Archiv von 08/2007

Steuern

“Wir zahlen keine Steuern. Nur kleine Leute zahlen Steuern.”

– Leona Helmsley (1920–2007)

The Simpsons Movie

Nachdem Homer (wer auch sonst?) die Verschmutzung des Lake Springfield auf ein unerträgliches Maß angehoben hat beschließt die Umweltschutzbehörde der USA, den Rest des Landes vor den Schadstoffen Springfields zu schützen. Daher wird die gesamte Stadt mit einer riesigen Glaskuppel überzogen. Verständlicherweise sind die Bewohner überhaupt nicht erfreut über diesen Zustand der Isolation und machen Jagd auf Homer und seine Familie, nachdem der Urheber der Verschmutzung von Lake Springfield ausfindig gemacht wurde. Es gelingt den Simspons zwar, dem marodierenden Mob und sogar aus der Glaskuppel zu entkommen. Doch diese Flucht nimmt der Leiter der Umweltbehörde nur als Anlass, eine Endgültige Lösung für das Problem Springfield anzustreben. So liegt es an der Familie Simpson die ganze Stadt vor dem drohenden Untergang zu retten.

Die Welt war schon längst reif für einen Simpsons Kinofilm. Die Handlung wirkt zwar etwas mager. Aber es entspricht meines Erachtens der durchschnittlichen Handlung einer Simpsons Episode. Sowieso kann man im Großen und ganzen Sagen, dass der Film im Grunde wie drei Episoden direkt hintereinander ist. Aber was will man mehr? Schließlich sind es die Simpsons und damit einfach nur Kult und voll dem teilweise bitterbösen Humor, den wir schon von der Serie kenne und lieben.
Der Film ist gut und unglaublich komisch. Aber nichts, was man sich in kurzer Zeit mehr als einmal oder unbedingt im Kino anschauen muss.

Simpsons der Film

Quadcore

Obwohl ich im vor geraumer Zeit noch etwas anderes gesagt habe, habe ich am Samstag meinen neuen PC bestellt, welchen ich morgen abholen und zusammenbauen werde.

Startbildschirm

Der Zeitpunkt scheint nicht schlecht gewählt zu sein. Denn so einen Bildschirm hatte ich beim Hochfahren meines alten Rechners heute zum ersten mal. Wurde also doch Zeit für etwas neues. Und der Intel Core 2 Quad Q6600 (FC-LGA4, Stepping G0, “Kentsfield”) war einfach zu verlockend. ^^

Hamburg

Mein kurzer Urlaub ist zu Ende und die Heimat hat mich wieder. Zu meiner Freude war während meines Aufenthaltes auch noch Dom und Alstervergnügen.

Alstervergnügen Europa Passage

Hafen Hafen

Dom Alstervergnügen

Objekte der Begierde

Zuerst wäre da einmal der YuJing Starterpack, welcher neben den Schnellstartregeln für Infinity auch 6 Miniaturen enthält:

  • YuJing Starter3 Zhanshi mit Kombigewehren, Pistole und Messer
  • 1 Hsien mit Multifunktionsgewehr, Pistole und Nahkampfwaffe AP
  • 1 Ninja mit Kombigewehr, Pistole und schockfähiger Nahkampfwaffe
  • 1 Shaolin Kriegsmönch mit Kombigewehr, Rauchgranaten, Pistole und schockfähiger Nahkampfwaffe

Den Starterpack werde ich mir entweder übernächste Woche bestellen oder (was mir persönlich lieber wäre) nächste Woche, wenn ich in Hamburg bin, direkt in irgendeinem Geschäft kaufen. Der Preis liegt bei ca. 30 Euro

Infinity RegelbuchGenauso, wie der Preis für das englische Infinty Regelwerk. Ich denke also, dass damit zu rechnen ist, dass sein Deutscher Pendant ebenfalls in dieser Preisspanne liegen wird. Ein Preis, der meines Erachtens für ein vollfarbiges, 224 Seiten umfassenden, gebundenes Regelbuch mehr als angemessen ist. Besonders, wenn man es mit dem 270 Seiten starken, hauptsächlich in Schwarz-Weiß gehaltenen Regelbuchs des Marktführers vergleicht, welches 50 Euro kostet. Leider ist noch kein Releasetermin bekannt. Aber ich rechne noch mit diesem Jahr. Bleibt nur zu hoffen, dass die Übersetzung gut und fehlerfrei sein wird.

