Gründung einer Terrororganisation

Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass dieser Text rein sarkastisch und ironisch zu betrachten ist. Sämtliche Ähnlichkeiten und der Wiedererkennungswert zu lebenden oder verstorbenen Persönlichkeiten aus dem Öffentlichen Leben sind gewollt. Dies und die Verwendung einiger stark überzeichneter Fakten sollen den satirischen Charakter des Textes unterstreichen. Ich persönlich bin gegen jegliche Form des Terrorismus und verurteile solche Taten der Barberei aufs schärfste!

Dies ist eine Schnellanleitung zur Gründung einer Terrororganisation inklusive veranschaulichten Beispielen. Schließlich brauch man erst eine schlagkräftige Organisation, bevor man die Welt effektiv mit Tod & Zerstörung überziehen kann! Um eine Terrororganisation aufzubauen braucht man also…

  1. Einen charismatischer Führer: Als Gründer erntet man selbstverständlich selbst diese Lohrbeeren.
  2. Ein Ziel: Hinter jedem Terror muss irgendeine Ideologie stehen, weil die Leute ein Feindbild wollen.
  3. Gehirnwäsche: Gute Tipps kann man sich sicher beim CIA holen.
  4. Finanzielle Unterstütung: Suche dir reiche Leute (z. B. die Saudis), welche eh nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.
  5. Verbündete, wo sie keiner vermutet: Ein As im Ärmel zu haben ist immer gut. Und so hat man immer den Überraschungsmoment + ein paar Lacher auf seiner Seite.
  6. Skrupellosigkeit: Du darfst kein Problem damit haben, Leute zu verheizen. Denk immer daran, “wir haben Reserven”.

Wenn man diese sechs, einfachen Punkte beachtet sollte es kein Problem sein, sein eigenes Terrornetzwerk aufzubauen. Zur Veranschaulichung hier ein kleines Gedankenbeispiel:

1. Selbstverständlich wird man selbst der charismatische Führer, wenn man sich schon die Arbeit macht, die Terrororganisation zu gründen. Man sollte jedoch rechtzeitig beginnen, sich irgendwelche Freunde, zu suchen, damit man wenigstens ab und zu zum Tee eingeladen wird. Ansonsten kommt man ja nie mehr aus seiner Steinhöhle raus. Herrscher von Terrorstaaten (Achse des Bösen) sind dazu besonders gut geeignet, da sie eh Probleme haben, jemanden zu finden, der mal etwas Zeit mit ihnen Verbringt. Die verbundenen Interessensgebiete ergeben außerdem einen gemeinsamen Gesprächsstoff. Jedoch Vorsicht, vor Staaten, welche in kürze durch die USA überfallen werden sollen. Solche Staaten sollte man rechtzeitig verlassen und daran denken, ggf. eine Beileidskarte an den gestürzten Diktator zu schicken.

2. Die Ideologie ist wichtig, damit sich die breite Öffentlichkeit ein Feindbild aufbrauen kann. So waren die RAF die Kommunisten. Und die IRA / ETA sind schlichtweg Mörder (das hat man davon, wenn man Bomben legt, die auch Landsleute töten). Momentan im kommen ist immernoch der religiöse Fundamentalismus. Also sollten man nicht unbedingt auf diesen Zug aufspringen, um sich von der Masse abzuheben. Mein Vorschlag wäre Terror gegen den Terror. Frei nach dem Motto: “Gewalt erzeugt Gegengewalt”. Wenn also das nächste mal in London Bomben explodieren und sich muslimische fundamentalisten dazu bekennen, ist Kairo bald nurnoch halb so groß. Wenn die ETA wiedereinmal ein Hotel in die Luft jagt, wird ein Teil vom Baskenland weggesprengt und im Meer versenkt. Vielleicht erreicht man ja so, dass dem Terror einhalt geboten wird, wenn andere Terrorristen merken, dass sie terrorisiert werden.

