2009 ist “Superwahljahr” in der Bundesrepublik Deutschland. Nachdem breits Hessen gewählt hat folgen noch vier weitere Landtagswahlen (Brandenburg, Saarland, Sachsen und Thüringen), acht Kommunalwahlen, die Bundestagswahl, die Wahl zum Bundespräsidenten und die Europawahl. Kein Wunder also, dass die Wahlkampfmaschinerien der Parteien bereits seit geraumer Zeit auf Hochdruck laufen. Bedauerlich ist nur, dass dadurch immer mehr die politischen Entscheidungen beeinflusst werden. So hat sich die große Koalition in der immer wieder aufkeimenden Debatte über Managergehälter eine schöne, populistische Kampagne ausgedacht um beim vom Neid zerfressenen Prekariat auf Stimmenfang zu gehen. Dabei ist das Ziel, die Gehälter der bösen, gierigen Manager zu beschränken.
Naturgemäß stoßen solche Initiativen auf ziemlich große Zustimmung der üblichen Neider und Habenichtse. Dabei haben diese - genauso wenig wie die Politiker - ein Recht über die Gehälter oder Bonuszahlungen von Managern zu entscheiden. Dies obliegt einzig und alleine den Besitzern eines Unternehmens. Und das sind nun mal die Aktionäre. Wer also keine Aktien eines großen Unternehmens besitzt, der soll gefälligst welche kaufen und zur Hauptversammlung gehen oder einfach ruhig sein.
Denn wir haben immer noch eine Marktwirtschaft. Und es obliegt den Besitzern eines Unternehmens zu bestimmen, wie viel ihnen ihre leitenden Angestellten wert sind und sonst niemandem. Nicht den Gewerkschaften, nicht anderen Leuten und erst recht nicht dem Staat.
Dabei sollten vor allem die Politiker, welche als einzige Bürger BRD in der Lage sind ihre Gehälter (Diäten) selbst festzulegen, mal schön die Füße stillhalten. Ich kann mich noch sehr gut an die letzte Diätenerhöhung des Bundestages um fast 10% erinnern. Wodurch ein Abgeordneter nun 7668 Euro “Entschädigung” pro Monat erhält. Diese “Entschädigung” wird zwar versteuert. Aber zusätzlich erhält jeder Abgeordnete monatlich eine steuerfreie Kostenpauschale von 3417 Euro, welche jährlich an die Lebenserhaltungskosten angepasst wird.
Von zusätzlichen Vergütungen wie der kostenfreien Nutzung von Bahn, Lufthansa und Fahrzeugen der Bundestagsverwaltung für Dienstreisen, einer Altersentschädigung und Übergangsgeld nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag, ganz abgesehen.
Dabei fragt man sich sofort, wer sich so ein System ausgedacht hat, bei dem sich Politiker selbst ihr Gehalt festlegen können. So etwas muss doch unweigerlich zum Scheitern verurteilt sein.
Geschrieben am 30.01.09 um 9:22 Uhr in
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“Life is a video game. No matter how good you get, you are always zapped in the end.”
– John Updike (1932–2009)
Geschrieben am 29.01.09 um 9:10 Uhr in
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Der Deutsche Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus und der Zentralrat der Juden in Deutschland nutzt dies, um sich selbst wieder zu profilieren. Allerdings scheint der Schuss diesmal nach hinten los gegangen zu sein. Denn auf breiter Front stößt das demonstrative Fernbleiben der Mitglieder des Zentralrates von der Veranstaltung auf Unverständnis.
Begründet wurde dieses übrigens mit “der Missachtung der Organisation in den vergangenen Jahren. Die Vertreter des Zentralrats, die auf der Zuschauertribüne Platz genommen hatten, seien nie persönlich begrüßt worden.” (SPON).
Anscheinend hat der Zentralrat vergessen, dass den Opfern gedacht werden soll. Nicht dem Zentralrat oder einer anderen Organisation. Da scheint es fast lächerlich eine solche Veranstaltung wegen Protokollfragen zu boykottieren. Vielleicht ist es langsam einfach an der Zeit, dass sich der Zentralrat der Juden in Deutschland endlich selbst reformiert und von seiner oft propagierten Opferrolle trennt um wieder repräsentativ für die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zu sein.
Was bei solch kurzsichtiger Taktieren jedoch nicht in den Hintergrund rücken darf ist die Tatsache, dass Auschwitz langsam aber sicher zu Verfallen beginnt.