Hamburg

Morgen, 08:03 Uhr ist abfahrt. Eine Woche Hamburg, ich komme. :-)

Bald wieder ein Jahr älter

Morgen darf ich mich schon wieder ein Jahr älter nennen. Obwohl sich eine Feier von Samstag auf Sonntag anbieten würde, wäre mir das in Verbindung mit meinem kleinen Urlaub in Hamburg, der am Montag morgen beginnt, zu stressig. Aus diesem Grund werde ich in 2 Wochen nachfeiern. Angepeilt ist ein gemütliches Beisammensein einiger Freunde und Bekannte. Termin ist der 1. September (Samstag). Ich hoffe, dass uns das Wetter bis dahin keinen Strich durch die Rechnung macht. Einladungen werden noch verschickt.
Ich verweise auf dieser Stelle einfach mal auf meinen Amazon Wunschzettel. ;-)

Infinity

Bereits vor einiger Zeit bin ich durch Zufall auf Infinity gestoßen, hatte aber keine Lust schon wieder ein neues System anzufangen. Nun, da Confrontation für mich uninteressant geworden ist und es damit an der Zeit ist, sich nach etwas Neuem umzusehen, habe ich mich genauer mit der Materie befasst und muss sagen, dass ich von den Miniaturen, dem Hintergrund, dem W20 Spielesystem und der bisherigen Umsetzung von Corvus Belli begeistert bin. Das Spiel, welches mitunter cineastische Züge hat, ist zweifellos von japanischen Manga und Anime inspiriert (in meinen Augen noch ein Pluspunkt, aber da scheiden sich sicher die Geister).
Ich werde mir also in den nächsten Wochen den Starterpack von YuJing holen. So habe ich schon ein bisschen zum malen, zum spielen und um die Werbetrommel für das Spiel zu rühren (allein spielt es sich so schlecht), während ich auf das deutsche Regelbuch warte, welches im Moment bei Ulisses Spiele - dem deutschen Vertrieb von Infinity - in Arbeit ist.
Eine andere Fraktion wäre zum Beispiel PanOcean, zu der es folgenden spanischen Fantrailer gibt:

PanOcean Trailer
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Bye bye Confrontation

Da Rackham beschlossen hat seine Geschäftspolitik von wunderschön modellierten Zinnminiaturen hin zu bereits vorbemalten Plastikfiguren zu ändern ist Confrontation für mich leider gestorben. Es ist zwar bedauerlich, da es in Verbindung mit Dogs of War mein Lieblingstabletop war, aber nicht zu ändern.

Tokio

Von ihren Eltern schlecht behandelt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen hat es die Geschichtsstudentin Grey schon immer schwer gehabt, sich in der Welt zurecht zu finden. Hinzu kommt, dass ihr niemand glauben schenkt, wenn es um die ihr bekannten Ereignisse in Nanking geht. Schon immer hielt diese jeder nur für Hirngespinste eines kranken, verwirrten Mädchen. Denn was sie weiß ist an Grausamkeit kaum vorstellbar.
Als sie nun erfahren hat, dass ein chinesische Professor mit einem Lehrstuhl an der Universität von Tokyo (東京大学) einen Film besitzen soll, welcher ihre Behauptungen stützt, macht sie sich überstürzt auf den Weg. Doch dieser verweigert ihr die Hilfe. Leugnet sogar, dass es einen Film geben soll.
Verwirrt, einsam und mittellos beginnt Grey, welche die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat in einem Nachtclub als Hostess zu arbeiten. Dort lernt sie unter anderem den gefährlichsten und mächtigsten Mann der Tokyoter Unterwelt kennen, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Dieses zu lüften wird schließlich Greys einziger Hoffnungsschimmer um die Geschehnisse in Nanking zu beweisen und ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.

TokioEin Psycho-Triller, wie ich ihn schon lange nicht mehr gelesen habe. Am Anfang etwas langatmig, wird er gegen Ende erst richtig interessant und außerordentlich spannend. Das Wort “Freak” wird in dem Buch mehrfach gebraucht und trifft auf die meisten, teilweise leider zu stark überzeichneten, Charaktere durchaus zu.
Doch der wahre Schrecken liegt am Ende weniger in den Erzählkünsten von Mo Hayder sondern in der Tatsache, dass das Buch auf wahren, geschichtlichen Gegebenheiten und Ereignissen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg (日中戦争) in den Jahren 1937 bis 1945 basiert. Nach dem Sieg der Kaiserlichen Japanische Armee (大日本帝國陸軍) in Shanghai, erreichten die Kampfhandlungen am 8. Dezember 1937 Nanking (heute Nanjing), die damalige Hauptstadt der Republik China. Nachdem die chinesischen Truppen die Stadt am 12. Dezember 1937 aufgegeben hatten wurde diese von den japanischen Streitkräften besetzt. Was folgte ist heute als das Massaker von Nanking (南京大虐殺) bekannt. Bis heute ist unklar, was die Kaiserliche Japanische Armee, welche eine der diszipliniertesten der Welt war, zu solchen Gräueltaten veranlasst hat.

Tokio ist das erste Buch von Mo Hayder, welches ich gelesen habe. Am Anfang etwas schwach, fand ich es am Ende sehr gut und kann es jedem, dessen Schmerzgrenze bei blutigen, teils ekligen Bildern groß genug ist, nur ans Herz legen.