Einträge mit dem Tag: anime

窓辺ななみ

In Japan ist bekanntlich alles ein bisschen anders als bei uns. Und selbst bekannte Unternehmen wie Microsoft bilden da keine Ausnahme. Aber ich fange für ein besseres Verständnis lieber von vorne an:

Bekanntlich gibt es in Japan verschiedene Names-Suffixe, welche in bestimmten Situationen verwendet werden. Das bekannteste dürfte -san (さん) im Sinne von “Herr” oder “Frau” sein. Die Verniedlichung davon, welche bei Kindern oder auch weiblichen Familienangehörigen verwendet wird ist -chan (ちゃん). Davon gibt es allerdings noch eine weitere, noch “süßere” Verniedlichung welche besonders gerne in Anime und Manga oder für ganz kleine Kinder oder Haustiere verwendet wird: -tan (たん).

Inzwischen hat jedes Betriebssystem ein inoffizielles Maskottchen - eine OS-tan - bekommen. Den Anfang hat dieses Internetphänomen im japanischen Futaba Channel (ふたば(双葉)☆ちゃんねる) Imageboard genommen. Dabei werden jeder dieser Charaktere bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen angedichtet, welche das jeweilige Betriebssystem charakterisieren. Beispielsweise versucht WindowsME-tan immer ihr bestes zu geben. Ist aber zu tolpatschig (abstürze) und irritiert damit ihre Schwestern.

OS-tan group

Den Höhepunkt hat das ganze allerdings mit Windows 7 erreicht. Denn Microsoft hat seinem neusten Betriebssystem das erste offizielle Maskottchen - nämlich Madobe Nanami verpasst. Gesprochen wird sie von Mizuki Nana (水樹 奈々).
Die ersten 7777 in Japan verkauften Exemplare der Windows 7 Ultimate DSP Edition sollen laut Akiba PC sogar zusätzliche Wallpaper und Sounddateien von ihr enthalten. So kam es, wie es kommen musste:

Windows bekam den coolsten Sound aller Zeiten!

Windows 7 tan Nanami Madobe Theme
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Und schließlich fand 窓辺ななみ ihren Weg auf den Desktop.

sm8379833 窓辺ななみ デスクトップマスコット
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Doch nun legt Microsoft richtig los und und nutzt seinen süßen Werbeträger auch in Werbespots.

Windows 7 Madobe Nanami Commercial
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Inzwischen hat 窓辺ななみ sogar ihre eigene Twitter Seite.

Da fragt man sich wieder, warum es so etwas eigentlich nur in Japan gibt?!
Wird also Zeit, dass ich mir endlich Windows 7 und diese Theme installiere… ;-)

The Otaku Encyclopedia: An Insider’s Guide to the Subculture of Cool Japan

Patrick W. Galbraith gehört zu den wenigen Menschen, die sich objektiv, intensiv und offen mit dem Phänomen Cool Japan bzw. der japanischen Popkultur und ihrer Ausprägungen wie Anime, Manga, JPop, etc. auseinandersetzt hat.

Das Buch ist genau das, was es sein sollte. Nämlich eine ausführliche (ich war angenehm überrascht wie umfassend) Enzyklopädie von A wie Aho (アホ) über F wie Fan Service (ファンサービス) und M wie Moe (萌え) bis zu Z wie Zettai Ryouiki (絶対領域).
Wie bereits gesagt ist es äußert umfangreich und beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Begriffen, Orten, Veranstaltungen oder auch bekannten Personen (z. B. dem Blogger Danny Choo).

otaku encyclopedia

Darüber hinaus enthält das Buch einige kurze aber interessante Interviews mit Personen, welche in der Szene zu Hause sind. Unter anderem von:

  • Yamamoto Yutaka (山本 寛), dem Regisseur von The Melancholy of Haruhi Suzumiya (涼宮ハルヒの憂鬱 (Suzumiya Haruhi no Yūutsu)) oder Lucky Star (らき☆すた (Raki☆Suta)),
  • Okada Toshio (岡田斗司夫) Mitgebgründer des Animationsstudios GAINAX oder
  • der Sängerin, Tarento (タレント), Bloggerin, Idol (アイドル) und Zeichnerin Nakagawa Shōko (中川 翔子)

Meiner Einschätzung nach ist die im Kodansha Verlag erschienene Enzyklopädie ein literarisches MUSS für jeden, der sich für das Thema Otaku-Subkultur in Japan und seine Zusammenhänge ernsthaft interessiert.