3. Es könnte sein, dass deine Untergebenen auf die Idee kommen, sich nicht als Selbstmordattentäter für dich zu opfern, dass sie nicht mit deiner Ideologie übereinstimmen oder (am schlimmsten) auf die Idee kommen, sie könnten dich absetzten. Um all diese Gefahren, welche eine große Gefolgsschaft birgt, zu eleminieren, muss man gebrauch von Indoktrination - auch Gehrinwäsche genannt - machen. Dabei fängt man am besten schon im Kindesalter an. Sollte dies nicht möglich sein, sollte man sich Tipps bei Leuten holen, die sich damit auskennen, wie zum Beispiel der CIA (Siehe Punkt 5).

4. “Geld regiert die Welt”. Und das ist auch in der Terrorwelt so. Man brauch genügend finanzielle Mittel, da man einiges an direkten (Waffen, Sprengstoff, Munition) und indirekten (falsche Identitäten, Gehirnwäsche, geheime Unterschlüpfe) Ausgaben hat. Osama bin Laden kann man sich hierbei durchaus als Vorbild nehmen. Mit den Saudis hat er sich bestens abgesichert. Nicht nur, was das Geld betrifft. Als Öllieferant Nr. 1 der Welt besteht keine Gefahr, dass das Land durch die USA überfallen wird. Außerdem gibt es genügend Leute, welche seine Ideologie unterstützen. Es ist also einfacher, neue Anhänger zu finden und man wird immernoch ab zu zu eingeladen. Bei unserem Beispiel des Terror gegen Terror setzen wir auf die Unterstützung durch die USA (siehe Punkt 5).

5. Je verworrener das Netzwerk deiner Verbündeten, desto besser. Noch besser ist es jedoch, wenn du Verbündete hast, wo sie niemand vermutet. Denn dort wird auch nicht gesucht. Und wo nicht gesucht wird, wird auch nichts gefunden. So wird sich unsere Terror-gegen-den-Terror-Organisation (TTO - ja, so entstehen Namen) z. B. an George W. Bush wenden. Schließlich hätte dieser ein Problem, wenn es auf der Welt keinen Terror mehr geben würde. Wie sonst könnte er das Überfallen freier Staaten, trotz Widerstand der UN, rechtfertigen? Wie sonst könnte er rigorose Sicherheitsgesetze erlassen + von seinem “Der Präsident darf das, in einer Notsituation”-Gesetz gebrauch machen? Ergo werden wir von den USA finanziell und ausbildungstechnisch (die besagte Gehirnwäsche) unterstützt. Im Gegenzug darf auch einmal die ein oder andere Bombe in den USA explodieren, damit die Bevölkerung weiterhin in Angst leben und die Republikaner wählen kann. Außerdem tun wir der USA noch einen gefallen, indem wir ihre Obdachlosen von der Straße holen (siehe Punkt 6).

6. Du bist der Boss und was mit den anderen passiert ist dir egal. Schließlich kämpft ihr alle für eine größere Sache und Opfer müssen gebracht werden. Solltest du Punkt 3 befolgt haben dürfte es kein Problem damit geben, dass sich deine Untergebenen gerne für dich opfern. Allerdings sollte man den Nachschub dieser nicht aus den Augen verlieren. Bei unserem Beispiel der TTO übernehmen das Obdachlose der USA. Von diesen gibt es einen quasi unerschöpflichen Vorrat und man kann sich das ganze Programm vom Staat (dem wir ja noch etwas gutes tun) subventionieren lassen. Außerdem erklären wir uns gerne bereit, Schulen zu restaurieren und mit neuen Lehrmaterialien auszustatten (Gehirnwäsche)!

Kommentare (2)

[...] Mensch auf dem Planeten? Selbstverständlich Osama bin Laden! Man könnte also versuchen, eine Terrororganisation aufzubauen und Terrorfürst zu [...]

celedyr.net » Ökoterrorismusam 07.03.08 um 12:10

[...] gibt ja viele dumme Gründe, weshalb sich Menschen dem Terrorismus zuwenden. Und auch, wenn die Religion mit Abstand der schwachsinnigste Grund von allen ist und sich [...]

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