Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Das Leben

30.06.06

“Nimm das Leben nicht zu ernst. Du kommst eh nicht lebend raus.”

– Deutsches Sprichwort

Programmcode

29.06.06

“Die Wahrheit liegt im Code.”

– Prof. Dr. Ehrenberger

Ode an die Flotte

28.06.06

Der nachfolgende Anflug von poetischer Kreativität erfolgte als Motivation für Nico alle seine Battlefleet Gothic Schiffe anzumalen, in Form mehrerer SMS. Aufgrund positiver Resonanz an dieser Stelle nun zusammenhängend und an einem Stück.

Die Ode an die Flotte (von mir)

“Mal uns an”, ruft die Flotte und die Erwartung ist groß.
Aber wie die Armee, halb bemalt zu sein, ist ihr Los.

Farb ist ihr größter Wunsch, alles and’re wär Betrug.
Doch Malermeister - arme Sau - sitzt einsam und allein im Zug.

Doch bald ist es soweit und er kommt heim.
Nächsten Samstag im Laden, das wird fein.

Schicht um Schicht ein Tarnmuster entsteht.
Bald ein jedes Schiff seinem Hangar entschwebt.

Des Malermeisters Werk ist vollbracht.
Und so wird er zum Admiral in der nächsten Schlacht.

Selbst ist…

27.06.06

“Fordere viel von dir selbst und erwarte von anderen wenig, so bleibt dir mancher Ärger erspart!”

– Konfuzius

Artillerie

26.06.06

“Die Artillerie verleiht einem vulgären Gemetzel Würde.”

– Friedrich der Große (1712-1786)

Programmiersprachen

25.06.06

“Programmiersprachen haben die unausrottbare Tendenz, immer größer zu werden.”

– Prof. Dr. Ehrenberger

Uzumaki

24.06.06

Uzumaki (うずまき), was übersetzt “Spirale” bedeutet, basiert auf dem gleichnamigen Manga von Junji Ito.
Wie man es vom japanischen Horror-Kino gewohnt ist, wird weniger mit schockierenden Bildern, als mit der Angst an sich gespielt. Auch, wenn Uzumaki mit ab und an recht ekligen Bildern nicht gerade geizt. So, z. B. wenn eine Person in den Radkasten eines Autos zu einer Spirale gerollt wird. Und genau darum - um Spiralen - geht es in dem gesamten Film.

Uzumaki FrontDie junge Schülerin Kirie Goshima (Eriko Hatsune) bemerkt das Merkwürdige Verhalten des Vaters, ihres besten Freundes, Shuichi Saito (Fhi Fan). Dieser scheint von Spiralen und allem, welches diese Form besitzt, besessen zu sein. So weit, dass dieser sich, bei dem Versuch, mit Hilfe einer Waschmaschine, ebenfalls eine Spirale zu werden, das Leben nimmt. Als dieser dann verbrannt wird, bildet sich aus dem Rauch ebenfalls eine Spirale und Shuichis Mutter wird mit einem Nervernzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Shuichi ist davon überzeugt, dass die gesamte Stadt dem “Fluch der Spirale” anheimgefallen ist und drängt Kirie immer wieder, mit ihm die Stadt zu verlassen. Doch der Zustand Shuichis Mutter ist noch zu instabiel. Diese beginnt immer mehr, genauso wie Kiries Vater und andere Bewohner der Stadt, dem Fluch zu verfallen. So beginnt sie z. B. alles an (oder in) ihrem Körper, welches die Form einer Spirale hat, zu entfernen.

Die Spannungskurve wird kontinuierlich gehaltan und weiter ausgebaut. Nur der letzte Akt kann leider nicht mithalten und ist somit auch der schlechteste. Wurde bis dahin noch mit dem psychischen Wahnsinn gespielt, wirkt dieser leider etwas aufgesetzt und zu abgedreht. So verwandeln sich manche Menschen, welche Spiralen auf dem Rücken haben, zu Schnecken und der “Fluch der Spirale” zeigt sich ganz offen (so, z. B. beim Tod Shuichis), was allerdings nicht wirklich spannend ist.

