Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Nein zur Ampel

08.02.08

Zu Recht schließt Frau Ypsilanti weiterhin eine Koalition mit der Linken aus. Immerhin hat sie dies bereits vor den Landtagswahlen in Hessen angekündigt und es wäre alles andere als glaubwürdig, manch einer würde sogar von Betrug am Wähler sprechen, würde sie diese Aussage nun einfach missachten.
Um so verwunderlicher ist es jedoch, wie hartnäckig die SPD und Frau Ypsilanti darauf beharren, die FDP solle eine Koalition mit ihnen und den Grünen eingehen. Und das obwohl diese ebenfalls im Vorfeld der Wahl eine Koalition mit der SPD ausgeschlossen hatten. Wie im Falle der SPD finde ich es gut, dass es nicht zum Wortbruch gekommen ist und wahrscheinlich auch nicht kommen wird.

“Ich habe schon viele hartnäckige Verehrerinnen kennengelernt, aber keine, die so begriffsstutzig ist wie die alte Tante SPD.”

– FDP-Generalsekretär Dirk Niebel

Bisher 5 Kommentare

Ehrlichgesagt finde ich Koalitionsversprechungen vor der Wahl aber irgendwie *narf* ;) Mir ist zwar klar, dass manche Parteien einfach programmatisch nicht besonders gut zusammen passen, allerdings stellen diese Koalitionsversprechungen für mich eine nicht gerade ganz lautere Art von Wählerlenkung dar.
Du weißt bestimmt, was ich meine, oder?
:)

Sehe ich nicht so. Im Vorfeld Koalitionen auszuschließen oder zu favorisieren gibt dem Wähler mehr Sicherheit. Wer z. B. der Meinung ist Roland Koch müsse als Ministerpräsident abgewählt werden und würde die Grünen wählen und anschließend feststellen, dass die Partei mit der CDU eine Koalition bildet und sich somit nichts an der Situation, die er ja ändern wollte, verändert hat, fühlt sich - auf gut Deutsch - verarscht.

Ja, klar, das stimmt schon! :)

Aber irgendwie ist es ja auch nicht Sinn und Zweck einer Demokratie, nur die Grünen zu wählen, weil die eine Koalition mit Schwarz kategorisch ausschließen.
Ich denke, dass solche Sicherheiten bei der Wahlentscheidung mancher Leute viel zu stark im Vordergrund stehen, obwohl es doch eigentlich die Parteiprogramme sein sollten, die bei einer Wahlentscheidung im Vordergrund stehen sollten.

Ich denke z.B. dass es durchaus Leute gibt, die vielleicht auch die FDP wählen würden, wenn nicht schon von vornherein feststünde, dass die FDP eben meist nur mit der CDU koalieren will…

Ja, es stimmt, dass die Parteiprogramme im Vordergrund stehen sollten. Aber leider sieht die Realität anders aus.
Zum einen versteifen sich der Wahlkampf wie auch die Wähler zu sehr auf Einzelpersonen (Spitzenkandidaten). Niemand denkt daran, dass eigentlich das Parlament den Bundeskanzler wählt und wir nur das Parlament.
Zum andern sind zu viele Einzelpersonen der Meinung den Ton angeben zu müssen. Ein Kurt Beck ist vielleicht Bundesvorsitzender der SPD. Aber warum meint er, seinen Senf zu den Koalitionsgesprächen in Hessen abgeben zu müssen? Primär ist das Sache der Hessen-SPD und Frau Ypsilanti.

[...] ich vor kurzem selbst noch daran geglaubt, dass Frau Ypsilanti zu ihren Wahlversprechen steht sieht die Realität [...]



Kommentar hinterlassen
Automatischer Zeilenumbruch. E-mail Adresse wird nicht angezeigt. HTML erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld, wird nicht angezeigt)