Betrogen

Das zweite Buch zu Star Wars: The Old Republic, welches mir Nico ausgeliehen hat, hat mich ebenso positiv überrascht, wie das erste. Im Gegensatz zu diesem ist es enger mit dem Spiel verknüpft, da es die direkte Vorgeschichte beinhaltet, welche man auch in einem der Videos sieht.

Für die Republik und die Jedi bricht ihre bis dahin geltende Weltordnung zusammen. Denn das Imperium hat das Herz der Republik, seine Hauptwelt Coruscant erobert und den Jeditempel vernichtet.
Die Hiobsbotschaft verbreitet sich wie ein Lauffeuer durch die Galaxis. Und auch auf dem Planeten Alderaan, auf dem zur Zeit die Friedensverhandlungen zwischen der Republik und dem Impierum laufen, wird die Jedi-Ritterin Aryn Leneer - durch den Tod ihres Meisters Ven Zallow - alarmiert. Entgegen den Grundsätzen ihres Ordens entschließt sie sich, auf eigene Faust nach Coruscant zu reisen um den Mörder ihres Meisters aufzuspüren und seinen Tod zu rächen.
Währenddessen muss sich Darth Malgus - der Eroberer Coruscants - mit den Widrigkeiten der Politik innerhalb der Sith und des Imperiums auseinander setzen.

Betrogen

Ich finde, dass das Buch nach einem fulminanten Start - nämlich die Eroberung Coruscants - in der Mitte etwas abflacht und die Spannung nicht wirklich halten kann. Erst gegen Ende, wenn man erfährt, wie es mit Darth Malgus weiter geht und sich die Konfrontation zwischen ihm und Aryn Leneer anbahnt, wird es wieder richtig gut und lesenswert.
Sehr gut hat mir gefallen, wie innerlich zerrissen die jeweiligen Hauptcharaktere sind. So, dass man sie nicht wirklich in Kategorien wie Schwarz oder Weiß einteilen kann. Am Ende wählt jeder von ihnen seinen eigenen Weg und die Mittel um mit diesem Zerwürfnis seiner selbst fertig zu werden.

Paket von Duc, Eri und Shion

Duc, Eri und Shion haben mir 2 Pakete mit allerlei leckerem Essen (GUNDAM NUDELN!!! :D) und coolen T-Shirts geschickt. Damit lässt sich das Fernweh besser aushalten. Ich danke euch vielmals und hoffe, dass wir uns 2012 wieder in Tokyo treffen!

Präsente aus JapanPräsente aus JapanPräsente aus Japan

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Bier

“You can’t be a real country unless you have a beer and an airline - it helps if you have some kind of football team, or some nuclear weapons, but in the very least you need a beer.”

– Frank Zappa

Eine unheilvolle Allianz

Nico war so freundlich, mir anlässlich des bevorstehenden Release des Star Wars: The Old Republic MMORPG zwei Bücher dazu auszuleihen. Und vom ersten bin ich angenehm überrascht.

Im Weltraum stößt das Schmugglerschiff Auriga Fire unter Befehl seinem Captain Jet Nebula auf ein manövrierunfähiges Schiff unbekannter Herkunft. Das Schiff selber identifiziert sich zwar als Cinzia, aktiviert dann allerdings die Selbstzerstörung, bevor es geentert werden kann.
Kurze Zeit später werden sowohl das Imperium als auch die Republik von den Hutten kontaktiert. Die Überreste des Schiffs - inkl. eines intakten Navigationscomputers - sollen auf Nal Hutta an den Meistbietenden versteigert werden. In der Hoffnung dadurch den Ursprung des fremden Schiffes zu erfahren und diesen bisher unbekannten Planeten zu annektieren, entsenden beide Großmächte diplomatische Vertreter um die Ware zu ersteigern.
Doch sowohl die Sith als auch die Jedi haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, wie sie in den Besitz der Überreste kommen. Zu allem Überfluss haben auch noch die Mandalorianer ihre Finger mit im Spiel und sind ebenfalls nicht bereit, für diese Information zu bezahlen. Es bahnt sich nicht nur ein ausgedehnter Konflikt an, der schnell in einen offenen Krieg gipfeln könnte. Keine der beiden Seiten ahnt, dass in den Weiten des Alls noch eine viel größere Gefahr auf sie wartet, welche die gesamte Galaxis bedroht.

Eine unheilvolle Allianz

Die Handlung wird insgesamt aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und gibt dadurch interessante Einblicke in der Beweggründe und Ambitionen der einzelnen Hauptpersonen. Zwar dauert es etwas, bis man mit den zahlreichen Charakteren wirklich warm wird und sich die Story so weit ausgeweitet hat, dass sie interessant wird; dann steigert sich das Buch allerdings kontinuierlich und bietet einen ordentlichen Abschluss, der eindeutig Lust auf mehr macht.