Übrigens habe ich mein Exemplar für 2.100 円 (inkl. Steuer) in Roppongi (六本木) gekauft. ^_^

ラグナロックシテイ ドラマ

Wenn ich mir eine CD kaufe, dann grenzt das entweder an ein Wunder oder sie ist importiert. Letzteres ist mal wieder der Fall. Quasi als Ergänzung zum Ragnarock City Artbook von Urushihara Satoshi (うるし原 智志) das passende Hörspiel. Selbstverständlich in Japanisch. ^_^

Racgnarock City Drama CD

01. prologue
02. chapter1 encounter
03. chapter2 St.Fräulein college
04. chapter3 Roommate
05. chapter4 Shower bath
06. chapter5 Arbeit
07. chapter6 Dark clouds
08. chapter7 Wings
09. chapter8 Embracement
10. epilogue

Akihabara

Zu meiner Überraschung und meiner Erheiterung hatte meine Aussage “Heute habe ich Akiba beim Aufwachen zugesehen.” bei einigen Leuten unerwartete Assoziationen hervorgerufen und die Frage, wer denn nun diese “Akiba” sei wurde mir ein paar mal gestellt. *lol*
Um das Missverständnis aufzuklären: Akiba (アキバ) ist nichts weiter als die verkürzte Form von Akihabara (秋葉原), einem der berühmtesten Stadtviertel Tokyos, welches auch als Akihabara Electric Town bzw. Akihabara Denki Gai (秋葉原電気街) bekannt ist.
Zuerst einmal trägt Akihabara diesen Beinamen zu Recht. In dem berühmten Elektronikviertel bekommt man alles, was mit Strom betrieben wird. Vom hochmodernen LCD Bildschirm bis zu einzelnen Transistoren. Besonders erwähnenswert ist hierbei Yodobashi-Akiba, welches zur Yodobashi Camera Co.,Ltd. (ヨドバシカメラ) gehört und im Frühling 2005 eröffnet wurde. Japans größter Elektronikmarkt ist einfach nur als GIGANTISCH zu bezeichnen. In 9 Stockwerken und auf insgesamt 23.800 Quadratmetern Verkaufsfläche findet man wirklich alles an elektronischen Gerätschaften, was man sich vorstellen kann.

Yodobashi-AkibaYodobashi-AkibaYodobashi-Akiba

Yodobashi-AkibaYodobashi-AkibaYodobashi-Akiba

1997 begann sich das Aussehen Akihabaras allerdings zu ändern. Immer mehr Manga- und Anime-Shops eröffneten und so ist Akihabara heute nicht nur ein Elektronikviertel sondern auch ein Mekka der Otaku- und Nerdkultur. Diese Entwicklung beruht wahrscheinlich hauptsächlich darauf, dass Otaku - aus offensichtlichen Gründen - in der Regel nicht mit Frauen zu Recht kommen. Und da Frauen traditionell wenig Interesse an technische Spielereien haben, lag die Idee nahe, ausgerechnet in Akihabara solche Geschäfte zu eröffnen. Inzwischen ist alles, was in der Szene Rang und Namen hat (Toranoana, Mandarake, Gamers, etc.) auch in Akihabara vertreten und andere Auswüchse dieser Subkultur haben in Akiba ihren Anfang genommen.
Zum Beispiel eröffnete 2001 das erste permanente Maid Cafe (メイドカフェ), d. h. ein Cafe, in dem man von Frauen bedient wird, welche wie französische Dienstmädchen angezogen sind. So, dass Otaku wenigstens ein bisschen Kontakt zum weiblichen Geschlecht haben. Man sei allerdings gewarnt. Zum einen ist der Spaß nicht gerade billig und alles kostet extra (z. B. pro Photo 500 円). Zum anderen stehen die wirklich hübschen Mädels in ihrem Kostüm auf der Straße um für das jeweilige Cafe zu werben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Photos mit den wenigen Menschen und Autos sind morgens entstanden, als Akiba gerade aufgewacht ist. ^_^

