Im Gegensatz zu Games Workshop produziert Corvus Belli leider keine eigenen Schablonen für ihre Spielesysteme.
Bereits am Freitag habe ich jedoch meine Schablonen für Infinity bei Litko bestellt, da diese Schablonen nach Maß und auch in geringer Stückzahl anfertigen. Da freut es mich doch gleich wieder, dass der US-Dollar im Moment so schwach ist.
Es ist eine interessante Diskrepanz zwischen den Aussagen und den Reaktionen auf den Film Fitna des niederländischen Parlamentsabgeordneten Geert Wilders, welcher sich kritisch mit dem Koran auseinandersetzt, zu beobachten. Auf der einen Seite wird der Film kritisiert, weil er Gewalt und Islam gleichsetzen würde. Aber im selben Atemzug wird darauf hingewiesen, dass dadurch Gewalt und Terror vorangetrieben würden. Es werden sogar ausschreitungen befürchtet. So hat das deutsche BKA nach der Veröffentlichung vor einer erhöhten Terrorgefahr gewarnt. Und der syrische Großmufti Ahmad Badr Al-Din Hassoun erklärte in einer Rede vor dem Europaparlament: “Sollte Wilders in seinem Film einen Koran zerreißen oder verbrennen, bedeutet dies einfach, dass er Kriege und Blutvergießen ankurbelt. Sollte es zu Unruhen, Blutvergießen und Gewalttaten nach der Sendung des Koranfilms kommen, dann wird Wilders verantwortlich sein.”
Nach meiner Auffasung ist derjenige, welcher eine Gewalttat verübt für diese auch verantwortlich. Und niemand sonst. Es ist ja nicht so, dass es nicht genügend Beispiele für religiös motivierte Gewaltverbrechen geben würde. Und wenn man das Ganze im Kontext zur Ermordung Theo van Goghs sieht, welcher mit Submission ebenfalls einen islamkritischen Film (bzgl. der Unterdrückung der Frau im Islam) veröffentlichte, so ist es lächerlich solch eine Tat mit dem Verhalten des Opfers rechtfertigen zu wollen.
Was die erhöhte Terrorgefahr und die befürchteten gewaltsamen Ausschreitungen anbelangt, so drängt sich mir leider der Gedanke auf, dass der Film doch nicht so weit an der Realität vorbei geht, wie es gerne dargestellt wird. Ansonsten wären diese Befürchtungen ja überflüssig. Aber leider gibt es genügend irre auf der Welt, welche in keiner Weise aufgeklärt sind und ihre Religion über Menschenleben setzen würden. Es gibt zwar auch genügend fundamentalistische Christen. Aber der entscheidende Unterschied ist wohl, dass sich diese (noch) nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in die Luft sprengen.
Persönlich halte ich von Religion im Allgemeinen nichts. Aber das ist im Moment nicht das Thema.
Sehr bedauernswert finde ich die Zensur, die der Veröffentlichung des Films vorangegangen ist. Man mag sicherlich über diesen Film denken, was man will. Er ist ohne frage populistisch und kontrovers, und die islamische Welt fühlt sich durch diesen mal wieder beleidigt. Trotzdem ist Meinungsfreiheit eines unserer größten und wichtigsten Rechte. Da ist es doch ein Armutszeugnis, dass der US-Hoster die Webseite des Films gesperrt hat.
“I don’t like warriors. Too narrow-minded, no subtlety. And worse, they fight for hopeless causes. Honor? Huh! Honor’s killed millions of people, it hasn’t saved a single one.”
– Jean-Baptiste Emanuel Zorg (Gary Oldman) in The Fifth Element
Manchmal weiß man nicht ob man bei der Organisation an der Hochschule eher lachen oder weinen sollte. Jetzt habe ich bereits die dritte E-Mail zum selben, dämlichen Thema bekommen…
1. E-Mail vom 25. März 2008: Erklärung zu 14-tägigen Veranstaltungen
Bei 14-tägigen Veranstaltungen entspricht die Gruppe vor dem Schrägstrich der ungeraden kalendarischen Woche (also dieser Woche ab dem 26.03.) und die Gruppe nach dem Schrägstrich der geraden kalendarischen Woche.
