Red Steel 2
Machen wir uns nichts vor: Der erste Teil von Red Steel war eher bescheiden. Die Steuerung war mittelmäßig und es bedurfte erst Spielen wie Metroid Prime 3 - Corruption und The Legend of Zelda: Twilight Princess um zu zeigen, was tatsächlich in der Wii steckt. Aber so ist das nun einmal bei Launch-Titeln. Und spätestens seit The Conduit sollte klar sein, dass die Wii für Ego-Shooter geradezu prädestiniert ist. Auch technisch hat sich inzwischen einiges getan und die Steuerung der Wii ist - dank der Erweiterung Wii Motion Plus - wesentlich präziser geworden. Außerdem hat Ubisoft seine Hausaufgaben gemacht und aus seinen Fehlern gelernt. Dementsprechend hat Red Steel 2 nicht mehr viel mit dem 1. Teil der Serie zu tun.

Es beginnt schon beim Setting. So wurde die Handlung vom Japan des 21. Jahrhundert auf einen namenlosen Planeten in unbekannte Zukunft verlagert. In eine Welt, welche ein Mix aus japanischer Kultur und dem Wilden Westen ist. Klingt nicht nur originell, sondern ist es tatsächlich auch. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass es eine derartige Mischung schon einmal gab. Wobei dem Spieler die entstehende Atmosphäre sehr gut vermittelt wird.

Der Namenlose Held ist Mitglied des Kusagari-Clans. Er wurde von den Jackals (eine Bande von Straßenräubern, Mördern und Dieben) gefangen genommen und Payne (der brutale Anführer der Gesetzlosen) ist drauf und dran, ihn in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Doch es gelingt ihm, seinem Peiniger zu entkommen und seinen alten Meister - Jian - zu retten.
Anschließend muss er feststellen, dass die gesamte Stadt von den Jackals besetzt wurde. Doch etwas scheint nicht zu stimmen. Denn sie ziehen nicht raubend und plündernd durch die Straßen, wie man es von ihnen erwarten würde. Aber bevor es dieses Rätsel zu lösen gilt, will unser Held erst einmal sein Katana wieder beschaffen, welches sich Payne unter den Nagel gerissen hat.

Im Kampf hat man die Auswahl zwischen vier verschiedenen Feuerwaffen, welche man mit der Zeit verbessern kann, und dem Katana. Allerdings liegt der Schwerpunkt ganz klar auf den Schwertkämpfen. Denn genau hier kommen auch die Vorzüge von Wii Motion Plus zum tragen. Es werden also nicht nur Knöpfe gedrückt und so hatte ich nach der ersten Runde auch gleich mal Muskelkater. ;-) Im Verlauf des Spiels lernt man eine Vielzahl verschiedene Schwerkampftechniken, welche einem helfen die Angriffe der Gegner zu überstehen. Dabei ist jeder Kampf in sich abgeschlossen und man ist danach wieder vollkommen geheilt.

Ein spitzen Spiel, dem ich meine Kaufempfehlung ausspreche und welches mir die Vorzüge von Wii Motion Plus mehr als verdeutlicht hat.
[+] Spannend und Actionreich
[+] Erstklassige Steuerung
[-] Lineare Level
[-] Schlechte deutsche Synchronisation
Tags: red steel, ubisoft, wii, wii motion plus














[...] ist. Zu allem Überfluss bedeutet jeder Schlag ein Schwingen der Wiimote. Und da es - anders als in Red Steel 2 - nicht um coole Schwertkämpfe sondern nur wildes Gehacke geht, sollte man statt Spielspaß eher [...]