Silent Hill: Shattered Memories

Persönlich konnte ich mich noch nie mit der Silent Hill (サイレントヒル) Serie anfreunden. Was allerdings mit dem einfachen Umstand zusammen hängt, dass ich mich für das gesamte Survival-Horror Genre nicht begeistern kann. Trotzdem bemühe ich mich an dieser Stelle um ein objektives Review.
Der neuste Teil von Konamis (コナミ) bekannter Spielereihe ist für Wii, PS2 und PSP erschienen und wurde wie Slent Hill: Origins von Climax Entertainment (クライマックス) entwickelt.

Silent Hill: Shattered Memories

Das Spiel interpretiert den aller ersten Silent Hill Teil neu. Um es an dieser Stelle klar zu stellen: Es ist kein Remake sondern unterscheidet sich vollkommen von dem Original. Der Beginn der Handlung ist gleich: Der Protagonist - Harry Mason - hatte in der amerikanischen Kleinstadt Silent Hill einen Autounfall. Nun leidet er unter Gedächtnislücken und sucht seine kleine Tochter Cheryl. Das waren allerdings auch schon alle Gemeinsamkeiten. Der Rest der Story unterscheidet sich drastisch von der eigentlichen Vorlage und sollte besser selbst erlebt statt an dieser Stelle verraten werden.

Die Steuerung mit Wiimote + Nunchuck ist intuitiv und bietet sich gerade zu an, da man sowieso die meiste Zeit mit einer Taschenlampe (mit der man natürlich mit der Wiimote leuchtet) unterwegs ist.
Die meiste Zeit bewegt man sich durch die (fast) menschenleere Stadt, sucht Hinweise, eilt schemenhaften Erscheinungen hinterher, löst Rätsel und sucht Schlüssel. Vor allem letzteres erweist sich als sehr einfach, da in Amerika anscheinend zu jeder verschlossenen Tür der entsprechende Schlüssel im 15 Meter Umfeld zu finden ist.
Unterbrochen wird das ganze durch das Betreten der Anderswelt: Um einen herum beginnt alles und jeder auf groteske Weise einzufrieren und eine meterdicke Eisschicht bildet sich; ein sehr cooler Effekt, wie ich finde. Allerdings wird man in der Anderswelt von kreischenden, gesichtslosen Kreaturen verfolgt. Wer nun allerdings auf Waffen und ein Kampfsystem hofft, wird enttäuscht. Beides gibt es nicht. So bleibt nur die Flucht vor diesen Kreaturen und die Suche nach dem Ausgang. Dabei helfen einem blaue Markierungen um Türen und auf Mauern, welche einem anzeigen, dass man dort weiter gehen kann. Da jedoch zugefroren alles irgendwie gleich aussieht passiert es trotzdem sehr schnell, dass man sich verirrt und im Kreis läuft. Selten findet man Signalfackeln, mit denen man sich die Monster kurzzeitig vom Leib halten kann. Aber in der Regel ist man nur am Rennen und versucht diese Dinger wieder abzuschütteln (durch ruckartige Bewegungen mit Wiimote und Nunchuck), wenn sie einen gepackt haben. Sollten es jedoch zu viele auf einmal sein, findet das Spiel ein jähes Ende.
Besonders erwähnenswert ist meiner Meinung nach die Umsetzung des Mobiltelefons. Dieses dient nicht nur als Karte und Photo sondern man findet immer wieder Telefonnummern, die man anrufen kann und erhält Textnachrichten. Der Sound kommt dabei aus der Wiimote selbst und trägt damit maßgeblich zur Stimmung im Spiel bei.

Der Soundtrack ist gewohnt erstklassig und stammt wieder aus der Feder von Yamaoka Akira (山岡晃).

Silent Hill: Shattered Memories

Fazit: Ein gutes und interessantes Spiel. Das Ende war genial und an den Rätseln hatte ich meine Freunde. Leider fand ich die Handlung zu linear und das Wegrennen vor immer den selben Monstern nicht nur nervig, sondern auf Dauer auch extrem langweilig. Hinzu kommt die sehr kurze Spielzeit von ca. 6 Stunden, weshalb ich von einem Kauf leider abraten muss.

Kommentare (2)

[...] wird schwer enttäuscht. Ähnlich ergeht es Spielern, die bei “Survival Horror” nur an Silent Hill oder Resident Evil denken. Blut wird man keines zu sehen bekommen und der Schrecken, der von dem [...]

[...] originell umgesetzt wurde. Insbesondere die Verwendung der Wiimote als Handy - ähnlich wie in Silent Hill: Shattered Memories - hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Orte, welche man im Spiel aufsucht sind zwar [...]

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