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Hans

“Hans had the potential to be a cool character, (flying pig = awesome) problem was that he really had no relevance to the game’s overall story, and kind of disappeared in most of the game. When speaking of cutesy mascot characters, even ones like Pikachu in Pokémon or Chu Chu in Xenogears had the one awesome scene where the character’s worth to the party is materialized. Hans was there as just a token pointless cute thing that Sega will obviously use to sell plushies.”

– Stephen Kelley (VGC Top Ten - Worthless RPG Characters)

Hans

Gundam

Gestern haben Arne, Yvonne und ich den ganzen Nachmittag zusammen in Tokyo verbracht und unter anderem den lebensgroßen Gundam in Odaiba bewundert. Heute haben Arne und ich noch einen drauf gesetzt und sind zur Live-Lasershow mit Musik (OST) und Gundamvideos auf einer großen Leinwand und natürlich jeder Menge Merchandising gegangen. Schließlich muss der 30. Geburtstag der Space-Opera gebührend gefeiert werden. Und Tokyo feiert kräftig mit.
Als Fazit ist zu sagen, dass sich der Besuch auf alle Fälle gelohnt hat und - auch, wenn mir nun die Füße höllisch weh tun - unter “man muss dabei gewesen sein” verbucht werden kann. Denn viele der Lieder habe ich gekannt und war dementsprechend genauso begeistert, wie die umstehenden Japaner. Außerdem ist bewiesen, dass es um die - sonst so abgeklärten und nüchternen - Tokyoter zu begeistern nicht viel mehr braucht als einen lebensgroßen Kampfroboter aus einem der erfolgreichsten Animes aller Zeiten, der den Kopf bewegen kann.

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Giant Gundam Odaiba
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Comiket 76

Die Comiket ist der Ort, an dem Träume platzen und neue Talente entdeckt werden. So manch ein bekannter Zeichner hat seinen Anfang über selbst gezeichnete und auf der Comiket verkaufte Doujinshis begonnen. Und nicht selten werden diese Doujinshis später zum zehnfachen des Preises im Internet gehandelt. Auf der anderen Seite muss es furchtbar deprimierend sein nach 3 anstrengenden Tagen Comik Market nicht eines seiner Werke verkauft zu haben (was durchaus passieren kann).

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Durch die Comiket habe ich neben der Erkenntnis, dass man auch ohne Wasser baden kann, wenn man genügend schwitzt (ich konnte gar nicht so schnell trinken, wie ich dehydriert bin), vor allem das geduldige Warten in einer Reihe gelernt. Aber von Anfang an…

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Der Tag begann etwas verschlafen, da ich unerwarteterweise schlecht geschlafen habe. Und dementsprechend spät aufgestanden bin. Der Vorteil bestand allerdings darin, dass ich so Mittagessen und Frühstück kombinieren konnte. Ganz untypisch für mich habe ich das Klischee des doofen Touristen erfüllt und habe bei Kentucky Fried Chicken gegessen. Aber angesichts der Tatsache, dass ich in den kommenden Wochen wohl genug japanisches Essen bekomme und ich sonst nie da esse, war es vertretbar. Dafür ist das Abendessen mit Tempura wieder typisch japanisch ausgefallen.
Leider macht mir das Wetter noch etwas zu schaffen. Schuld ist die hohe Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius und die enorm hohe Luftfeuchtigkeit (bei einer Regenwahrscheinlichkeit von annähernd 0 Prozent). Gemerkt habe ich das, als ich von meinem Hotel zur Bank gegangen bin und anschließend essen. Der schnelle Wechsel kalt-warm-kalt-warm-kalt ist mir direkt auf den Kreislauf geschlagen, weshalb ich erst mal eine Weile bei KFC rumgesessen habe, bis es mir wieder besser ging.

