Lolls in Bad Hersfeld bedeutet eine Woche Ausnahmezustand. Irgendwie ist dann alles anders. Alles etwas schriller, größer, bunter und mit sehr viel Alkohol untermahlt. Wenn man dagegen den Vergleich mit dem Fuldaer Schützen- & Volksfest sucht wirkt dieses irgendwie klein und mikrig. Im Gegensatz zum Lullusfest sehe ich persönlich nicht einmal einen triftigen Grund, dieses überhaupt zu besuchen.
Der historische Hintergrund des Lullusfestes ist die Gründung Bad Hersfeldes durch den Erzbischof Lull (710-789).
Als Attraktion empfehle ich den CyberSpace. Das Gefühl des freien Falls ist besser als bei einem Freefall Tower und die 6 Euro dafür sind eine lohnende Investition.
Später durfte ich noch nähere Bekanntschaft mit einer alteingesessenen Bad Hersfelder Kneipe machen. Deren Name wird an dieser Stelle aufgrund der folgenden Zeilen nicht genannt, da sich sich in meinem Freundeskreis durchaus an Beliebtheit erfreut und ich kein Interesse daran habe dem Wirt irgendwelche Probleme zu bereiten. Denn das auffälligste war, dass darin - trotz dem Rauchverbot welches seit dem 1. Oktober in Hessen in Kraft getreten ist und das ich als Nichtraucher sehr begrüße und schätze - ungehemmt dem blauen Dunst gefröhnt wurde. Auf Nachfrage wurde darauf verwiesen, dass es nur eine Lollsbedingte Ausnahme. Ob der Gesetzgeber jedoch mit dieser Begründung zufrieden sein würde, möchte ich bezweifeln.
Trotzdem war es ein sehr schöner und entspannender Abend und ich habe fest vor, dem Lullusfest auch nächstesjahr wieder einen Besuch abzustatten. Idealerweise ohne fahren zu müssen. ;-)

Name: Marc














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