Nach der Zumutung, die sich アークザラッド nennt, konnte es mit Wild Arms nur noch besser werden. Und das wurde es auch! :)
Es sind bereits über 1000 Jahre vergangen, seit auf Filgaia der großen Krieg zwischen dem Volk der Dämonen auf der einen, und den Menschen und Elw auf der anderen Seite, tobte. Er gipfelte in enormer Zerstörung und dem Verschwinden der Elw. Zurück blieb eine sterbende Welt, in der sich ganze Landstriche in Wüste und Ödniss verwandeln
In dieser Welt übernimmt der Spieler die Rolle dreier Helden:
Rudy Roughnight aka Rody Roughnight (ロディ・ラグナイト), ein 15 jähriger Waisenjunge, der die Kraft der ARM-Waffen beherrscht und daher aus seinem Dorf verstoßen wird.
Jack Van Burace aka Zakk Vam Brace (ザック・ヴァン・ブレイス), ein Schatzjäger und Abenteurer, der auf der Suche nach der “Ultimativen Macht” ist.
Cecilia Lynn Adlehyde aka Cecilia Raynne Adlehyde (セシリア・レイン・アーデルハイド), die 17 jährige Kronprinzessin des Hauses Adlehyde, welche bis dato in der Curan Abtei in den Künsten der Magie ausgebildet wurde.
Ihnen kommt die Aufgabe zu teil, die Welt vor der endgültigen Zerstörung zu retten und die finsteren Pläne der Dämonen zu vereiteln.
Ein erstklassiges, klassisches JRPG mit rundenbasierten 3D Kämpfen, einem guten Soundtrack und interessanten Charakteren. Abgerundet wird das ganze durch die spannende und abwechslungsreiche Story.
Was mir dabei besonders gut gefallen hat sind die Rätsel in den Dungeons und das man die Charaktere ab und zu getrennt voneinander spielen muss. Hinzu kommt, dass jeder Charakter über bestimmte Fähigkeiten verfügt, weshalb man - auch in der Gruppe - immer wieder zwischen diesen Wechseln sollte.
Ich hatte wirklich viel Spaß bei meinem ersten Kontakt mit der Wild Arms Serie und rate jedem, es mir gleich zu tun und das Spiel ebenfalls zu spielen.
Die Arc the Lad TV-Serie hatte ich schon vor Jahren gesehen. Da lag es nahe, auch irgendwann einmal die JRPG-Vorlage zu spielen, auf der diese basiert. Doch leider endete diese Erfahrung mit einer bitteren Enttäuschung…
Das Gameplay des Spiels ist ganz passabel. Natürlich kommt es nicht an ein Final Fantasy Tactics heran und aufgrund seines Alters entspricht es auch nicht dem aktuellen Standard. Alles in allem ist es jedoch solide und ordentlich umgesetzt.
Die Story macht aus dem ganzen Spiel allerdings ein Desaster. Sie ist einfach viel zu kurz und hört da auf, wo andere, ordentliche JRPGs erst richtig anfangen. Ich habe wirklich mit offenem Mund auf den Bildschirm gestarrt, weil ich es nicht glauben konnte, dass das Spiel nach dem Abspann tatsächlich zu Ende war. Offensichtlich hatte das Entwicklerstudio irgendwelche Probleme, die dazu geführt haben, dass sie einfach ein halbfertiges Spiel auf den Markt geworfen haben. Was auch immer die Gründe waren, ich finde es ist eine Frechheit, dass den Kunden so etwas als vollwertiges Spiel verkauft wird!
Agaresuto Senki, welches in Europa als Agarest: Generations of War und in den USA als Record of Agarest War veröffentlicht wurde ist ein Taktik-JRPG, welches sich vor allem durch seine Langwierigkeit auszeichnet. Die meiste Zeit bewegt man sich über eine statische Karte um einen Kampf nach dem anderen zu bestreiten. So und durch jede Menge Dialoge wird die epische Story erzählt. Episch vor allem, weil man nicht nur einen Helden gibt, sondern sich die Kampagne über mehrere Generationen erstreckt. Dementsprechend obliegt es dem Spieler - neben der Rettung der Welt - auch noch bei den Frauen zu punkten um die Erbfolge durch insgesamt 5 verschiedene Abschnitte zu sichern.
Die Spielmechanik ist leider etwas altbacken. Das liegt zum einen daran, dass die Schlachtfelder immer gleich sind und es nicht einmal Höhenunterschiede oder Hindernisse gibt.
