Linkspartei
“Die Linke ist heute im Kern eine Klientelpartei für Hartz-IV-Bezieher und solche, die es werden wollen.”
– Jan Fleischhauer (S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal vom 30.01.2012)
Tags: die linke, jan fleischhauer
“Die Linke ist heute im Kern eine Klientelpartei für Hartz-IV-Bezieher und solche, die es werden wollen.”
– Jan Fleischhauer (S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal vom 30.01.2012)
Vier tapfere Recken (eigentlich fünf, aber einer ist auf der Strecke geblieben und über diesen redet jetzt niemand mehr) machten sich auf um Batman Live in der Frankfurter Festhalle zu erleben.
Nach einer kurzen Einführung, in der man (wieder einmal) sieht, wie Batmans Eltern sterben, beginnt die eigentliche Handlung:
Das Artistenehepaar Grayson wird durch einen Anschlag während einer Zirkusvorstellung getötet. Bruce Wayne nimmt sich (eher unfreiwillig) dem Sohn der beiden - Dick - an und bringt ihn auf sein Anwesen, Wayne Manor. Als Batman versucht er herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt um diesen zur Rechenschaft zu ziehen.
Dick kann es jedoch nicht ertragen, den ganzen Tag im Haus zu sitzen. Daher begibt er sich zurück zum Zirkus, wo ihn der Joker gefangen nimmt um ihn als Lockvogel zu missbrauchen. Zwar gelingt es Batman, ihn zu befreien, doch der Joker entkommt und besetzt das Hochsicherheitsgefängnis Arkham Asylum. So sieht sich Batman auf einmal mit vielen seiner alten Erzfeinde konfrontiert…
Die Handlung ist sehr einfach gestrickt und für jeden, der Batman kennt, offensichtlich. Batman bekommt seinen Sidekick: Robin. Da fragt man sich allerdings schnell, ob der Titel “Robin Live” nicht besser gewesen wäre. Schließlich ist er Dreh und Angelpunkt der gesamten Geschichte. Die im übrigen stellenweise viel zu langatmig und langweilig erzählt wird.
In der ersten Hälfte der Aufführung herrscht ein eklatanter Batman-Mangel. Der Aufbau der Story dauert einfach zu lange und der Schwerpunkt liegt zu sehr auf artistischen Einlagen. Diese sind zwar ganz nett, aber auch nichts besonderes. Bei Vorstellungen des Cirque du Soleil bekommt man wesentlich mehr geboten.
Die Spezialeffekte und die Nutzung der riesigen Videoleinwand hat mir sehr gut gefallen. Allgemein finde ich die Idee mittels Bühne und Leinwand eine Art 3D-Effekt zu erzeugen sehr gut. Leider offenbart sich dabei aber auch die erste Schwäche: Sobald man nicht frontal zur Bühne sitzt, gibt es auch den gewünschten Effekt nicht. So mag ein Kampf, bei dem Batman und Catwoman von Haus zu Haus springen frontal durchaus interessant wirken. Von der Seite sieht es jedoch wie einer dieser billigen, chinesischen Actionfilme aus, bei denen in der Luft gekämpft wird.
Die Musik ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert: Sie ist grundsätzlich sehr gut und stimmig zu den Filmen. Aber leider passt die Show nicht dazu. Die Kampfchoreographie ist dermaßen schlecht, dass die durch die Musik geweckten Erwartungen in keiner Weise erfüllt werden. “Kampf” ist eigentlich das falsche Wort. “Ballettvorstellung” wäre aus Mangel an Körperkontakt (teilweise mit Abständen von ½ Meter) passender.
Das aller schlimmste, was einem auch direkt zu Beginn auffällt, ist jedoch dieses unterirdisch schlechte Playback. So schlecht hätte das auch jede Amateurtruppe machen können.