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Danach habe ich mich um ca. 11.00 auf den Weg nach Odaiba gemacht. Bis nach Shimbachi vollkommen Ereignislos. Doch ab da galt es die Yurikamome Linie eines privaten Anbieters zu nutzen. Normalerweise kein Problem. Wäre nicht alles vollkommen überfüllt gewesen. So ging es also unter totaler Disziplin aller Beteiligten und dem wachen Augen der Sicherheitskräfte Stop-and-Go durch diesen Bahnhof. Durch Barrikaden wurde der Menschenwurm im Schneckentempo kreuz und quer durch das Gebäude geführt. Aber anders hätte die Menschenmasse gar nicht hinein gepasst und wahrscheinlich bis in den angrenzenden U-Bahnhof gestanden.
Ein Gutes hatte die Warterei allerdings. So habe ich Lilly, eine Australierin aus Sydney kennen gelernt. Wir Ausländer in Japan müssen schließlich zusammen halten. ^_^
Als wir dann endlich in der Bahn waren, war diese nicht minder beengend als der Bahnhof zuvor. Lilly ist schon an der Haltestelle Odaiba ausgestiegen um sich die große Gundam Statue anzuschauen (sie kannte die Comiket nicht und wunderte sich nur über die vielen Menschen *g*). Ich bin weiter bis zum Tokyo Big Sight Messegelände gefahren.

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Dort tummelten sich ebenfalls tausende von Menschen. Neben Ausstellern, Personal und Wachleuten, alle Arten (d. h. jeglichen Alters und Geschlechts) von Besuchern. Mal mehr, mal weniger ausgeflippt, doch allesamt so gesittet (niemand drängelt) und freundlich, wie man es von Japanern gewohnt ist. Leider waren Photos innerhalb des Messegeländes grundsätzlich nicht erlaubt. Dementsprechend habe ich eben mehr in der Cosplay Area gemacht.

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Gleich zu Beginn habe ich mir den Comiket Guide gekauft. Eine Art Almanach, in dem alles wissenswerte, bis hin zu jedem einzelnen Standort eines Standes verzeichnet ist. Bei mangelnden Japanischkenntnissen zwar so hilfreich wie ein Kropf. Aber immerhin der totale Beweis, dass ich da war. :) Schnell wurde mir das kiloschwere Ding zur Last und ich habe mir noch eine Comiket-Tüte zum Transport gekauft. Am Anfang dachte ich, ich mache irgendwas falsch. Da ich nichts gefunden habe, was mich wirklich interessiert hat. Aber bei 8 riesige Hallen (4 im Westen, 4 im Osten) war es wohl nur eine Frage der Zeit… so, dass ich Schlussendlich doch fette Beute und sogar richtige Schnäppchen gemacht habe, was mich zum Kauf einer weiteren Tüte (diesmal aus Stoff) veranlasste. Die Preise waren dabei relativ human. Zumindest, wenn man überlegt, was alles in Europa gekostet hätte. :-/

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Irgendwann merkt man bei seinem ersten Besuch des Comik Market, dass man einen großen Fehler gemacht hat, ohne ausreichende Ausrüstung gekommen zu sein. So erkennt man den erfahren Comiket Besucher sehr gut an seinen ganzen Hilfsmitteln und beginnt ihn zu beneiden. So hat er z. B. ein Handtuch umhängen, einen Rucksack oder Rollkoffer zum Transport seiner Einkäufe, einen detaillierten Plan wann er welchen Stand besucht, Cooling Gel Pads, etc.
Aber wo zur Hölle hatten die ganzen Leute ihre Fächer her? Während ich dem Hitzetod nahe und immer erschöpfter war?