Zum anderen ist die Zugreihenfolge sehr gewöhnungsbedürftig: Alle Charaktere haben Einzugsbereiche, in denen sich andere Charaktere aufhalten sollten, damit diese zusammen mächtige Kombinationsangriffe ausführen können. Im ersten Schritt werden also erst einmal alle Charaktere bewegt. Erst danach beginnt eine weite Runde, in der angegriffen werden kann. Dabei sollte man auf die Art der Angriffe achten, da sich Charaktere ggf. bewegen und damit vielleicht nicht mehr in den gewünschten Einzugsbereichen befinden.
In Städten und Siedlungen kann man Händler, Schmied, Alchemist, etc. aufsuchen und z. B. Partymitglieder wiederbeleben, neue Waffen schmieden oder Gegenstände kaufen. Insgesamt finde ich das Craftingsystem aber zu verworren, undurchsichtig und unhandlich.
Was ich bei dem Spiel vermisse ist die Abwechslung. Die Kämpfe sind nicht nur eintönig sondern auch so zahlreich, dass sie nicht wirklich motivieren. Auf der anderen Seite müssen es aber auch so viele Kämpfe sein, da man sonst schnell Probleme bekommt das richtige XP-Level zu halten. Die Dating-Sim Elemente sind jedoch ganz nett und bis auf ein paar Anspielende Bilder harmlos.
Insgesamt sind Story und Präsentation nur Durchschnitt. Hinzu kommt das Kampfsystem, an das man sich zwar gewöhnt, welches mich aber nicht wirklich begeistert. Insgesamt würde ich Spielen wie Luminous Arc 2 und Final Fantasy Tactics den Vorzug geben.
Bereits mit der 3D Version mit Super Stardust HD haben mich die Entwickler von Housemarque überzeugt. Daher lag es nahe auch einmal ihr neustes Werk genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ein Namenloser Mann wird von Träumen aus der Vergangenheit gequält. Als einzigen Ausweg sucht er schließlich einen Schamanen auf. Dieser klärt ihn darüber auf, was seine Visionen zu bedeuten haben: Er erzählt ihm von der alten Sage über den Kampf eines Helden gegen die beiden Schwestern des Chaos - Licht und Dunkelheit - vor 30.000 Jahren. Zwar wurde der Held bei diesem Kampf getötet, doch gelang es ihm vorher die beiden Schwestern einzusperren. Der Schamane berichtet ihm, dass er die Reinkarnation dieses alten Helden sei und es an ihm sei die beiden Schwestern, welche aus ihrem Gefängnis entkommen konnten, aufzuhalten.
Outland überzeugt als actionreicher 2D Platformer mit interessanten Bosskämpfen und einem Grafikstil, der mir sehr gut gefällt. Irgendwie minimalistisch erinnern der Held und die Gegner an Tron. Auch die Spielemechanik, d. h. der ständige Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit ist sehr schön umgesetzt.
Einziger Kritikpunkt ist, dass es keinen lokalen sondern nur einen online Kooperativmodus gibt.
Alles in allem erinnert das Spiel irgendwie an die Metroid-Reihe, da die Welt grundsätzlich offen ist und man im laufe des Spiels immer neue Fähigkeiten erhält, welche einem weitere Spielbereiche eröffnen.
Catherine ist ein japanisches Horror-Puzzle-Adventure, von Atlus welches mich begeistert, wie schon lange kein Spiel mehr. Ich habe es mir aus Kanada bestellt und als Pre-Order Bonus gab es noch eine Sound Disc und ein Art Book.
Auf die Puzzle Elemente herunter gebrochen versucht man einen, aus Blöcken bestehenden Turm zu erklimmen, indem man diese Blöcke verschiebt um sich so “Treppen” zu bauen. Klingt erst einmal einfacher als es ist. Man steht jedoch immer unter Zeitdruck und die verschiedenen Arten von Blöcken - Fallen, Blöcke die Explodieren oder aus Eis sind, etc. - machen das ganze auch nicht wirklich einfacher. Es ist anspruchsvoll aber man bekommt immer wieder Tipps zu verschiedenen Taktiken, die einem helfen die Level zu meistern.
Tatsächlich besteht Catherine aber aus viel mehr als nur den Puzzle-Stages und sagt viel über Beziehungen, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein aus.
Das Leben von Vincent Brooks (ヴィンセント・ブルックス) gerät aus den Fugen. Während er keine weiteren romantischen Ambitionen hegt und gerne alles beim alten belassen würde, versucht ihn seine reifere Langzeitfreundin Katherine McBride (キャサリン・マクブライド) davon zu überzeugen, dass es langsam an der Zeit sei erwachsen zu werden und sie zu heiraten.