Bitte beachten sie ggf. auch weitere Aushänge der einzelnen Professoren.
2. E-Mail vom 25. März 2008: Erklärung zu 14-tägigen Veranstaltungen - Missverständliche Formulierung!!!
Liebe Studierende,
leider war der vorhergehende Aushang bezüglich der 14-tägigen Veranstaltungen mißverständlich.
Folgendes Beispiel erläutert den Stundenplan:
Beispiel: Ü1/Ü2 entspricht gerader Kalenderwoche/ungerader Kalenderwoche (g/u)
Diese Woche befinden wir uns in Kalenderwoche 13, so dass die Übungsgruppen der ungeraden Kalenderwoche stattfinden (im Beispiel wäre dies Ü2).
Sollten Sie noch Fragen zum Stundenplan haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
3. E-mail vom 26. März 2008: Nochmalige Richtigstelltung zu 14-tägigen Veranstaltungen
Sehr geehrte Studierende,
durch eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände kam es gestern zu einer falschen Information über die Zuordnung von ungeraden und geraden Kalenderwochen.
Es bleibt natürlich bei der bisherigen Kennzeichnung:
links: ungerade Woche / rechts: gerade Woche
Beispiel: Ü1/Ü2 bedeutet:
Ü1 in der ungeraden Kalenderwoche und
Ü2 in der geraden Kalenderwoche
Bisher hat es Electronic Arts noch jedesmal geschafft eine gute Spieleschmiede und deren Produkte zu Grunde zu richten, nachdem sie diese aufgekauft hatten. So auch bei Westwood und Maxis, um zwei bekannte Beispiele zu nennen.
Um so bedauerlicher ist es da, dass alte Spieleklassiker wie Sim Tower, Sim City und Sim City 2000 nicht mehr unter Windows Vista 64 Bit laufen. :(
Cold War: CIA vs. KGB von Fantasy Flight Games ist ein schnelles, einfaches Kartenspiel für 2 Spieler. Wobei die Spieler einen der beiden großen Geheimdienste des Kalten Krieges repräsentieren.
Jede Runde wird ein Ziel aufgedeckt, welches es unter seine Kontrolle zu bringen gilt um dessen Punkte zu bekommen. Dies ist entweder ein Land (z. B. Kuba) oder ein Ereignis (z. B. die Olympischen Spiele), welches zwar weniger Punkte bringt, dafür aber für eine besondere Aktion - wie etwa das Zurückholen eines ausgeschalteten Agenten - geopfert werden kann. Nach dem Aufdecken des Spiels wählt jeder Spieler geheim einen Agenten aus, welcher eingesetzt werden soll.
Um das Ziel zu kontrollieren werden in der Einflußphase Karten vom Gruppenstapel aufgedeckt, welche jeweils einen Einflußwert und eine besondere Aktion (je nach Gruppenart) besitzen, die einmal aktiviert werden kann. Der Clou an der Sache ist, dass man vorher nicht weiß, wie viele Einflußpunkte eine Karte hat und man das Ziel verliert, wenn man am Ende der Phase mehr Einflußpunkte eingesetzt hat als das Ziel zulässt.
Gruppenarten: Militärisch: Erlaubt das Zerstören einer Gruppe (außer sich selbst). Politisch: Erlaubt das Verschieben einer Gruppe zwischen den Spielern. Wobei man seinem Gegner keine Gruppe geben darf, die seinen Einfluß über den Einflußwert des Ziels erhöhen würde. Ökonomisch: Erlaubt das Aktivieren einer Gruppe (ohne die Aktion auszulösen) oder das wiederherstellen einer Gruppe, welche bereits aktiviert wurde. Kann nicht auf andere ökonomische Gruppen angewendet werden. Medial: Erlaubt das Anschauen der obersten Karte des Gruppenstapels, welche dann entweder abgeworfen, ausgespielt oder zurückgelegt werden muss.
Nachdem beide Spieler hintereinander gepasst haben endet die Einflußphase und es wird überprüft, wer das Ziel erreichen konnte bzw. wer am meisten Einflußpunkte besitzt. Sollte ein Spieler das Ziel überreizt haben gewinnt sein Gegner automatisch das Ziel und sein Agent wird ausgeschaltet und kann für das restliche Spiel nicht mehr eingesetzt werden. Sollten beide Spieler zu viele Einflußpunkte besitzen werden sogar beide Agenten ausgeschaltet und das Ziel unter den Ziel-Stapel gelegt. Das Erreichen des Ziels wird mit einem CIA- bzw. KGB-Chip gekennzeichnet.
