Mohammed war anscheinend kein Schalke Fan

Der FC Schalke 04 hat wie viele deutsche Fußballklubs auch, eine Vereinshymne mit langer Tradition. Das Lied Blau und Weiß wie lieb’ ich dich von Hans J. König aus dem Jahre 1924, welches momentan für Diskussionen sorgt, enthält unter anderem die Strophe:

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht

Und wer hätte es gedacht… selbstverständlich bricht ein Großteil unserer muslimischen Mitbürger in mehr oder weniger (“Ihr verdammten Hurensöhne werdet euer beschissenes Lied sofort ändern! Was hat unser Prophet mit eurem ungläubigen Lied zu tun? Löscht diesen Teil oder ihr müsst die Konsequenzen tragen!”) gesittete Proteste aus und fordert eine Änderung der Strophe, da sie darin eine Beleidigung des Propheten Mohammed und damit ihrer Religion sehen.

Dabei wird die ewige Heulerei wegen der Religion zunehmend lächerlicher. Dabei kann es nicht sein, dass die Religion zunehmend als Totschlag-Argument verwendet wird um unsere demokratischen Grundwerte immer weiter aufzuweichen. Selbstverständlich ist die Religionsfreiheit ebenfalls ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Aber es ist nicht hinzunehmen, dass diese dann über der freien Meinungsäußerung (Stichwort: Mohammed Karikaturen) oder dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz (Stichwort: Schächten) steht.

Aber natürlich soll niemand diskriminiert werden. Daher bin ich dafür, dass die Strophe unverändert bleibt, aber Mohammed in regelmäßigen Abständen durch Moses und Jesus ersetzt wird.

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