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Beim Cosplay ist erlaubt, was gefällt. Dachte ich mir anfangs noch, dass die dritte Hatsune Miku mit Adamsapfel oder der 5. Kerl in Schulmädchenuniform doch zu viel des Guten sind, habe ich mich irgendwann daran gewöhnt. Aber trotzdem von Photos Abstand genommen. Die Photos, die ich gemacht habe sind selbstverständlich unter Einhaltung der Regeln entstanden, d. h. immer mit Einverständnis der abgebildeten Personen entstanden und ich habe mich auch jedes mal brav dafür bedankt. So irre die ganzen Cosplayer auch waren. Sie waren alle sehr nett und zuvorkommend.
So, wie eigentlich alle da. In Japan ist man nie wirklich alleine. Damit meine ich weniger die ganzen Menschen. Sondern, dass sich immer schnell Leute finden, welche sich bemühen und versuchen einem zu helfen. Auch, wenn es manchmal an der Verständigung hapert. Der gute Wille ist immer da und etwas, was in Deutschland doch sehr zu wünschen übrig lässt.

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Ich konnte einige interessante Beobachtungen machen. So schienen sich z. B. aus dem Nichts irgendwelche Warteschlangen zu bilden, ohne ersichtlichen Grund oder Ziel. Wie sehr das Schlange stehen - bei den vielen Menschen sicherlich ein notwendiges Übel - zur Natur der Japaner gehört kann man alleine darin sehen, dass immer jemand mit einem Schild oder eine Flagge bereit steht um das Ende einer Schlange zu markieren. Und Schlange gestanden wird oft. An begehrten Ständen darf sich immer nur die erste Reihe (2-4 Personen) Doujinshis durchblättern und ggf. kaufen. Der Rest muss geduldig warten.

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Ich war auch überrascht, wie viel Yaoi es gab. Im Doujinshi Bereich unzweifelhaft die am stärksten vertretene Gruppe, was sich dementsprechend auch in einem hohen Frauenanteil unter den Besuchern niederschlägt. Ich hätte eher auf einen anderen Bereich getippt, doch anscheinend wurde dieser bereits größtenteils kommerzialisiert.

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Bis 15.00 habe ich mich im Cosplay Area herumgetrieben und war entsetzt, als dann die ersten Stände bereits wieder zu gemacht haben. Schnell habe ich begonnen die mir noch fehlenden Hallen abzuklappern und hätte fast 3+4 auf der Westseite vergessen. Denn um 16.00 wurde geklatscht (wahrscheinlich aus Freude, dass man es überlebt hat) und die meisten Stände waren eingepackt.
Nun bildeten sich neue Schlangen. Diesmal an Ausstellern, welche darauf warteten, dass sie ihre nicht verkaufte Ware wieder mit nach Hause nehmen durften. Aber in Japan muss auch solch ein Ausrücken geplant und koordiniert und somit im Pulk geschehen.
In dem glauben alles sei vorbei schlenderte ich gen Ausgang, bis mir einfiel, dass ich 2 Hallen noch nicht gesehen habe. Und das war gut so. Denn in diesen steppte noch bis 17.00 der Bär (dann wurde auch dort geklatscht und alles war eingepackt). Und sie erwiesen sich - im Gegensatz mit den ganzen hallen voller Doujinshis - als absolutes Mekka eines jeden Otaku. Dort wurde alles (in der Regel weiblich und sehr knapp bis gar nicht bekleidet), von Bilder-CDs, Soundtracks und DVDs, über Schlüsselanhaenger, Videospiele und Plüschfiguren, bis hin zu Mauspads mit Brüsten, Kissen und Bettbezügen (ja, mit Mädels drauf) verkauft.
Als auch dort die Segel gestrichen wurden habe ich mich mit vollem Gepäck (4 Tüten) Richtung Bahnhof begeben. Doch nach kaum 10 Metern hat die Anfangs gekaufte Comiket Tüte den Geist aufgegeben, weshalb ich alles (neben jeder Menge Doujinshis auch ein T-Shirt und eine Kaffeetasse) in die anderen Tüten umpacken musste. Schwer beladen schleppte ich mich also zur Bahn.