サマーウォーズ

Der etwas schüchterne 小磯 健二 (Koiso Kenji) willigt ein, seine ältere Mitschülerin 篠原 夏希 (Shinohara Natsuki) zu dem Geburtstag ihrer neunzigjährigen Großmutter 陣内 栄 (Jinnouchi Sakae) nach 上田市 (Ueda) zu begleiten. Er ahnt nicht, dass sie ihn dort als ihren Freund vorstellen wird, weil sie ihrer Oma versprochen hat, sich einen anständigen Partner zu suchen.
Verdattert und überrascht willigt er schließlich ein, bei dieser Scharade mitzuspielen. Zumal er anfängt die etwas kauzige Großfamilie immer mehr in sein Herz zu schließen. Einzig das unerwartete Auftauchen von 陣内 侘助 (Jinnouchi Wabisuke) - dem Schwarzen Schaf der Familie - sorgt für Ärger und Unruhe innerhalb des sonst so glücklichen Familienidyll.
Doch plötzlich gibt es ganz andere Probleme: Das weltweite Computernetzwerk OZ wurde kompromittiert, was zu allerhand Chaos in der realen Welt führt: Ampelsysteme spielen verrückt, GPS Daten stimmen nicht mehr, etc. Schließlich melden Nachrichten, dass 小磯 健二 darin verwickelt sei, welcher sich allerdings keiner Schuld bewusst ist.
Schnell stellt sich die Frage, wer wirklich hinter all dem steckt. Und niemand ahnt, dass sich Japan und die Welt bald mit einer noch viel größeren Gefahr aus dem Cyberspace konfrontiert sehen; der sich die Familie 陣内 schließlich gemeinsam entgegen stellt.

Summer Wars

Als ich 2009 in Japan war, lief Summer Wars gerade in den japanischen Kinos und es war bereits offensichtlich, dass der Film einer der großen Kinohits des Jahres werden würde. Wer 時をかける少女 von 細田 守 (Hosoda Mamoru) kennt, weiß bereits, worauf man sich einstellen kann: Exzellente Anime-Kunst der Extraklasse. Spannend erzählt und animiert, beginnt man schnell, sich für die etwas abgedrehte, aber actionreiche und auch herzzerreißende Story zu begeistern. Das Gesamtbild wird durch viele liebenswerte Charaktere und einen wirklich guten Soundtrack von Akihiko Matsumoto abgerundet und perfektioniert.

Summer Wars

Der Staat

“Government is not the solution to our problem, government is the problem.”

– Ronald Reagan (1911-2004)

Wissenschaft

“Die Wissenschaft [...] ist voll Irrtümer, die man aber nicht zu scheuen hat, weil sie allmälig der Wahrheit zuführen.”

– Jules Verne (Reise nach dem Mittelpunkt der Erde)

Menschen

“Die Menschen sind ihrer Natur nach schlecht.”

– Niccolò Machiavelli (Buch vom Fürsten)

Voyage au centre de la terre

Der Hamburger Geologie Professor Otto Lidenbrock entedeckt in einem alten, in Runenschrift verfassten Buch, ein verschlüsseltes Dokument des isländischen Alchemisten Arne Saknussemm. Mit Hilfe seines Neffen und Assistenten Axel gelingt es, das Schriftstück zu entziffern. Beide staunen nicht schlecht, dass es den Weg zum Mittelpunkt der Erde weisen soll. Kurzerhand brechen beide zu einer abenteuerlichen Expedition nach Island auf, um diesem Hinweis nach zu gehen. Es beginnt eine abenteuerliche Reise voller Gefahren und unglaublicher Entdeckungen.

Ich empfand Reise nach dem Mittelpunkt der Erde weniger wissenschaftlich als Von der Erde zum Mond und Reise um den Mond. Durch die wechselnden Orte und Ereignisse liegt der Schwerpunkt mehr auf einer Abenteuergeschichte, was er Unterhaltung allerdings sehr zuträglich ist.

Buch vom Fürsten

Niccolò Machiavelli analysiert die religiösen und moralischen Prinzipien zur Erhaltung des Staates. Grundsätzlich befürwortet er diese, ordnet sie aber rigoros dem logischen Nutzen unter. D. h. er billigt das Überwinden ethischer Normen, wenn es die jeweilige Situation erfordert. Wichtiger als ein tugendhaftes Leben schätzt er die Fähigkeit ein, politischer Macht zu erwerben und zu erhalten. Dies rechtfertigt auch unlautere Mittel wie Lügen und Verrat, sofern sie dem wohle des Staates in seiner Gesamtheit dienen.

In diesem Buch erläutert Niccolò Machiavelli eine Staatstheorie, welche nicht nur ein Zeugnis seiner Zeit ist, sondern auch heute noch - obwohl das viele nicht wahr haben wollen - sehr aktuell ist. Dabei orientiert er sich an seinem Ideal Cesare Borgia (1475–1507), welcher seinen Machtanspruch mit aller Skrupellosigkeit durchsetzte und die Vereinigung Italiens durch die Vernichtung ganzer Feudal- und Stadtherrschaften voran trieb.