Planet Terror
Grindhouse ist eine Hommage der beiden Regisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino an die Grindhouse-Kinos der 1960er und 1970er Jahre. In diesen wurden immer zwei Filme im Doppelpack gezeigt. Aus diesem Grund besteht Grindhouse ebenfalls aus zwei Filmen, welche in Europa allerdings einzeln und nicht als Double Feature gezeigt wurde. Einer davon ist Planet Terror, welchen ich kürzlich bewundern durfte.
Völlig erwartungs- und wertfrei ins Kino gegangen muss ich nun sagen: Ich bin begeistert! Robert Rodriguez hat mit Planet Terror ein filmisches Meisterwerk erster Güte abgeliefert. Der Film ist mein persönliches Kino-Highlight des Jahres. Und das obwohl (oder gerade weil) es keiner dieser hoch gepriesenen Blockbuster ist. Dabei gelingt es Rodriguez die Atmosphäre der alten Grindhouse-Kinos auf interessante, lustige und spannende Weise einzufangen und dem Zuschauer zu präsentieren. Dies ist nur ein Grund, warum man den Film möglichst im Kino schauen sollte.
Irgendwo in Texas scheitert die illegale Übergabe eines gefährlichen biochemischen Giftgases. Dieses wird daraufhin freigesetzt und verwandelt die Bewohner der näheren Umgebung in hirnlose, mordende Zombies. Für den kleinen, wild zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Menschen - darunter die Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan), ihrem Ex-Freund El Wray (Freddy Rodríguez), Sheriff Hague (Michael Biehn), der Ärztin Dr. Dakota Block (Marley Shelton) und noch einige andere - beginnt somit ein Kampf ums nackte Überleben.
Die Story klingt ziemlich flach? Richtig! Denn genau so muss es auch sein. Der Film will nicht ernst genommen werden. Der Handlungsfaden ist teilweise gerade groß genug um nicht als eine Aneinanderreihung irgendwelcher Zombie-Blutorgien, Explosionen (von diesen gibt es übrigens jede Menge. Ein Grund ist zwar nie zu erkennen. Aber wo Zombies sind müssen wohl auch Autos explodieren!) und noch mehr toten Zombies zu gelten. Dabei ist der Verlauf des Films teilweise einfach nur abwägig und dermaßen unrealistisch, dass es urkomisch ist und die Lacher gegenüber irgendwelchen Ekelgefühlen deutlich überwiegen.
Die Besetzung ist sehr gut und die meisten Gesichter hat man irgendwo schon mal gesehen (LOST, Chamed, Terminator, From Dusk Till Dawn, etc…). Wobei Bruce Willis wohl der bekannteste Schauspieler sein sollte und die Sängerin Stacy Ferguson eine kleine Nebenrolle als Opfer bekommen hat.
Ich bin mir sicher, dass meine Kritik zu Planet Terror nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen wird, da sich nicht jeder für das Genre des “billigen” B-Movie Zombiefilms (inkl. literweise Blut, abgetrennter Gliedmaßen und allem anderen, was dazu gehört) begeistern kann. Wer dies jedoch tut oder bereit ist einfach mal etwas Neues auszuprobieren (die Tolleranz für Blut und Gewalt sollte dementsprechend niedrig sein. Der Film ist nicht umsonst FSK18), der sollte sich die richtige Begleitung suchen (in meinem Fall Marco und “B-Movie” Mallek) und sich Planet Terror auf keinen Fall entgehen lassen.
Tags: comedy, film, horror, quentin tarantino, rose mcgowan, zombie














Die US-DVD liegt seit ein paar Tagen hier, bin aber leider noch nicht dazu gekommen, mir den Film anzusehen
Wie geschrieben rate ich dazu, den Film im Kino zu schauen. Die 4,50 Euro (bei uns im CineStar) ist er wirklich wert. Auch, wenn ich mir sicher bin, dass sich die Massen bei der Beurteilung uneins sein werden. Aber das liegt wohl hauptsächlich am Genre. :)
Was ich bisher über den Film gehört habe, dürfte er mir gefallen. Steht nur in den Sternen, ob ich den im Kino noch schaffe.
Ach ja, und eine kleine Anmerkung meinerseits: Die Grindhouse-Kinos waren in den 60ern und 70ern populär. :)
Stimmt. Danke.
Simon, Ich, Maren und Co. haben gestern _angefangen_ “Wächter des Tages” zu schauen. Seit Planet Terror habe ich keinen so sinnlosen Streifen gesehen.
Worauf ich allerdings Bezug nehmen möchte ist das ich dir voll und ganz recht gebe. Man kann sich Planet Terror anschauen, allerdings nur wenn man frei von jeglichen Erwartungen ist.
Zum metzeln ok, zum “Film erwarten” unter aller Sau.
Mfg
“Zum metzeln ok, zum “Film erwarten” unter aller Sau.”
Ja, genau das ist der Grund, warum der Film an den Kinokassen der USA gefloppt ist und es bei uns nicht in die Primetime geschafft hat.
[...] & Breakfast bietet eine solide B-Movie-Horror-Comedy. Welche zwar nicht an das Format eines Planet Terror heranreichen kann aber meines Erachtens besser ist, als Shaun of the [...]
[...] seit der Hommage an das Grindhouse Kino durch Robert Rodriguez und Quentin Tarantino in Form von Planet Terror und Death Proof (wobei mir Rodriguez’ Planet Terror wesentlich besser gefallen hat als [...]