Archiv vom 06.05.08

Iron Man

Tony Stark (Robert Downey Jr.), Multimiliadär und Kopf des Rüstungskonzerns Stark Industries liebt das Leben und genießt dieses in vollen Zügen. Er ist zielstrebig, intelligent und weiß genau, was er will. Dies ändert sich erst, als er nach dem Test eines neuen Waffensystems in Afghanistan von Terroristen gefangen genommen wird. Angesichts der aussichtslosen Situation voller Verzweiflung schöpft er schließlich durch seinen Mitgefangen Dr. Yinsen (Shaun Toub) neue Hoffnung, als er von den Terroristen dazu gezwungen wird, sein neustes, verheerendes Waffensystem nachzubauen.
Er wird damit konfrontiert, von welchen Menschen und zu welchem Zweck die von Stark Industries produzierten Waffen verwendet werden und der Prozess des Umdenkens und der Verantwortung dafür beginnt. Zusammen mit Dr. Yinsen arbeitet Tony Stark nicht, wie von den Terroristen erhofft, an der Waffe sondern an einem gepanzerten Anzug, der beiden die Flucht ermöglichen soll.
Wieder in den USA verkündet Tony Stark, dass seine Firma in Zukunft keine Waffen mehr produzieren werde. Privat beginnt er seinen frühen Prototypen aus Afghanistan zu verbessern und zu perfektionieren um die durch Stark Industries produzierten Waffen, welche in die falschen Hände geraten sind, zu vernichten. Doch er sieht sich mit einer Verschwörung konfrontiert, welche ihn nicht nur innerhalb der Firma entmachten sondern auch seine Erfindung stehlen und missbrauchen will.

Ich fand den Film sehr gut. Die actionreiche Handlung wird spannend, interessant und teilweise humorvoll erzählt und bietet auch einen sehr guten Einstieg für Leute, die das Comic nicht kennen. Dabei orientiert sich der Film trotzdem stark an der Comicvorlage und gibt dadurch das ein oder andere mal Anlass zum Schmunzeln. Auch, wenn das S.H.I.E.L.D.-Wortspiel im deutschen leider nicht zur Geltung kommt. Als Tipp sei aber gesagt, dass Kenner des Comic besser bis nach dem Abspann sitzen bleiben sollten um eine kleine Nebenrolle nicht zu verpassen.
Der rockige Soundtrack passt hervorragend zum Film und der Prozess des Nach- und Umdenken Tony Starks, was dessen Rolle und die seines Konzerns in der Welt und seine Verantwortung für beides anbelangt, ist gut und nicht zu langatmig umgesetzt. Alles in allem handelt es sich - meines Erachtens - bei Iron Man um die beste Superhelden-Comicverfilmung seit der X-Men Reihe!

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