Rhapsody: A Musical Adventure

Das Spiel von Nippon Ichi Software, Inc. (日本一ソフトウェア (Nippon Ichi Sofutowea)) erschien zum ersten mal am 17. Dezember 1998 für die Playstation One in Japan mit dem Titel The Puppet Princess of Marl Kingdom (マール王国の人形姫 (Māru-ōkoku no Ningyō-hime)) und stellte damit den Auftakt der Marl Kingdom Rollenspiel-Reihe dar. Die beiden anderen Teile der Serie, welche nie außerhalb Japans veröffentlicht wurden, sind Little Princess: Marl Ōkoku no Ningyō Hime 2 (リトルプリンセス マール王国の人形姫2 (Ritoru Purinsesu Māru Ōkoku no Ningyō Hime Tsū)) und Angel Present: A Marl Kingdom Story (天使のプレゼント マール王国物語 (Tenshi no Purezento Māru-ōkoku Monogatari)).
Rhapsody: A Musical AdventureNach zwei Reinkarnationen des Spiels für die Playstation im Jahre 1999 (The Adventure of Puppet Princess + 1) und 2001 (The Adventure of Puppet Princess (PSOne Books)) folgte die Umsetzung für den Nintendo DS am 6. Juni 2008, welche grundlegend überarbeitet wurde. So änderte sich das Kampfsystem von einer taktischen, isometrischen Ansicht auf den klassischen, runden basierten 2D Kampf und Kururu wurde von einem NSC zu einem spielbaren Charakter.

Cornet lebt als Waisenkind bei ihrem Großvater. Sie kann sich nicht an ihre Eltern erinnern und träumt wie viele Mädchen davon irgendwann ihren Traumprinzen zu treffen. Allerdings ist sie kein normales Mädchen. Sie hat die Gabe mit Puppen zu reden. Daher wird sie auch immer von der fliegenden Puppe und ihrer besten Freundin Kururu begleitet.
Eines Tages begeben sich Cornet und Kururu in den Wald, um etwas Inotium (die gängige Währung) zu suchen. Dort treffen sie auf Myao, ein merkwürdiges Mädchen, welches von einer Schaar Katzen begleitet wird. Sie fordert von Cornet, dass diese ihr umgehend all ihr Inotium aushändigt. Da Cornet sich weigert beschwört sie einen Drachen um es sich gewaltsam anzueignen. Doch Cornet und Kururu werden unerwartet von Ferdinand, dem Prinzen von Marle und zukünftigen König gerettet. Cornet ist vollkommen sprachlos verliebt sich hals über Kopf. Doch genauso schnell, wie der Prinz aufgetaucht ist, verschwindet er auch wieder.
Kururu überredet Cornet am königlichen Schönheitswettbewerb teil zu nehmen. Da die Gewinnerin einen Tanz mit dem Prinzen gewinnt. Trotz allerhand Widrigkeiten gelingt es Cornet am Ende tatsächlich, den Wettbewerb zu gewinnen. Doch gerade als sie und der Prinz alleine auf einem Balkon des Palastes stehen passiert etwas vollkommen unerwartetes.
Myao kracht - nach Rache sinnend - mit einem Drachen und in Begleitung ihrer Anführerin Marjoly und weiterer Schergen in den Palast. Marjoly, eine bösartige aber eitle und ziemlich schusselige Hexe ist hin und weg, als sie den Prinzen sieht. Sie wählt jedoch den falschen Zauber aus und verwandelt ihn in Stein. Nichts desto trotz entführen sie den Prinzen um sich später in aller Ruhe zu überlegen, wie sie ihn zurückverwandeln kann.
Cornet beschließt, den Prinzen zu retten. Dafür sucht sie den alten, weisen Polansky in seinem Turm auf. Dieser erzählt Cornet, sie müsse um den Fluch zu brechen fünf magische Steine finden. Also begibt sich Cornet zusammen mit Kururu auf den Weg und das eigentliche Abenteuer beginnt. Dabei wird sie viele Freunde gewinnen, Puppen finden, welche sie begleiten und Entscheidungen treffen, welche weitreichende Folgen haben. Außerdem umgibt Kururu auch noch ein Geheimnis, welches es zu lüften gilt.

