Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Outpost 2

01.07.08

Die Story ist ausgereifter als bei Outpost, da sie sich aus den Missionsbeschreibungen und einer von J. Steven York geschriebenen Novelle zusammensetzt. Wie auch im ersten Teil der Serie wir die Erde durch einen riesigen Asteroiden zerstört und die Menschheit (oder besser gesagt eine kleine Gruppe von dieser) bricht auf um in den Weiten des Alls eine neue Heimat zu finden. Als nach mehreren Jahren Flugzeit der Kapitän des Schiffs und einige Kolonisten aus dem Kälteschlag geweckt werden, steht es nicht gut um die Mission. Sie sehen sich dazu gezwungen auf einem nahegelegenen Planeten notzulanden. Dieser ähnelt mit seiner lebensfeindlichen Atmosphäre zwar mehr dem Mars, wird von den Kolonisten aber kurzerhand Neu Terra getauft und die Kolonie Eden gegründet.
Wie so oft in der Geschichte der Menscheit kommt es jedoch irgendwann zu Zwist und Unzufriedenheit. Während ein Teil der Kolonisten damit beginnen möchte, den Planten Terraformingmaßnahmen zu unterziehen ist eine andere Gruppe der überzeugung, dass sich statt dessen der Mensch weiter an die gegebenen Lebensbedingungen anpassen sollte. Der Streit gipfelt schließlich in der Gründung der Splitterkolonie Plymouth.

Outpost 2

An dieser Stelle beginnt das Spiel. Man hat die Auswahl zwischen eine der beiden verfeindeten Kolonien, welche unterschiedliche Kampagnen besitzen. Während die Terraformingexperimente von Eden gescheitert sind und dadurch eine Art Biomasse fressendes Virus erschaffen wurde sehen sich die Bewohner von Plymoth mit einem bevorstehenden Vulkanausbruch konfrontiert, der ihre Kolonie bedroht. Dabei haben beide Parteien mit den Naturgewalten in Form von Asteroideneinschlägen, Erdbeben oder Ionenstürmen zu kämpfen.

Outpost 2 muss sich selbstverständlich an seinem Vorgänger messen. Leider erreicht das Spiel jedoch nicht dessen Format. Trotz besserer Grafik und einer wirklich interessanten kampagne bzw. Story. Denn leider wurde der Aufbaupart zu Lasten von Echtzeitelementen vernachlässigt. So ist weder eine ordentliche Aufbausimulation noch ein gutes Echtzeitstrategiespiel sondern irgendetwas unausgegorenes dazwischen entstanden. Ein großes Manko ist beispielsweise das Fehlen wichtigen Indikatoren, welche einem mitteilen, warum sich die Moral der Kolonisten in eine bestimmte Richtung verändert. Auch vermisse ich eine Detaillierte Ansicht zur Bevölkerungsentwicklung. Mehr Statistik wäre in diesem Fall einfach besser gewesen.
Alles in allem würde ich dem ersten Teil der Serie jederzeit den Vorzug geben. Es ist jedoch noch positiv zu erwähnen, dass Outpost 2 problemlos unter Windows Vista funktioniert.