Archiv von 07/2007

Heute

“Heute ist die gute, alte Zeit von morgen.”

– Karl Valentin (1882-1948)

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs ist der erste Film von Quentin Tarantino, der es auf die Kinoleinwand geschafft hat. Schon öfter habe ich gehört, dass er auch sein Bester sein soll. Nun kam ich endlich in den Genuss, den Film zu sehen und diese Behauptung zu prüfen.

Reservoir Dogs Joe Cabot (Lawrence Tierney) hat sich eine Gruppe von sechs Gangstern zusammengesucht, welche sich gegenseitig nicht kennen und für ihn einen Juwelenraub durchführen sollen. Bei diesem geht jedoch so einiges Schief. Als die Überlebenden beim vereinbarten Treffpunkt ankommen liegen die Nerven blank und jeder verdächtigt die anderen, potenzielle Verräter zu sein.
Während Mr. White (Harvey Keitel) und Mr. Pink (Steve Buscemi) sich streiten droht Mr. Orange (Tim Roth), welcher angeschossen wurde, zu verbluten. Unerwartet taucht Mr. Blonde (Michael Madsen) auf, welcher einen Polizisten als Geisel genommen hat und erhofft von ihm die nötige Antwort auf die Frage, wer sie bei der Polizei verpfiffen hat, zu bekommen. Doch auch Joe Cabot und sein Sohn “Nice Guy” Eddie Cabot (Chris Penn), welche mit dem Verlauf der gesamten Operation alles andere als zufrieden sind, sind bereits auf dem Weg in das Versteck.

Wie man es von Tarantino gewohnt ist überzeugt der Film mit einer rasanten Kameraführung, guten Schnittsequenzen und einer unortodoxen Zeitlinie. So wird die Planung und die Flucht der Gangsterbande ausschließlich in Rückblenden behandelt während dauernd wieder in die Gegenwart zurückgesprungen wird. Der eigentliche Überfall wird dagegen überhaupt nicht gezeigt.

Reservoir Dogs Der Soundtrack fügt sich bei seiner teilweisen Gegensätzlichkeit der 70er Jahre Klängen zu den gezeigten Bildern unglaublich gut in den Film ein und untermahlt die Stimmung ungemein. Dabei unterstützt er, die zum Teil sehr witzigen Dialoge.

Reservoir Dogs ist sicherlich ein sehr guter Film. Trotzdem bin ich persönlich einfach der Meinung, dass Pulp Fiction sowohl stilistisch als auch vom Handlungsbogen her besser ist und würde daher das Prädikat “Beser Film von Quentin Tarantino” nicht vergeben.

Aussöhnung

Es ist schon interessant, wie schnell und problemlos man sich manchmal wieder aussöhnen kann, wenn ersteinmal etwas Gras über einen dummen Streit gewachsen ist und man etwas Zeit hatte über diesen genauer nachzudenken. Find ich echt gut. :)
Schade, dass sich diese Feststellung nie auf internationale Konflikte übertragen läßt.

Vorlesungsfreie Zeit

Nur um etwas klarzustellen: Vorlesungsfreie Zeit heißt bei mir nicht, dass ich nichts mehr für die Hochschule tun werde. Insbesondere unser Projekt in den Lehrveranstaltungen Parallelverarbeitung & Graphische Datenverarbeitung wird bereits jetzt in Angriff genommen. Ich habe also nicht unbegrenzt Zeit und liege nur auf der faulen Haut. Also habt bitte Verständnis, wenn ich nicht abkömmlich bin. Positiv ist immerhin, dass ich mehr Zeit habe als in den Klausurwochen oder in der Vorbereitung für diese.

DSL 16.000

Nach einer kleinen Odyssee hat es die Telekom endlich geschafft, auch uns mit DSL 16.000 zu versorgen. Zugegeben, verglichen mit Japan sind 16 MBit/s lächerlich. Dort sind 100 MBit/s Standard; bei einem Preis von von 0.22 US$ pro Megabit. Aber wenigstens liegen wir damit über dem OECD Durchschnitt von 10 MBit/s.