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Und was folgte? Wer hätte es gedacht… Schlange stehen. Das Nahverkehrsnetz war total überlastet und so endete alles, wie es angefangen hatte. Nur, dass der Zug diesmal noch voller wurde. Eigentlich wollte ich ja bei Odaiba aussteigen um mir den großen Gundam anzuschauen. Aber als ich erlebt habe, wie sich immer mehr Menschen in den Zug quetschten, bis an den Folgenden Stationen niemand mehr zusteigen konnte (Zugquetscher wie in Shinjuku gab es nicht), habe ich es mir anders überlegt. Ohnehin taten mir die Füße weh und ich hatte Hunger. Also bin ich bis zur Endstation gefahren. Beim Aussteigen spürte ich allerdings jeden einzelnen Muskel… Klimaanlagen… Segen und Fluch zu gleich. -.-
Nach der U-Bahnfahrt nach Asakusa bin ich zurück ins Hotel, habe mich erst einmal eine Stunde hin gelegt, geduscht, umgezogen und bin gemütlich essen gegangen: Tempura, wie bereits geschrieben.

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Mein Fazit: Muss man erlebt haben! Klar ist es anstrengend. Aber man muss einfach einmal da gewesen sein um mitreden zu können. Ist so ähnlich wie mit dem Oktoberfest in München und ich kann es jedem, der die Gelegenheit dazu hat, nur empfehlen.

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Das war es mal wieder fürs erste. Ich gehe jetzt (22:53 Ortszeit Tokyo) ins Bett, denn morgen checke ich um 10.00 aus dem Hotel aus und treffe mich anschließend mit meiner Gastfamilie. Gute Nacht miteinander :)

Wrong about Japan

Der australische Autor Peter Carey und sein Sohn Charley teilen ihre Begeisterung für japanische Anime (アニメ) und reisen daher zusammen nach Japan. Dieses Buch schildert ihre Eindrücke und Erlebnisse in Tokyo (東京). Während ihrer Reise haben sie das unglaubliche Glück berühmte Mangaka (漫画家) wie Tomino Yoshiyuki (富野 由悠季) und Miyazaki Hayao (宮崎 駿) persönliche zu treffen und diese zu interviewen. Vor allem letztes grenzt an ein kleines Wunder. Oder wie Charleys japanischer Freund Takashi sagte: “Sie werden Mr. Miyazaki nie treffen. Alle Japaner wissen das. [...] Aber Mr. Miyazaki ist schwieriger zu treffen als Walt Disney.” Und der ist ja bekanntlich schon tot.
Ein äußerst interessantes Buch, in dem nicht nur westliche und östliche Kultur sowie Tradition und Moderne aufeinander treffen sondern auch verschiedene Generationen in Form von Vater und Sohn. Denn beide haben ihre eigenen Vorstellungen von Japan. Und wie dieses Land nun einmal so ist, treffen sie zwar beide zu, aber auch irgendwie nicht. So, dass Japan dem Gaijin (外人) wie immer verschlossen bleibt und am Ende teilweise mehr Fragen als Antworten stehen.
Besonders lesenswert, vor allem wenn man sich für Anime und Manga (漫画) interessiert.

Wrong about Japan

Majo no takkyûbin

Mit 13 Jahren ist es für jede junge Hexe an der Zeit ihr Zuhause zu verlassen und auf eigenen Beinen zu stehe; so will es die Tradition. Also bricht auch Kiki - zusammen mit ihrem schwarzen Kater Jiji - auf, um einen Ort zu suchen, an dem sie sich niederlassen und arbeiten kann.
So findet Kiki Koriko, eine Stadt am Meer und beschließt dort zu bleiben. Zu ihrem Glück begegnet sie Osono und ihrem Mann, welche zusammen ein Backwarengeschäft betreiben. Dort hilft sie etwas im Geschäft aus und kann im Gegenzug bei ihnen wohnen, bis sie alleine zurecht kommt. Es gilt also, selber Geld zu verdienen.
Kiki kann zwar fliegen aber da sie sich noch in der Ausbildung befindet ist Kiki auf dem Gebiet der Zauberei noch nicht sonderlich bewandert. Daher beschließt sie einen Lieferservice zu eröffnen. Trotz der Hilfe und Unterstützung von Osono und ihrem Mann wird Kiki in dieser großen, fremden Stadt doch von Einsamkeit und Heimweh geplagt. Dies ändert sich erst als sie anfängt sich mit Tombo, einem Jungen aus der Nachbarschaft, anzufreunden. Doch plötzlich muss sie feststellen, dass ihre magischen Kräfte zu schwinden beginnen.

