Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

System2Teach und der übliche Wahnsinn

26.03.07

Heute war es wiedereinmal soweit. Die individuelle Zusammenstellung der Stundenpläne im System2Teach wurde freigeschaltet. Diese hochgelobte “Universelle E-Learning Plattform” wurde von der Hochschule Fulda sogar auf der CeBIT vorgestellt. In einem Werbetext dafür heißt es:

“System2Teach ist eine webbasierte und modulare E-Learning Plattform, die zusätzlich zu den grundlegenden E-Learning Funktionalitäten wie die Erstellung und Veröffentlichung von Lernmodulen und Lehrmaterialien insbesondere “prozessorientierte” Funktionen realisiert. Dazu gehören eine elektronische Abbildung des “studentischen Workflows” und Funktionen zur administrativen und kommunikationsunterstützenden Verwaltung von Studium und Lehre.
Zusätzliche Instrumente zur Teamarbeit unterstützen studentisches Arbeiten. Genau diese Unterstützung der prozessorientierten Aufgabenstellungen unter Hinzuziehung organisatorischer Aspekte macht den Erfolg von System2Teach aus. Durch die Abbildung lernprozessorientierter, didaktischer und organisatorischer Prozesse wird eine hohe Akzeptanz bei den Benutzern erzielt.
System2Teach entstand im Rahmen der BMBF-Initiative “Neue Medien in der Bildung” innerhalb des hochschulübergreifenden Konsortiums “Multimedialer Kooperationsverbund - Hochschulen für Gesundheit”. Zurzeit kommt die Plattform an diversen Hochschulen des Konsortiums zum Einsatz und wird an der Hochschule Fulda administriert und weiterentwickelt.”

Das hört sich zwar alles schön und gut an. Aber unterm Strich ist das System2Teach, seit ich an der Hochschule Fulda studiere, alles andere als ausgereift und im Grunde nicht mehr als eine überladene Mailing List, da über dieses die meisten (leider nicht alle) wichtigen Aushänge der Professoren auch an die Studenten weitergeleitet werden. Zu etwas anderem ist das System2Teach nicht wirklich zu gebrauchen und würde nicht die Notwendigkeit bestehen, seinen Stundenplan über dieses zusammenzustellen würde es wahrscheinlich überhaupt nicht frequentiert werden.
Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Stundenpläne individuell zu gestalten. Andere Studenten haben diese Freiheit leider nicht. Doch wie dies seit der Abschaffung der schriftlichen Listen über System2Teach gehandhabt wird ist jedes Semester aufs neue eine Qual, da das System total überlastet ist und teilweise zusammenbricht. Es wurde bereits versucht, unterschiedliche Zeiten der Freischaltung für verschiedene Gruppen (z. B. Diplom- und Master-Studiengang) zu etablieren. Aber auch das hat nicht merklich zur Besserung beigetragen. Und das an der Hochschule Fulda, welche die kleinste Hochschule Hessens ist. Nicht auszudenken, was an einer Universität wie Frankfurt passieren würde.

Im Gegensatz zu einigen Kommilitonen hatte ich diesmal Glück und mein Stundenplan sieht nach 1,5 Stunden wirklich so aus, wie ich es mir gedacht hatte. Der AStA hat angekündigt eine Beschwerde zu den entsprechenden Stellen zu tragen, da die Situation untragbar sei. Ob es zu einer Besserung kommen wird, wird sich wohl erst im nächsten Wintersemester zeigen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Xda Orbit

23.03.07

Am Mittwoch ist die CeBIT zu Ende gegangen und heute ist mein neues Handy gekommen, welches ich dort bestellt hatte. Zu meiner Verwunderung, da ich erst gestern die Bestätigung, dass der Auftrag bearbeitet wird, erhalten habe. Grundsätzlich bin ich erstmal froh, mein altes Handy los zu sein, da ich mit diesem nicht zufrieden war.
So, genug geblogged. Nun werde ich erst einmal meinem Spieltreib nachgeben und mich mit der Konfiguration und den ganzen Anwendungsmöglichkeiten, wie z. B. dem GPS-Navigationssystem, auseinandersetzen. :-)

Xda Orbit

CeBIT 2007

20.03.07

Meinen alljährigen CeBIT Besuch habe ich hinter mir. Ausnahmsweise diesmal nicht zum Eröffnungstag am Mittwoch, sondern am Montag.
Neben dem Besuch einiger Kommilitonen, welche am Stand des Bundeslandes Hessen im Namen der Hochschule Fulda ihren Dienst verrichteten und dem Abklappern der üblichen Verdächtigen, wie Intel, Asus, etc… gab es wieder allerhand zu bestaunen. Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren, als die Messe quasi von einem Schlagwort begleitet wurde, dem sich kaum ein Herrsteller entziehen konnte (z. B. “Bluetooth”), konnte ich etwas derartiges diesmal nicht erkennen. Überhaupt sah es so aus, als hätte man die meisten dieser “innovativen Neuheiten” nicht zum ersten mal gesehen. So ist zum Beispiel “The world largest LCD-TV” durchaus schön anzusehen aber die Firma Sharp könnte sich für ihren CeBIT-Auftritt auch einmal etwas neues einfallen lassen.

CeBIT 2007Allgemein verändert sich die CeBIT und ihr Auftreten immer mehr. Haben die Leute, insbesondere in den Handyboom- und Dotcom-Jahren um 2000 herum, die Messe als große Party kennengelernt, bei der die pure Präsenz wichtiger war als alles andere, besinnt sich der Veranstalter mehr und mehr auf seine Wurzeln. Dadurch wird die Messe für den Endverbraucher immer uninteressanter, was sich bereits durch das Fernbleiben einiger Großer Firmen, wie Apple oder auch Nokia wiederspiegelt, welche sich nun stärker auf die IFA in Berlin konzentrieren wollen. Im nächsten Jahr soll sich dieser Trend noch stärker fortsetzen.
Übrigens zu Ungunsten des Standpersonals. Denn auch die Messepartys leiden unter dieser Entwicklung. ;-)

Insgesamt hat sich mein Trip zur CeBIT gelohnt und ich werde wohl auch das nächste Jahr wieder dabei sein. Die Momentane Entwicklung stört mich dabei wenig, da es mir nur zu Gute kommt, wenn die Messe wieder technischer wird. Denn die Massen an Besucher, welche ihr Gehirn abschalten, sobald es etwas (inbesondere Plastiktüten mit Werbung) umsonst gibt, sind nur einer der Gründe, weshalb ich davon Abstand nehmen würde, die IFA zu besuchen.