Als er dann, nachdem er mit seinen Freunden in einer Bar seine Situation diskutiert hat, zu tief ins Glas geschaut hat, begegnet er einer hübschen, mysteriösen, jungen Frau: Catherine (キャサリン). Sie findet gefallen an ihm und schließlich verbringen beide die Nacht in Vincents Appartement. So entwickelt sich eine rasante ménage à trois, die Vincent - da keiner der beiden Frauen voneinander weiß - in arge Bedrängnis bringt.
Zu allem Überfluss häufen sich Berichte, dass es in der Stadt zu mysteriösen Todesfällen unter Männern kommt, die auf unerklärliche Weise im Schlaf gestorben sind. Und auch Vincent kommt Nachts nicht mehr zur Ruhe und wird von seinen Albträumen verfolgt, seit er Catherine begegnet ist.
Zwischen den Puzzle-Level wird die Story in schönen Anime- und CG-Sequenzen erzählt und man kann Vincent frei steuern. Diese treibt sich Abends in einer Bar herum und trinkt, quatscht mit Freunden oder anderen Gästen, macht sich Gedanken über seine Situation oder beantwortet SMS.
Sehr gut gefällt mir, dass viele Entscheidungen, die man während dem Spiel trifft direkte Auswirkungen auf die Story und den Ausgang des Spiels haben. So gibt es insgesamt 8 verschiedene Spielenden.
Einziger Wermutstropfen ist, dass - obwohl alle Dialoge mit Untertiteln versehen sind - es keine Möglichkeit gibt die Audio-Sprache auf Japanisch zu stellen.
In letzter Zeit wird viel über die Krise der japanischen Spieleindustrie gesprochen und das es an kreativen Impulsen mangeln würde. Catherine tritt jedoch den Gegenbeweis an, denn es verkörpert meiner Meinung nach die Quintessenz dessen, was ich von einem japanischen Spiel erwarte: Es ist sexy, aufregend, abgedreht und abwechslungsreich mit einer steilen Lernkurve und einer wirklich guten Geschichte, die spannend erzählt wird. Ordentlicher voice acting und der klassische Soundtrack von Meguro Shōji (目黒 将司) rundet das Gesamtbild ab.
Bei dem Spieleentwickler Tim Schafer denkt man zuerst an The Secret of Monkey Island, Day of the Tentacle oder Grim Fandango. Es ist also kein Wunder, dass Brütal Legend genauso witzig und abgedreht geworden ist, wie seine anderen Spiele. Nur eben mit mehr Metal! ^_^
Eddie Riggs (Jack Black) ist ein Roadie, der nach seinem tragischen Tod von der Bestie Ormagöden in einer Parallelwelt wieder zum Leben erweckt wird. Diese steht voll und ganz im Zeichen der Metal-Götter. Jedoch wurden die Menschen von schrecklichen Dämonenwesen versklavt. Es ist Eddis Schicksal den Widerstand zu koordinieren und die Schreckensherrschaft von Imperator Doviculus zu beenden.
Brütal Legend ist es ein Action-Adventure mit viel Abwechslung und einer spannend erzählten Story mit einigen Wensungen. Verschiedene, optionale Minispiele lockern das ganze auf und motivieren die Welt komplett zu erforschen.
Mit einem erstklassigen Soundtrack, viel schwarzem Humor, einer abgefahrenen Spielwelt und jeder Menge Gastauftritten von Heavy-Metal-Legenden ist es genau das richtige Spiel für alle, die auf diese Art Musik stehen. Wer damit nichts anfangen kann, wird das Spiel wahrscheinlich wesentlich nüchterner erleben und ich bin mir nicht sicher, ob es dann noch so viel Spaß macht.
Ratchet & Clank - Quest for Booty ist der 8. von (bisher) 10 Teilen der Ratchet & Clank Reihe und mein Einstieg in die Serie. Im Zuge des Welcome Back Programms von Sony nach dem Ausfall des PlayStation Networks habe ich das Spiel - aus Ermangelung attraktiver Alternativen - herunter geladen.
Ratchets Weggefährte Clank wurde am Ende des 6. Teils (Tools of Destruction) von einer Spezies interdimensionaler Wesen entführt, welche Zoni genannt werden und schließt damit direkt an diesen Teil an.
