagai Gō (永井 豪), welcher unter anderem durch seine Werke Shin Devilman (新デビルマン) und Cutie Honey (キューティーハニー) bekannt ist. Ansonsten könnte der Film durch die viele, nackte Haut auch als billiger Softpornostreifen durchgehen, wenn andererseits nicht mit entsprechend viel Kunstblut aufgewarten werden würden. Dabei werden die Szenen im laufe des Films immer abgedrehter. Bis hin zu schießenden Brüsten.
Die Handlung gibt nicht viel her und “trashig” ist als Bezeichnung für diesen Film eigentlich noch untertrieben. Offiziell scheint dieser Film als Parodie gedacht zu sein. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es nicht doch den ein oder anderen Japaner kranken Geist gibt, der das ganze als erotischen Film betrachten würde. Dabei werden so manche Bereiche bedient. Von Lolicon über Futanari bis zum üblichen “nein, nein”. Trotzdem haben wir sehr viel gelacht und wer sich traut, der soll sich ruhig sein eigenes Bild über diesen Film machen. Entsprechend niedrige Hemmschwelle für Asia-Trashfilme vorausgesetzt.
Geschrieben am 30.11.07 um 23:03 Uhr in
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König Hrodgars Königreich wird von dem Troll Grendel heimgesucht. Unfähig, dem Ungetüm Einhalt zu bieten verspricht Hrodgar demjenigen, der sein Königreich von Grendel befreien kann die Hälfte seiner Goldschätze. Diese Belohnung und die Aussicht auf Ruhm und Ehre führen Beowulf und seine Gefährten an die dänische Küste um das Monster zu erlegen. Nachdem sie es mit Gesagt anlocken konnten kommt es zu einem erbitterten Kampf zwischen Grendel und (einem nackten) Beowulf. Beowulf gelingt es, das Monster zu bezwingen und ihm einen Arm abzureißen. Am Morgen nach dem anschließenden Fest muss Beowulf jedoch feststellen, dass ein Großteil seiner Männer von Grendels Mutter, einem rachsüchtigen Dämon, auf bestialische Weise ermordet wurde. So begibt er sich zu ihrer Höhle um sich dem Monster zu stellen. Doch von den Reizen der Dämonen verführt, schließen beide einen dunklen Packt, welcher Beowulf Jahre später wieder heimsuchen soll.
Vorlage für den Film ist das zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert entstandenen angelsächsischen Heldengedicht, welches vom Krieger Beowulf berichtet. Dieser bezwingt den Troll Grendel, seine rachsüchtige Mutter und jahre später sogar einen Drachen um dabei heldenhaft zu sterben.
Die Legende von Beowulf ist ein komplett animierter Film, welcher mit Hilfe der Motion Capture Technik entstanden ist. Wobei Filmgrößen wie Anthony Hopkins (Hrothgar), John Malkovich (Unferth) oder Angelina Jolie (Grendels Mutter) den Figuren Leben und Aussehen verleihen. Leider wirken die Animationen der Figuren trotzdem ab und an hölzern und unrealistisch. Selbst ältere Filme wie Final Fantasy wirken im Vergleich realistischer. Hinzu kommt, dass die Leistungen der Schauspieler durch die Animationen nicht zur Geltung kommen können. Denn was nützt es, Anthony Hopkins für einen Film zu verpflichten, wenn dieser dann nicht sein schauspielerisches Können zum Einsatz bringen kann, da es von Animationen überlagert wird?
Die Handlung des Films orientiert sich im Großen und Ganzen am Original. Aber obwohl noch einiges hinzugedichtet wurde ist die Handlung sehr dünn und schleppt sich schwerfällig, teilweise langatmig von einem Kampf zum nächsten.
Fazit: Man kann sich den Film durchaus anschauen um sich die Zeit zu vertreiben. Einen Kinobesuch ist er jedoch nicht wert.

Geschrieben am 19.11.07 um 18:52 Uhr in
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Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.
Irgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.
Die Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.
Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.
Im Jahre 2005 werden Joe Bauers (Luke Wilson) und Rita (Maya Rudolph) zwei durchschnittliche Exemplare der Spezies Mensch in einem geheimen US-Forschungsprojekt eingefroren. Eigentlich sollte dieser Kälteschlaf auf ein Jahr beschränkt sein. Doch aufgrund unglücklicher Umstände geraten sie in Vergessenheit und erwachen erst 500 Jahre später im Jahre 2505. Die Welt hat sich inzwischen jedoch dramatisch verändert. Die Dummen sind an der Macht und der Planet zerfällt immer mehr. So konsumiert die Bevölkerung beispielsweise kein Wasser mehr, sondern ausschließlich einen Energy-Drink. Und die beliebteste Fernsehsendung ist “Ow! My Balls!”. Wie der Name bereits verrät ist die Ähnlichkeit mit Jackass offensichtlich.
