Archiv von 06/2009

Dead Snow + Worst Case Scenario

Zweifelsohne bin ich ein Fan von trashigen Filmen. Dazu zählt selbstverständlich auch das Genre des Zombiefilms. Und was gibt es cooleres als Horden von Zombies? Ganz klar… eine Horde Nazi-Zombies! Und in naher Zukunft gibt in diesem Bereich Nachschub in Form des skandinavischen Films Dead Snow.

Dead Snow
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Eher schlecht sieht es hingegen mit dem Film Worst Case Scenario von Gorehound aus, da das Projekt aus Geldmangel für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wurde.

Worst Case Scenario Trailer 2
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Abschiede

“Rasche Abschiede sind unliebevoll, und lange sind unerträglich.”

– Robert Walser (1878-1956), Schweizer Schriftsteller

Bis 02:15

Es war ziemlich spät als ich gestern bzw. heute morgen aus dem Büro gekommen bin. Trotzdem habe ich das Gefühl meine Produktivität durch diesen Tagesrhythmus erhöht zu haben. Und nachts kann man sich auch aller Ruhe von dem Traubenzucker und den Gummibärchen ernähren, von denen uns GULP anscheinend einen unerschöpflichen Vorrat zur Verfügung stellt. Nur um die Pfefferminz-Bonbons habe ich aufgrund ihrer abführenden Wirkung (bei zu intensiven Konsum) vorsichtshalber einen Bogen gemacht.
Unglaublich unterhaltsam fand ich meine Entdeckung einer Unterart der Gummibärchen. Nämlich die schwarzen “Gruftbärchen”. Entgegen der Erwartung schmecken diese allerdings nicht nach Patschuli sondern nach irgendwelchen Waldbeeren.

Gummibärchen

Warum ich das so unglaublich witzig fand weiß ich allerdings auch nicht mehr. Vielleicht war ich einfach zu müde und schon vom Traubenzucker berauscht…

Israel

“Wenn die Araber die Waffen endlich niederlegen, wird es keinen Krieg mehr geben. Aber wenn Israel die Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.”

– Arno Lustiger, Historiker und Schriftsteller

ルミナスアーク2 ウィル

In Japan als Luminous Arc 2: Will erschienen ist dies der zweite Teil der Luminous Arc Reihe für den Nintendo DS. Dabei handelt es sich um ein taktisches Rollenspiel, ähnlich Final Fantasy Tactics. Im Vergleich zum ersten Teil fällt vor allem die verbesserte Steuerung, die (wie ich finde) verbesserte Grafik und das “Engage”-System als neue Funktion auf. Mit diesem ist der Rune Knight in der Lage sich mit einer anwesenden Hexe zu verbinden und so Zugriff auf zusätzliche Fähigkeiten und Zauber zu erhalten und seine Stats zu verbessern.

Luminous Arc 2Der 4.000 Jahre andauernde Frieden, der vom Königreich Carnava und seinen Rittern sowie von der von Hexen und (ganz wenigen) Zauberern geleiteten Magic Association, gesichert wurde beginnt zu zerbrechen. Nicht nur, dass vor 16 Jahren monströse Kreaturen - die so genannten Beast Fiends - aufgetaucht sind und seither das Land heimsuchen. Zu allem Überfluss tobt seit kurzem auch noch ein Krieg zwischen der Magic Association und Fatima, der mächtigen Shadow Frost Witch.
Roland, sein Bruder Rasche und ihre Freundin Rina trainieren hart um eines Tages ebenfalls stolze Ritter des Königreich Carnava zu werden. Doch durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gerät Roland in Kontakt mit der Runic Engine, eines vom Wissenschaftler Steiner entwickelte Maschine, welche auch normalen Menschen magische Kräfte und Stärke geben soll. So wird Roland zum ersten Rune Knight seit 4.000 Jahren und von seiner Königin damit beauftragt die Magic Association zu unterstützen, um den Krieg der Hexen endlich zu beenden.
So beginnt ein Konflikt um Freundschaft, Vertrauen, Loyalität und die Rettung der Welt.

Wie auch der erste Teil lebt das Spiel von seinen zahlreichen Dialogen. Und zu meiner Freude gibt es für diese 2 neue Funktionen. “Skip” auf der L-Taste, um Dialoge schneller abzuhandeln; was ich persönlich nicht empfehle, sofern man etwas von der sehr guten Story mitbekommen möchte. Und “Auto” auf der R-Taste um Dialoge automatisch ablaufen zu lassen. Sehr angenehm, da man nicht jeden Satz mit einem Tastendruck bestätigen muss.
Man merkt früh, dass sich hinter der offensichtlichen Geschichte mehr verbirgt. Daher ist es bis zu deren Enthüllung etwas frustrierend, dass die Wortgefechte vor und nach den Kämpfen immer nur das selbe “Bla Bla” enthalten und niemand in der Lage ist, mal Tacheles zu reden.
Auch, wenn es ein wirklich gutes Spiel ist kann es meiner Meinung nach leider nicht mit Final Fantasy Tactics mithalten. Dafür hätte ich mir gewünscht, dass es etwas länger dauert und die Gilde mehr Missionen anbietet und nicht immer immer die selben 2-3, bis man die Handlung wieder weiter vorangetrieben hat.
Trotzdem eine absolute Kaufempfehlung für alle Taktik-Fans mit netten Bishōjo Elementen.