Auch das eigentliche Rätsel des gesamten Films bleibt bis zum Schluß ungelöst. Wie bei vielen japanischen Filmen endet auch dieser, mit einem für Europäer unbefriedigenden Ende. Der Grund für den “Fluch der Spirale” wird in keiner Weise aufgeklärt. Das Thema des Films - die Spirale - ist allerdings allgegenwertig. Und oft entdeckt man sie nur beim zweiten hinsehen. Obwohl der Film gegen Ende etwas an Spannung verliert bin ich der Meinung, dass er äußerst sehenswert ist und sicherlich zu den Top-Filmen des japanischen Horror-Genres gehört.

Gründung einer Terrororganisation

23.06.06

Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass dieser Text rein sarkastisch und ironisch zu betrachten ist. Sämtliche Ähnlichkeiten und der Wiedererkennungswert zu lebenden oder verstorbenen Persönlichkeiten aus dem Öffentlichen Leben sind gewollt. Dies und die Verwendung einiger stark überzeichneter Fakten sollen den satirischen Charakter des Textes unterstreichen. Ich persönlich bin gegen jegliche Form des Terrorismus und verurteile solche Taten der Barberei aufs schärfste!

Dies ist eine Schnellanleitung zur Gründung einer Terrororganisation inklusive veranschaulichten Beispielen. Schließlich brauch man erst eine schlagkräftige Organisation, bevor man die Welt effektiv mit Tod & Zerstörung überziehen kann! Um eine Terrororganisation aufzubauen braucht man also…

  1. Einen charismatischer Führer: Als Gründer erntet man selbstverständlich selbst diese Lohrbeeren.
  2. Ein Ziel: Hinter jedem Terror muss irgendeine Ideologie stehen, weil die Leute ein Feindbild wollen.
  3. Gehirnwäsche: Gute Tipps kann man sich sicher beim CIA holen.
  4. Finanzielle Unterstütung: Suche dir reiche Leute (z. B. die Saudis), welche eh nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.
  5. Verbündete, wo sie keiner vermutet: Ein As im Ärmel zu haben ist immer gut. Und so hat man immer den Überraschungsmoment + ein paar Lacher auf seiner Seite.
  6. Skrupellosigkeit: Du darfst kein Problem damit haben, Leute zu verheizen. Denk immer daran, “wir haben Reserven”.

Wenn man diese sechs, einfachen Punkte beachtet sollte es kein Problem sein, sein eigenes Terrornetzwerk aufzubauen. Zur Veranschaulichung hier ein kleines Gedankenbeispiel:

1. Selbstverständlich wird man selbst der charismatische Führer, wenn man sich schon die Arbeit macht, die Terrororganisation zu gründen. Man sollte jedoch rechtzeitig beginnen, sich irgendwelche Freunde, zu suchen, damit man wenigstens ab und zu zum Tee eingeladen wird. Ansonsten kommt man ja nie mehr aus seiner Steinhöhle raus. Herrscher von Terrorstaaten (Achse des Bösen) sind dazu besonders gut geeignet, da sie eh Probleme haben, jemanden zu finden, der mal etwas Zeit mit ihnen Verbringt. Die verbundenen Interessensgebiete ergeben außerdem einen gemeinsamen Gesprächsstoff. Jedoch Vorsicht, vor Staaten, welche in kürze durch die USA überfallen werden sollen. Solche Staaten sollte man rechtzeitig verlassen und daran denken, ggf. eine Beileidskarte an den gestürzten Diktator zu schicken.

2. Die Ideologie ist wichtig, damit sich die breite Öffentlichkeit ein Feindbild aufbrauen kann. So waren die RAF die Kommunisten. Und die IRA / ETA sind schlichtweg Mörder (das hat man davon, wenn man Bomben legt, die auch Landsleute töten). Momentan im kommen ist immernoch der religiöse Fundamentalismus. Also sollten man nicht unbedingt auf diesen Zug aufspringen, um sich von der Masse abzuheben. Mein Vorschlag wäre Terror gegen den Terror. Frei nach dem Motto: “Gewalt erzeugt Gegengewalt”. Wenn also das nächste mal in London Bomben explodieren und sich muslimische fundamentalisten dazu bekennen, ist Kairo bald nurnoch halb so groß. Wenn die ETA wiedereinmal ein Hotel in die Luft jagt, wird ein Teil vom Baskenland weggesprengt und im Meer versenkt. Vielleicht erreicht man ja so, dass dem Terror einhalt geboten wird, wenn andere Terrorristen merken, dass sie terrorisiert werden.

