1000 Years of Annoying the French
Beginnend in der Zeit von William dem Eroberer - über Johanna von Orléans, Maria Stuart, Napolean, die beiden Weltkriege und Margaret Thatcher (um nur ein paar der vielen Eckdaten zu nennen) - bis ins 21. Jahrhundert ist das Buch ein wilder Ritt durch die Englisch-Französische Geschichte. Zwar haben auch die USA und Deutschland ihre jeweilige Nebenrolle, diese wird aber nur am Rande beleuchtet. Hauptsächlich geht es um das turbulente Verhältnis zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich, welches in den vergangenen Jahrhunderten maßgeblich von Argwohn, Misstrauen, Vorurteilen und Spannungen zueinander geprägt war. Dabei hat sich die Beziehung der beiden Staaten oft in blutigen und brutalen Schlachten manifestiert, deren Auswirkungen auch heute noch bemerkbar sind.
Das Buch ist kein historischer Roman aber auch kein langweiliges Geschichtsbuch. Ganz im Gegenteil! Mit viel Witz und schwarzem Humor beschreibt Stephen Clarke worin die anhaltenden Animositäten zwischen den beiden Ländern herrühren. Sich 1000 Jahre lange gegenseitig zu ärgern scheint ungemein zu prägen. Wobei Clarke als Engländer selbstverständlich nicht ganz unparteiisch ist. Dabei ist es äußerst interessant, wie verschiedene, geschichtliche Ereignisse jeweils von der einen oder der anderen Seite relativiert werden. Im Großen und Ganzen scheint Frankreich aber den Kürzeren gezogen zu haben…
Alles in allem ein unglaublich unterhaltsames Buch, welches man einfach lieben muss (wenn man nicht Franzose ist *g*).

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