Joe versucht, sich in der ihm vollkommen fremden Welt zurecht zu finden und wird prompt er von der Polizei festgenommen, da er keinen eintätowierten Strichcode besitzt. Dies führt zu einer Begegnung mit dem, was wir eine Karrikatur eines Rechtssystems nennen würden.
Als die Regierung, angeführt von ihrem Präsidenten - einem ehemaligen Rapper, Wrestler und Pornostar - Camacho (Terry Crews) auf Joe aufmerksam wird, da er mit seinem IQ von 100 mit Abstand der intelligenteste Mensch auf dem Planeten ist, wird dieser begnadigt und zum Innenminister ernannt um all ihre Probleme zu lösen. Als sein Vorschlag, die Felder nicht mehr mit dem Energy-Drink sondern mit Wasser zu bewässern nicht zum sofortigen Erfolg führt und millionen arbeitslos werden, fordert ein wütender Mob seinen Kopf. Dies gipfelt in einer Rehabilitation, was gleichbedeutend mit einem Kampf auf Leben und Tod ist. Nur, dass der zu Rehabilitierende - im Gegesatz zu seinem Kontrahenten - keinen Monstertruck fährt.
Idiocracy wurde mir zu Recht empfohlen (danke Dirk). Zum einen handelt es sich um eine sehr gute und witzige Komödie welche viele Eigenarten der amerikanischen (aber leider auch unserer) Gesellschaft auf die Schippe nimmt. Zum anderen ist es eine erstklassige Dystopie von dem, was uns vielleicht noch blühen könnte. Eine Gesellschaft, welche zunehmen verblödet und ausschließlich an Bedürfnisbefriedigung interessiert ist. Nicht mehr in der Lage irgendwelche (Problem-)Zusammenhänge zu verstehen, geschweigedenn diese zu lösen. Was schließlich in dem vollständigen Zerfall von Infrastruktur, Kultur und Wissenschaft gipfelt.
Wenn man sich die heutige Gesellschaft anschaut, so ist dieser Trend bereits zu beobachten. Während die intelligenteren Menschen in erster Linie an ihre Karriere denken und erst spät, wenige Kinder bekommen (wenn überhaupt), sieht dies beim Prekariat ganz anders aus. Arbeits- und antriebslos vermehrt sich diese Schicht überproportional zum Rest der Bevölkerung. Ich weiß, dass diese Aussage politisch nicht korrekt ist. Aber wer etwas anderes behauptet sollte aufhören die Augen vor der Wahrheit zu verschließen. Was übrigens Jörgs Idee von Sterilisationsmitteln in kostenlosen Bonbons im Sozialamt wieder interessanter macht…
Geschrieben am 04.09.07 um 6:58 Uhr in
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Nachdem Homer (wer auch sonst?) die Verschmutzung des Lake Springfield auf ein unerträgliches Maß angehoben hat beschließt die Umweltschutzbehörde der USA, den Rest des Landes vor den Schadstoffen Springfields zu schützen. Daher wird die gesamte Stadt mit einer riesigen Glaskuppel überzogen. Verständlicherweise sind die Bewohner überhaupt nicht erfreut über diesen Zustand der Isolation und machen Jagd auf Homer und seine Familie, nachdem der Urheber der Verschmutzung von Lake Springfield ausfindig gemacht wurde. Es gelingt den Simspons zwar, dem marodierenden Mob und sogar aus der Glaskuppel zu entkommen. Doch diese Flucht nimmt der Leiter der Umweltbehörde nur als Anlass, eine Endgültige Lösung für das Problem Springfield anzustreben. So liegt es an der Familie Simpson die ganze Stadt vor dem drohenden Untergang zu retten.
Die Welt war schon längst reif für einen Simpsons Kinofilm. Die Handlung wirkt zwar etwas mager. Aber es entspricht meines Erachtens der durchschnittlichen Handlung einer Simpsons Episode. Sowieso kann man im Großen und ganzen Sagen, dass der Film im Grunde wie drei Episoden direkt hintereinander ist. Aber was will man mehr? Schließlich sind es die Simpsons und damit einfach nur Kult und voll dem teilweise bitterbösen Humor, den wir schon von der Serie kenne und lieben.
Der Film ist gut und unglaublich komisch. Aber nichts, was man sich in kurzer Zeit mehr als einmal oder unbedingt im Kino anschauen muss.

Geschrieben am 28.08.07 um 12:29 Uhr in
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