Battlestar Galactica: Das Brettspiel

Admiral Adama tat alles, was in seiner Macht stand, um die letzten Überlebenden der Menschheit sicher nach Kobol zu bringen. Dabei sah er sich mit zahlreichen Angriffen durch die Zylonen und Spannungen innerhalb der Flotte konfrontiert. Er tat sein Bestes und kämpfte gegen die zur Neige gehenden Vorräte und die schwindende Moral.
Doch plötzlich musste er feststellen, dass er selbst ein getarnter Zylon war. Ab diesem Augenblick zählte nur noch seine Mission. Er musste die Galactica und die Menschheit vernichten. Und er sollte erfolgreich sein…

Denn in unserem ersten Spiel des Battlestar Galactica Brettspiels sollte der Menschheit ihr Treibstoffmangel zum Verhängnis werden. Da mir - als Admiral - die Wahl des nächsten Sprungziels obliegte, führte meine letzte Entscheidung zum Untergang der Flotte. Während Flo, als enttarnter Zylon, genug Unruhe stiftete um die anderen Spieler von mir abzulenken.

Battlestar Galactica

Das Spiel orientiert sich sehr an der Serie. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines, aus der Serie bekannten Charakters, welcher über zwei einzigartige Fähigkeiten und einen Nachteil verfügt. Grundsätzlich handelt es sich um ein kooperatives Spiel, in dem 3 bis 6 Spieler versuchen, den Zylonen zu entkommen und den Planeten Kobol zu erreichen. Der eigentliche Reiz, den dieses Spiel jedoch aus macht ist, dass im laufe des Spiels einige Spieler zu Zylonen-Agenten werden und ab diesem Zeitpunkt gegen die anderen Spieler arbeiten.
Die Zylonen-Agenten können zwar auch enttarnt werden. Dies macht die Sache aber nicht unbedingt einfacher, da enttarnte Zylonen weiterhin Einfluss auf das Spiel nehmen können; weniger subtil aber nicht minder gefährlich.

Reihum führen die Spieler folgende Spielabschnitte aus:
1. Handkarten auffüllen
2. Bewegen
3. Aktion durchführen
4. Krisenkarte aufdecken

1. Handkarten auffüllen: Insgesamt gibt es 5 verschiedene Kartenarten (Technik, Führerschaft, Taktik, Politik und Raumkampf), wobei jeder Charakter andere Karten ziehen kann. Die Karten sind wichtig, um Aktionen durchzuführen (Schritt 3), Krisen zu meistern (Schritt 5) oder zusätzliche Boni zu geben (z. B. um einen Würfelwurf zu wiederholen).

2. Bewegen: Man kann seinen Charakter an einen anderen Ort bewegen.

3. Aktion durchführen: Entweder man aktiviert den Ort, an dem man sich gerade befindet (z. B. die Waffenbatterie um auf Zylonen-Schiffe zu feuern) oder spielt eine Handkarte als Aktion aus (z. B. um ein beschädigtes Schiffssystem der Galactica zu reparieren).

4. Krisenkarte aufdecken: Zuerst gilt es, einen bestimmten Zielwert mit ausgespielten Handkarten zu erreichen. Hierbei ist Angegeben, welche Karten (Art) gespielt werden dürfen. Jeder Spieler kann so viele Karten verdeckt aus seiner Hand ausspielen, wie er will. In diesen Stapel werden außerdem noch 2 verdeckte, zufällige Karten gemischt. Anschließend werden die einzelnen Kartenwerte zusammengezählt, wobei jede Karte, welche nicht den vorgegebenen Farben entspricht, subtrahiert wird. Sprich: Zylonen-Spieler können Karten einbringen um die Spieler daran zu hindern, das geforderte Ziel zu erreichen; was in der Regel äußert negative Auswirkungen hat.
Außerdem bestimmt die Krisenkarte, wie sich Zylonen-Basisschiffe und -Jäger verhalten (ob sie z. B. angreifen). Und ob die Sprungvorbereitungen in das nächste System voran gehen.

Battlestar Galactica

Manche Spieler kritisieren, dass 2 Charaktere (Boomer und Dr. Baltar) eine höhere Chance haben, zu Zylonen-Agenten zu werden, als der Rest. Dies ist zwar prinzipiell richtig, hat aber meiner Meinung nach, nur wenig Auswirkungen auf das tatsächliche Spielgeschehen. Natürlich steht es den Spielern frei einen jeden Charakter in die Brick zu schicken. Jedoch kann es sich als tödlichen Fehler erweisen, sollte man sich irren. Schließlich blockiert man sich so selbst, während die echten Zylonen-Agenten weiterhin ungehindert agieren können.

Insgesamt ist Battlestar Galactica: Das Brettspiel ein äußerst interessantes und spannendes Spiel, welches alle Spieler bis zur letzten Minute fesseln kann. Trotzdem ist die Spielmechanik relativ simpel. Zeitlich sollte man allerdings einige Stunden einrechnen, da sich vor allem die Beratungen und gegenseitigen Beschuldigungen ein Zylonen-Agent zu sein, in die Länge ziehen können. ;-)
Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung. Auch, wenn man - so wie ich - mit der TV-Serie nur wenig oder gar nichts am Hut hat.

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