Die Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Religion
Was der Papst auf seiner Afrika-Reise von sich gibt ist die größte Scheiße, die ich seit langem gehört habe.
Das die katholische Kirche weltfremd ist und dementsprechend auch etwas gegen die Benutzung von Kondomen hat ist ja seit langem bekannt. Aber dieser Standpunkt des Papstes zu Kondomen und HIV ist neu: “Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem”.
Aber zum Glück hat Ratze nach dieser Erkenntnis auch gleich eine Lösung parat. Denn was hilft besser gegen HIV als “spirituellen und menschlichen Erwachen” und die “Freundschaft für die Leidenden”?
Solche offenkundig menschenverachtenden Äußerungen sind mir unbegreiflich. Und das, nachdem der Vatikan erst kürztlich - im Darwin Jahr 2009 - eine Konferenz zum Thema Evolution und Glauben in Rom abgehalten hat, bei der behauptet wurde, die Evolutionstheorie Charles Darwins sei “nicht von vornherein unvereinbar mit der Lehre der katholischen Kirche und mit der Botschaft der Bibel”.
Aber solche unqualifizierten, jeglicher Logik des menschlichen Verstandes entrückten und fernab aller wissenschaftlicher Grundlagen getroffene Aussagen beweisen, dass dem nicht so ist. Die Debatte um die Evolutionstheorie ist schließlich nur die Spitze des Eisberges. Dabei steht Darwin stellvertretend für die gesamte Wissenschaft, welche weiterhin auf breiter Front (übrigens nicht nur von der katholischen Kirche) in Frage gestellt wird. Anders sind solche Kommentare eines Kirchenoberhauptes mit höchstwahrscheinlich rudimentären Biologiekenntnissen nicht zu erklären.
Da fragt man sich unweigerlich, ob als nächstes nicht wieder behauptet wird, die Erde sei eine Scheibe und der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Das wirklich tragische an der Sache ist allerdings, dass es viel zu viele Menschen gibt (besonders in der 3. Welt aber leider auch bei uns), die dem Papst dann mehr vertrauen als einem studierten Mikrobiologen und Virologen, der wirklich etwas von der Materie versteht. Oder wie Mallek es so schön gesagt hat: “Viel zu viele Afrikaner hören lieber auf einen weißen, alten Mann, der in tausenden Kilometer Entfernung in einem goldenen Palast lebt.”
Die einzige logische Schlussfolgerung ist und bleibt, dass Wissenschaft und Religion nicht miteinander vereinbar sind. Dafür sind die Ansätze einfach zu verschieden.
Religion setzt den blinden Glauben an etwas übernatürliches voraus und ist damit genauso ein Aberglaube wie die Angst vor schwarzen Katzen, die einem den Weg laufen. Außerdem ist die Religion nicht dazu bereit etwas an ihren Denk und Verhaltensmustern zu ändern.
Im Gegensatz dazu versucht die Wissenschaft drängende Fragen der Menschheit mit Logik und vernünftigen Forschungsmethoden zu ergründen und ist auch dazu bereit bestehende Theorien, welche sich - aufgrund fundierter Beweise - als falsch herausstellen sollten, wieder zu verwerfen.














Ich muss sagen, dass ich dem Herrn Ratzinger nicht so ganz folgen kann. Was ist das denn für ein gequirlter Käse? Was soll das denn genau heißen: “Spirituelles und menschliches Erwachen und bla bla”? Hauptsache Phrasen dreschen, die sich irgendwie gut anhören und den Anschein erwecken, eine große, für die Menschheit bedeutsame Botschaft zu transportieren…..da könnt’ ich echt k*tzen! Und warum verschlimmern Kondome seiner Meinung nach das Problem bloß noch? Könnte er das gegebenenfalls mal länger und erklärend ausführen?
Soll man schön weiter zuschauen, wie HIV sich ausbreitet und den im Sterben liegenden Erkrankten dann ganz nett, mildtätig und in der Manier eines guten Christen das Händchen halten, obwohl man vorher bereits die Lösung parat gehabt hätte, wie eben jener sich gar nicht erst infiziert hätte? Hört sich in meinen Ohren arg nach einer Art unterlassener Hilfeleistung an….
Aber Herr Ratzinger hat sich in den letzten Monaten eh einen Fauxpas nach dem anderen geleistet. Angefangen bei seinen bekloppten Äußerungen über Homosexualität, die den Schöpfungsplan Gottes und damit die gesamte Menschheit bedrohe, bis hin zur Rehabilitierung der Holocaustleugner usw.
Eigentlich sollte man Ratze stürzen. ;)
Vielleicht ist Ratze ja das oberhaupt der 419 Scammer ;)
Und was mir zu der Aeusserung mit der Homosexualitaet aus dem Munde des katholischen Kirchenoberhaupts einfaellt: Glashaus und Steine und so, da war doch was.
Quo vadis Ratze? Wie viel schlimmer kann es noch werden?