Zusammen mit seiner Freundin Talwyn macht sich Ratchet auf den Weg um Clank zu retten. Hierfür benötigen sie allerdings Informationen des (Roboter-)Piraten Darkwater, der Kontakt mit den Zoni hatte. Dumm nur, dass dieser bereits das zeitliche gesegnet hat. Und auch sein designierter Nachfolger / Meuterer Slagweilt inzwischen nicht mehr unter den Lebenden.
So begeben sich Ratchet und Talwyn auf die Suche nach Darkwaters Schatz. Sie kommen zwar hinter Darkwaters Geheimnis, doch durch einen Fluch, den er vor seinem Tod ausgesprochen hat, wird nicht nur eine Horde untoter (sofern das bei Robotern geht) Piraten sondern auch ein Darkwater/Slag Hybrid wieder zum Leben erweckt, der ihnen von da an das Leben schwer macht.
Zwar wird man, wenn man die anderen Teile nicht kennt, ziemlich unvorbereitet in die Handlung geworfen, allerdings sind die Welt und die Charaktere so interessant, dass man gerne weiter spielt und darüber hinweg sieht. Dabei wechseln sich actionreiche Kämpfe, bei denen ein mannigfaltiges Waffenarsenal zum Einsatz kommen kann und einfache Rätsel, bei denen sich die Platformer-Seite des Spiels zeigt, regelmäßig ab.
Schade ist, dass es wieder einen lokalen noch einen online Co-Op Modus gibt. Außerdem ist die Spielzeit mit 3-4 Stunden doch sehr kurz. Gerade, wenn man denkt “jetzt geht es richtig los”, ist es leider schon vorbei. Unterm Strich also ein nettes, kleines Action-Adventure, für das ich aber kein Geld ausgeben würde.
OneChanbara: Bikini Zombie Slayers ist das Wii exklusive Sequel zu お姉チャンバラvorteX ~忌血を継ぐ者たち~ (Oneechanbara VorteX ~The Descendants of The Cursed Blood~), welches für die XBox 360 erschienen ist und basiert damit auf den お姉チャンバラ-Filmen.
Zuerst hat man die Wahl Aya oder ihre jüngere Halbschwester Saki zu spielen. Je nachdem, mit wem die Kampagne erfolgreich abgeschlossen wird, werden weitere Charaktere freigeschaltet. Reiko №9, wenn man das Spiel mit Aya beendet und Misery, wenn man es mit Saki durch spielt.
Als RPG-Element sammeln die Charaktere während des Spiels Erfahrung, welche zur Steigerung ihrer Attribute genutzt werden können. Diese wiederum haben direkte Auswirkungen auf das Spiel, da sie bspw. bestimmen, ob man stark genug ist auch 2 Schwerter problemlos führen zu können oder wie viel Lebensenergie man besitzt.
Die Story wird leider nur in Textform erzählt und ich habe ihr - wenn ich ehrlich bin - nicht wirklich gefolgt. Wahrscheinlich sollte ich mir erst einmal die Filme dazu anschauen um mein Interesse zu wecken. Denn Bikini Zombie Slayers schafft das leider nicht. An sich sind die doch ziemlich linearen Level zu uninteressant. Von einigen Bosskämpfen abgesehen macht man im Grunde immer nur das selbe: Man bahnt sich seinen Weg durch Horden von Zombies, welche wahlweise mit einem oder zwei Katanas relativ spektakulär zerlegt werden.
Grundsätzlich ist die Idee weibliche, knapp bekleidete Protagonisten mit Schwertern gegen bösartige Zombies antreten zu lassen nicht schlecht. Sehr schnell (und ich denke, dass sich das Spiel hier an den Filmen orientiert) watet man durch Literweise Blut, was sich auch direkt am Aussehen der Charaktere bemerkbar macht. Aber leider wird das ganze sehr schnell eintönig; es fehlt einfach ab Abwechslung.
Außerdem ist die Grafik selbst für Wii Spiele nicht wirklich prickelnd. Und das aller schlimmste ist die hackelige Steuerung! Nicht nur, dass diese manchmal versagt, was vor allem bei einigen Gegnertypen, die man nur mit bestimmten Attacken vernichten kann, ziemlich deprimierend ist. Zu allem Überfluss bedeutet jeder Schlag ein Schwingen der Wiimote. Und da es - anders als in Red Steel 2 - nicht um coole Schwertkämpfe sondern nur wildes Gehacke geht, sollte man statt Spielspaß eher mit einem Tennisarm rechnen.