3. Es könnte sein, dass deine Untergebenen auf die Idee kommen, sich nicht als Selbstmordattentäter für dich zu opfern, dass sie nicht mit deiner Ideologie übereinstimmen oder (am schlimmsten) auf die Idee kommen, sie könnten dich absetzten. Um all diese Gefahren, welche eine große Gefolgsschaft birgt, zu eleminieren, muss man gebrauch von Indoktrination - auch Gehrinwäsche genannt - machen. Dabei fängt man am besten schon im Kindesalter an. Sollte dies nicht möglich sein, sollte man sich Tipps bei Leuten holen, die sich damit auskennen, wie zum Beispiel der CIA (Siehe Punkt 5).

4. “Geld regiert die Welt”. Und das ist auch in der Terrorwelt so. Man brauch genügend finanzielle Mittel, da man einiges an direkten (Waffen, Sprengstoff, Munition) und indirekten (falsche Identitäten, Gehirnwäsche, geheime Unterschlüpfe) Ausgaben hat. Osama bin Laden kann man sich hierbei durchaus als Vorbild nehmen. Mit den Saudis hat er sich bestens abgesichert. Nicht nur, was das Geld betrifft. Als Öllieferant Nr. 1 der Welt besteht keine Gefahr, dass das Land durch die USA überfallen wird. Außerdem gibt es genügend Leute, welche seine Ideologie unterstützen. Es ist also einfacher, neue Anhänger zu finden und man wird immernoch ab zu zu eingeladen. Bei unserem Beispiel des Terror gegen Terror setzen wir auf die Unterstützung durch die USA (siehe Punkt 5).

5. Je verworrener das Netzwerk deiner Verbündeten, desto besser. Noch besser ist es jedoch, wenn du Verbündete hast, wo sie niemand vermutet. Denn dort wird auch nicht gesucht. Und wo nicht gesucht wird, wird auch nichts gefunden. So wird sich unsere Terror-gegen-den-Terror-Organisation (TTO - ja, so entstehen Namen) z. B. an George W. Bush wenden. Schließlich hätte dieser ein Problem, wenn es auf der Welt keinen Terror mehr geben würde. Wie sonst könnte er das Überfallen freier Staaten, trotz Widerstand der UN, rechtfertigen? Wie sonst könnte er rigorose Sicherheitsgesetze erlassen + von seinem “Der Präsident darf das, in einer Notsituation”-Gesetz gebrauch machen? Ergo werden wir von den USA finanziell und ausbildungstechnisch (die besagte Gehirnwäsche) unterstützt. Im Gegenzug darf auch einmal die ein oder andere Bombe in den USA explodieren, damit die Bevölkerung weiterhin in Angst leben und die Republikaner wählen kann. Außerdem tun wir der USA noch einen gefallen, indem wir ihre Obdachlosen von der Straße holen (siehe Punkt 6).

6. Du bist der Boss und was mit den anderen passiert ist dir egal. Schließlich kämpft ihr alle für eine größere Sache und Opfer müssen gebracht werden. Solltest du Punkt 3 befolgt haben dürfte es kein Problem damit geben, dass sich deine Untergebenen gerne für dich opfern. Allerdings sollte man den Nachschub dieser nicht aus den Augen verlieren. Bei unserem Beispiel der TTO übernehmen das Obdachlose der USA. Von diesen gibt es einen quasi unerschöpflichen Vorrat und man kann sich das ganze Programm vom Staat (dem wir ja noch etwas gutes tun) subventionieren lassen. Außerdem erklären wir uns gerne bereit, Schulen zu restaurieren und mit neuen Lehrmaterialien auszustatten (Gehirnwäsche)!

Denken

23.06.06

“Es ist die schlimmste Sünde auf Erden, seinen Kopf nicht zu gebrauchen.”

