Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Uzumaki

24.06.06

Uzumaki (うずまき), was übersetzt “Spirale” bedeutet, basiert auf dem gleichnamigen Manga von Junji Ito.
Wie man es vom japanischen Horror-Kino gewohnt ist, wird weniger mit schockierenden Bildern, als mit der Angst an sich gespielt. Auch, wenn Uzumaki mit ab und an recht ekligen Bildern nicht gerade geizt. So, z. B. wenn eine Person in den Radkasten eines Autos zu einer Spirale gerollt wird. Und genau darum - um Spiralen - geht es in dem gesamten Film.

Uzumaki FrontDie junge Schülerin Kirie Goshima (Eriko Hatsune) bemerkt das Merkwürdige Verhalten des Vaters, ihres besten Freundes, Shuichi Saito (Fhi Fan). Dieser scheint von Spiralen und allem, welches diese Form besitzt, besessen zu sein. So weit, dass dieser sich, bei dem Versuch, mit Hilfe einer Waschmaschine, ebenfalls eine Spirale zu werden, das Leben nimmt. Als dieser dann verbrannt wird, bildet sich aus dem Rauch ebenfalls eine Spirale und Shuichis Mutter wird mit einem Nervernzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Shuichi ist davon überzeugt, dass die gesamte Stadt dem “Fluch der Spirale” anheimgefallen ist und drängt Kirie immer wieder, mit ihm die Stadt zu verlassen. Doch der Zustand Shuichis Mutter ist noch zu instabiel. Diese beginnt immer mehr, genauso wie Kiries Vater und andere Bewohner der Stadt, dem Fluch zu verfallen. So beginnt sie z. B. alles an (oder in) ihrem Körper, welches die Form einer Spirale hat, zu entfernen.

Die Spannungskurve wird kontinuierlich gehaltan und weiter ausgebaut. Nur der letzte Akt kann leider nicht mithalten und ist somit auch der schlechteste. Wurde bis dahin noch mit dem psychischen Wahnsinn gespielt, wirkt dieser leider etwas aufgesetzt und zu abgedreht. So verwandeln sich manche Menschen, welche Spiralen auf dem Rücken haben, zu Schnecken und der “Fluch der Spirale” zeigt sich ganz offen (so, z. B. beim Tod Shuichis), was allerdings nicht wirklich spannend ist.

Auch das eigentliche Rätsel des gesamten Films bleibt bis zum Schluß ungelöst. Wie bei vielen japanischen Filmen endet auch dieser, mit einem für Europäer unbefriedigenden Ende. Der Grund für den “Fluch der Spirale” wird in keiner Weise aufgeklärt. Das Thema des Films - die Spirale - ist allerdings allgegenwertig. Und oft entdeckt man sie nur beim zweiten hinsehen. Obwohl der Film gegen Ende etwas an Spannung verliert bin ich der Meinung, dass er äußerst sehenswert ist und sicherlich zu den Top-Filmen des japanischen Horror-Genres gehört.