15 lange Jahre hat es gedauert von der ersten Ankündigung am 27. April 1997 bis zum endgültigen Release des Spiels am 10. Juni 2011. Der Witz, wann das Spiel denn endlich erscheinen würde hatte also einen dementsprechend langen Bart. Doch allen Unkenrufen zum Trotz hat es der Duke tatsächlich noch einmal auf die Monitore und TV-Geräte geschafft.
Grundsätzlich ist erst einmal Leistung von Gearbox Software zu würdigen. Schließlich haben sie geschafft, woran andere jahrelang gescheitert sind.
Zur Handlung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Der Duke ist nach den Geschehnissen von Duke Nukem 3D ein gefeierter Held und genießt seinen Ruhestand. Bis der böse Alienabschaum wieder auftaucht um die Erde zu erobern, die Babes zu entführen und den Duke (da hat wohl jemand etwas persönlich genommen) zu killen. Also ist wieder Ärsche treten angesagt!
Der Anfang es Spiels ist durchaus vielversprechend. Zwar entspricht die Grafik nicht dem aktuellen Stand. Aber die durch coole Sprüche, dicke Wummen, freizügige Babes und fiese Aliens aufgeheizte Stimmung wird sehr gut rübergebracht. So fühlt sich das ganze genau so an, wie es soll: Nämlich nach dem Duke. Da stört auch die etwas abgeranzte Grafik (mit der ich irgendwie gerechnet hatte) nicht wirklich.
Leider ist das Spiel nicht in der Lage das Niveau zu halten oder weiter auszubauen. Schnell fällt einem das einfallslose und lineare Leveldesign auf. Auch die Tatsache, dass der Duke auf einmal nur noch zwei Waffen gleichzeitig tragen kann ist ziemlich frustrierend.
Schließlich setzt gegen Ende ein nicht tolerierbarer Mangel an Babes ein, der dem Spiel den letzten Charme raubt. Statt dessen darf man aber mit einem Pickup durch die Wüste heizen. Vorher ist man zwar bereits geschrumpft mit einem ferngesteuerten Rennwagen durch ein Casion gefahren. Aber ich habe das Gefühl, dass die Entwickler (nicht nur bei diesem Spiel) der Meinung sind, dass jeder, der Shooter mag, ein verkappter Rennspiel-Fan sein muss. -_-
Der Endboss - Nostalgie hin oder her - schlägt dem Fass schließlich den Boden aus. Lahmer ging es wohl kaum…
Alles in allem ist der Duke als Spiel okay. Man kann ja warten, bis er als Budget-Titel verramscht wird. Aber irgendwie ist es sehr schade, dass der Auftritt des Dukes nur unterdurchschnittlich ist. Denn wenn er sich nicht ordentlich verkauft ist leider davon auszugehen, dass es in absehbarer Zeit kein neues Spiel mehr von und mit ihm geben wird. Dazu ist er einfach politisch zu unkorrekt.
An dieser Stelle sei allen, die sich darüber aufregen, dass der Duke sexistisch sei, nur eins gesagt: FUCK YOU!
Als Fan der ersten Stunde konnte ich es kaum erwarten mit Golden Sun: Die dunkle Dämmerung endlich den 3. Teil der Golden-Sun Reihe in den Händen zu halten. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. :)
30 Jahre nach den Geschehnissen der ersten beiden Spiele haben die Krieger von Vale selbst Kinder bekommen. Diese schlittern, mehr oder weniger freiwillig, in ein Abenteuer, welches sie auf den Pfaden ihrer Eltern wandern und in ihre Fußstapfen treten lässt. Dabei begegnen sie vielen alten Bekannten und besuchen Orte, welche man bereits aus den alten Teilen kennt.
Interessanterweise wird diese Retrospektive nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Neulinge finden sich dank einem sehr guten Enzyklopädie-System sehr schnell zurecht und werden behutsam in die Geschichte eingeführt. So dass sie sehr schnell eine interessante und offene Welt voller Rätsel und Geheimnisse erkunden können. Während sich bei alten Hasen direkt nostalgische Gefühle einstellen, die eindeutig Lust auf mehr machen. Ich persönlich werde wohl meinen alten Gameboy Advance wieder raus kramen um Teil 1 und 2 noch einmal zu spielen. :)
Golden Sun - und da stellt auch Die dunkle Dämmerung keine Ausnahme dar - ist der eindeutige Beweis, dass Nintendo erstklassige JRPGs machen kann, wenn sie wollen. Und niemand sollte sich das entgehen lassen.