Auch 64 Jahre nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee ist dieser Ort ein Synonym für die Gräueltaten der Nationalsozialisten und den Zweiten Weltkrieg. Daher gibt es meiner Meinung nach keinen besseren Ort der Opfer zu Gedenken und aus der Geschichte zu lernen. Damit sich so etwas nie wiederholt! Statt irgendwelche Stehlen in Berlin aufzustellen wäre es besser gewesen Auschwitz als Mahnmal und Gedenkstätte zu erhalten.
Geschrieben am 28.01.09 um 10:55 Uhr in
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… mir noch einmal neue Kreditkarten zu schicken. *lol*
Geschrieben am 26.01.09 um 11:15 Uhr in
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“Marc, du bist der japanischste Nicht-Japaner, den ich kenne.”
– Mallek
Geschrieben am 20.01.09 um 9:11 Uhr in
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Die Supertaste, welche unter anderem für die Verwendung von Compiz benötigt wird, kann über >> System >> Einstellungen >> Tastatur >> Belegungen >> Other Options… >> Alt/Win key behavior auf die Windowstaste gelegt werden: Super is mapped to the Win-keys
Geschrieben am 19.01.09 um 8:43 Uhr in
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Zork ist wieder da. Doch meine anfängliche Euphorie hat inzwischen einen Dämpfer erhalten. Denn Legends of Zork wird kein klassischer Adventure-Titel, wie ich ihn mir wünschen würde. Statt dessen handelt es sich um ein Browser MMO Adventure.
“The Great Underground Empire has recently fallen and the land is in disarray. The stock market has collapsed, leading even mighty FrobozzCo International to fire employees from throughout its subsidiaries. A craze of treasure-hunting has swept through the remnants of the Great Underground Empire. It’s a dangerous time to be a newly-unemployed traveling salesman, but it’s also a great time to try a bit of adventuring.”
Muss denn heute alles MMO sein? Es ist abzuwarten, was man am Ende geboten bekommt und was es kosten wird. Ich persönlich bin noch sehr skeptisch. Und im Zweifelsfall bleibe ich bei den alten Klassikern wie Zork: Der Großinquisitor.
Geschrieben am 15.01.09 um 9:30 Uhr in
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Es ist nur wieder als Armutszeugnis zu bezeichnen, dass Esso und Tchibo eine Werbekampagne mit dem Slogan “Jedem den Seinen” stoppen. Hintergrund ist die Ähnlichkeit mit den Worten “Jedem das Seine”, welche unter anderem auf dem Tor des Konzentrationslagers Buchenwald prangern.
Einen ähnlichen Fall gab es bereits 1998, als die Firma Nokia nach Protesten durch das American Jewish Committee “Jedem das Seine” auf ihren Werbeplakaten mit Shakespeares Worten “Was ihr wollt” überkleben lies.
Im Gegensatz zu anderen Worten und Phrasen aus der zeit des Dritten Reichs, welche von den Nationalsozialisten erfunden und geprägt wurden hat “Jedem das Seine” eine wesentlich längere Geschichte. Und ich für meinen Teil halte es für unakzeptabel, mir solche Sätze oder Ausdrücke der deutschen Sprache von den Nationalsozialisten “stehlen” zu lassen, nur weil diese sie missbraucht und pervertiert haben.
Zurückzuführen ist “Jedem das Seine” bzw. das lateinische “Suum cuique” ist auf das antike Griechenland. In der Politeia stellte Platon fest, dass Gerechtigkeit besteht, “wenn man das Seine tut und nicht vielerlei Dinge treibt”. Jeder soll das Seine (für die Gemeinschaft, den Staat) tun, und zwar in Art und Umfang so, wie es seinem Wesen, seinen Möglichkeiten und den individuellen Umständen entspricht. Ergänzend erklärte Platon, dass auch jeder das Seine bekommen soll und dass niemandem das Seine genommen werden soll.
Dies wurde später vom römischen Politiker Marcus Tullius Cicero aufgegriffen und erhielt damit einen politischen und juristischen Sinn. Und auch in der Corpus iuris civilis des oströmischen Kaisers Justinian I. fand diese Phrase Verwendung.
Im 18. Jahrhundert war “Suum cuique” Leitspruch von Friedrich dem Großen und wird auch heute noch von den Feldjägern der Bundeswehr benutzt.
Noch 30 Tage, dann bin ich - wenn alles klappt, wovon ich aber in meinem jugendlichen Leichtsinn einfach mal ausgehe - wieder in Fulda. :)
Geschrieben am 14.01.09 um 8:43 Uhr in
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“Der Traum enthüllt die Wirklichkeit, hinter der die Vorstellung zurückbleibt. Das ist das Schreckliche des Lebens - das Erschütternde der Kunst.”
– Franz Kafka (1883-1924), österreichisch-tschechischer Schriftsteller