RhapsodyRhapsody

Wem die musikalischen Zwischensequenzen zu lange dauern oder wer keine japanische Musik mag, kann diese kurzerhand abbrechen. Das Spiel ist also nur so viel Musical, wie man es selber möchte.
Auf den ersten Blick wirkt Rhapsody: A Musical Adventure sehr verspielt, kindisch und zuckersüß. Was wahrscheinlich der Grund ist, weshalb es vielen Leuten nicht gefällt. Jedoch verbirgt sich hinter dieser kunterbunten Fassade ein erstklassiges Rollenspiel, mit einer mitreißenden Story, liebevoll in Scene gesetzten Charakteren und vielen witzigen und ironischen Dialogen. Ich empfehle also jedem über den knuddelig-süßen Look mit fliegende Kuchenstücke und Pfannkuchen als Spezialattacken hinwegzusehen und dem Spiel eine Chance zu geben.

Rhapsody: A Musical Adventure Gameplay Trailer
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Kommentare (8)

campaigneram 19.05.09 um 14:56

Das sieht aus wie eine bonbonbunte Mädchenversion von Bard’s Tale.

Marcam 19.05.09 um 16:37

Ach, da spielt man auch ein Mädchen, welches versucht seinen Traumprinzen zu retten? Ist ja faszinierend. ^^

campaigneram 19.05.09 um 23:00

Nein, deswegen erklärte ich ja Rhapsody zur _Mädchen_version. Bard’s Tale ist was für ganze Kerle. ;)

Marcam 20.05.09 um 08:27

Was mich mir aber leider noch verschließt ist, was dich zu diesem Vergleich bringt. Ich meine, irgendetwas muss die beiden Spiele ja verbinden. Neben dem üblichen, was alle Rollenspiele irgendwie gemeinsam haben. ^^

Hehe @ “Was für ganze Kerle”.
Stimmt. :-)

A Bard's Tale

campaigneram 20.05.09 um 17:17

In Bard’s Tale beschwört sich der Hauptchar Gefährten mittels seiner Laute und es gibt zwischendurch Musikeinlagen.

Marcam 20.05.09 um 19:26

Im Spiel wird man in der Regel von Kururu begleitet. Allerdings nicht zwangsweise im Kampf. Seine 3 Mitstreiter kann man jederzeit aus dem Partypool auswählen. Ich persönlich bin dazu übergegangen, diese regelmäßig durchzumischen um ein einheitliches Level zu halten. Die Puppen werden also nicht beschworen. Allerdings gewährt das Horn Zugriff auf mächtige und einzigartige Spezialaktionen. Oben rechts (sieht man auf den Screenshots leider nicht) befindet sich eine Leiste mit Noten, die sich füllt, je öfter man das Horn benutzt und von 1 bis 5 hochzählt und so die entsprechenden Aktionen freischaltet. Ich persönlich fand es am praktikabelsten auf die mächtigen Schadenszauber (ja, die fliegenden Tortenstückchen + Pfannkuchen*g*) auf den Leveln 1-4 zu verzichten und habe immer nur Level 5 (HP/MP Regeneration aller Partymember) benutzt. Und anschließend das Horn dann für Heilzauber verwendet, so dass sich die Leiste mit der Zeit wieder aufgefüllt hat.

Singt der Barde auch?

campaigneram 21.05.09 um 16:26

Ich hab ihn glaube ich nich nicht singen hören. Aber nach jedem Bosfight kommen drei Goblins aus dem Gebüsch, die eine Choreographie darbringen und ein verhöhnendes Lied singen (kein Scherz).

http://www.youtube.com/watch?v=8R0pQM83v5U

Marcam 21.05.09 um 21:05

Finde ich irgendwie amüsant. ^^

Die coolsten Gegner bei Rhapsody: A Musical Adventure sind übrigens die Katzen, welche die Handlanger der “Bösen” sind und auch mit Tanzeinlagen aufwarten.

Hier ein Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=RD6jcrr2soA

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