Mein Fazit lautet also, dass Batman Live die 62,- Euro für die Eintrittskarte leider nicht wert war. Aber zum Glück sind wir später noch zu Hooters gegangen um den Abend zu retten. ;-)
Slevin Kelevra (Josh Hartnett) wird versehentlich für Nick Fisher gehalten, als er aus seiner Wohnung gezerrt wird. Das ist dem Boss (Morgan Freeman) aber egal, denn er ist auf Rache aus. Sein Sohn wurde erschossen und Der Rabbi (Sir Ben Kingsley) soll dafür bluten. Also soll Slevin dessen Sohn umbringen und damit “seine” Schulden in Höhe von 96.000 Dollar tilgen.
Kaum wieder zu Hause erhält Slevin schon wieder Besuch und wird diesmal (wieder als Nick Fisher) zum Rabbi geschleift. Dieser pocht darauf, dass er ihm 33.000 Dollar zurück zahlt. Ansonsten würde es ihm schlecht gehen.
So gerät er zwischen die Fronten zweier Mafiaorganisationen und des professionellen Auftragkillers Goodkat (Bruce Willis), der im Hintergrund die Fäden zu ziehen scheint. Doch wie so oft, kann der erste Eindruck täuschen.
Ich muss gestehen, dass ich immer wieder überrascht bin, wenn Leute diesen Film aus dem Jahre 2006 trotz Starbesetzung nicht kennen. Dabei handelt es sich um einen herausragenden Mafia-Thriller und zweifelsohne einen der besten Filme der letzten Jahre.
Die Beschreibung des Films habe ich übrigens bewusst knapp gehalten um nichts vorweg zu greifen. Einfach selber anschauen und überraschen lassen. :)
Eine Sammlung zahlreicher Kurzgeschichten von J. G. Ballard und mein erster - bewusster - Kontakt mit diesem Autor und durchaus ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich sind die meisten der Geschichten eindeutig dem Genre des Science-Fiction zuzuordnen. Allerdings liegt der Schwerpunkt sehr oft auf der Psyche der Protagonisten, welche sich in einer - oft sehr surrealen - Welt immer weniger zu Recht finden. Vor allem der Aspekt der Zeit und deren Wahrnehmung sowie postapokalytische Szenarien von zerstörten Städten, Sandmeeren, Stränden und Kristalisierung sind immer wiederkehrende Bilder.
Manche Storys sind einfach nur langweilig, während andere wirklich begeistern und innovativ sind. Allen gemein ist, dass sie meist ziemlich verstörend sind. Insbesondere der Aspekt der Isolation und Einsamkeit wird immer wieder aufgegriffen. Dabei wird eine Atmosphäre rüber gebracht, die mich sehr stark an Fragile Dreams erinnert hat.
|
Durchgangszeit
|
Gefangener des Korallenmeers
|
|
Der verschollene Leonardo
|
Der letzte Strand
|
|
Der leuchtende Mann
|
Das Delta bei Sonnenuntergang
|
|
Der ertrunkene Riese
|
Die Giaconda des Mittagszwielicht
|
|
Der Vulkan tanzt
|
Die Morde am Strand
|
|
Der ewige Tag
|
Der unmögliche Mensch
|
|
Sturmvogel, Sturmträume
|
Morgen ist in Jahrmillionen
|
|
Das Attentat auf John Fitzgerald Kennedy unter dem Aspekt eines Autorennens betrachtet
|
Hope Cunard
|
|
Das Wiedererkennen
|
Die Wolkenbilder von Coral D
|
|
Warum ich Ronald Reagan ficken möchte
|
Der tote Astronaut
|
|
Die COMSAT-Engel
|
Das Schlachtfeld
|
|
Aller Tage Abend
|
Sag dem Wind Lebewohl
|
|
Die fantastischste Fernseh-Shwo der Welt
|
Mein Traum, nach Wake Island zu fliegen
|
|
Die Flugzeugkatastrophe
|
Tiefflieger
|
|
Vom Leben und Tod Gottes
|
Notizen zu einem geistigen Zusammenbruch
|
|
Der Sechzig-Minuten-Zoom