Ich muss dem Author leider widersprechen, religion ist auf keinster Weise unvereinbar mit der Wissenschaft. Ein Buchtipp hierfür: Anne Rice ” Der Teufel Memmnoch”. Ein paar Ansätze die mit genauerem Überlegen nämlich genau das vereinbart und vieles érklärt.
Zugegeben der Papst hat sich nicht glücklich ausgedrückt, aber sprituelles erwachen ist definitiv mal angesagt. Denn Religion ist kein blinder Aberglaube, sondern gibt Hoffnung, Kraft und ist ein wichtiger Rahmen für ein harmonisches, freundliches Zusammenleben. Aus Religion heraus entsteht Nächstenliebe und Respekt für andere. Wenn man heute Jugendliche auf der Strasse begegnet, oder sich die Nachrichten anschaut sieht man nix davon. Genauso wie die Religion die Wissenschaft respektieren sollte, so sollte die Wissenschaft auch die Religion respektieren.
@ Think about it:
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob es hinsichtlich einer solchen, doch recht differenziert zu betrachtenden Problematik angemessen ist, Inhalte belletristischer Literatur als Lösungsvorschläge anzubieten - und zu allem Überfluss auch noch Literatur von Anne Rice, von der wir ja alle wissen, dass sie eine fürwahr namhafte Größe auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie ist. *zwinker**zwinker*
Außerdem neigt der Papst mittlerweile dazu, sich so gut wie immer nicht glücklich auszudrücken. Ein Mann, der ein solches öffentlichkeitswirksames Amt innehat und diesen Job nun bereits auch schon ein paar Jahre ausübt, sollte es meines Erachtens langsam aber sicher mal gelernt haben, sich unmissverständlich auszudrücken.
Ferner kann ich meine Frage von oben nur wiederholen: Was meint spirituelles Erwachen ganz konkret?
Vom Elend betroffene Menschen brauchen keine schönen Worte, hinter denen nichts steht, sondern konkrete Hilfe.
Zur Hoffnung: Ich frage mich wirklich, worauf die Sichtweise fußt, dass nur Menschen, die im Schoße einer bestimmten Religion verwurzelt sind, Hoffnung usw. haben könnten. Hoffnung ist doch etwas ganz Persönliches und Individuelles und korreliert doch in keinster Weise damit, ob ich nun vor den entstellten Wahrheiten irgendeiner weltlichen Institution (und mehr ist die Kirche nicht) katzbuckele oder nicht. Ebensowenig die Nächstenliebe. Wieso sollte ich meinen Nächsten nur dann lieben können, wenn ich auch die Autorität eines alten Mannes anerkenne, der sich irgendwo in Rom in seinem vatikanischen Elfenbeinturm verschanzt? Ist es nicht vielmehr sogar so, dass wahres Mitgefühl für den anderen nur aus einer ganz privaten und individuellen Erfahrung erwachsen kann und institutionell eingeübte Verhaltensweisen der Erlangung eines derart als genuin empfundenen Gefühlsgrades lediglich im Wege stehen würden?
Bzgl. des Buchtipps und der Frage nach aus der angeblich aus der Religion entstehenden Hoffnung kann ich mich Dornreschen nur anschließen.
“Denn Religion ist kein blinder Aberglaube, sondern gibt Hoffnung, Kraft und ist ein wichtiger Rahmen für ein harmonisches, freundliches Zusammenleben.”
Leider kann ich mich keiner Dieser Aussagen anschließend. Als bekennender Atheist ist für mich Religion nichts weiter als blinder Aberglaube und steht damit auf einer Stufe mit der Angst vor schwarzen Katzen oder der Zahl 13. Und das Religion eben alles andere als ein harmonisches Zusammenleben fördert zeigt ein einfacher Blick in die Geschichte.
“Genauso wie die Religion die Wissenschaft respektieren sollte, so sollte die Wissenschaft auch die Religion respektieren.”
Eine harmonische, aber leider unrealistische Vorstellung.
Die kreationistische Idee des Intelligent Design, welche unter einem pseudowissenschaftlichen Deckmantel versucht die Evolutionstheorie zu diskreditieren ist das beste Beispiel dafür, wie die Religion versucht der Wissenschaft entgegen zu wirken. Auf der anderen Seite kann ein Geologe die Behauptung, die Erde sei 6.000 Jahre alt nicht ohne weiteres im Raum stehen lassen. Der Unterschied ist eben, dass die Wissenschaft Beweise und Belege zu bieten hat. Während sich die Religion auf ein altes, oft verfälschtes, von Menschen erschaffenes und vorher größtenteils mündlich überliefertes Buch stützt.
[...] sich nur auf Wissenschaft beschränkt. Wissenschaft und Religion schließen sich gegenseitig aus. http://celedyr.net/die-unvereinbarkeit-von-wissenschaft-und-religion/ ^_^ Oh ja, die böse Technologie und Wissenschaft, die uns alle in den Untergang stürzen wird. [...]