KikiBei Majo no Takkyūbin (魔女の宅急便) handelt es sich um das fünfte Anime, welches von Studio Ghibli produziert wurde. Der Film ist kindlicher und verspielter als die neueren Produktionen. Doch wie bei Miyazaki Hayao (宮崎 駿) nicht anders zu erwarten ist er sehr gut.
Der Soundtrack ist schön, kann aber meines Erachtens mit dem von Mononoke Hime (もののけ姫) nicht mithalten.
Auch, wenn es Thematisch um eine junge Hexe geht ist der film weniger “fantastisch” als andere Filme Miyazakis (z. B. Tenkū no Shiro Rapyuta). Kiki hat hauptsächlich mit alltäglichen Problemen zu kämpfen und die Welt um sie herum ist in keiner Weise magisch. Trotzdem wird eine wunderschöne Geschichte erzählt, welche Jung und Alt begeistern kann.

Tenkû no shiro Rapyuta

Pazu ist ein junger Bergarbeiter, der in einer Minenstadt arbeitet. Seit sein Vater gestorben ist, ist er ein Vollweise und hat nur einen Traum: Die Sagenumwogene, fliegende Stadt Laputa zu finden, von der sein Vater immer behauptet hat, er hätte sie gesehen.
An einem späten Abend sieht er, während der Arbeit, etwas leuchtendes vom Himmel fallen. Als er näher kommt erkennt er, dass es sich um ein bewusstloses Mädchen handelt, welche langsam zu Boden schwebt. Pazu fängt sie auf und bringt sie später zu sich nach Hause. Am nächsten Morgen stellt sich ihm das Mädchen als Sheeta vor und die beiden Kinder freunden sich miteinander an. Doch schon bald tauchen die Schergen von Doras Luftpiraten auf, welche hinter Sheeta her sind. Die beiden versuchen zu flüchten und zur nächsten Polizeistation zu gelangen. Doch auf dem Weg dorthin begegnen sie dem Militär. Denn auch dieses, angeführt von Muska, einem Agenten der Regierung, ist hinter Sheeta her.

Castle in the SkyNach einer rasanten Verfolgungsjagd gelingt es Muska, Sheeta in seine Gewalt zu bringen. Wie sich herausstellt kennt er Sheetas wahren Namen (“Lusheeta Toel Ul Laputa”), der sie als direkte Nachfahrin der Königsfamilie von Laputa auszeichnet. Mit Sheetas Hilfe will Muskat nun versuchen, Laputa zu finden.
Da Pazu keinen anderen Ausweg sieht, um Sheeta zu retten, hat er sich unterdessen den Luftpiraten angeschlossen. Diese sind immernoch fest entschlossen, Laputa vor dem Militär zu finden um an die Schätze zu gelangen. In einer halsbrecherischen Aktion gelingt es der Gruppe schließlich, Sheeta zu befreien und sie begeben sich auf die Suche nach Laputa. Jedoch ist ihnen das Militär bereits dicht auf den Fersen, während Muska seine eigenen, finsteren Pläne schmiedet.

Wie bei Miyazaki Hayao (宮崎 駿) nicht anders zu erwarten bekommt man mit Tenkū no Shiro Rapyuta (天空の城ラピュタ) ein wunderschönes, modernes Märchen für die ganze Familie. Mit fantastischen Bildern und einem, Joe Hisaishi sei dank, geradezu unglaublich guten Soundtrack.