– Ken Saro-Wiwa (1941-1995), nigerianischer Journalist

Drawn Together

22.06.06

Drawn Together ist die erste Cartoon-Reality-Show der Welt. Die acht Hausbewohner, die unterschiedlicher kaum sein könnten, sind stark Überdrehte Karrikaturen von verschiedenen Zeichentrick-Aspekten und -Charaktären, welche jedem wohl bekannt sein sollten und wohnen zusammen im Drawn Together Haus, überwacht von 1.000.000 Kameras.

  • Drawn Together 3Captain Hero: Ein großspuriger und egozentrischer Superheld mit unterdrückten schwulen Tendenzen.
  • Foxxy-Love: Die bisexuelle, rätsellösende Musikerin. Stark angelegt an Josie and the Pussycats.
  • Ling-Ling: Ein japanischer Zeichentrick import (Pokemon), welcher ein unverständliches Pseudo-Japanisch mit englischen Untertiteln spricht (in der Italienischen Version übrigens mit Italienischer Dub und Englischer Sub).
  • Princess Clara: Die leichtgläubige, rassistisch angehauchte “Disney Prinzessin”, deren Vagina ein Tentakelmonster ist.
  • Spanky-Ham: Ein versautes (man beachte das Wortspiel *g*), perverses und obszönes Internetdownload in Form eines Schweins.
  • Toot Braunstein: Ein Schwarz-Weiß-Sexsymbol aus den 20er Jahren. Sie ist äußerst verfressen, übergewichtig, trinkt zu viel und schneidet sich selbst mit Rasierklingen, um Stress abzubauen.
  • Wooldoor Sockbat: Ein vollkommen durchgedrehter Kinder-TV-Charakter, welcher am ehesten an Spongebob Schwammkopf erinnert.
  • Xandir P. Wifflebottom: Ein schwuler Held aus einem Computer-Adventure, wie The Legend of Zelda, welcher sich auf einem “neverending quest to save my girlfriend” befindet.

Drawn Together 2Anlehnungen an bekannte Filmen Zeichentrickserien sind nicht nur zufällig sondern gewünscht. Es wird sich gernen bekannter Charaktäre aus Film und Fernsehen, insbesonders bekannter Cartoonserien, bedient wie zum Beispiel Speedy Gonzales, dessen Geschwindigkeit auf seinen Kokainkonsum zurückzuführen ist (s02e01)). Aber auch aus Videospielen und bekannten Filmen werden die bekanntesten Szenen aufgegriffen (z. B. Trainspotting (s01e05)).
Grundsätzlich kann man sagen, dass das Zauberwort der gesamten Serie “Stereotyp” ist (s02e11). Dabei wird vor keiner Sendung - insbesondere Reality-TV-Shows, wie Big Brother, The Apprentice, The Real World oder Survivor - halt gemacht. Ebenso werden viele Klischees innerhalb der Gesellschaft ausgegriffen. Dies führt dazu, dass die meisten Folgen einen sehr ernsten Hintergrund haben, wenn es um Tabu-Themen, wie Inzest, Abtreibung oder Homosexualität geht.

Drawn Together 1Besonders deutlich wird dies bei der 1. Folge der 2. Staffel, in der erzählt wird, wie alle Sockbats von den Sweetcakes (kleinen zuckersüßen Mädchen) dazu gezwungen wurden, eine Ohrmarke und einen Sträflingsanzug zu tragen um anschließend zu Süßigkeiten verarbeitet zu werden. Die Anspielung auf das 3. Reich und die Verfolgung der Juden ist dabei kaum zu übersehen.

Drawn Together ist eine, zum Teil sehr obszöne, aber auch äußerst witzige Zeichentrickserie, mit einem teilweise sehr ernsten Hintergrund. Der Humor entspricht sicherlich nicht jedem. Ich persönlich habe die Serie allerdings sofort ins Herz geschlossen und kann jedem raten, die Englische Orginalfassung der Deutschen Dub vorzuziehen, da die Synchronisation, im Vergleich zum Original, nicht sonderlich gut ist und viele Witze und Wortspiele - wie bei vielen englischsprachigen Serien und Filmen - im Original einfach besser vermittelt werden können und kaum oder garnicht zu übersetzten sind.