Berlin und der Religionsunterricht
In Berlin treffen momentan Religion und säkularer Staat aufeinander.
Der Status quo:
In Berlin gibt es keinen verbindlichen Religionsunterricht. Statt dessen gibt es einen allgemeinen Ethikunterricht und die Möglichkeit eines freiwilligen Religionsunterrichts.
Eine - wie ich finde - hervorragende Regelung! Denn es ist nicht Aufgabe des Staates Missionar für Religionsgemeinschaften zu spielen. Mit dem Ethikunterricht werden jungen Menschen ethische und moralische Grundwerte unserer Gesellschaft vermittelt. Ohne die Einflüsse von Religionen und mit dem Ziel eine gemeinschaftliche Basis kultureller Verständigung zu schaffen. Und wer trotzdem einen Religionsunterricht wünscht hat die zusätzliche Möglichkeit, an diesem teilzunehmen.
Nun gibt es allerdings die kirchliche Bürgerinitiative Pro Reli, welche zum Volksentscheid aufgerufen hat, um diese Regelung zu kippen. So wird versucht den Religionsunterricht “aufzuwerten”. Indem er als gleichberechtigtes und nicht als Extrafach angeboten wird. Dies würde implizieren, dass sich Schüler in Zukunft entscheiden müssten ob sie entweder den Ethik- oder den Religionsunterricht besuchen möchten.
Dagegen macht sich wiederum die humanistische Bürgerinitiative Pro Ethik stark.
Am kommenden Sonntag ist der Volksentscheid. Ich bin sehr gespannt, wie dieser ausgehen wird. Hoffe allerdings darauf, dass sich die Befürworter des Ethikunterrichts durchsetzen werden. Auch unter dem Aspekt, dass verschiedene Angebote des Religionsunterrichts die Entstehung von Parallelgesellschaften weiter fördern.














[...] wunderbare Nachricht. Das Ergebnis des Volksentscheids, über den gestern in Berlin abgestimmt wurde, ist mehr als eindeutig. Mit 14,2% abgegebenen [...]