Der erste Versuch: Voller zuversicht haben wir das neue Modem angeschlossen. Nur um festzustellen, dass es diesem nicht möglich war, sich mit dem DSL Anschluss zu synchronisieren. Also blieb uns nichts anderes übrig, als das alte Modem wieder anzuschließen. Es folgte ein Gang zum T-Punkt um das vermeindlich defekte Gerät umzutauschen.
Der zweite Versuch: Auch das neue Modem, welches uns nach einem Tag zugeschickt wurde, konnte keine Verbindung herrstellen. Der Test bei einem Bekannten ergab, dass das Gerät nicht defekt ist. Zum Glück arbeitet dieser selber bei der Telekom und hat uns versprochen, sich unserem Problem anzunehmen.
Des Rätsels Lösung: Wie sich herraustellte hat die Telekom nicht das Protokoll auf ADSL2 geändert, weshalb das Modem garnicht funktionieren konnte. Dies wurde innerhalb eines Tages umgestellt.
Die Geschwindigkeit:
Nach der Installation & Konfiguration des neuen Modems funktionierte das Internet einwandfrei. Nur leider mit 6.000 statt 16.000 KBit/s. Erst ein erneuter Besuch im T-Punkt führte zur endgültigen Umstellung. Dies dauerte wieder einen Tag.
Fazit: Wenn du willst, dass es funktioniert, kenne lieber jemanden der bei der Telekom arbeitet.
Zur Information: Zwischen dem ersten Versuch, das Modem zu installieren und der Beantragung der Umstellung auf den neuen DSL Anschluß lagen 2 Wochen, in denen uns die Bestätigung der Änderung und das neue Modem zugeschickt wurden. Man möchte also meinen, dass die Telekom genügend Zeit hatte, alle Einstellungen vorzunehmen. Und nein, zu diesem Zeitpunkt wurde nicht gestreikt.
Zum Modem: Es handelt sich um das Speedport W701V. Sagen wir einfach, dass es funktioniert. Wirklich begeistern tut es mich nicht. Vielmehr vermisse ich den Komfort meines Netgear Routers. Aber wie ich gelesen habe, hätte es uns auch schlimmer treffen können. In Form des Vorgängermodells Speedport W700V.

Namazu

Japan liegt wahrscheinlich in der erdbebenreichsten Region diese Erde. Im durchschnitt erreicht jedes fünfte starke Erdbeben der Erde die Inselgruppe. Jährlich werden von der japanischen Regierung und Wirtschaft Milliarden zur Prävention ausgegeben. Zur Erforschung von See- und Erdbeben, für Frühwarnsysteme, Sicherheitstrainings und noch sichereren Bauweisen. Doch eine absolute Sicherheit wird es für Japan nie geben.
Im Gegenteil: Die Wissenschaftler erwarten sogar, dass es früher oder später ein Erdbeben geben wird, welches Tokyo gänzlich zerstören könnte. Sollte dies geschehen ist davon auszugehen, dass das japanische Großkapital aus der Welt zurückgezogen wird und sich Japan erst einmal um sich selber und um den eigenen Wiederaufbau kümmert. Als einer der wichtigsten Kreditgeber der Erde hätte dies die Folge, dass die globale Wirtschaft straucheln und wahrscheinlich in eine Weltwirtschaftskrise stürzen würde.

Da Japan seit Menschengedenken unter Erdbeben zu leiden hat ist es wenig verwunderlich, dass sich dies auch in der der japanischen Mythologie wiederspiegelt. Laut dieser ist Namazu (鯰), ein riesiger Katzenfisch, welcher im Inneren der Erde lebt, für die Erdbeben verantwortlich. Nur der Gott Kashima (鹿島) hält ihn mit Hilfe eines Steins zurück und bewahrt so die Welt vor seinen cholerischen Ausbrüchen. Doch leider kommt es ab und zu vor, dass Kashima abgelenkt ist, wodurch sich Namazu befreien kann und durch seine Wutausbrüche die Erde erbeben lässt.

Namazu

Wordpress 2.2.1

Update auf Wordpress 2.2.1 abgeschlossen.

Als…

“Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

– Martin Niemöller (1892-1984), deutscher Theologe

Gute Nacht

So, nach diesem Eintrag werde ich ins Bett gehen. Ich wollte nurnoch darauf hinweisen, dass im Moment Uzumaki (渦巻) auf VOX läuft. Ein Film, den ich jedem Fan des (japanischen) Horror-Kinos nur ans Herz legen kann.

Genres

“Den fünf Genres Horror, Porno, Melodram, Spannung und Komik entsprechen fünf Körperausscheidungen: Erbrochenes, Sperma, Tränen, Schweiß und Urin. Und jedes Genre will eine dieser Ausscheidungen herbeiführen: Das Melodram will Tränen, der Porno Sperma, der Horror das Erbrechen, die Spannung den Schweißausbruch. Die Komik will zweierlei: Entweder soll sich der Mensch vor Lachen bepissen oder Tränen lachen. Das ist der Unterschied zur Hochkunst: Alle fünf Genres wollen den Konsumenten eindeutig außer Gefecht setzen.”

– Robert Gernhardt (1937-2006)