Luminous Arc 2 Trailer
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Los statt Leistung

Die Koalition des Berliner Senat aus SPD und SED Linkspartei haben beschlossen, dass in Zukunft für 30% der Schüler das Los darüber entscheiden soll, wer einen Platz in einem Gymnasium bekommt und wer nicht.
Das ganze soll für mehr Gerechtigkeit sorgen und zeigt damit wunderbar auf, welches eines der größten Probleme dieses Landes ist. Nämlich, dass Leistung nicht honoriert wird. Der einzige faire und gerechte Indikator zur Vergabe der Plätze an den Gymnasien sind nämlich die Noten und deren Durchschnitt. Dies durch ein Glück basiertes System zu ersetzen ist pure Willkür um den Menschen soziale Gerechtigkeit vorzugaukeln.

Krabben

“No crab, no peace!”

– Potpourri (Luminous Arc 2)

Die Nachwehen der Europawahl

Dauern immer noch an. Und während die anderen Parteien hämisch über das Ergebnis der SPD lachen suhlt sich diese in ihrem eigenem Mitleid und verzweifeltem Optimismus. Was bleibt ihr auch anderes übrig? Den Schuldigen für dieses Debakel hatte man ja bereits früh ausgemacht. Nämlich den Wähler! Um genau zu sein, den Wähler, der nicht zur Wahl gegangen ist.
Wäre ja auch zu einfach die Fehler bei der eigenen Partei, ihrer Führerschaft und deren Politik zu suchen. Statt dessen ist der Wähler schuld. Und schon spießen die aberwitzigen und von geistiger Umnachtung geprägten Ideen, wie wir sie von der Politik gewohnt sind, aus dem Boden.

So schlägt der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen vor, man solle doch Zwangswahlen abhalten.

“Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen. Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht”

Mit dem letzten Satz hat er Recht. Aber das aufgezwungene Wahlen ebenfalls keine Demokratie sind, das scheint er zu vergessen. Aber Moment mal, hatten wir so etwas nicht schon einmal in Deutschland? Richtig! Damals in der DDR. Da war - wie in vielen anderen linken Diktaturen - auch jeder gezwungen zur Wahl zu gehen. Auch, wenn es das Ergebnis nicht beeinflusst hat.
Oder spekuliert Herr Thieße mit seinen Strafen gar auf zusätzliche Einnahmen für den Staat?

Es darf nicht vergessen werden, dass Demokratie- und Politikfaulheit zu eines der freiheitlichen Grundrechte einer Demokratie gehören. Ich persönlich halte davon zwar nicht viel. Aber es ist jedem selbst überlassen von seinem Recht, nicht zur Wahl zu gehen, Gebrauch zu machen (und dann aber auch nicht über politische Entscheidungen zu meckern). Politiker, überdenkt endlich eure Politik und hört auf die Wähler verändern zu wollen!

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz hat hingegen andere Ideen. Um wirklich jede Couch-Potato zur Stimmabgabe zu bewegen befürwortet er die Internetwahl. Wirklich eine tolle und innovative Idee (ich hoffe man merkt, dass diese Aussage vor Sarkasmus trieft). Denn so ist man nicht nur in der Lage genau zu überwachen welcher Bürger wie und wann seine Stimme abgegeben hat. Es wäre auch nie einfacher eine Wahl schnell und effizient zu manipulieren.

Und wieder ein Beispiel…

… für die dumme, teils menschenverachtende Ignoranz der Religion.

“Pilger müssen eine Impfung gegen Hirnhautentzündung vorweisen, wenn sie sich gen Mekka aufmachen wollen. Aber: Das Serum enthält ein Enzym vom Schwein, und dieses Tier gilt in jeder Form als unrein. Der indonesische Muslimrat bittet jetzt die saudiarabische Regierung darum, die Impfung zu erlassen.”

Welt Online

Europawahl 2009

Europa hat gewählt und in jedem seiner Mitgliedsländer wird Bilanz über die Ergebnisse gezogen. Genauso ziehe ich mein persönliches Ergebnis aus dieser Wahl und möchte an dieser Stelle auf den interessanten Umstand hinweisen, dass von meinen E-Mails an die deutschen Spitzenkandidaten für das Europäische Parlament von CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen bis heute nur ein einziges mal beantwortet wurde.

“vielen Dank für Ihre E-Mail vom 4. Juni. Es ist richtig, dass die Anzahl der Europaabgeordneten eines Mitgliedsstaats nicht direkt proportional zur Bevölkerungszahl ist. Damit soll auch den Abgeordneten kleinerer Länder die Möglichkeit gegeben werden, sich angemessen zu beteiligen. Dadurch ist die EU aber nicht undemokratisch. Denn im Rat, in dem jedes Land je nach Politikbereich von einem Minister vertreten wird, wird jedes Land gemäß seiner Bevölkerung gewichtet. Diese sogenannte doppelte Legitimation, die damit bei der Verabschiedung eines Rechtsakts gegeben ist, weil in den meisten Fällen Parlament und Rat gleichberechtigt entscheiden, gleicht damit die von Ihnen als Missverhältnis empfundene Anzahl der Europaabgeordneten wieder aus. Außerdem zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass der Einfluss der sechs luxemburgischen Abgeordneten verhältnismäßig gering ist und bereits die neun CSU-Abgeordneten, gemessen an unseren Erfolgen, im Europäischen Parlament mehr ausrichten können.

Ich hoffe sehr, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben und weiterhin mit Ihrer Unterstützung rechnen zu können.”

Diese Antwort vom 05.06. stammt von Markus Ferber, Spitzenkandidat der CSU und wiedergewähltes Mitglied des Europäische Parlaments. Daran sollten sich seine politischen Kollegen, bei denen die Kommunikation zum Bürger zu kurz kommt und damit das Klischee des “abgehobenen” Politikers zutrifft, ein Beispiel nehmen.