Torii von Itsukushima - Insel Miyajima

Studiengebühren und sinnloser Aktionismus

25.05.06

Obwohl in der Hessischen Verfassung verankert ist, dass das Erststudium Gebührenfrei sein muss, wurde von der Landesregierung ein Gesetz verabschiedet, welches Studiengebühren ab 2007 auch in Hessen zur traurigen Realität werden läßt. Ich persönlich bin gegen die Erhebung von Studiengebühren, weil es ein Faktum ist, dass das Geld, welche diese einbringen, nicht an die Hochschulen fließt, sondern vom Land dazu genutzt wird, Haushaltslöcher zu stopfen. Allerdings habe ich nicht das geringste Verständnis für sinnlose Aktionen und Demonstrationen, welche manche Studenten (allen Vorran AStA + Fachschaft) betreiben. Es fängt schon damit an, dass auf einer Vollversammlung ein “Streik” beschlossen wird. Ob diese Versamlung nun Meinungsbildend ist oder nicht, sei einfach mal dahingestellt. Ich kenne genügend Leute, die nicht da waren. Aber gehen wir einfach mal davon aus, es wären über 50% der Studenten anwesend gewesen.

Jedenfalls ist das Wort “Streik” definitiv falsch gewählt. “Streik” stammt aus der Arbeitswelt und ist einer Arbeitsniederlegung der Belegschaft gegenüber eines Arbeitgebers. Hochschulen sind mit der Wirtschaft nicht zu vergleichen. Natürlich steht es jedem Studenten frei, nicht zu einer Lehrveranstaltung zu erscheinen. Allerdings bedarf es dafür keinen Streik. Das ist jedem seine eigene Entscheidung und wer nicht da ist, ist nicht da. Jedem sein eigenes Defizit.

Polizei im EinsatzWas mich gleich dazu bringt, dass manche Studenten die illusorische Auffassung haben, dass alle Professoren hinter den Studenten ständen und “niemand benachteiligt werden darf”. Wie ich bereits sagte ist jeder selbst für sein Studium verantwortlich. Wenn man also auf einer Demonstration ist, statt in einer Vorlesung zu sitzen, hat man Pech gehabt. Die Professoren dürfen nicht streiken und eine Lehrveranstaltung findet bestenfalls nicht statt, wenn weniger als 5 Studenten anwesend sind.

Nun ist es natürlich ungünstig, wenn man einen Demonstrationszug Mittwochs, mitten in der Woche, gegen 12:00 Uhr ansetzt. Das hat natürlich zur Folge, dass viele Studenten - inklusive mir - lieber ihr Studium vorran treiben, statt mit Plakaten bewaffnet in Richtung Uniplatz zu marschieren. Aber zum Glück (achtung, Sarkamus!) kommt der liebe AStA auf die Idee, die Gebäude mit Vorhängeschlössern zu versehen oder anderweitig zu verbarrikadieren. Dies führt zwar auch nicht zu mehr Demonstranten, da die meisten Studierenden gleich wieder nach Hause gefahren oder garnicht erst gekommen sind (von 4500 Studenten waren max. 500 bei der Demonstration). Aber man hat noch das Ergebnis, dass diejenigen, welche gerne studieren würden, davon abgehalten werden. Wenn irgendwelche Leute einen Streik ausrufen, ist das ihre Sache. Aber dann andere am Studieren hindern? Das geht meiner Meinung nach zu weit.

Affen SchaffenIrgendein Wahnsinniger hatte auch vorgeschlagen, die A7 zu blockieren. Er würde der Gesellschaft sicherlich einen Gefallen tun, wenn er es einfach mal probieren würde. Sowas ist dann nur leider immer etwas ärgerlich für die Polizei und Rettungskräfte, welche die Bröckchen wieder einsammeln müssen. Der Vorschlag, die B27 dicht zu machen, war auch keinen Deut besser. Als diese Idee, beim Marsch zu Uniplatz wieder aufflammte, wurde dieses Vorhaben durch die Aussage der Polizei, dies mit allen möglichen Mitteln zu unterbinden, im Keim erstickt. Daher blieb es bei der eigentlichen Route und der Sperrung der Leipziger Straße, durch die Polizei. Wenigstens war jemand so schlau, diese Demonstration und den Protestmarsch der selbigen, vorher anzumeldet.

Trotz dem guten Willen, der hinter dieser ganzen Sache steht, muss ich leider sagen, dass es eher kontraproduktiv war. Es erweist sich als ungünstig, die Bevölkerung für seine Sache zu gewinnen, wenn man den Verkehr zum Erliegen bringt. Die meisten Autofahrer zeigten sich genervt und brachten kein Verständnis für die Studenten auf. Ganz im Gegenteil, es fanden sicherlich viele das Bild des faulen Studenten bestätigt. Aber was will man erwarten, wenn man neben der eigentlichen Botschaft noch Bier und Volksfeststimmung verbreitet? Zumindest, dass man “Schaffen” auch mit “c” schreibt!

Always look on the bright side of life

25.05.06

“Some things in life are bad
They can really make you mad
Other things just make you swear and curse.
When you’re chewing on life’’s gristle
Don”t grumble, give a whistle
And this”ll help things turn out for the best…

And…always look on the bright side of life…
Always look on the light side of life…

If life seems jolly rotten
There’s something you’ve forgotten
And that’’s to laugh and smile and dance and sing.
When you’re feeling in the dumps
Don”t be silly chumps
Just purse your lips and whistle - that’s the thing.

And…always look on the bright side of life…
Always look on the right side of life…

For life is quite absurd
And death’s the final word
You must always face the curtain with a bow.
Forget about your sin - give the audience a grin
Enjoy it - it’s your last chance anyhow.

So always look on the bright side of death
Just before you draw your terminal breath

Life’s a piece of shit
When you look at it
Life’’s a laugh and death’’s a joke, it’s true.
You’ll see it’s all a show
Keep ”em laughing as you go
Just remember that the last laugh is on you.

And always look on the bright side of life…
Always look on the right side of life…

Come on guys, cheer up!
Worse things happen at sea, you know.
I mean - what have you got to lose?
You know, you come from nothing - you’re going back to nothing.
What have you lost? Nothing!

Always look on the right side of life…”

– Eric Idle / Monty Python (Life of Brian)