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Star Trek

Anfangs stand ich dem neuen Star Trek Film äußert skeptisch gegenüber. Dafür sorgten unter anderem (falsche) Gerüchte wie jenes, dass Ben Affleck und Matt Damon Kirk und Spock verkörpern sollten. Nun habe ich mir den Film jedoch angeschaut und gebe zu, dass ich mich geirrt habe. Und Simon bekommt sein Bier. ;-) Es handelt sich um einen wirklich guten Film. Noch nie zuvor war Star Trek so actionreich, spannend, zuschauerfreundlich und sah dabei auch noch so unglaublich gut aus.
Einziges Manko, welches den meisten Zuschauern wahrscheinlich egal sein sollte ist die Tatsache, dass der Film eine Parallele Zeitlinie eröffnet, welche nicht mehr mit der ursprünglichen der Originalserie übereinstimmt. Dabei hat mir an Star Trek (und vor allem Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart) gefallen, dass Zeitreisen nicht zwangsweise auf Parallelen Zeitlinien basierten und daher auch frei von Paradoxen waren.

Star Trek

Das Föderationsraumschiff U.S.S. Kelvin wird von einem unbekannten, übermächtigen Gegner angegriffen. Bei diesem Angriff wird das Schiff vollständig zerstört und der Vater (Chris Hemsworth) vom gerade in der Geburt befindlichen James Tiberius Kirk (Chris Pine) kommt dabei ums Leben.
25 Jahre später erreicht das Hauptquartier der Sternenflotte ein Notruf vom Planeten Vulkan. Dieser wird von Eruptionen heimgesucht, bevor der Kontakt vollständig abbricht. Das Raumschiff U. S. S. Enterprise unter Kommando von Captain Pike (Bruce Greenwood) - Kirks Mentor, da er Kirk davon überzeugen konnte der Sternenflotte beizutreten - wird mit den neuen Kadetten der Akademie zu einer Hilfsmission ausgeschickt. Vulkan erreichend sieht sich die Enterprise mit dem selben Schiff konfrontiert, welches auch schon die Kelvin mühelos zerstört hat und gerade dabei ist, den Kern des Planeten anzuboren. Mit der aussichtslosen Situation eines Kampfes konfrontiert liefert sich Captain Pike dem Kommandanten des anderen Schiffes - Nero (Eric Bana) - aus, ernennt seinen Ersten Offizier, den Vulkanier Spock (Zachary Quinto), zum neuen Kapitän und James T. Kirk zu dessen Stellvertreter.
Zwar gelingt es, den Bohrstrahl des fremden Schiffes zu vernichten; jedoch zu spät. Der Planet Vulkan wird mit den meisten seiner 6 Milliarden Bewohner zerstört.
Uneins über das weitere vorgehen wird Kirk von Spock auf einem nahe gelegenen Planeten ausgesetzt. Dort trifft er unter anderem einen alten Spock (Leonard Nimoy), welcher aus der Zukunft stammt. Dieser klärt Kirk darüber auf, dass im Jahre 2387 eine Supernova den Planeten Romulus zerstören wird. Er - Spock - habe den Romulanern Hilfe zugesichert, sei aber zu spät gekommen. Aus diesem Grund hat Nero seinen Rachefeldzug gegen ihn persönlich und die Föderation gestartet. Dabei wurden die Schiffe eher zufällig mit einer Differenz von 25 Jahren in die Vergangenheit geschleudert. Also hat Nero auf Spocks Ankunft gewartet, konnte schließlich sein Schiff kapern und hat sich dessen Technologie zur Zerstörung ganzer Planeten aneignen. Aber statt Spock zu töten setzte er ihn aus, um die Zerstörung seines Heimatplaneten mit anzusehen. Neros nächste Pläne sind die Zerstörung der Erde und anschließend jedes weiteren Planeten der Föderation.
Also liegt es an Kirk, das Kommando über die Enterprise zu übernehmen und Nero ein für alle mal aufzuhalten und so die Föderation zu retten.

Star Trek

Der Film enthält sehr viel Handlung, auf die ich jetzt nicht im Detail eingegangen bin wie z. B. das Bestehen des Kobayashi-Maru-Test durch James T. Kirk. Obwohl diese dem Zuschauer in kürzester Zeit vermittelt wird, wird er jedoch nicht überfordert. Zwar mögen die genauen, späteren Verflechtungen zwischen den Charakteren jemandem, der sich der sich mit dem Star Trek Universum nicht auskennt, verborgen bleiben. Jedoch erhalten alle wichtigen Personen eine kurze, individuelle Einführung.
Auf die Zeit als Kinder und die Ausbildungsjahre bei der Sternenflotte von Kirk und Spock wird zum Glück nicht übermäßig lange eingegangen. Es reicht, um dem Zuschauer einen anschaulichen Blick auf die Gefühlsregungen und Beweggründe der Charaktere zu gestatten ohne seine Geduld übermäßig zu strapazieren und auf irgendwelche Nebensächlichkeiten abzuschweifen. Selbes gilt für die Liebelei zwischen Uhura (Zoe Saldana) und Spock, welcher nicht der Schmalz anheftet, mit dem Hollywood sonst so gerne um sich wirft.
Die am am Computer entstandenen Bilder der Raumschiffe im Weltraum sind einfach nur als beeindruckend zu bezeichnen. Vor allem das Spiel mit dem Licht ist äußert gelungen und sehr gut in Szene gesetzt.
Leider ist Herbert Weicker, die deutsche Synchronstimme von Leonard Nimoy (alter Mr. Sprock), bereits 1997 gestorben. Norbert Gescher tut zwar sein Bestes, aber es ist wie immer ungewohnt einen vertrauten Charakter mit einer anderen Stimme zu hören.
Mein Fazit: Sehenswertes Science-Fiction Kino für jedermann! Kleiner Tipp: Einfach vorher noch einmal die alten Star Trek Kinofilme mit Kirk & Co. anschauen. Denn der neue Film ist mit etlichen Bemerkungen und Hinweisen auf diese gespickt. Zumindest ich hatte da meine wahre Freude und bin ganz sicher alles andere als ein Trekkie. :)

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