Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

The Golden Compass

15.12.07

In der Welt des Goldenen Kompass ist nicht der menschliche Körper der Sitz der Seele sondern ein Tierwesen (Dämon genannt), welches jeden Menschen begleitet. Diese Welt wird jedoch von dem Magisterium kontrolliert, welches als autoritäres Machtorgan abweichende Ideen und Erfindungen unterdrückt.

Mrs. CoulterLyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ist ein zwölfjähriges Mädchen, welches im Jordan College in Oxford lebt und dort großgezogen wird, da ihr einziger noch lebender Verwandter - Lord Asriel (Daniel Craig) - oft auf langen, wissenschaftlichen Entdeckungsreisen ist. Als sich dieser, gegen den Willen des Magisteriums, erneut auf eine Reise in den hohen Norden begibt taucht die mysteriöse Mrs. Coulter (Nicole Kidman) auf, welche ebenfalls in Richtung Norden aufbrechen und von Lyra begleitet werden möchte.
Kurz vor ihrer Abreise erhält Lyra vom Direktor der Schule noch einen Alethiometer. Der letzte Goldene Kompass, welcher nicht in die Hände des Magisteriums gefallen ist und mit dem man in der Lage ist die Wahrheit dort zu sehen, wo sie andere verschleiern wollen.

Schon länger verschwinden überall im Land Kinder. Als Lyra herausfindet, dass auch ihr bester Freund Roger Parslow entführt wurde und Mrs. Coulter irgendetwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat, versucht Lyra zu fliehen. Sie wird schließlich von der Volksgruppe der Gypter gerettet und bricht mit diesen Richtung Norden auf, um ihren Freund und die anderen Kinder zu retten. Unterwegs treffen sie auf den Luftschiffer Lee Scoresby (Sam Elliott) und seinen Freund, den Panzerbären Iorek Byrnison. Nachdem Lyra Iorek geholfen hat, seinen Panzer wieder zu erlangen schließen sich beide der Gruppe an.
Im hohen Norden lauern jedoch viele Gefahren. Bösartige Banditen, riesige Eisbärenkrieger und die Soldaten des Magisteriums, welche darauf bedacht sind, dass das Geheimnis der verschwundenen Kinder und was mit diesen geschehen soll, auch ein Geheimnis bleibt.

Der Goldene KompassIch muss zugeben, dass ich die Bücher nicht gelesen habe aber trotzdem mit niedrigen Erwartungen ins Kino gegangen bin. Zum einen wurden mir bereits im Vorfeld zwei Kritikpunkte berichtet. Nämlich, dass das Buch kein Kinderbuch, der Film jedoch ein Kinderfilm sei. Und das die Kirchenkritik, welches ein Essenzieller Bestandteil der Bücher sei, im Film viel zu kurz komme. Zum anderen hatte ich meine Befürchtungen, dass der Film genauso langweilig und uninteressant wie der erste Teil von Narnia wird, den ich seinerzeit im Kino gesehen und nicht gemocht habe. Um so überraschter war ich am Ende, dass man beim Goldenen Kompass ordentliche Kinokost vorgesetzt bekommt. Die Story ist spannend und interessant erzählt. Die Charaktere gut ausgearbeitet und mit Nicole Kidman, Daniel Craig und Sam Elliott sehr gut besetzt. Einziger Wermutstropfen ist, dass Christopher Lee nur einen sehr kurzen Auftritt hat. Außerdem hat man in der Deutschen Fassung nicht viel davon, dass Ian McKellen die Synchronstimme für Iorek Byrnison ist.

Ich spreche also meine Empfehlung für den Film aus und werde mir auch den zweiten und dritten Teil ansehen. Auch, wenn die Eisbären nicht so süß sind wie Knut. ;-)

Casino Royale

30.11.06

Ich muss gestehen, dass ich bereits vor dem Film ein paar Bedenken und Vorurteile gegenüber diesem hatte. Doch nun kann ich sagen, dass man über diese problemlos hinwegsehen kann. Daniel Craig verkörpert James Bond (auch mit blondem Haar) sehr gut und steht seinem Vorgänger Pierce Brosnan in nichts nach. An Sean Connery kommt er zwar nicht ran. Aber wer tut das schon? ;-)
Auch das Fehlen liebgewonnener Charaktäre, wie “Q” oder Miss Moneypenny sind durchaus zu verkraften und keine wirklichen Mankos.

Casino RoyaleWas mir persönlich jedoch nicht gefallen hat ist die Abkopplung der eigentlichen Zeitschiene. Schließlich handelt es sich um die Verfilmung des ersten Buches von Ian Flamming. Sozusagen dem Ur-James Bond. Mit diesem Hintergrund ist es schade, dass der Film vollkommen aus der Zeitstruktur der James Bond Filme herausbricht.
Dabei erwarte ich weniger, dass der Film in den 50er Jahren spielen soll. Aber Anspielungen, dass der Kalte Krieg vorbei sei, sind in anbetracht anderer Filme, wie z. B. Liebesgrüße aus Moskau, welche chronologisch später spielen, etwas ungünstig. Genauso, wie die Besetzung durch Judi Dench, welche wir bereits seit Pierce Brosnan als “M” kennen.
Außerdem sind die Pokerszenen für Leute, welche sich nicht dafür interessieren, nicht unbedingt interessant und ziehen sich unnötig in die Länge.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass dieser James Bond definitiv anders ist, als seine Vorgängerfilme. Er ist humorvoller und der Charakter von James Bond ist feiner ausgearbeitet, wodurch die Figur menschlicher wirkt. So ist er das erste mal wirklich verliebt und setzt sich auch teilweise mit der dunklen Seite seiner selbst auseinander.

Casino RoyaleDie Handlung ist gewohnt spannend und actionreich. Aber auch intrigant und auf den ersten Blick undurchschaubar.
Im Prolog erfährt man, wie James Bond zum 00-Agenten wird und somit seine Lizenz zum töten erhält. Im eigentlichen Film begibt sich James Bond dann in die Verflächtungen des internationalen Terrorismus. Dabei kommt er Le Chiffre (Mads Mikkelsen) auf die Spur, welcher sich auf die Geldwäsche unzähliger Terrorgruppen spezialisiert hat. Als dieser jedoch, durch eine Fehlspekulation an der Börse, das Geld seiner “Kunden” verloren hat, muss er nun um sein Leben bangen. Aus diesem Grund ruft er die Elite der Organisierten Kriminalität zu einem Pokerspiel um über 100 Millionen US$ zusammen, um seine Verluste wieder wett zu machen.
Zwar gelingt es James Bond Le Chiffre beim Poker zu schlagen. Doch dieser ist auch nicht mehr als die Marionette einer viel größeren Organisation, welche sich noch im Hintergrund hält.

Im Großen und Ganzen handelt es sich um einen guten und spannenden Film, mit einigen unerwarteten Wendungen. Und zumindest ich hätte nichts dagegen, wenn dies nicht Daniel Craigs einziger Auftritt als James Bond bleiben würde.