Anschließend werden die Agenten aufgedeckt und ihre Aktionen der Initiative nach abgearbeitet. So kann es z. B. sein, dass der KGB-Spieler das Ziel erreicht hat und es an den CIA-Spieler abgeben muss, weil dieser seinen Meisterspion (Initiative 1) eingesetzt hatte. Anschließend wird dieser Meisterspion von dem KGB-Attentäter (Initiative 5) ausgeschaltet (das Ziel wurde immer noch vom KGB-Spieler erreicht. Auch, wenn er es anschließend an den CIA-Spieler abgegeben hat).
Sofern nicht ausgeschaltet und somit aus dem Spiel genommen werden die eingesetzen Agenten eine Runde in den Urlaub geschickt und die nächste Spielrunde beginnt. Die Seite, welche zuerst 100 Punkte hat gewinnt das Spiel.
Agentenarten: Der Meisterspion (Initiative 1): Wenn der Gegner das Ziel erreicht hat muss er es sofort an den Spieler angeben. Wenn jedoch der Spieler das Ziel erreicht hat, muss er es an seinen Gegner geben. Der stellvertretende Direktor (Initiative 2): Dieser Agent kann nicht ausgeschaltet werden. Der Doppelagent (Initiative 3): Der Spieler kann einen gegnerischen Agenten auswählen und eine Runde in den Urlaub schicken oder der Gegner muss in der nächsten Runde seinen Agenten offen ausspielen. Der Analyst (Initiative 4): Der Spieler darf in der nächsten Runde, vor dem Ausspielen der Agenten, die obersten drei Gruppenkarten anschauen und in beliebiger Reihenfolge wieder auf den Stapel legen. Der Attentäter (Initiative 5): Sollte der Spieler das Ziel erreicht haben wird der gegnerische Agent ausgeschaltet und das Ziel unter den Ziel-Stapel gelegt. Der Direktor (Initiative 6): Sollte der Spieler das Ziel erreicht haben darf er sich zusätzlich das unterste Ziel aus dem Ziel-Stapel nehmen.
Bei Cold War: CIA vs. KGB handelt es sich um ein Spiel mit schönen Bluff- und Black Jack-Elementen, welche das Spiel interessant und abwechslungsreich gestalten. Denn welchen Agent wird mein Gegner wohl gespielt haben? Den Attentäter um meinen Agenten zu töten? Oder doch den Meisterspion um mir das Ziel am Ende wegzuschnappen? Und wenn man selbst den Meisterspion gespielt hat versucht man ja das Ziel nicht zu erreichen. Was manchmal schwerer ist, als man denkt. Denn man will ja keinen Verdacht bei seinem Gegner hervorrufen.
Das zufällige Ziehen der Karten macht das Spiel stark Glücksabhängig und sollte daher gut abgewogen werden. Schließlich könnte man einen Agenten verlieren, sollte man zu viele Einflußpunkte sammeln. Auf der anderen Seite helfen die Aktionen der Karten den Glücksfaktor etwas abzuschwächen. So kann man mittels einer Militärkarte auch eigene Karten zerstören und damit wieder unter die Grenze an anzusetzenden Einflußpunkten kommen. Beschränkt wird das ganze nur durch die vom Ziel definierte maximale Kartenanzahl, die man vor sich ausgespielt haben darf.
Die Spielutensilien sind okay und es wurde an alles Gedacht. Sogar 2 Glassteine um die erreichten Punkte auf einer Karte zu markieren. Besonders die 3 Spielchips sind von hoher Qualität und schön anzusehen.
Mein Fazit ist, dass das Spiel nichts für Leute ist, welche den Glücksfaktor bei Spielen ablehnen. Für alle anderen ist es jedoch ein sehr unterhaltsames Spiel für zwischendurch.
Edit: Inzwischen ist das Spiel auch auf Deutsch als Kalter Krieg: CIA vs. KGB bei Pro Ludo erschienen.