Ich war noch nie wirklich für Rocky zu begeistern. Weshalb ich auch nicht dazu zu bewegen war mir Rocky Balboa im Kino anzuschauen. Anders jedoch bei der Rambo-Reihe. Daher habe ich es mir nicht nehmen lassen den 4. Teil direkt zum Deutschlandstart anzuschauen. Und ich kann sagen, dass es Sylvester Stallone mit über 60 Jahren immernoch voll drauf hat und das Musterbeispiel eines Actionhelden abgibt.
John Rambo (Sylvester Stallone) lebt in Thailand als Schlangenfänger und Bootskapitän. Eines Tages kommt eine kleine Gruppe (weltverbessernder) Missionare auf ihn zu und bittet ihn, sie mit seinem Boot in das Nachbarland Birma zu bringen. Sie wollen Lebensmittel und Medikamente in das seit Jahren durch einen Bürgerkrieg zerrüttete Land bringen. Nach anfänglich ablehnender Haltung wird er schließlich doch noch von Sarah Miller (Julie Benz) dazu überredet, die Gruppe zu transprotieren. Auf ihrem Weg werden sie von Piraten überfallen, welchen Rambo schnell und effizient den Gar ausmacht.
Einige Zeit nach dem Absetzen der Missionare und seiner Rückehr nach Thailand wird Rambo von einem Pastor darüber informiert, dass der Kontakt zu den Missionaren, welche bereits längst zurück sein sollten, abgebrochen ist. Denn diese wurden zwischenzeitlich von der birmesischen Armee gefangen genommen als diese das Dorf, in dem die Missionare tätig waren, bis auf die Grundmauern niedergebrannt und ein Massaker unter der Bevölkerung angerichtet hat. John Rambo wird also erneut mit der Aufgabe betraut nach Birma zu reisen. Diesmal jedoch um eine Gruppe Söldner welche die Missionare retten sollen dort abzuliefern. Schnell müssen diese Söldner - welche ihr Handwerk verstehen aber nicht an das Format eines John Rambo heranreichen - feststellen, dass Rambo mehr als nur ein einfacher Bootsmann ist. So beschließen sie heimlich und gemeinsam in das Militärlager einzudringen und die Geiseln zu retten. Die Rettung gelingt und es beginnt die Flucht vor der Armee durch den Jungle Birmas.
Bei manch einem mag der Film vielleicht die Frage aufwerfen ob so viel Gewalt in einem Film denn wirklich nötig ist. Keine Frage, es handelt sich um eine 90 minütige Orgie der Gewalt in der fast ununterbrochen reichlich Blut fließt und diverse Körperteile in Großaufnahme abgetrennt werden. Menschen, egal ob Männer, Frauen oder Kinder werden auf die brutalste Weise vergewaltigt, verstümmelt und abgeschlachtet. Wobei allerhand an Waffen und Kriegsgerät zum Einsatz kommt: Macheten, Bajonette, Mörser, Schußwaffen aller Art und jedes Kaliebers, Minen und noch einiges mehr. Selbst Schweine steuern ihren Beitrag zur Erhöhung der Brutalität, des Schreckens und des Ekels bei. Ich würde jedoch sagen, dass dieser Film gerade durch all seine unverblümte Gewalt zeigt, was Krieg bedeutet. Denn auch wenn wir uns heutzutage gerne einzureden versuchen, dass Kriege humaner geworden wären möchte ich dies bestreiten.
Übrigens ist die deutsche Kinoversion trotz aller Brutalität geschnitten. Auf Anhieb sind mir 4 Szenen aus dem ungeschnittenen US-Trailer aufgefallen, welche in der deutschen Fassung fehlten oder so (gewaltvoll) nicht vorgekommen sind.


Name: Marc














Bisher 3 Kommentare
hahaha…
und gleich kommt das Statement zur “humanen Kriegsführung” *g*
Nee, das erspar ich mir an dieser Stelle. ^^
John Rambo redet ja auch nicht drüber ^^
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