CALLING: 黒き着信

Calling: Kuroki Chakushin (Calling: Black Message) ist ein von Hudson Soft veröffentlichtes Survival-Horror Spiel für die Wii.

Die schwarze Seite - eine Quelle vieler Gerüchte. Die Webseite ist leer und hat nur einen Besucherzähler. Aber manche sagen, darüber bekomme man Verbindung zu einem Chatroom. Die, die von der Dunkelheit geführt werden, können in den Chat gelangen und erhalten angeblich einen Ruf aus den Tiefen. Sie treten in den Mnemonischen Abgrund und wandeln für immer zwischen Leben und Tod.

Jeden Tag zieht die Neugier weitere Besucher auf Die schwarze Seite. …

Als ich zu mir kam befand ich mich in einem seltsamen Raum.
Ich weiß nicht, wo ich bin oder warum ich hier bin.
Wo… bin ich…?”

– Aus der Spielanleitung

Mehr will ich zur Hintergrundgeschichte auch gar nicht verraten. Je weniger man weiß, desto besser. Denn dann kann man sich auch am besten in die Lage der Person versetzen, welche alleine in einem unbekannten Haus aufwacht und keine Ahnung hat, was eigentlich los ist. Bis plötzlich ein Telefon klingelt…

Calling

Der Einstieg in das Spiel ist einfach und man bekommt im Laufe der Zeit alle Grundlagen der Steuerung beigebracht. Wobei vieles originell umgesetzt wurde. Insbesondere die Verwendung der Wiimote als Handy - ähnlich wie in Silent Hill: Shattered Memories - hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Orte, welche man im Spiel aufsucht sind zwar abwechslungsreich. Jedoch ähneln sie zu sehr. So sehen z. B. die meisten Klassenzimmer in einer Schule irgendwie gleich aus und unterscheiden sich nur in geringen Details. Aber immerhin lässt sich das anhand der Geschichte erklären.

Wie von einem japanischen Horrospiel zu erwarten wird man nicht viel Blut oder ähnliches zu Gesicht bekommen. Statt dessen sind die Schreckmomente subtiler und feiner gestreut. Eben da, wo man sie nicht unbedingt erwartet.
Man trifft allerdings auf Geister. In der oberen, klinken Ecke erscheint dann eine Art Angst- oder Panikanzeige. Sollte diese in den roten Bereich steigen kann es das Ableben des Charakters bedeuten. Da man die Geister nicht bekämpfen kann muss man versuchen ihnen aus dem Weg zu gehen und sie ggf. abschütteln und das Weite suchen. Das ganze ist allerdings recht gut umgesetzt und weniger deprimierend als in Shattered Memories. Was hauptsächlich daran liegt, dass der Levelaufbau nicht so verwirrend ist und das Spiel pausiert, wenn man die Karte betrachtet.

Ein wichtiger Tipp für alle Ungeduldigen: Schaut euch den Abspann bis zum Ende an. Es sei denn natürlich, ihr wollt das Extrakapitel, welches danach freigeschaltet wird, nicht mehr spielen. :)

Im übrigen hat das Spiel nichts mit den japanischen Chakushin ari (着信アリ) bzw. One Missed Call Horrorfilmen gemein, welche bei uns unter dem Titel “The Call” veröffentlicht wurden. Auch, wenn Telefone ein zentraler Bestandteil des Spiels sind. Nicht umsonst sehen die Buchstaben LLI im Namen CALLING aus wie Empfangsbalken eines Handys.

Calling

Calling ist im Grunde das genaue Gegenteil zu Ju-On, welches mich schwer enttäuscht hat und über das ich mich dementsprechend negativ geäußert habe. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und entwickelt sich im Laufe des Spiels immer weiter. Die Steuerung ist sehr gut und enthält einige nützliche Funktionen (z. B. 2x ‘Z’ drücken = 180° Drehung). Die Horrorelemente sind exzellent und abwechslungsreich umgesetzt und Ereignisse werden teilweise zufällig ausgelöst. So bekommt man endlich wieder ein japanisches Horrorspiel par excellence, welches einen fesselt und begeistert!

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