|
Das Lächeln
|
|
Die ideale Stadt
|
Die Zeit der Toten
|
|
Der Index
|
Familienglück
|
|
Kriegstheater
|
Dolce far niente
|
|
Ein Nachmittag am Strandabschnitt Utah
|
Tierkreis 2000
|
|
Motelarchitektur
|
Wild schwärmende Fantasien
|
|
Nachrichten von der Sonne
|
Erinnerungen an das Raumfahrtzeitalter
|
|
Mythen einer nahen Zukunft
|
Bericht über eine unidentifizierte Raumstation
|
|
Das Angriffsziel
|
Antworten auf einen Fragebogen
|
|
Der Mann, der auf dem Mond spazieren ging
|
Die geheime Geschichte des Dritten Weltkriegs
|
|
Liebe unter kälterem Himmel
|
Der ungeheure Raum
|
|
Der größte Freizeitpark der Welt
|
Kriegsfieber
|
|
Traumfracht
|
Anleitung zum virteuellen Tod
|
|
Die Botschaft vom Mars
|
Bericht über einen obskuren Planeten
|

“The way to belief is short and easy, the way to knowledge is long and hard.”
– Ernst Stuhlinger (1913–2008)
Angesichts des Abwurfs der Atombomben im August 1945 über Japan und den aufkeimenden Spannungen zwischen Ost und West, rechnet der exzentrische und chraismatische Milliardär und Großindustrielle Andrew Ryan mit dem schlimmsten: Einem nuklearen Holocaust, der die menschliche Zivilisation vernichten wird.
Allerdings hat er einen fantastischen Plan ersonnen. Er will alle seine finanziellen Mittel und seine Macht einsetzen um eine geheime Unterwasserstadt im Atlantik zu errichten: Rapture.
In dieser autarken Umgebung sollen er und von ihm ausgewählte das Ende der Menschheit überstehen und eine neue, utopische Gesellschaft nach seinen Vorstellungen aufbauen. Rein kapitalistisch, leistungsorientiert und ohne gesellschaftliche oder religöse Zwänge irgend einer Art.
Doch schnell empfinden die Menschen die gewählte Isolation als Gefängnis. Hinzu kommt, dass es viele Verlierer in diesem System gibt, welche sich betrogen und ungerecht behandelt fühlen. Unlautere Geschäftspraktiken nehmen zu, die Zahl der Armen Wächst und mit ihr auch die sozialen Spannungen in Rapture. Selbst vor menschenverachtenden Experimenten wird nicht mehr zurück geschreckt. So zeichnet sich bereits ab, dass das ganze nur in einer Katastrophe enden kann.
Als Fan der Bioshock Spiele von 2K Games habe ich mir das Buch dazu natürlich nicht entgehen lassen (übrigens im Englischen Original). Es spielt zeitlich vor den Ereignissen der beiden Spiele und ich fand es sehr unterhaltsam.
John Shirley orientiert sich sehr genau an der Spiele-Vorlage und hat trotzdem die ein oder andere unvorhergesehene Wendung eingebaut.
In gewisser Weise transportiert das Buch die Atmosphäre besser als das Spiel. Die klaustrophobische Enge in Rapture, die dich ausweitenden Spannungen und die Ängste und Verzweiflung der Menschen, die sie sich in religiösen Irrglauben flüchten lässt oder durch die sie immer unmenschlicher werden.
Die Charaktere kommen einem erheblich näher. So merkt man schnell, dass nicht nur der große Andrew Ryan eine schier unüberwindliche Hybris besitzt, die schließlich zum Untergang seines eigenen utopischen Traums führen wird. Auch viele andere waren daran beteiligt. Und es ist interessant die detaillierten Hintergründe und ihre Motive zu erfahren.
Zu empfehlen das Buch allen, welche die Spiele gerne gespielt haben und jedem, der auf dystopische Zukunftsvisionen steht.